Vielen Dank!
Gut das hier bald was passiert. Eine tote Ecke.
Was mich staunen lässt ist, das in diesem 73 seitigem Dokument es nur 2! Sätze zur eigentlichen Gestaltung gibt. Nämlich diese:
"Architektur und Fassadengestaltung:
Die Fassaden sollen das Selbstverständnis der gewünschten Mieter widerspiegeln. Dabei ist eine
hochwertige, gestalterische Vielfalt
anzustreben, die sich in das Umfeld
einfügt und eine eigenständige Identität schafft."
Selbst in diesen zwei Sätzen steht inhaltlich quasi nichts.
Eigene Identität
Selbstverständnis der Mieter
Vielfalt
Alles leere Wörter. Selbst das einfügen in das Umfeld hat einen riesigen Interpretationsspielraum.
Die Stadt hat hier solch ein großen Einfluss auf die Architektur und Gestaltung, bei einem solch riesigem Projekt . Es wird ja quasi ein halbes Viertel neu entwickelt. Aber wahrgenommen wird diese Chance nicht.
Wenn man nichts vorgibt, dann kommt eben ein Glaskasten mit Flachdach und langgesstreckter ununterbrochener Fassade. Das wäre wie der Bestand nur neu. Das würde die Ecke nur wenig aufwerten. (Außer natürlich der öffentliche Innenhof, das ist ein Mehrwert).
Man könnte zum Beispiel im Blockrand die Dachart vorgeben (z.b Satteldach).
Man könnte vorschreiben, dass der Blockrand gestalterisch in x Abschnitte unterteilt werden muss, um den Anschein mehrerer Häuser zu erwecken und kleinteiligere Architetur zu erzeugen.
Usw.
Und das passiert in einer Stadt, die meiner Meinung nach eine allgemein sehr gute Städteplanung betreibt. Da will ich gar nicht wissen wie sowas anderorts läuft.



