Leipziger Neuseenland

  • Was Kahnsdorf-Nord angeht: alle in den Bunker, mir schwant da Übles. Zumindest wenn das, was bisher auf dieser Seite des Hainer Sees gebaut wurde, einen Ausblick in die Zukunft gestattet. Die üblichen, billig-aussehenden weißen Kisten, die im Gesamtanblick das Ufer hässlich zustellen und m.M.n. auf das eigentlich schöne Dorf Kahnsdorf negativ abstrahlen. Die gegenüber liegende Seite, am Röthaer Strand, zeigt, dass es anders geht: scheinbar einheitliche Bauvorgaben, mit flachen Spitzdächern, Naturmaterialien, viel Holz, einem harmonischen Gesamtbild. Eventuell, weil diese Seite des Sees administrativ zu Rötha gehört (andere Spielregeln?).
    Schade - leider eine vertane Chance für Kahnsdorf und den Hainer See im Allgemeinen, aber vielleicht ist das ja Geschmackssache.

  • Schade - leider eine vertane Chance für Kahnsdorf und den Hainer See im Allgemeinen, aber vielleicht ist das ja Geschmackssache.

    Ich denke schon, dass da die Geschmäcker verschieden sind. Ich würde mir zwar kein Seehaus an der LAGUNE kaufen oder mieten, finde das Ensemble aber vorzeigbar und vor allem nutzbar. Häßlich finde ich Gebäude im FINCASTIL im letzten Ausläufer der Nordeutschen Tiefebene.


    Mit der Bebauung am Röthaer Ufer des Hainer Sees kann ich überhaupt nichts anfangen. Das ist aber ein anderes Thema.


    Trotzdem ein paar Fotos.


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    Eigene Fotos.

  • Stahlbauers drittes Bild sieht ja aus wie auf den Hamptons aufgenommen. ^.^ Man muss zugute halten, dass es sich hierbei um reine Ferienhäuser handelt. Die übrigens nach einem kurzen Fotocheck bei Google-Maps auch innen durchaus ziemlich gemütlich wirken (die Aussicht auf den See und das Kahnsdorfer-Ufer tun da natürlich ihr übriges).

  • ^^ Die beiden letzten Bilder wurden am Röthaer Strand aufgenommen, vor allem das letzte Bild zeigt schön den Kontrast zur gegenüberliegenden Seite in Kahnsdorf. Mit der Finca dort kann ich noch leben, aber wer hat eigentlich die Laguna verbrochen? Auf dem Render sah das noch toskanisch aus oder so, aber in Realität wurde da ein 3-geschossener Plattenbau mit Plastikfenstern und hässlichen, weißen, fensterlosen Styroporwänden hingeklatscht. Direkt am See. Unfassbar.

  • vor allem das letzte Bild zeigt schön den Kontrast zur gegenüberliegenden Seite in Kahnsdorf.

    Ich kann da nicht wirklich einen Kontrast erkennen. Der Hainer See ist einfach ein Nutzsee. Alle möglichen und unmöglichen Nutzungsformen werden hier ermöglicht: Angelhütten, Ausleihstationen, Quad fahren, Dauercamperstellplätze, Rundfahrten mit dem Boot, Zweitwohnungen, Ferienhäuser usw. Einen derartig vielgestaltigen Nutzungsdruck haben die leipzignahen Seen nicht auszuhalten.


    Sicher sind die weißen Klötze, aber auch die farbigen und da gerade auch die braunen Holzklötze unschön. Mich verwundert aber, dass offensichtlich keiner Anstoß an grünen Gärbehältern nimmt. Mal sehen, wie es AUSSIEHT wenn der aggressive Inhalt Zeit hatte auf die Konstruktion einzuwirken.

  • ^


    Hier sei noch einmal darauf verwiesen, dass der Hainer See mit seinem Ufer der einzige im südlichen Seenland ist, welcher in privater Hand geführt wird. Deswegen darf dort auch in der Art und Weise gebaut werden. Da die anderen Seen mit seinen Ufern in öffentlicher Hand bleiben, konzentriert sich nun viel Aktivität am Hainer See.


    Auch bzgl der momentane Nutzung lässt sich sagen, dass nach einer gewissen Zeit (ich weiss nicht mehr wie lange genau) die Häuser auch zum dauerhaften Wohnen genutzt werden dürfen. Deswegen fallen manche Gebäude doch recht groß aus.



    Bzgl. Kahnsodrf wäre eine Gesamtplanung mit städtebaulichen- und landschaftsgestalterischen Ansätzen sicher besser geworden. Aber ich weiss von einigen dort das man schon sehr froh darüber ist, dass sich das Dorf schon stark verändert hat. Vom Dorf neben einem aktiven Tagebau zu neuen Einnahmen etc.

  • Das Projekt Helmholtz Centre for Climate Action and Innovation Research & Engeneering (CLAIRE) ist schon eine super Sache und tolle Möglichkeit den Südraum auch mal abseits des Tourismus zu entwickeln. Mit dem 'Chappe Institute' in Markleeberg gibts ja einen weiteren neuen Vertreter.


    500 Forscher*innen sind natürlich kein Pappenstiel. Und auch ich sehe hier die Magdeborner Halbinsel nicht so als ideal an. Vor allem wegen des Verkehrs. Die Gemeinde Großpösna will aber damit wohl ihre Infrastruktur bzgl. ÖPNV verbessern und schielt dabei auf den Halt 'Oberholz' als S-Bahnverbindung mit Pendelverkehr. Naja... Die (ersten) Pläne werden in der zweiten Hälfte Mai vorgestellt. Dann wird auch die Anbindung dargelegt.



    Das anuelle Festival soll wohl nicht betroffen sein.

  • Busanbindung Hainer-, Störmthaler- & Markleeberger See


    Ab 13.06.2020 wird die Buslinie 106 (Böhlen Bf - Auenhain - Probstheida - Wachau - Markleeberg - Großstädteln) erstmalig einen Fahrradanhänger mit sich führen:
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    Damit soll in den Sommermonaten und nur an Wochenenden die Kapazität für die Fahrradmitnahme und damit einhergehend die Attraktivität des ÖPNV erhöht werden:

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    Der Anhänger wurde unter Beteiligung von zwei Olympiateilnehmern (Kanu- & Radsport) gestaltet und mit Motiven aus dem Neuseenland versehen.

  • @Zwenkauer See


    Tut der Menschheit ein Gefallen und baut diese neuen Häuser und Siedlungen niemals wieder direkt bis an Wasser und Ufer und somit auf die Badestrände der Besucher, die an diese neuen Leipziger Seen extra aus nah und fern anreisen..

  • ^ Finde diese Aussage reichlich übertrieben. Wer beachlife & Strandfeeling sucht findet mehr als genug unbebaute Strände an den Seen vor.


    Viel wichtiger ist, dass es nun endlich einen eigenen Neuseenland-thread im DAF gibt! Freude!!

  • Ich kann die Aussage auch nicht ganz nachvollziehen. Der Zwenkauer See hat eine Fläche von 970 Hektar und der Störmthaler von 730 Hektar. Dabei spielen die bebauten Flächen an den Uferzonen eher in einem geringen Umfang.


    Den Würfelhusten am Zwenkauer muss man auch in der Gestaltung nicht als attraktiv erachten. Aber ich finde hier zumindest den Aspekt einer mehr oder minder Gesamtplanung bzw. -gestaltung als stimmig. An den anderen Seen ohne einheitliche Gestaltungskonzepte schrammt man teilweise schon an einer gewissen Schrebergarten-Atmosphäre. Zu viele Interpretationen was so ein Haus am See vermitteln soll. Vom pseudo-Mediterran über amerikanische Stile, bis hin zum Möchtegern Skandinavien-Haus. Das ist mitunter wirklich kein angenehmer Anblick mehr und errinnert nicht minder an suburbane Einfamilienhaus-Siedlungen.


    Das ist am "Seebad Zwenkau", meines Erachtens, besser gelungen. Ein Gestaltungsprinzip hätte manch anderen See besser getan. Aber es wächst ja bekanntlich alles etwas zu.

  • Am Kanal zwischen dem Markkleeberger See und dem Störmthaler See wird ein neuer Spielplatz gebaut.




    Leipziger Tieflandsbucht - Blick vom Monarchenhügel bei Großgörschen und der Werbener See.






    Leipzig - Innenstadt



    Eigene Fotos.

  • ^ Finde diese Aussage reichlich übertrieben. Wer beachlife & Strandfeeling sucht findet mehr als genug unbebaute Strände an den Seen vor.


    Das kann sein, dass diese Aussage übertrieben wirkt, ist nur meine wahrgenommene Sicht. Ich kenne das Seenland konkret vor allem in Form des Hainer Sees und da wurde wohl durchaus bis ans Wasser gebaut. Zumindest war ich ziemlich fassungslos und von den Socken als auf dem Uferabschnitt auf dem ich einige Male zum baden war 2 Jahre später auf einmal dieser gekünstelte Ferien- und Campingpark gebaut stand.. wenn man das immer so machen würde, wären die Strand- und Badeabschnitte recht schnell ziemlich schnell begrenzt und überlaufen bzw. kaum noch vorhanden.

  • ^ das Thema hatten wir nun schon mehrmals. Ich hatte schon öfter geschrieben, dass der Hainer See der einzige im Südraum ist, welcher einen Privatbesitzer hat. Deswegen werden dort die Häuser bis ans Wasser gebaut und können nach einer bestimmten Nutzungsdauer als reines Ferienhaus in eine dauerhafte Nutzung als Hauptwohnsitz umgewandelt werden. Dadurch haben viele jetzt gebaut um später dort legal zu wohnen.


    Alle anderen Seen haben Uferzonen im öffentlichen Bereich der Kommunen welche nicht überbaut werden dürfen. Sorry, aber das Thema sollte so langsam mal abgehakt sein.

  • Ich kenne das Seenland konkret vor allem in Form des Hainer Sees und da wurde wohl durchaus bis ans Wasser gebaut. Zumindest war ich ziemlich fassungslos und von den Socken als auf dem Uferabschnitt auf dem ich einige Male zum baden war 2 Jahre später auf einmal dieser gekünstelte Ferien- und Campingpark gebaut stand.. wenn man das immer so machen würde, wären die Strand- und Badeabschnitte recht schnell ziemlich schnell begrenzt und überlaufen bzw. kaum noch vorhanden

    Mal abgesehen davon, dass der Hainer See nur ein See von vielen im Leipziger Neuseenland ist, stellt sich Frage nach der Alternative.


    Auch ich war fassungslos:


    Ich kenne das Seenland konkret vor allem in Form des Bockwitzer Sees. Da wurde kein Haus direkt am Seeufer gebaut. Zumindest war ich ziemlich fassungslos und von den Socken als die Uferabschnitte auf denen ich einige Male zum Baden war 10 Jahre später völlig zugewachsen waren. An Land waren es Büsche, Bäume und hohes Landreitgras, im Wasser ein undurchdringlicher Röhricht- und Schilfgürtel. ;)


    Wenn das Google-maps -Datum 2009 richtig ist, konnte man 2009 noch am Ufer liegen und ins Wasser gelangen. Heute kann man noch nicht einmal ein Übersichtsfoto machen. Alles ist zugewachsen. Bis auf eine neue Badestelle am Bornaer Ufer.

  • Heute kann man noch nicht einmal ein Übersichtsfoto machen. Alles ist zugewachsen. Bis auf eine neue Badestelle am Bornaer Ufer.


    Das Tempo der Renaturierung an den Seen ist für einen Laien wie mich absolut erstaunlich anzusehen, mit welcher Wucht sich die Natur einen neuen Lebensraum erschließt.

    Es sind zwar nicht die besten Vergleichsbilder aber evtl. vermitteln sie ja doch einen kleinen Eindruck von den Gegebenheiten.

    Markkleeberger See. Dieses Foto ist irgendwann nach 2010 entstanden.

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    Die Szenerie hatte die Anmutung einer Pioniervegetation, viel Sanddorn, dünnes Gehölz, keine dichten Waldbestände etc.


    Ähnlicher Standort im Jahr 2018

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    Am augenfälligsten waren die im Vergleich dichten Baumbestände am Auenhainer Ufer, sowie die zugewachsene Getzelauer Insel im See. Das wird sich alles in den kommenden Jahren auch noch weiter entwickeln.


    waldkauz

    Ich habe schon öfter gehört, dass bei Besuchern aus der Chemnitzer Ecke der Hainer See präferiert wird (bei ein paar Minuten weniger Anfahrtzeit verständlich). Im persönlichen Erleben habe ich den See als wenig badefreundlich in Erinnerung - scheint sich dahingehend nicht viel geändert zu haben. Die Leipziger bevorzugen verständlicherweise die stadtnahen Seen zum plantschen bzw. für andere Freizeitaktivitäten.

    Zumindest am Haubitzer Becken - einem Teilbereich des Hainer Sees ist ein 12 ha großer neuer Badestrand geplant. Das dürfte dann auch für die Chemnitzer interessant sein.

    strandbadbornajpjjk.jpg

    http://www.zv-witznitzer-seen.…lan-badestrand-borna.html



    strandbadborna2jskey.jpg

    http://www.zv-witznitzer-seen.…borna-in-aufstellung.html


    Hier noch zwei LVZ-Artikel zum geplanten Vorhaben:

    https://www.lvz.de/Region/Born…areal-am-Nordufer-geplant


    https://www.lvz.de/Region/Born…laene-fuer-den-Hainer-See

  • Croeber Hof - Güldengossa


    Einige hundert Meter vom Störmthaler See entfernt entsteht dieses Neubau-Ensemble:

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    Die Reihenhäuser gruppieren sich in einem in traditioneller Bauweise errichteten Vierseithof:

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    Hier die Hofzeilen Nord und West von der Auenhainer Straße aus gesehen:
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    rh9kba37.jpg

    Rückseite:

    ovoxgvza.jpg paulick / dahler [location]


    Die Ausstattung wird als „gehoben“ angegeben, jeweils mit Innentüren aus Echtholz, Eichenparkett, hofseitigen Terassen und Loggia mit Zugang zum eigenen Garten. Für Familien, die auf dem Land, aber in Reichweite der Stadt wohnen wollen (die A38 liegt direkt nebenan).