Wasserstoffwirtschaft - Projekte

  • Die auch als Meme Aktie bekannte Firma Plug Power wird bis Anfang 2022 ihre Deutschlandzentrale im Ruhrgebiet errichten. Los gehen soll es mit 60 Arbeitsplätzen - Langfristig könnte daraus aber ein richtig großes Ding mit Produktion werden.

    Quelle: https://www.electrive.net/2021…entrale-im-ruhrgebiet-an/


    Ich denke, dass Duisburg oder Essen hier die besten Chancen haben die Zentrale zu erhalten, aufgrund der H2 Cluster, die hier gebildet worden sind/gebildet werden sollen. Duisburg hätte evtl. mehr Platz für eine zukünftige Produktion? Die ehemalige Opel Fläche in Bochum wäre auch noch ein guter Kandidat.


    Hauptsache sie siedeln sich im Ruhrgebiet an, und nicht schon wieder in Düsseldorf ;-)

  • Und zu diesem Standort ITZ Hüttenheim gibt es auch eine Pressemitteilung des Landes NRW vom 02.09.2021, sowie weiteres zum Thema Wasserstoffwirtschaft unten in Auszügen:


    Quelle: https://www.land.nrw/de/presse…westfalen-auf-erfolgskurs

  • Plug Power eröffnet demnächst Europazentrale im Duisburger Hafen

    Am Mittwoch wurde offiziell bekannt gegeben, dass Plug Power seine Europazentrale in Duisburg ansiedeln wird. Allerdings wird diese nicht wie vermutet im Stadtteil Hüttenheim eröffnet, sondern im Duisburger Freihafen. Die Ansiedlung sei eine Maßnahme, um die Geschäftsaktivitäten des amerikanischen Unternehmens auf dem europäischen Kontinent auszubauen. Im Duisburger Hafen böten die Logistikflächen eine ausreichende Flexibilität, damit das Unternehmen in Zukunft weiter wachsen kann.


    Zunächst werden in der Europazentrale auf 6.500 Quadratmetern ein Innovationszentrum mit technischen Labors sowie eine technische Kundendienstabteilung sowie ein Überwachungs-, Diagnose- und technisches Supportzentrum entstehen. Darüber hinaus seien ein „grüner“ Wasserstoffgenerator mit einer Elektrolyseur-Infrastruktur vor Ort, ein Versand-, Innovations- und Logistikzentrum sowie ein Schulungsraum vorgesehen.


    Somit ist die erste namhafte Ansiedlung des neuen Wasserstofftechnik-Clusters unter Dach und Fach! :thumbup:


    Quelle: Grüner Wasserstoff für globale Märkte (Rheinische Post vom 24. November 2021)

  • Herten: Wasserstoff-Kompetenzzentrum h2herten I Neue Brennstoffzellenfabrik für Alstom-Züge in Betrieb genommen

    Dazu gibt es eine Pressemeldung des Betreibers vom 03.03.2022:

    Quellen:

    https://wasserstoffstadt-herte…iebe-offiziell-eroeffnet/

    http://deal-magazin.com/news/3…-Cummins-in-Herten-fertig

    https://www.internationales-ve…fuer-alstom-zuege-fertig/

  • Milliardenprojekt: RWE und OGE planen Bau eines nationalen Wasserstoffschnellwegs

    Das passt wohl ganz gut hier dazu, nachdem ein Standort für die Wasserstoffwirtschaft bereits mit DU-Hüttenheim gefunden wurde, nun auch der überregionale Weg dorthin durch Essener Unternehmen.
    Die beiden Essener Unternehmen, der Energiekonzern RWE und und der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe, OGE planen gemeinsam einen Wasserstoffschnellweg durch die Republik, und wollen dafür die Infrastruktur vorantreiben. Das Investitionsvolumen soll sich auf rund 3,5 Milliarden Euro belaufen.

    Dazu gibt es eine Pressemeldung der EWG, Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft vom 30.03.2022 (Q):

  • DoHa-Pipeline von Dorsten nach DU-Hamborn

    ^ Die 40 km lange DoHa-Pipeline soll wie im Vorpost beschrieben von Dorsten über Oberhausen nach DU-Hamborn zum ThyssenKrupp Steel-Werk bis 2026 verlegt werden, wobei der eigentliche Baubeginn vorraussichtlich erst 2025 ist, bis dahin ist die OGE mit Vorplanungen, Vorarbeiten und Genehmigungen beschäftigt.


    Die erste produzierende ca. 150m hohe Direktreduktionsanlage (DR), für eine wasserstoffbasierte Stahlproduktion soll am Südhafen direkt auf dem Walsumer Teil des Werksgeländes direkt am Rhein gebaut werden und 2025 in Betrieb gehen. Das Projektvolumen wird mit 500 Millionen Euro angegeben, wobei eine staatliche Förderung in Millionenhöhe vorausgesetzt wird.


    Müßig zu erwähnen dass erwartet wird, Anrainer der nahen Wohnbebauung könnten durch Proteste das Ganze noch verzögern. Viele befürchten eine Zunahme von Verkehr, Lärm und Feinstaub.


    Quellen:

    https://www.waz.de/staedte/dui…m-gebaut-id234566779.html (Paywall)

    https://www.waz.de/wirtschaft/…n-walsum-id234886299.html (Paywall)


    Ein Modell der DR-Anlage steht in der Verwaltung von ThyssenKrupp:

    2022dutksmodellneuedr7bkem.jpg

    Foto: ThyssenKrupp

  • [...]

    Müßig zu erwähnen dass erwartet wird, Anrainer der nahen Wohnbebauung könnten durch Proteste das Ganze noch verzögern. Viele befürchten eine Zunahme von Verkehr, Lärm und Feinstaub.

    Dürfte nicht exakt das Gegenteil der Fall sein? Also weniger Feinstaub und weniger LKW?

    Außerdem wird ja in Hamborn/Walsum auch die Umgehungsstraße gebaut die quasi genau bis zum Südhafen führt.

  • ^ Durch die neue Umgehungstraße ja, aber wissen dort alle um die Umgehungsstraße, dessen Baubeginn erst vor kurzem war? Man sorgt sich halt so gut man kann um seine Lebensqualität in einem Industriegebiet wenn Neues angekündigt wird. Da kommt die neue Anlage mit ihrem 150m-Turm im Schatten eines 200m hohen Kamins und 180m hohen Kühlturms gerade recht. Die Wasserstoffleitung dürfte relativ unbemerkt am Großteil der Bewohner vorbeilaufen.

    Zitat einer TK-Sprecherin: Der Transportaufwand werde zudem „vermutlich geringer ausfallen als heute, da der Wasserstoff perspektivisch via Pipeline geliefert wird“. Die DR-Anlage werde „nach dem neuesten Stand der Technik geplant“, betont sie, und Umwelteinwirkungen „so auf ein Minimum reduziert“.
    Aufgefallen ist mir, neben der Wegnahme der Kohlebefeuerung für die Hochöfen, dass auch das in unmittelbarer Nähe liegende Zementwerk demnächst mit Wasserstoff betrieben werden kann (jetzt das Abfallprodukt Gichtgas der Hochöfen), zudem gibt es noch ein neueres Gaskraftwerk auf dem Stahlgelände. Da kommt dann doch schon einiges an CO2-Ersparnis zusammen in diesen Werken, ca. 30 % weniger bis 2030.

    ThyssenKrupp zeigt auf seiner Webseite mehrere interessante kleine Zukunftsvideos ihrer Klimastrategie und die klimaneutrale Stahlproduktion ab 2045, und alles was es mit der alten und neuen Technologie so auf sich hat; Link. + Standort.

  • Aktuelle Meldungen zum geplanten Wasserstoffwirtschaftsstandort Duisburg-Hüttenheim


    Es gibt aus dieser Woche zwei aktuelle Meldungen zum geplanten Wasserstoffwirtschaftsstandort Hüttenheim: zunächst wurde am Rande eines Besuches des Bundesverkehrsministers Volker Wissing bekannt, dass möglicherweise Ende des Monats eine Entscheidung zur Errichtung des geplanten Technologie- und Innovationszentrums Wasserstoff (kurz TIW) fällt. Aktuell werde noch eine Machbarkeitsstudie erarbeitet.


    Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit im neuen TIW soll auf der Mobilität liegen. Konkret sollen Antriebe für Nutzfahrzeuge auf Straßen, Schienen und Wasserwegen entwickelt werden. Das TIW soll insbesondere Produktentwicklungen verkürzen und zum schnelleren Aufbau der wasserstoffbasierten Mobilität beitragen. Am Standort Hüttenheim könnte somit ein Bundeszentrum für Wasserstoff für Nutzfahrzeuge entstehen.


    Das TIW soll in einer 18.000 Quadratmeter großen Halle auf dem Gelände der Hüttenwerke Krupp Mannesmann entstehen. Bund und Land würden hierfür 110 Millionen Euro zur Verfügung stellen. In zwei Jahren könnte das TIW dann eröffnet werden.


    Darüber hinaus hat die Stadt Duisburg am Dienstag ein neues Projekt angekündigt: mit Mitteln aus der Anschubfinanzierung aus dem 5-Standorte-Programm für den Kohleausstieg soll an der Ehinger Straße das H2-Bildungszentrum entstehen. In der Einrichtung sollen insbesondere Mitarbeiter dahingehend geschult werden, wie neue Wasserstoff-Technologien in ihren jeweiligen Unternehmen angewandt werden können.


    Der Duisburger Hafen hat für das Vorhaben ein Grundstück an der Ecke Ehinger / Richard-Seiffert-Straße – am Fuße von Tiger & Turtle – zur Verfügung gestellt. Es ist anvisiert, dass der Neubau bis Ende 2024 realisiert wird.


    Quellen:

    In Duisburg soll das erste H2-Bildungszentrum entstehen (Pressemitteilung Stadt Duisburg vom 19. April 2022)

    Goldgräberstimmung beim Wasserstoff – Innovationszentrum soll nach Hüttenheim (Rheinische Post vom 20. April 2022)

  • Duisburg Gateway Terminal (DGT) + Verbundprojekt enerport II - Erstes mit Wasserstoff vollkommen klimaneutral betriebenes Containerterminal Europas

    Im März fand der symbolische Spatenstich für Europas erstes klimaneutrales Hinterlandterminal (DGT) respektive des Verbundprojekts enerport II auf der ehemaligen Kohleninsel im Duisburg-Ruhrorter Hafen statt. Dazu die Pressemeldung der Hafengesellschaft Duisport vom 03.03.2022; (Q):

  • Hydrogen Metropole Ruhr: RVR und BMR schaffen regionale Klammer für Wasserstoff-Entwicklung


    Mit der Hydrogen Metropole Ruhr (HyMR) schaffen der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Business Metropole Ruhr eine Klammer für die Wasserstoffaktivitäten im Ruhrgebiet. Das neu installierte Projektbüro wurde am Dienstagabend (17. Mai) in Essen der Öffentlichkeit und den Akteuren der Wasserstoffwirtschaft vorgestellt. Ziel der Hydrogen Metropole Ruhr – kurz HyMR - ist es, die industrielle und klimafreundliche Erneuerung des Ruhrgebiets voranzutreiben. HyMR soll in der Region vorhandene Akteure zusammenbringen und diese unter dem Dach der Metropole Ruhr vermarkten. Dadurch soll das Ruhrgebiet als die zentrale Energie- und Wasserstoffregion Deutschlands sichtbarer und die Schlagkraft der regionalen Netzwerke durch die Bündelung von Kompetenzen erhöht werden.


    Die Verbandsversammlung des RVR hatte Ende 2021 die Einrichtung einer regionalen Koordinierungsstelle für Wasserstoff in der Metropole Ruhr beschlossen. Das Projektbüro Hydrogen Metropole Ruhr wird mit bis zu vier Stellen besetzt und hat seinen Sitz in Essen bei RVR und BMR. Beide Partner bündeln ihre regionalen Wasserstoff-Aktivitäten in dem neuen gemeinsamen Projektbüro, das sich mit den Themenfeldern Wasserstoffwirtschaft, Infrastruktur, Fördergeldakquise, Klimaauswirkungen und Vermarktung befassen wird.


    Das erste Deutsche Wasserstoff-Ranking des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln hat bereits mehrfach auf das große Potenzial der Metropole Ruhr beim Thema Wasserstoff hingewiesen.


    Quelle: idr
    Die Projektseite: http://www.hydrogen.ruhr

  • Essen: H2-Beirat berät in dritter Sitzung über das Prozedere von grünem Wasserstoff

    Die Stadt Essen und die EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH bringen hochrangige Vertreter*innen von Unternehmen, Forschung und Institutionen aus allen Segmenten der Wasserstoff-Wertschöpfungskette regelmäßig in einem H2-Beirat zusammen. Am 27. April 2022 trafen sich die Mitglieder zur dritten Sitzung des Beirates, um dieses Mal über die Bereitstellung von grünem Wasserstoff in der Region zu sprechen.


    Die Pressemitteilung der Stadt Essen vom 28.04.2022 dazu; (Q):

    Der Standort Essen hat durch Großprojekte der H2-Beiratsmitgliedsunternehmen OGE, RWE und E.ON/Westenergie eine TOP-Ausgangslage, um grünen Wasserstoff früh und in großen Mengen in die Region und nach Essen zu bringen. Die Stadtwerke Essen stehen für die Verteilung an Wasserstoffverbraucher in Industrie und Mobilität innerhalb der Stadt bereit. Was die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Projekte sind, welche förder- und genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen noch beschleunigt und adaptiert werden müssen und wie aus Einzelprojekten ein regionales Wasserstoffsystem entstehen kann, wurde von den Beiratsmitgliedern intensiv diskutiert. Zudem wurden die beiden neuen Fachmessen mit H2-Fokus Green Steel World und Hydrogen Tech World, die die Messe Essen für den Standort gewinnen konnte, vorgestellt.

    In der dritten Sitzung des H2-Beirates der Stadt Essen, die am Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. (GWI) stattgefunden hat, standen Präsentationen der Vertreter*innen von thyssenkrupp nucera AG & Co. KGaA, der EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, der MESSE ESSEN GmbH, der Open Grid Europe GmbH, der Stadtwerke Essen AG und der Westenergie AG sowie ein anschließender Rundgang durch das GWI auf der Agenda.

    Zum H2-Beirat der Stadt Essen

    Im H2-Beirat der Stadt Essen kommen auf Einladung von Oberbürgermeister Thomas Kufen hochrangige Vertreter*innen von Top-Unternehmen, -Institutionen und der Forschung aus allen Bereichen der H2-Wertschöpfungskette zusammen. So können die Kräfte für den Ausbau der H2-Infrastruktur in Essen auf höchstem Niveau gebündelt sowie Themen für eine strategische Entwicklung der H2-Wirtschaft auf Landes- und Bundesebene und für einen koordinierten H2-Markthochlauf besprochen werden.

    Der Standort Essen nimmt so im Bereich Wasserstoff eine zentrale Rolle ein und wird zum Motor der Energiewende.

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    Auf Initiative von Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (1. Reihe, 1. v. r.) bringt die Stadt Vertreter*innen Essener Top-Unternehmen und Forschungseinrichtungen regelmäßig in einem H2-Beirat zusammen. Ziel ist, die Kräfte auf höchstem Niveau zu bündeln, gemeinsam Projekte zu entwickeln und aktiv umzusetzen. Foto: Claudia Anders, EWG

  • Die Wasserstoff-Zukunft wird in Essen getestet: Europaweit erstes Hybrid-SOFC-System startet am Gas- und Wärme-Institut Essen (GWI)

    Dazu hat die Stadt Essen heute eine Pressemeldung herausgegeben; (Q):

  • Duisburg: Grünes Licht für Wasserstoffzentrum

    Das Innovations- und Technologiezentrum für Wasserstoff mit seinen bundesweit vier Standorten ist machbar. Das ergab die Prüfung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr. Das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) der Universität Duisburg-Essen koordiniert den Aufbau in Duisburg, an dem sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Nordrhein-Westfalen beteiligen.


    Das Zentrum in Duisburg mit Namen "TrHy" untersucht vorrangig Druckgaswasserstoff-Anwendungen mit hohem Energiebedarf im Schwerlastverkehr auf Straße und Schiene sowie in der Binnenschifffahrt. Im Sommer wird "TrHy" offiziell als Unternehmen gegründet. Es berät und unterstützt potenzielle Kunden, um ihnen den Einstieg in die Wasserstofftechnologien für Mobilitätsanwendungen oder deren weitere Erschließung zu erleichtern.


    Die weiteren Standbeine des Innovations- und Technologiezentrums für Wasserstoff sind Chemnitz, Pfeffenhausen sowie der Standort Nord mit Hamburg, Bremen/Bremerhaven und Stade. Alle Zentren setzen unterschiedliche Schwerpunkte, die einander ergänzen. Als Anschubfinanzierung des Bundes für die insgesamt vier Standorte sind bis zu 290 Millionen Euro vorgesehen.

    Quelle: idr

  • Thyssengas stellt die Weichen für Wasserstoff-Leitungsnetz

    Der Dortmunder Fernleitungsnetzbetreiber Thyssengas bereitet ein Netz zum Transport von Wasserstoff und anderer grüner Gase vor. Der Aufbau des H2-Startnetzes mit rund 800 Leitungskilometern soll aus dem bisherigen Erdgasnetz heraus vorangetrieben werden.


    Grundlage für die Wasserstoff-Netzplanung sind rund 45 Absichtserklärungen, die Thyssengas im Rahmen einer Marktabfrage mit potenziellen Wasserstoff-Erzeugern und -Abnehmern geschlossen hat. Über das Startnetz sollen die künftigen Kunden ab spätestens 2030 mit Wasserstoff versorgt werden. Dabei handelt es sich um Leitungen, die sukzessive für den H2-Transport umgewidmet oder in Teilen neu gebaut werden sollen. Bis 2045 sollen immer mehr Leitungskilometer hinzukommen.


    Thyssengas betreibt ein rund 4.400 Kilometer langes Fernleitungsnetz, über das derzeit noch überwiegend Erdgas transportiert wird.

    Quelle: idr
    Infos: http://www.thyssengas.com

  • DU-Obermarxloh - Ausbau der NRW-Wasserstoff-Infrastruktur

    Gesehen in der Schlachthofstraße entlang der kleinen Emscher im Stadtteil Obermarxloh, der Rohrleitungsausbau für das infrastrukturelle Wasserstoff-Leitungsnetz, einschließlich einer Meß- u. Motorarmaturenstation zum ThyssenKrupp-Stahlwerk nach Hamborn.


    Es sind die Vorboten für die 40 km lange DoHa-Hauptpipeline von Dorsten nach Hamborn die 2026 fertiggestellt sein soll und einen Leitungsdurchmesser von 600 mm haben wird.


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    Alle Fotos hanbrohat: Unter Beachtung des Urheberrechts gemeinfrei

  • Vor den Bau der Pipeline hat der Liebe Gott das Genehmigungsverfahren gestellt. Im Mai 2022 hat der Vorhabenträger, die Open Grid Europe GmbH beim Regionalverband Ruhr die Durchführung des Raumordnungsverfahrens beantragt, an das sich das PFV anschließt. Beides ist wegen des Durchmessers der Leitung von mehr als 300 mm erforderlich, beides ist Voraussetzung dafür, dass im Zweifel auch Enteignungen möglich sind, wo privatrechtliche Durchleitungsrechte nicht erreicht werden können. Die Rechtslage in NRW lässt das zu.


    Der 90-seitige Erläuterungsbericht des Vorhabenträgers (interessant!!) steht online. Weitere Einzelheiten finden sich ggf. auf den Seiten des RVR, z.B. zum Schwesterprojekt DoMa (H2-Pipeline Dorsten-Marl).

  • Danke für die präzise Aufklärung und die eingestellten Informationen. Vielleicht ist es etwas missverständlich herübergekommen, dass es sich oben im Bild in #18 nicht um die Hauptleitung des Doha-Projekts handelt, sondern im einzelnen folgend:


    - Anbindung an die bestehende Wasserstoff-Infrastruktur von Air Liquide durch unterirdische Leitungsneuverlegung.

    - Bau der Leitung zur Erprobung des großindustriellen Einsatzes von Wasserstoff in der Stahlherstellung am Standort Duisburg der ThyssenKrupp Steel Europe AG

    - Kontinuierlich Wasserstoffversorgung durch die Versorgung über die neue Leitung zur Erweiterung des Wasserstoffeinsatzes.


    Der Text zum Genehmigungsverfahren der DoHa-Leitung vom Regionalverband Ruhr (Quelle im Vorpost) unten im einzelnen. Die zeitlichen Eckpunkte bei diesem Projekt stehen grob mit dem Bau ab 2025 bzw. Fertigstellung in 2026 bereits vorab fest, Infos auch dazu in #8:

    Die Regionalplanungsbehörde beim Regionalverband Ruhr (RVR) hat das Raumordnungsverfahren für die geplante Wasserstoffleitung zwischen Dorsten und Duisburg-Hamborn (DoHa) eingeleitet. Die Leitung ist ein zentraler Baustein für die Realisierung einer klimaneutralen Industrie- und Stahlproduktion im Ruhrgebiet und darüber hinaus ein Teil des neuen Wasserstoffnetzes in der Region.

    Die Vorhabenträgerin Open Grid Europe GmbH (OGE) beabsichtigt mit der Projektpartnerin Thyssengas GmbH im Zuge der Wasserstoffinitiative GET H2 Nukleus die Wasserstoffleitung zu realisieren.

    Wegen der überörtlichen Bedeutung des Vorhabens wird für das Leitungsvorhaben ein Raumordnungsverfahren mit integrierter Prüfung der Umweltverträglichkeit durchgeführt. In diesem Verfahren wird das beantragte Leitungsprojekt unter raumbedeutsamen Gesichtspunkten und im überörtlichen Maßstab geprüft. Das Raumordnungsverfahren schließt mit einer sogenannten raumordnerischen Beurteilung durch die Regionalplanungsbehörde beim RVR ab, in der ein raumverträglicher Trassenkorridor von etwa 600 m Breite ermittelt wird. Die detaillierte Trassenführung innerhalb dieses Korridors erfolgt anschließend in einem nachfolgenden Planfeststellungsverfahren, das dann durch die zuständige Bezirksregierung durchgeführt wird.