Neuentwicklung Tram-Betriebshof Eckenheim (geplant)

  • Abriss u. Neubau Straßenbahnbetriebshof Eckenheim (Verlegung VGF-Zentrale?)


    In Eckenheim deuten sich große Veränderungen an. Vor Jahren noch war die Rede davon, die VGF könnte das Gelände des rd. 100 Jahre alten Straßenbahn-Betriebsbahnhofs in der Schwabstraße aufgeben und durch die ABG etwa wohnbaumäßig neu entwickeln lassen.


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main 2021, Orthofoto



    Die Wachstumszahlen im ÖPNV, insbesondere der anstehende erhebliche Zuwachs an Straßenbahnfahrzeugen erfordert jedoch die Beibehaltung der vorhandenen Abstellanlage. Durch eine Ausschreibung von Planerleistungen wird deutlich, dass die VGF an diesem Standort Großes vorhat. Aktuell geht es „nur“ um Abriss und Neubau des Betriebshofes, darin enthalten auch der Neubau von ein paar Betriebswohnungen (rd. 850 m² BGF Wohnen).


    Viel bedeutender ist aber, dass die VGF anscheinend schon Szenarien hat entwickeln lassen, ihre Zentrale Verwaltung wie auch die Verwaltung der Stadtwerke-Holding vom Börneplatz/Fischerfeld dorthin zu verlegen. Das Büro Karl Dudler hat die Szenarien anscheinend schon visualisiert, in einer Art Baumassen-Studie.




    Mod: Grafiken auf Wunsch entfernt.




    Im aktuellen BVH „Neubau Betriebshof“ ist die VGF-Zentrale nicht enthalten, spielt aber natürlich eine Rolle, wir müssen abwarten, welches der angedachten Szenarien umgesetzt werden wird. Mit diesem Projekt stehen nicht nur für die eher beschauliche Gegend am Ortseingang von Eckenheim große Veränderungen an, sondern evtl. auch für das 50er-Jahre-Ensemble an der Kurt-Schumacher-Straße, am Westrand des Fischerfeldes, sofern VGF und Stadtwerke-Holding tatsächlich nach Eckenheim umziehen.


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main 2021, Orthofoto

  • Wer genau hingeschaut hat, wird erkant haben - was mir entgangen ist -, dass die beiden letzten Visualisierungen gar nicht den VGF-Standort Schwabstraße in Eckenheim betreffen, sondern die Zentrale Werkstatt Infrastruktur (ZWI) in der Hanauer Landstraße 354, am Ratswegkreisel. Dort sieht der HHRP von 2008 Standorte für 60-m-Hochhäuser vor (Stadtportal).


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main 2021, Orthofoto

  • Danke für den Fund und die Klarstellung tunnelklick.


    Die neue Wohnbebauung an der Schwabstraße wäre notwendig wenn ein über 100 Jahre altes Wohngebäude - es müsste sich um die Schwabstraße 16 handeln - wie bei der 1. städtebauliche Variante vorgesehen für das Bürogebäude weichen müsste. Auf der isometrischen Visualisierung der 2. Variante ist die Schwabstraße 14 erhalten geblieben, im Gegensatz zur Draufsicht wo nur Begrünung gezeigt wird. Vom Versiegelungsgrad erscheint mir diese Variante besser als bei der 1. Variante da die Büroflächen auf die Hallen gepackt wurden.


    Die beiden Varianten für Eckenheim führen im Namen "BHEC" während die 3. Variante "ZWI" im Namen führt. Hier würden, so mein Verständnis, die Bürofläche alternativ angesiedelt und in Eckenheim verbliebe der technische Bereich für den die Werkstatt, die Seitengebäude und das Busdepot (zusätzlich) neu gebaut würden. Möglicherweise bliebe das vorhandene alte Werkstattgebäude erhalten. Weiterhin soll in Eckenheim Museumsfläche entstehen. Bahnt sich darüberhinaus noch die Verlagerung des Straßenbahnmuseums aus Schwanheim an? Verstehe ich die Zusammenhänge richtig?

  • Das alte Werkstattgebäude inkl. des ehm. Verwaltungstraktes werden bei allen Varianten abgerissen. Ebenfalls abgerissen werden die Container im hinteren Teil des Geländes. Dort befinden sich 1-Zimmer Appartments. Als Ersatz sind daher Wohnflächen vorzusehen, die dann ggf. das alte Wohngebäude ersetzen könnten. Allerdings nur dann, wenn ein Erhalt des Hauses nicht möglich ist.

  • Inzwischen ist auch die FAZ auf das Thema aufmerksam geworden. Besonders interessant an dem Artikel ist ein Vorentwurf für einen Neubau der VGF-Zentrale neben dem bestehenden Betriebshof Schwabstraße. Die Vorplanung des Büros Karl Dudler sieht dort bis zu 14 Geschosse vor; sie ist Teil eines laufenden Ausschreibungsverfahrens für Planungsleistungen. Angebote können noch bis zum 28. September 2021 abgegeben werden.