Flughafen: Sonstige Bauprojekte

  • Geplantes Besucherzentrum an Terminal 1 | Neues "Frankfurt Airport Marriott Hotel"


    Das künftige Besucherzentrum am Terminal 1, siehe vorletzter Beitrag, wird von der zum Vorfeld gelegenen Verbindung zwischen Terminal-Bereich B und der "Halle C" (letztes Foto hier) aus zugänglich sein. Hinter diesem Verschlag entsteht der Eingangsbereich:


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    Die Fassade im Westen kann man "landside" fotografieren, doch nur unter erschwerten Umständen. Die Reflexionen bitte wegdenken:


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    Heute im Thread zur PTS-Neubaustrecke schon angedeutet - es wird am T1 ab Januar 2020 ein Sheraton und ein Marriott nördlich des Terminalgebäudes geben. Hintergrund ist die Übernahme des Wettbewerbers Starwood samt dessen Tochter Sheraton durch den Marriott-Konzern.


    Das bisher aus drei Bauteilen bestehende Hotel wird geteilt. Ich nehme an, dass der Teil mit rosa Natursteinfassade (Foto) an Marriott gehen wird, während die mit grauen Betonplatten bekleideten Teile bei Sheraton verbleiben. Das würde eine Trennung auf Höhe der geplanten Verbindung zwischen den Hotels und der PTS-Station bedeuten. In besagtem Bereich liegt der noch verschlossene Zugang:


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    Bilder: Schmittchen


    Seit Mai 2019 wird der für Marriott vorgesehene Teil umgebaut, schreibt die AHGZ hier. Das neue Hotel wird 233 Zimmer haben. Diese Info und auch Fotos gibt es auf der Website des "Frankfurt Airport Marriott Hotel". Bei Sheraton verbleiben 779 Zimmer.

  • Nördlich von Tor 32, der Zufahrt zur Cargo-City-Süd, will Fraport den LKW-Parkplatz um rd. 14.000 m² erweitern.


    Die Fraport AG plant die Errichtung eines LKW-Parkplatzes nördlich des Tor 32, um die Parkplatzsituation für den Schwerlastverkehr in der Cargo City Süd zu entspannen. ... Für die Herstellung des Parkplatzes ist die Errichtung von Fahrspuren in Asphaltbauweise sowie Stellflächen in Betonbauweise geplant, die versiegelte Gesamtfläche beträgt rund 14.400 m² (rund 6.900 m² Betonfläche, 7.500 m² Asphaltfläche).


    Eine Sanitäranlage gehört auch noch dazu. Es handelt sich ungefähr um diese Fläche, an der unteren Ecke der Umrandung sind Zu- und Abfahrt schon angedeutet.



    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 03.2020, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

  • Logistikzentrum für Katastrophenschutz geplant

    Eines von zwei in Deutschland geplanten Logistikzentren für medizinische Bevorratung wird am Frankfurter Flughafen entstehen (das andere am Flughafen Leipzig/Halle) . Im Auftrag der Europäischen Union sollen unter anderem Beatmungsgeräte, Masken und Schutzanzüge gelagert werden, um sie bei Bedarf dorthin fliegen zu können, wo sie gerade benötigt werden. 86 Millionen Euro hat die EU für den Standort Frankfurt bereitgestellt (und 22 Millionen Euro für Leipzig/Halle). Die Federführung für das Projekt wird das Johanniter-Kompetenzzentrum für Europäischen Katastrophenschutz in Frankfurt übernehmen, schreibt der Hessische Rundfunk heute. Zehn neue Arbeitsplätze sind geplant. Nach einer geeigneten Halle wird noch gesucht.

  • ^ Über den Hintergrund dieser Maßnahme berichten die Johanniter in einer gestrigen Pressemeldung u.a.


    Die Europäische Union wird gemeinsam mit den Mitgliedstaaten in 2021 weitere Bevorratungsstandorte für medizinische Schutzausstattung schaffen, um bei höheren Bedarfen des Gesundheitswesens – wie aktuell in der Corona-Pandemie – vorbereitet zu sein. Ein Standort für das Projekt „rescEU stockpiling“ wird in Deutschland aufgebaut werden und entscheidend dazu beitragen können, die EU-Mitgliedsstaaten und Teilnehmerstaaten am EU-Katastrophenschutzverfahren bei Versorgungsengpässen schnell und effektiv zu unterstützen.

    Die Koordination des Gemeinschaftsprojekts mit einem Umfang von 108 Mio. Euro wird durch die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) erfolgen. Weitere Partner sind das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst. Der Projektantrag erfolgte in enger Absprache mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Der Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, das Bundesministerium für Gesundheit, das Robert-Koch-Institut und die Länder Brandenburg und Niedersachsen stehen beratend zur Seite. Das auf sieben Jahre angelegte Projekt wird durch die EU-Kommission zu 100 % aus Mitteln des EU-Katastrophenschutzverfahrens finanziert.

    ...

    Im Kontext der Corona-Pandemie haben die EU-Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten im März 2020 beschlossen, im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens (Unionsverfahren; Beschluss Nr. 1313/2013/EU) eine rescEU-Kapazität zur medizinischen Bevorratung aufzubauen. In mehreren Etappen ist der Aufbau von Bevorratungs-Standorten in der EU geplant, die von den EU-Mitgliedstaaten unterhalten und von der EU finanziert werden. Die beteiligten Staaten sollen auch die Verteilung der Materialien im Falle eines entsprechenden Hilfeersuchens im Rahmen des Unionsverfahrens gewährleisten. Bereits in der ersten Phase im Frühjahr 2020 wurden durch Rumänien und Deutschland (durch das DRK) dringend benötigte Schutzmaterialien im Rahmen von rescEU beschafft und verteilt. Im Zuge der zweiten Phase wurden im Sommer 2020 erste Standorte in Schweden, Dänemark, Griechenland und Ungarn errichtet. In der nun dritten Phase sollen weitere Bevorratungsstandorte in verschiedenen europäischen Ländern aufgebaut werden.

    Quelle

  • Lufthansa Cargo erneuert Luftfrachtzentrum

    Lufthansa Cargo wird das Logistikzentrum an ihrem Heimatdrehkreuz Frankfurt modular weiterentwickeln und erneuern. Der Aufsichtsrat des deutschen Luftfrachtunternehmens hat entsprechende Investitionen in ein umfassendes Infrastrukturprogramm für das Logistikzentrum beschlossen. Die komplette Modernisierung des Lufthansa Cargo Centers hat bereits im Januar 2021 begonnen und soll 2028 abgeschlossen sein.

    Das Frachtzentrum in Frankfurt ist das Heimatdrehkreuz von Lufthansa Cargo, rund 80 Prozent ihres weltweiten Frachtaufkommens werden hier umgeschlagen. Das Engagement des Carriers im Bereich der Digitalisierung, neue Produktanforderungen sowie die weiter steigende Bedeutung des eCommerce haben die Anforderungen an das Logistikzentrum verändert. Im ersten Schritt des modular geplanten Infrastrukturprogramms erfolgt gegenwärtig der Neubau des zentralen Hochregallagers im Lufthansa Cargo Center. Neben Neubauten werden auch bestehende Gebäudeteile und Lager im Rahmen des acht Jahre dauernden Infrastrukturprojekts modernisiert. Die Sanierung und Erneuerung der Gebäude erfolgt im laufenden Betrieb. Dabei wird es durch das modulare Vorgehen für die Kunden zu keinen Einschränkungen kommen.


    Q


    Ich weiß nicht, ob dieses Projekt dasselbe ist, das 2013/2014 hier schon mal unter dem Begriff "LCCneo" vorgestellt worden war. Die FAZ schreibt heute in diesem Zusammenhang, der Plan des vollständigen Neubaus des Luftfrachtzentrum sei 2015 "auf Eis" gelegt worden. Gegenüber LCCneo, was ein vollständiger Ersatzneubau gewesen wäre, ist jetzt von modularer Weiterentwicklung die Rede, heißt für mich so was wie Bauen im Bestand.

  • Danke. Wahrscheinlich wird das hier vorgestellte Projekt "LCCevo" realisiert. Anders als das ursprünglich projektierte "LCCneo", das auch einen ausgedehnten neuen Verwaltungskomplex an der nördlichen Seite des Airportrings umfasste, handelt es sich es hierbei um eine Modernisierung des Bestands und nicht mehr um einen kompletten Neubau. Einige kleinere Bereiche sollten abgerissen und anschließend neu bebaut werden.


    Neuste auf die Schnelle auffindbare Mitteilung zum "LCCevo" ist diese von März 2019, die Österreichische Verkehrszeitung bezieht sich dabei auf ein Jahrespressegespräch der Lufthansa Cargo. Die Rede ist von Gesamtkosten für den Umbau in Höhe von rund 400 Millionen Euro.


    Der aktuelle FAZ-Artikel wiederum wird auf dieser Pressemittlung der Lufthansa Cargo basieren. Das Lufthansa Cargo Center Frankfurt:


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    Bild: Lufthansa Cargo AG

  • Neubau Feuerwache 1 übergeben

    Im Südwesten des Flughafens wurde für die Flughafenfeuerwehr in den letzten Jahren ein neuer, großer Gebäudekomplex samt Trainingcenter geplant und gebaut. Der nach einem Entwurf der Frankfurter B & V Braun Canton Architekten errichtete Neubau ersetzt unter anderem die im Nordosten der Startbahn West gelegene Feuerwache. Das Projekt wurde 2017 hier vorgestellt und nachfolgend diskutiert, weitere Information folgten in den Beiträgen #864 (mit Visualisierungen) und #880.


    In diesen Tagen wurde die neue Feuerwache 1 (in der Planungsphase noch Feuerwache 3 genannt) in der Cargocity Süd in Betrieb genommen. Dazu eine Pressemitteilung der Fraport AG und anschließend ein paar Bilder.


    Neue Feuerwache 1 am Flughafen Frankfurt in Betrieb

    Nach knapp 2,5 Jahren Bauzeit ist im Februar 2021 die neue Feuerwache 1 in der CargoCity Süd am Flughafen Frankfurt in Betrieb gegangen. Der Gebäudekomplex für die Flughafenfeuerwehr erstreckt sich auf einem rund 2,1 Hektar großen Grundstück. Er vereint zahlreiche Funktionen unter einem Dach: Feuerwache für den abwehrenden Flugzeug- und Gebäudebrandschutz, Feuerwehr-Training-Center, Vorbeugender Brandschutz, Schulungsbereiche, Werkstätten, Verwaltung sowie Aufenthalts- und Fitnessräume. Eine integrierte Atemschutzübungsstrecke dient der kontinuierlichen Fitnessüberprüfung der im Dienst befindlichen Feuerwehrleute.

    In dem modernen Funktionsgebäude arbeiten jeweils 31 Personen im 24-Stunden Dienst. Neben Umkleideräumen, Wäscherei, Atemschutzwerkstatt und 33 Einzelruheräumen stehen in der Fahrzeughalle 18 Stellplätze für (Großraum-) Löschfahrzeuge zur Verfügung. „Die Feuerwache befindet sich technisch auf dem neuesten Stand und ermöglicht es uns, wichtige Funktionen zu bündeln“, erklärt Annette Rückert, Leiterin Vorbeugender Brandschutz der Fraport AG.

    Auch das benachbarte Feuerwehr-Training-Center bietet besondere Highlights für die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrfachkräfte: Eine in 8,5 Meter Höhe angeordnete und 30-Meter lange Übungsbrücke dient der Ausbildung zur Höhengewöhnung und -Rettung angehender Feuerwehrkräfte. In dem 23 Meter hohen Übungsturm, der mit einer Verrauchungsanlage ausgestattet ist, kann die Menschenrettung aus hohen, brennenden Gebäuden simuliert werden. „Durch die modernen Übungsflächen können wir die Ausbildung unter realen Bedingungen durchführen und die Anwärter so bestmöglich auf den Beruf vorbereiten“, betont Rückert.

    Mit der Inbetriebnahme der neuen Wache und dem nachgelagerten Abschluss der Modernisierungsarbeiten der bestehenden Feuerwache 2 im Norden des Airports wird das Wachen-Konzept von vier auf drei Feuerwachen umgestellt. Die alten Feuerwachen 1 und 3 werden außer Betrieb genommen. Die seit 2011 in Betrieb befindliche und bisher betitelte Feuerwache 4 an der Landebahn Nordwest wird künftig die Feuerwache 3. Mit dem Drei-Wachen-Konzept wird für die Flughafenfeuerwehr eine wesentlich effizientere Struktur geschaffen. Der Personaleinsatz wird flexibler, die Komplexität der betrieblichen Abläufe wird reduziert, die interne Aus- und Fortbildung sowie die Kommunikation werden vereinfacht. „Mit dem neuen Konzept können wir die gesetzlich vorgegebenen Eingreifzeiten auf dem gesamten Flughafengelände nicht nur gewährleisten sondern für bestimmte Bereiche sogar merklich verbessern“, betont Rückert.


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    Infografik zum neuen Konzept der Flughafenfeuerwehr:


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    Bilder: Fraport AG