Altes und neues Leipziger Neuseenland

  • Geologen waren enttäuscht, dass die "wildromantische Rippenkippen-Landschaft" in den 1990er Jahren eingeebnet und damit zerstört wurde.









    Mehr als 1.000 Tonnen Stahl bei der Landschaftsgestaltung.



    Eigene Fotos.

  • Am Rand des Tagebaus Espenhain endete die Fernverkehrsstraße 95 nach Chemnitz.


    Seit den 1990ern sind auch die Bäume...




    ...gewachsen.




    Eigene Fotos.

  • Die Rippenkippenlandschaft ist einer eingeebneten Landschaft, die aber immer noch Gefahren birgt, gewichen.






    Der Absetzer, der die Landschaft einst gestaltete, steht heute im Bergbau-Technikpark. Die Autobahnbrücke hat eine übliche Größe...




    Eigene Fotos.

  • Erstaunlicherweise hat der, am Rand von Auenhain gelegene, Gewerbebau aus der Tagebauzeit...




    ...die Zeiten überdauert und wurde für neue Nutzungen umgebaut.




    Der Wasserspiegel des Markkleeberger Sees...




    ... ist heute deutlich höher. Mit ca. 252 ha gehört der Markkleeberger See nicht zu den großen Seen im Leipziger Neuseenland, mit 62 m aber zu den tiefsten Seen.




    Eigene Fotos.

  • Im Tagebau Espenhain wurde bis Mitte der 1990er Jahre Braunkohle gewonnen.


    Ungefähr von HIER -also von der Grunauer Bucht- aus konnte man die vor Störmthal stehende Abraumförderbrücke 17 sehen. Die Angaben auf der verlinkten Webseite sind teilweise nicht ganz genau. Dieses Foto wurde während einer umfangreichen Umbaumaßnahme im Sommer 1981 geschossen.


    Ortslage Störmthal, davor die Abraumförderbrücke 17- vor der Sprengung im Jahre 1997.



    Eigenes Foto.

  • Ok - Alles ist relativ. In einer weitflächig ausgeräumten Landschaft, ist auch eine 70 m hohe, 500 m lange und 15.000 t schwere Maschine nicht gleich zu sehen.


    Vor...





    ...und nach der Sprengung.








    Dafür gibt es jetzt dort zwei Seen.


    Eigene Fotos.

  • Die Zentraldeponie Cröbern ist umgeben von Cospudener See, Markkleeberger See, Störmthaler See und Zwenkauer See. Vom Hochufer des Markkleeberger Sees ist der Müllberg besonders gut zu sehen.



    Gerade kann man ein Déjà vu erleben. Wie in vergangen Zeiten wird es als besonders gute Idee angesehen, den Abfall in einem Tagebau zu verkippen.


    Statt den Abfall dort zu belassen, wo er anfällt, soll eine Karawane von Diesel-Lkws durch den Landkreis ziehen und ein potentielles Natur-und Erholunggsrefugium zukippen. In modernen Zeiten sollte ein derartiger Müllexport aus Leipzig nicht mehr erforderlich sein.

  • Zöbigker in den 1990ern. Mit der Rekultivierung des Tagebaus Cospuden ist begonnen worden. Mit dem Absetzer wurde auch die Bistumshöhe geschüttet und damit eine kleine Höhendominante in der Ebene geschaffen.




    Einige Bäume wurden erhalten. Nicht alle haben die letzten Jahre überstanden.





    Die Tiefe des Cospudener Sees können heute nur noch Taucher erleben.





    Die große Eiche in Zöbigker hat bislang überlebt.





    Kein Tagebaugroßgerät ist mehr zu sehen. Dafür die Bistumshöhe mit ihrem Aussichtsturm.



    Eigene Fotos.

  • In den 1990er Jahren, während der Flutung, musste man noch einen Abhang hinunter laufen, um ans Ufer zu gelangen.







    Ungefährlich war das nicht.



    Eigene Fotos.

  • Cospudener See

    -Zöbigker

    -ehemalige Ortslage Cospuden


    Zunächst konnte man sogar mit dem Auto über das zukünftige Seegelände fahren.







    2003




    2006 konnte man über den zugefrorenen Cospudener See laufen.



    Eigene Fotos.

  • Arnold Bartetzky zitiert Ursula Lehmann-Grube (Ehefrau des damaligen OB Hinrich Lehmann-Grube), die 1991 den Tagebau Cospuden erkundete:


    An einer Stelle setzen wir uns an die Grubenkante und guckten. Hinrich fand, das müsse "man gesehen haben". Dies wirkte auf uns beide viel schlimmer als der Blick in die Grube von Espenhain...: soweit man sehen konnte, berghoch aufgeschüttete Halden von schwarzem Grus, zerfurcht von Wasserrinnen. Bisher war ich der Meinung und habe das in tröstender Absicht auch gesagt, wenn man es richtig an Stelle, könne die Landschaft nach einem Tagebau schöner sein als vorher...Nicht mehr. Wie diese Mondlandschaft belebt werden soll, kann ich mir nicht vorstellen.


    Nach der Außerbetriebnahme des Tagebaus Cospuden begann in den 1990er Jahren die Flutung des Tagebaurestlochs. Von der Nordkante aus konnte man die beiden Bäume von Zöbigker und die Bistumshöhe erkennen.





    Eigene Fotos.

  • Was wussten bereits unserer Altvorderen: Labor omnia vincit


    Nordstrand des Cospudener Sees 2023





    In Zöbigker hat nur einer der beiden alten Bäume überlebt.




    Glasklares Wasser



    Eigene Fotos.

  • Um 2000 wurde die touristische Infrastruktur am Cospudener See geschaffen. Schon von Weitem konnte man in der ausgeräumten Landschaft diesen Kioskbau am Nordwest-Ufer sehen.


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    Heute ist das Nordufer mit Buschwerk und Bäumen bewachsen.


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    Eigene Fotos.

  • Spuren früherer Bauten findet man hin und wieder in der Auenlandschaft. Auf dem heutigen Nordstrandgelände stand z.b. das Rittergut Lauer.




    Natürliche Seen gibt es eigentlich nur nach einer Eiszeit und haben eine begrenzte Lebenserwartung.


    Flache Gewässer wie die alten Lehmlachen verlanden sehr schnell. Der Naturschutz fördert dies hier.





    Schon nach wenigen Jahren hat die Natur den Tümpel bis auf einen kleinen Rest besetzt.



    Eigene Fotos.

  • Bereits kurz nach der Freigabe des Cospudener Sees haben die Nutzer erlebt, welche Kräfte die Natur entwickeln kann.


    Hafen Zöbigker 2003






    Hafen Zöbigker 2023






    Eigene Fotos.

  • Überlebende Eiche am Hafen Zöbigker




    Biergarten statt Tristesse




    Eine "Alster" im Land der Weißen Elster.





    Ostufer des Cospudener Sees.





    Eigene Fotos.