Projekt "Hainer Höfe" am Sachsenhäuser Berg (in Bau)

  • Mögliches Neubauprojekt Hainer Weg 46-48

    Ein größeres Bauvorhaben kündigt sich am Hainer Weg an, gegenüber vom gerade in Arbeit befindlichen zweiten Bauabschnitt der Henninger Stadtgärten (unser Thread). Google findet Hinweise auf eine schon ein paar Jahre zurückliegende Planung, allerdings nichts Konkretes. Hier im Forum war davon noch nichts zu lesen. In der aktuellen Stadtgrundkarte ist mit der Anschrift Hainer Weg 46 und Hainer Weg 48 eine Planung markiert, die aus zwei größeren Baukörpern besteht. Einer als Blockrandbebauung entlang des Hainer Wegs, der andere in L-Form, freistehend im Blockinneren. Weitere Informationen habe ich nicht. Zum Vergrößern anklicken:


    Bild: https://abload.de/img/111111ffj4n.jpg
    Geobasisdaten:
    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 04.2017,
    © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


    Dafür weichen müssten mehrere große Bestandsgebäude: Auf dem südlichen Teil des Areals steht ein vernachlässigt wirkendes, weitgehend oder gänzlich leer stehendes Bürohaus mit bis zu acht Geschossen, vermutlich aus den Siebzigern stammend (Foto). Das ist die Liegenschaft Hainer Weg 48. Nördlich davon steht eine schon lange brachliegende ehemalige Druckerei, Hainer Weg 46. Hier war die Ferdinand Keip KG, kurz Keipdruck genannt. Der südliche Bauteil der aus mehreren Gebäuden bestehenden früheren Druckerei ist größtenteils an das Bürogebäude Hainer Weg 48 angebaut. Es gibt hier bereits viele Vandalismus-Schäden. Die Gebäude mit der markanten und einheitlichen türkis-beigen Kachelfassade sind in schlechtem Zustand.


    Fotos anderer User aus dem Henninger-Turm-Thread, zunächst ein Überblick von skyliner:



    Foto: skyliner


    Die ehemalige Druckerei, von marty-ffm hier der nördliche Teil (der südliche):



    Foto: marty-ffm


    Eventuell besteht eine Verbindung zu einem Mitte 2015 gemeldeten Immobiliengeschäft bezüglich der nördlich an das Areal angrenzenden Bürogebäude. Einer damaligen Pressemitteilung zufolge wechselte eine "Büroimmobilie mit Wohnpotential" den Eigentümer. Verkäufer war ein Schweizer Fonds, Käufer ein Joint Venture von Ashtoh Germany und der SHIR Asset Management GmbH. Es ging um ein Objekt mit etwa 11.300 m² Gesamtfläche, das damals zu 98 Prozent von einem städtischen Mieter genutzt wurde. Näher wurde die Liegenschaft in der Pressemitteilung nicht bezeichnet, doch Thomas Daily fand heraus, dass es sich um das Jobcenter an der Ecke Geleitsstraße und Hainer Weg handelte. Die Anschrift des "Jobcenter Süd" ist Geleitsstraße 25, aber auch das Eckgebäude mit der Anschrift Hainer Weg 44 gehört dazu ("Jugendjobcenter"). Der Mietvertrag soll damals eine Restlaufzeit von etwa vier Jahren gehabt haben. Demnach endet er im Jahr 2019.


    Abschließend eine Gesamtansicht des Areals von Nordosten:



    Bild: Google

  • Auch hier eine kleine Ergänzung: Mit der etwas anderen Namensschreibweise Sh.i.r Asset Management, aber mit dem gleichen Geschäftsführer Zeev Laufer hat das Unternehmen kürzlich das IBM-Hochhaus im Bahnhofsviertel verkauft, wie man unter anderem auf meiner Baustelle oder auch hier im Forum nachlesen kann. Ob das damit verflüssigte Kapital nun an den Hainer Weg fließen wird, scheint mir eine interessante Frage. Mal schauen, was ich darüber herausbekommen kann.

  • Projekt Hainer Weg 46-50

    Inzwischen habe ich einige Fakten über das vorgenannte Projekt herausgefunden und in der heutigen Ausgabe der IZ veröffentlicht. Die zentralen Punkte kurz zusammengefasst:


    - Entwickler ist das Idsteiner Unternehmen Dietmar Bücher Schlüsselfertiges Bauen.


    - Nach einigen Besitzveränderungen gehören zum Bauareal nicht nur die hier genannten Grundstücke der Druckerei und des Bürohauses, sondern auch Hainer Weg 50, vormal Sitz des Architekturbüros JSK. Insgesamt rund 6.800 qm.


    - Geplant sind rund 150 Wohnungen zwischen 70 und 170 qm, allesamt frei finanziert, insgesamt gut 16.000 qm Wohnfläche.


    - Abbruchgenehmigungen für die Bestandsgebäude liegen vor, der Bauherr rechnet für Juli mit der Baugenehmigung für die Neubauten und will dann sofort mit den Arbeiten beginnen.


    - Geplant sind zwei Bauabschnitte mit Fertigstellung 2018 und 2019.


    - Zielgruppe sind Selbstnutzer und kleine Privatanleger.


    - Das Jobcenter-Gebäude ist nicht Bestandteil der Planung.

  • Projekt Hainer Weg 46-50

    Lange hat es gedauert, bis sich bei dem in #573-576 vorgestellten Projekt etwas bewegt. Jetzt hat der Abbruch begonnen. Die frühere Druckerei Ferdinand Keip ist bereits weitgehend verschwunden.



    Die beiden südlich angrenzenden Bürohäuser, darunter der frühere Sitz des bekannten Architekturbüros JSK, werden von der Firma Kolb Erdbau & Abbruch gerade entrümpelt.



    JSK schlitterte 2013 infolge des (anhaltenden) Desasters mit dem Flughafen Berlin-Brandenburg in die Insolvenz.



    Die Abbruchgenehmigung hat ein Aktenzeichen aus dem 2016. Sonst nichts Überraschendes. Auch nicht beim Entwurfsverfasser, denn bei der Idsteiner Firma Dietmar Bücher ist es üblich, die Planung im eigenen Haus zu fertigen.


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/4336_hainer_weg_46-50.jpg
    Bilder: Schmittchen

  • Projekt Hainer Weg 46-50

    Vor 1,5 Monaten hat Schmittchen die Abrissgrundstücke fotografiert. Bei den damals noch vorhandenen ehemaligen Bürogebäuden gibt es erhebliche Veränderungen. Das gekachelte Gebäude ist ganz verschwunden, nur das Kellergeschoss ist noch in Form von Trümmern vorhanden. Beim bis zuletzt edel wirkenden JSK-Gebäude wird sorgfältig die Fassade abgetragen, so als könnte sie noch mal verwendet werden.




  • Projekt Hainer Weg 46-50


    ^ Auch auf der entgegengesetzten Seite, der nördlichen Seite des Henninger Turms ist das Areal von seiner Bebauung befreit. Lediglich die Kellergeschosse stecken noch im Boden, wenn ich das richtig erkannt habe.


    img_71321bkgo.jpg

    Foto von Beggi

  • Projekt Hainer Weg 46-50


    In der Nachbarschaft am Hainer Weg hat die Firma Dietmar Bücher aus Idstein in dieser Woche Infozettel an die Haustüren geklebt. Folgenden Fahrplan teilt man mit:


    • aktuell laufen Verbauarbeiten und der unterirdische Abbruch des alten Gebäudes
    • geplant ist der Bau von 157 Eigentumswohnungen in drei aneinandergebauten Häusern
    • bis September 2021: Herstellung der Baugrube inkl. Verbau
    • bis September 2021: Beginn der Rohbauarbeiten
    • bis Mai 2022: Fertigstellung des Rohbaus im Bereich der Untergeschosse/Tiefgarage
    • bis November 2022: Fertigstellung des kompletten Rohbaus
    • Bis Anfang 2024: Fertigstellung der Baumaßnahme
  • Auf der Website von Bücher ist eine erste, etwas undeutliche Visualisierung zum Projekt am Hainer Weg zu sehen:

    Dietmar-Buecher.de ganz unten bei neuste Projekte.


    Es scheint, dass das ganze Grundstück mit einem massiven Gebäude bebaut wird, das ein nach Norden geöffnetes U darstellt und ca. 6 Stockwerke hat.


    Ziemlich heftig, aber an der Stelle vielleicht auch nicht unbedingt unpassend, eingerahmt vom Sockelbau des Henninger Turms und dem Arbeitsamt.

  • Vielen Dank. So undeutlich ist die Ansicht der "Hainer Höfe" gar nicht (wenn man etwas gräbt). Bewahrheitet sich dies aus dem Immobilienmarkt-Thread, könnte die Neubebauung noch nach Norden fortgeführt werden. Es ginge um den Ersatz der anschließenden Altbebauung an Hainer Weg und Geleitsstraße.


    hainer-hoefe_(c)dietmar_buecher.jpg
    Bild: Dietmar Bücher Schlüsselfertiges Bauen

  • Zur in #10 gezeigten Luftbildvisualisierung ist nun auch eine Ansicht vom Hainer Weg verfügbar ...


    hainer_hoefe_1.jpg


    ... und eine Luftbildvisualisierung aus anderer Perspektive:


    hainer_hoefe_2.jpg

    Bilder: Dietmar Bücher Schlüsselfertiges Bauen

  • Sieht sehr schön aus - kleinteilig, abwechslungsreich, harmonisch und zeitlos. Gründerzeitdichte neu interpretiert. Dieses Projekt setzt neue Maßstäbe. Schade nur dass das Erdgeschoss so zusammengepresst wurde. Die Fassaden heutzutage bekommen endlich immer mehr Details. Das ist eine sehr positive Entwicklung.

  • Ohne Gewerbe im Erdgeschoss werden halt nur Standardgeschosshöhen gebaut und die Erdgeschosswohnungen dann als "Barrierefrei" verkauft.

    Sechs Stufen ab Straßenniveau, damit keiner von draußen in die Wohnungen guckt, erfordert dann halt einen Aufzug mit Durchfahrt, einen Haltepunkt mehr, und man kann aus den Erdgeschosswohnungen auch nicht mehr treppenlos in den "Garten".


    Sieht nicht toll aus, hat nicht nur bei Starkregen durchaus Nachteile für die EG-Bewohner, spart aber scheinbar genug, dass es immer wieder gebaut wird.

  • Wohnbauprojekt "Hainer Höfe" (Hainer Weg 46)

    Die Bauarbeiten beim Wohnbauprojekt "Hainer Höfe" sind in vollem Gange. Die Baugrube ist sehr tief, an der tiefsten Stelle bestimmt über 10 Meter. Zwei Kransockel stehen bereits, die Bodenplatte (falls es eine geben wird) könnte bald in Angriff genommen werden.


    Lücke:


    img_2773jtkct.jpg


    Baugrube:


    img_2780sekdt.jpg


    img_2784hzk3d.jpg


    Der Verkauf der Wohnungen hat begonnen:


    img_2791h7jzl.jpg

    Fotos: Beggi

  • Bei der zweiten von Schmittchen gezeigten Visualisierung scheint es südlich der „Hainer Höfe“ eine Straße oder zumindest sehr breite ebenerdige Zufahrt zu geben. Das ist vermutlich eine falsche Darstellung? Dort gibt es ja aktuell die stark abfallende Zufahrt zum Parkhaus des Henninger Turms, woran fast direkt die Baugrube anschließt. Ich bin gespannt, wie diese Stelle tatsächlich gelöst wird.

  • ^ das ist mir auch aufgefallen. Ich hoffe auf eine öffentliche Anbindung an die Darmstädter Landstraße. Das würde der Ecke wirklich gut tun, da nördlich aufgrund des Brauerei-Arenal erstmam keine Möglichkeiten besteht.

  • Wohnbauprojekt "Hainer Höfe" (Hainer Weg 46)

    Knapp 4 Wochen nach Beggi's Beitrag #15 sind zwei Kräne aufgebaut und die Baugrube zeigt sich so:


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    Am rechten Rand gerade noch angeschnitten steht der 2. Kran.