Wohnturm ''High Square Essen'' | 135m [in Planung]

  • Ich hab den Artikel heute morgen in der Zeitung gelesen. Um es kurz zu machen. Die Politik lässt sich wohl mal wieder Zeit und das missfällt dem Investor.

  • ^^

    Die Zeit ist glaube ich nicht das größte Problem (Arsatec hat ja auch noch keine genauen Zeitangaben gemacht), ich habe das eher so verstanden, als wenn es ihn stört, dass bei dem Verkauf auch weitere Investoren mitbieten können und er das Gelände nicht direkt kaufen darf, sondern eben der Meistbietende. Durch die Veröffentlichung seines Projektes denkt der Investor, dass auch noch weitere Investoren das gleiche machen wollen könnten, obwohl er aber zuerst die Idee hatte.

  • ^ Kurz dazu etwas ausführlicher, da ich momentan auch Probleme mit der Verlinkung habe. Im gestrigen Artikel drängt der Investor Arsatec aufs Tempo. Wachgerüttelt durch Medienberichte über die Machbarkeitsstudie vom Frankfurter Architekturbüro Albert Speer & Partner GmbH für ein Olympisches Dorf auf dem A40-Deckel, wo sich ein ähnlicher Turm gleicher Höhe wiederfand, ist Arsatec irritiert durch die Zurückhaltung der Stadt, die Anfangs lobende Worte für die vorgestellten Pläne hatte und vollauf begeistert war. Sie vermuten, dass erstmal weitere Investoren durch die Publicity angelockt werden sollen, und die Stadt auf Zeit spielt. Die wiederum möchte das städtische Grundstück so teuer wie möglich verkaufen und bereitet den Verkauf z.Zt. über das zuständigen Amt für Stadterneuerung und Bodenmanagement vor. Angedacht ist offenbar ein Verfahren, an dem sich auch andere Interessenten beteiligen können, und man sei in der verwaltungsinternen Abstimmung. Da auch noch Baurecht geschaffen werden muss, hofft die Verwaltung dieses bis zum Ende des Jahres hinzukriegen.

    An einem möglichen Bieterverfahren wird sich Arsatec beteiligen, man befürchtet aber, dass durch die Länge des Verfahrens weitere Inverstoren angezogen werden könnten, mehr Konkurrenz umso teurer.

    Ich denke Arsatec möchte loslegen, die eigenen Planungen sind schon viel weiter vorangetrieben lt. eigener Aussage. Erinnert mich ein bisschen an die gestern noch kurz überflogene unendliche Geschichte mit dem KPE-Tower vor über zehn Jahren. So ähnlich gings da auch los. Diese Geschichte muss sich ja nicht wiederholen, auch die Stadt Essen sollte zwischenzeitlich lernfähig geworden sein. Es bleibt spannend.

  • Weil hier im Strang noch nicht im Bild gezeigt, eine Darstellung des Turms von Arsatec mit dem Eingangsbereich im Maßstab 1:200. Die ersten vier Etagen sollen als Parkhaus genutzt werden.


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  • Hier einmal eine Google Earth kmz Datei für diejenigen die sich umsehen wollen in Essen mit dem 135m Wohnturm (Standort ist wohl der favorisierte von Arsatec):


    http://daten-transport.de/?id=tVeC7snRwUax


    Downloaden, Google Earth am PC / Laptop starten, Datei öffnen klicken in Google Earth und die Arsatec kmz Datei auswählen...voila...


    Bild: https://abload.de/img/arsa20akki.jpg Bild: https://abload.de/img/arsa1zxj95.jpg


    Bilder: Grafischer Aufriß Arsatec / Google Earth / Bearbeitung und Sketchup: Adama





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    Städetbaulich definitiv optisch ansprechender wäre der Standort an der Hachestraße:


    http://daten-transport.de/?id=aDpaSfkRTDfw


    Einfach wie im obigen Absatz beschrieben verfahren.


    Bild: https://abload.de/img/arsa5n2jjv.jpg Bild: https://abload.de/img/arsa40gj8u.jpg Bild: https://abload.de/img/arsa3uwjs8.jpg


    Bilder: Grafischer Aufriß Arsatec / Google Earth / Bearbeitung und Sketchup: Adama




  • Danke Adama, sehr aufschlussreiche Ansichten mit der Wahrnehmung und Wirksamkeit des Turms. Man sieht hier anschaulich wie wenig Fläche verbraucht wird, wie klein ein Hochhaus im Gesamtbild einer Stadt sein kann, trotz seiner Höhe. Ich persönlich hätte ihn lieber in der Innenstadt, also zentraler, aber in die zukunftsfähige prosperierende Weststadt passt er auch als Solist auch rein.

  • Ja, der Turm ist in der Tat recht schmal. Laut meinen Berechnungen haben die Seiten des Grundriß-Quadrats ungefähr 27,40m Länge.

    Mir wäre der Turm auch lieber in der Innenstadt (habe im obigen Post die 2. Version an der Hachestraße zum Download hinzugefügt); zudem könnte ich mir durchaus auch 150m Höhe an beiden Stellen vorstellen.

  • Adama , hanbrohat

    Interessante und aufschlussreiche Postings von euch :thumbup:


    #44 Das Hinauszögern der Stadt, was den Verkauf des Grundstücks betrifft, ist aus Sicht des Investors mit Sicherheit ärgerlich, aber die Verwunderung hierüber auch ein wenig naiv. Die Vorgehensweise der Stadtverwaltung, die Dinge zu prüfen und den am Markt höchsten Verkaufswert zu erzielen, entspricht dem handelsüblichen Gebaren von Kommunen und ist bestimmt sogar verpflichtend. Das heißt aber nicht, dass es der cleverste Weg der Stadtplanung ist. Die Stadtpolitiker sollten sich über die Wirksamkeit und möglichen Synergien derartiger Projekte im Klaren sein. Eine etwas transparentere Umgangsweise bzw. handlungsbereitere Haltung wäre wünschenswert. Es bringt der Stadt und dem Stadtbild nichts, sollte der Meistbietende einen mutlosen 15-stöckigen Klotz dorthin setzen (nur mal ein Beispiel).


    Ähnlich kurzsichtig verfuhr die Stadt seinerzeit mit der Vergabe der Geschäftslokale im Handelshof. Auch hier war das Argument, verpflichtend für den Bürger die höchsten Mieten erzielen zu wollen. Das Ergebnis waren u.a. eine Parfümerie und eine Bank im Handelshof. Seither wurde der Ruf nach Gastronomie am Willy-Brandt-Platz lauter, auch seitens der Stadt, da dieser recht trostlos wie unbelebt daher kommt. Nur hat die Stadt hier (Handelshof) nun keinen Einfluss mehr drauf.


    #47 Anhand der editierten Google-Dateien lässt sich sehr schön sehen, wie das HH auf die Umgebung wirkt bzw., wie es mit der Umgebung harmoniert. Für mich wäre der favorisierte Standort in der Weststadt eine Bereicherung für dieses Quartier, er ist aber auch nicht der einzige gute Standort. Könnte mir den Essen High Square auch gut als einen Teil des Projekts auf dem ehemaligen Gelände von Innogy vorstellen. Einen weiteren interessanten Standort sehe an der Grenze zu Holsterhausen (Papestr.), der ja in etwa auch von den Planern des Olympischen Dorfes angedacht ist. Hier wäre nicht nur genug Platz für die Höhe (gerne auch höher als 135m) , sondern auch für eine schicke Parkanlage drum herum. Außerdem grenzt das Gelände direkt an einen urbanen Stadtteil. Weiterer Standort: VHS Hollestraße?

  • Würde man das Hochhaus an der Hachestraße bauen, wäre das, was die ÖPNV Anbindung angeht mit Sicherheit von Vorteil, denn hier soll ja bis 2025 die Straßenbahn neu gebaut werden. Somit hätten die Bewohner eine gute Anbindung durch die Straßenbahn zum Hauptbahnhof.

  • Das Westviertel braucht dringend mehr Wohnbebauung. Sonst wird es seinem Namen nicht gerecht. Bislang ist das doch dort weiterhin eher ein "Business-Quartier". Es fehlt noch der Lückenschluss nach Altendorf, und Essen 51. Ich meine das nicht nur von den Baumaßen her sondern viel mehr von den Funktionen. Das Gemischte, das Kleinteilige fehlt! Historisch lässt sich das ja durch Krupp erklären, man muss diesen Zustand aber nicht weiter fortschreiben. Dieser Riegel aus Porsche, Volkswagen, die Möbelhäuser, etc. ich hätte das nie so nah an der Fußgängerzone/ Innenstadt zugelassen. Von daher begrüße ich jedes Investment in Richtung Wohnbebauung/ gemischtes Quartier... Mit Sicherheit mag das "Wohn"-Hochhaus an anderer Stelle eine bessere Wirkung entfalten; das Quartier wiederum braucht dringend Menschen, Konsumenten, Quirlichkeit... Am besten im Hochhaus gestapelt... ;)