Reinickendorf | Kleinere Projekte

  • Der formulierte Anspruch ist zu hoch und erinnert an die Quadratur des Kreises.


    Ich kenne die provinzielle Einkaufsstraße von früher und sehe sie ästhetisch deutlich verbessert. Ich frage mich nur, ob sie als eine von vielen Einkaufsangeboten in Reinickendorf überhaupt bestehen kann.

  • Was ich mich frage – weil ich keine Schilder gesehen habe – ist das eine Fußgängerzone oder ein verkehrsberuhigter Bereich? Als Fußgängerzone ist der Bereich in der Tat – trotz möglicher Rettungswege – zu wenig gestaltet. Vielleicht sieht es ja im Sommer mit mehr Außengastronomie besser aus.

  • Ehrlich gesagt habe ich die übersichtliche und aufgeräumte Fußgängerzone Gorkistraße erstmal durchaus als angenehm empfunden. Ich hoffe sogar, dass sie künftig nicht mit Ständen, Außengastro, Buden usw. zugestellt wird, wie es z. B. in der Wilmersdorfer Str. der Fall ist. Zudem war Sonntag, die Läden hatten also zu und viele Geschäfte sind noch gar nicht eröffnet. Die neu gepflanzen Bäume sind auch noch recht klein. Wie so oft muss man auch hier abwarten, wie es in ein paar Monaten aussieht, wenn wirklich alles fertig ist und sozusagen „Normalbetrieb“ einkehrt.


    Schaut man sich dem Vorzustand an (tw. in Streetview zu sehen), kann man M. E. von einer deutlichen Verbesserung sprechen. Auch wenn die Neubauten vor allem an der Südseite in der Tat zu gleichförmig und steril daherkommen. Die Pflasterung wiederum halte ich für gelungen.


    Ob die Gorkistraße als Einkaufstraße erfolgreich wird, ist m. E. zumindest zweifelhaft. Karstadt hat sich schon während der Umbauphase rausgezogen, das Tegel Quartier (siehe hier) hat mich auch nicht wirklich überzeugt, und vor allem ziehen die Borsighallen sehr viel Kundschaft und Kaufkraft ab. Und nur zum zufälligen Gucken und Bummeln liegt die Gorkistraße einfach ungünstig, viele Tegel-Besucher bewegen sich von der U-Bahn eher Richtung At-Tegel und Tegeler See. Alt-Tegel hat auch durchaus Flair und wird gut frequentiert, wobei sie natürlich keine Einkaufsstraße ist, sondern eher eine Flanier- und Gastromeile.

  • Puh, ich bin da auch sehr zwiegespalten. Die Gebäude gefallen mir teilweise ganz gut. Aber Thema Schwammstadt. Ich weiß, die Pläne sind schon älter als das Narrativ der Klimaresilienz, welches so eigentlich erst seit wenigen Jahren in der Stadtplanung und Politik auf der Agenda ist. Was schon erschreckend genug ist, da das Thema Klimawandel und Auswirkungen auf unsere Städte nicht erst seit 5 oder 10 Jahren bekannt ist. Umso erschreckender, dass Verwaltungen offensichtlich nicht oder Lage oder Willens sind, Planungen dahingehend anzupassen. Dann kommt so eine Steinwüste bei raus, alles versiegelt, kaum grün, Schwammstadt am A...

  • Ehrlich gesagt habe ich die übersichtliche und aufgeräumte Fußgängerzone Gorkistraße erstmal durchaus als angenehm empfunden. Ich hoffe sogar, dass sie künftig nicht mit Ständen, Außengastro, Buden usw. zugestellt wird, wie es z. B. in der Wilmersdorfer Str. der Fall ist.

    Die Wilmersdorfer ist breit genug, die Sitzmöglichkeiten und das Gastroangebot tun der Straße sehr gut und sind mit der einzige Grund, dort noch hin zu gehen. Ganz im Gegensatz zu den Ramschläden, die immer mehr Überhand nehmen und die alten Traditionsgeschäfte verdrängen. Leiser, P&C, C&A haben als ehemalige Ankermieter der Wilmersdorfer alle in den letzten Jahren zu gemacht. Klar, man kann argumentieren, dass das auch an hausgemachten Problemen der Konzerne liegt und viele Geschäfte die Corona-Politik aka die Kastrierung des lokalen Einzelhandels zugunsten des Onlinehandels eh nicht überlebt hätten.


    Deine Kritik an einer angeblich zugestellten Wilmersdorfer kann ich daher absolut nicht nachvollziehen.

  • Galeria Karstadt Kaufhof nun doch im Tegel Quartier


    Nochmal zur umgestalteten Fußgängerzone Gorkistraße und den Neubauten (u. a. Tegel Quartier):


    Was ich bisher nicht mitbekommen hatte ist, dass Galeria Karstadt Kaufhof nun doch ins Tegel Quartier gezogen ist und dort eine Fläche von ca. 10.000 m² nutzt. Darüber hatte die Berliner Woche bereits im Mai diesen Jahres berichtet. Die Eröffnung war am 13. Oktober.


    In einem aktuellen Artikel berichtet die Berliner Woche heute etwas ausführlicher über die Einweihung der Fußgängerzone Gorkistraße, die am 15. und 16. Oktober gefeiert wurde. Wie zu erwarten gab es bereits im Vorfeld Kritik. Der CDU-Bezirksverordnete Felix Schönebeck hält den Charakter der Straße für wenig einladend und bemängelt u. a. zu wenig Grün und eine aus seiner Sicht geringe Aufenthaltsqualität.


    Er wünscht sich u. a. auch eine eigene Außenfläche zum Essen und Trinken für die Markthalle, ein Bodenleitsystem Sehbehinderte und die Wiederinbetriebnahme des stillgelegten Felsenbrunnen am westlichen Ende der Gorkistraße.


    Einige der gewünschten Veränderungen sind laut Baustadträtin Korinna Stephan evtl. möglich, alle Wünschen werden aber nicht erfüllt werden können.


    Bei der neuen Galeria-Filiale handelt es sich um den ersten Kaufhausneubau des heutigen Konzerns seit 30 Jahren. Die Verkaufsfläche beträgt ca. 8500 m². Galeria ist somit Anker des gesamten Tegel Quartiers, dass rund 36.000 m² Einzelhandelsfläche und 28.000 m² Büronutzung bietet.


    Hier noch der Link zur Gorkistraße und der Eröffnungsfeier: www.gorkistrasse.de

  • Hier hatte Backstein im Juli geschrieben, dass sich auf dem Grundstück noch nicht viel tut.


    Wohnbauprojekt Cité Foch Nord


    Jetzt war Spatenstich für das Projekt von 140 Wohnungen, die in fünf jeweils fünfgeschossigen Gebäuden, an der Avenue Charles de Gaulle auf einem ehemaligen Sportplatz bis 2024 entstehen. Bauherrin ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die am 14. Oktober dazu auch eine Pressemeldung veröffentlicht hat. Entlang der Rue Montesquieu sollen in der weiteren Entwicklung elf Gebäude mit 300 Wohnungen folgen.


    Auch die Berliner Woche hat über den Spatenstich berichtet.

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  • Geplantes Wohnquartier auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik

    Die Info geistert schon seit einiger Zeit durch die lokalen Medien: Auf dem westlichen Teil des Geländes der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik ist geplant, rund 600 Wohnungen zu bauen. Die Wohnungsbauleitstelle des Berliner Senats wirkt darauf hin. Lage siehe DAF-Karte.


    Die meisten Neubauten sollen auf bereits jetzt bebauten Flächen entstehen, wo sich zurzeit noch die sog. „Sternhäuser“ befinden, die dafür abgerissen werden. Die Erschließung des Quartiers erfolgt über die Oranienburger Straße, es wird aber weitgehend autofrei geplant. Es wird noch geprüft, ob ein direkter Zugang zum S-Bahnhofs Eichborndamm geschaffen werden kann.


    Aktuell ist ein städtebauliches Werkstattverfahren für das geplante Wohngebiet geplant. Mehrere Architekturbüros werden aufgefordert, für eine solche Bebauung Entwurfskonzepte zu entwickeln und dann zu präsentieren. Bereits am 26.10.2022 fand das Auftaktkolloquium des städtebaulichen Werkstattverfahrens statt. Am 11.11. gab es einen „Gebietsspaziergang“ auf dem Gelände, an dem ca. 50 Interessenten teilgenommen haben.


    Am dem 02.12. sollen die ersten Entwürfe von vier Architekturbüros auf der Pattform „mein berlin“ gezeigt werden.


    Die Wohnungen sollen zur Hälfte staatlich gefördert werden. Auch eine Kita und ein Seniorenwohnhaus mit 150 Plätzen sind geplant. Letzteres könnte schon 2023 gebaut werden.


    Einige Artikel dazu (Auswahl):