JAHO Berlin-Mitte [in Planung]

  • Fertigstellung ist 2025 - wow....das ist echt beeindruckend lange. Sehr schade, denn ich finde das Design eigentlich sehr frisch und ansprechend. 70 Meter ist halt wieder so eine Berliner Einheitshöhe....die neue Traufhöhe pflege ich zu sagen.

  • < ... na wenn sich mit dieser neuen Traufhöhe alles weiter nach oben verschiebt, nichts lieber als das. Ich finde den Entwurf auch ansprechend, 5 Jahre Bauzeit sind nicht akzeptabel. Da fliesst mir noch zuviel Wasser die Spree hinab, in 5 Jahren sieht der heute frische Entwurf dann auch schon wieder altbacken aus... sehr schade.

  • Fertigstellung ist 2025 - wow....das ist echt beeindruckend lange. Sehr schade, denn ich finde das Design eigentlich sehr frisch und ansprechend. 70 Meter ist halt wieder so eine Berliner Einheitshöhe....die neue Traufhöhe pflege ich zu sagen.

    Es bleibt ärgerlich, dass man insgesamt meint, dass ein weitgehendes Gleichmaß bei der Hochhausbebauung Berlin besser bekommen würde. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Die Flächen werden ja trotzdem untergebracht und so entstehen zu oft gedrungene Bauten, statt schlanker Silhouette. Auch finde ich es wenig attraktiv, dass die "Skyline" dann einfach mehrere Klötze von gleicher Höhe beinhalten wird. Ich begreife einfach nicht, was der Gewinn dieser Planung sein soll.
    Nichtsdestotrotz ist der Entwurf hier immerhin nicht völlig 0815.

  • ^ Ich finde das nicht ärgerlich, sondern ausgesprochen gelungen und intelligent, was hier geplant wird, und möchte das kurz begründen:

    Ganz im Osten wird an dem bestehenden Altbau so angeschlossen, dass dieser Anbau in der Höhe beim Altbau bleibt, gestalterisch aber eine Brücke zum ca. doppelt so hohen Neubau bildet. Weil die obere Hälfte stark eingerückt ist, wirkt die Höhe des Altbaus auch hier, wie auch beim neuen Hochhaus von Chippi daneben, fort, und das verbindet drei neue Gebäude, bei denen der Altbau jeweils höhenmäßig sozusagen weiterwirkt, die Grundeinheit bildet, die zuerst daneben bewahrt und dann verdoppelt (Kuehn Malvezzi) und schließlich verdreifacht (Chippi) wird. Dieses Hochhaus von Chippi wiederum vermittelt zur Höhe, die auch südlich des Alexa ("Banane") erreicht wird und die wiederum zu den noch einmal ca. doppelt so hohen (zukünftigen) Hochhäusern am Alex überleitet.


    M.a.W.: An die Stelle von autistischen Hochhäusern, die sich nicht um ihre Umgebung scheren und bei der abstrakt das quantitative Kriterium Höhe zählt, haben wir einen städtebaulich in meinen Augen sehr viel anspruchsvolleren Versuch einer Vermittlung zwischen Altbau und alter Traufhöhe, die bis zu den (geplanten) Hochhäusern am Alex reicht.


    Hier, zur Veranschaulichung des Gesagten, eines der neuen Renderings:


    bildschirmfoto2020-12nnjp8.png

    Copyright: Art-Invest Real Estate

  • ^Ich glaube wir haben hier durchaus Konsens das der Entwurf selbst ansprechend ist und man sich sehr bemüht hat. Die Fragestellung der Höhe ist eher eine gesamtgestalterische und hier fehlt nach wie vor ein Hochhaus Konzept für den Standort Berlin.

  • So ist es. Der hier gezeigte Entwurf ist überaus gelungen, gerade das vorliegende Rendering zeigt das.


    Ich bin tatsächlich auch etwas vom Thema abgewichen und meinte das eher allgemein. Dass Berlin bei der Bebauung in die Höhe recht stark eingreift, halte ich nicht grundsätzlich für falsch. Ich verstehe nur die Parameter nicht, wenn zB am Alex dabei rauskommt, dass das FORUM / Park Inn Hotel zum Maß der Dinge werden soll und nun keine Höhenabstufungen möglich sein werden.


    Mod: Sinnloses Vollzitat des Vorposts gelöscht.

  • Ich glaube wir haben hier durchaus Konsens das der Entwurf selbst ansprechend ist und man sich sehr bemüht hat.

    Ich würde sogar so weit gehen, dass der Entwurf es tatsächlich schafft, der südlichen Holzmarktstraße zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert (wann wurde dort die Blockrandbebauung abgerissen?) eine Fassung, eine Kontur und eine durchgängige Häuserflucht zu geben. Der einzig noch vorhandene Altbau wird baulich so integriert, dass er nicht mehr alleine auf weiter Flur steht, was mMn städtebaulich der wohltuendste Effekt für die Gegend sein dürfte.

  • Ist das vielleicht eine Vorgabe, dass zur Straßenseite die Traufhöhe der Altbauten eingehalten werden soll? Durchaus möglich, dass das beim Trias anno 1996 schon so gedacht war...

  • Nun ist aber in Berlin, und nicht nur dort, fast alles Neue recht monoton. Ab und an wäre also zur Auflockerung ein verschobenes Kleeblatt à la Gehry gar nicht so verkehrt.

  • Das sehe ich ähnlich. Ist es denn wirklich so schwer, mal was anderes zu entwerfen als immer die gleichen Quader? Liegt es tatsächlich an den Renditevorgaben des Investors, auch noch den letzten vermietbaren Quadratmeter aus der Grundfläche rauszuknietschen, oder eher doch am Unvermögen heutiger Architekten?

    Ich frage mich echt, was vor hundert Jahren anders war, als man noch Hochhäuser errichtete, die sich nach oben hin verjüngten. Die sind doch auch von jemandem bestellt und bezahlt worden...

  • Insebesondere dürfen wir bei diesem Rendering nicht vergessen - das Licht, die Bepflanzung und auch die Wirkung ist hier völlig verzerrt. Das wird ein stinknormaler Bürbau wie in jedem Industrieviertel dieser Welt. Man könnte noch zu Gute halten. Ja ok, der Turm ist ganz nett, die Gliederung ganz ok - aber im Winter macht es diesen Ort wahrscheinlich nicht besser oder schlechter als die aktuelle Situation.

    Aber ich will auch bei allem gemeckere immer gerne sagen, in Deutschland findet man im Mittel-Klasse Segement nichts Anderes und es kann "Live" - Vor Ort auch immer zu Überraschungen kommen. Ich habe hier schon Fotos gesehen wo ich dachte, daß Gebäude sei sehr langweilig und wirkt nicht, vor Ort dann überrachend viel besser - evtl. erleben wir hier ja eine positive Überraschung - auch wenn ich Sie aus den Renderings nicht ableiten kann.

    Fazit: Standard.

  • Nun ist aber in Berlin, und nicht nur dort, fast alles Neue recht monoton. Ab und an wäre also zur Auflockerung ein verschobenes Kleeblatt à la Gehry gar nicht so verkehrt.

    Oder mal was Rundes, wie an dieser Stelle schon einmal vorgeschlagen. Aus verschiedenen Perspektiven wirkt das weniger klobig als die üblichen Quader und weniger bemüht als dieses zwangshafte Gedrehe und Verrücken von einzelnen Bauformen.

  • In der Tat, ein rundes Hochhaus würde an dieser Stelle wohl gut aussehen. Das wird aber nicht passieren, weil die Grundform eines Kreises weniger Quadratmeter Fläche bietet als ein Quadrat bzw. Rechteck.


    Die Verringerung von Fläche in der Grundform könnte man ganz einfach kompensieren, indem die Stadtverwaltung einfach eine größere Höhe erlauben würde. Und genau das tut die Stadtverwaltung nicht. Wenn man die Höhe deckelt, ist doch logisch, dass der Investor diese Höhe maximal auslasten will.


    Die Lösung wäre einfach. Die Stadtverwaltung müsste zum Investor sagen: "Wir erlauben euch 30 Meter mehr Höhe, und dafür müsst ihr den Turm nach oben hin verjüngen."


    Das Problem sind die Höhendeckelungen, die von der Verwaltung vorgegeben werden. In Berlin gelten Hochhhäuser noch immer als "böse". Erstens will man aus poltischen Gründen den Investoren nicht zu viel Höhe erlauben. Zweitens hat man Angst vor Verschattung.