Leipziger Neuseenland

  • Verschiedene Bereiche an den Seen sind komplett gesperrt.




    Offene Flächen verbuschen schnell komplett. Dabei ist der Sanddorn dominierend.




    Asphaltwege...



    ...sind auch nicht von Dauer.



    Eigene Fotos.

  • Vielleicht könnte man auch Ziegen oder anderes kleineres Getier einsetzen, um die Landschaft offen zu halten...




    ... die großen Viecher scheinen aber effektiver zu sein.




    Wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Hier sind die Kontraste besonders hart. Für mich ist das ein Fake. Scheinbar führt dieser Weg in ein Naturschutzgebiet.




    Das Gelände ist eingezäunt und hinter den grünen Büschen liegt eine DEPONIE. Man kann dem Weg folgen, dann versuchen den Jagdansitz zu erklimmen,...



    ... hat dann aber einen guten Überblick über ein Deponiegelände.



    Vermutlich bin ich nur desillusioniert. In Hochstimmung komme ich aber nicht, wenn ich durch den nördlichen RAND dieser Seenlandschaft fahre. Da hilft weder eine Photovoltaikanlage (besonders, wenn die auf Ackerboden steht), noch ein BIOmasseheizkraftwerk - auch wenn das echte PROBLEM-BIOMASSEKRAFTWERK in der alten Zuckerfabrik geschlossen wurde- und schon gar nicht eine Anlage zur Herstellung von ERSATZBRENNSTOFFEN.

  • Die Grafik sieht ganz nett und leicht mediterran aus. Wie sieht denn am Hainer-See die Bodenstruktur aus? Weiß jemand, ob hier ähnliche "Erdrutschsorgen" wie an anderen mitteldeutschen Gewässern bestehen? Kann man dem technisch durch z.B. Pfahlbohrungen gegenwirken?

  • Weiß jemand, ob hier ähnliche "Erdrutschsorgen" wie an anderen mitteldeutschen Gewässern bestehen?

    Am Hainer See stehen schon seit einigen Jahren Gebäude auf Pfählen im Wasser.





    Man soll ja nie nie sagen. Aber hier handelt es sich um gewachsenen Boden. Da sollte das Risiko einer Setzungsfließrutschung gering sein.


    Eigene Fotos aus 2014.

  • Wie sieht denn am Hainer-See die Bodenstruktur aus? Weiß jemand, ob hier ähnliche "Erdrutschsorgen" wie an anderen mitteldeutschen Gewässern bestehen? Kann man dem technisch durch z.B. Pfahlbohrungen gegenwirken?

    Am Nordufer scheint es sich aber um Kippenboden zu handeln, wenn ich DIESES Infoblatt richtig lese. Dann hoffen wir mal, dass die Planungen gründlich waren.

  • Teilweise werden ganz schön große Ferienhäuser an das Nordufer vom Hainer See gesetzt.







    Dafür gibt es hier auch Sand am Ufer. Der ist aber offensichtlich recht eisenhaltig.




    Eigene Fotos.

  • Mit dem "Gardasee" meint man es anscheinend ernst - das sind tatsächlich Mittelmeerzypressen in der Freiraumgestaltung, welche auf dem einen Bild zu sehen sind.


    Dennoch gibt es schon gravierende Unterschiede in der gestalterischen Qualität der Ferienhäuser. Auch wenn sich das nach der offiziellen Freigabe der Nutzung der Häuser (keine reine Ferienhausnutzung sondern auch Wohnhausnutzung) am See auch noch einmal ändern kann. Dennoch ist so ein Gesamtplan eines "Dorfes" sicher nur hilfreich um ein etwas einheitliches Bild zu schaffen. Denn die "Touri-Ecken" der 1960er bis 1980er am Gardasee muss man hier nicht reinkopieren. Dann lieber Zypressen....

  • Die Eigentümer des Areals am Hainer See scheinen die Entwicklung und Vermarktung voranzutreiben. Nicht nur der Bau der Gebäude geht schnell...






    ...auch die sonstige touristische Erschließung.




    Unterhalb der Ferienhäuser ist ein Familienstrand angelegt. Dort soll man sich eher ruhig verhalten.




    In Richtung Westen schließen sich dann Strandabschnitte an, auf denen es schon etwas lauter zugehen darf.





    In Richtung Kahnsdorfer See können dann auch mal Partys gefeiert werden. Dafür werden gerade neue Zuwegungen und neue Parkplätze geschaffen.



    Den Kahnsdorfer See - hier im Hintergrund als schmales Band zu sehen- überlässt man der Natur. Das bedeutet aber auch, dass man dort nicht baden sollte. Das Wasser wird nicht behandelt und ist sehr sauer. Ein Experiment.


    Eigene Fotos.

  • Wie die Sanierung und die Renaturierung der alten Bergbauflächen erfolgen soll, wird wohl eine ewige Diskussion bleiben. Die Biotopentwicklung ist interessant zu beobachten. Heute hilft da Google. Die Neue Harth bei Markkleeberg-Zöbigker 2009 und (wohl) 2021.


    Zu Ostzeiten wurden hier unter anderem Pappelmonokulturen angepflanzt. Auf der anderen Seite des Weges wurden Eichen angepflanzt.




    Die Eichen wurden ausgelichtet und haben eine stattliche Höhe erreicht. Von den Pappeln die (hier) auf der rechten Seite standen...



    ... nur noch einzelne Pappel vorhanden.






    Auch auf anderen Flächen sind die Pappeln stark ausgedünnt.



    Eigene Fotos.

  • Pappeln sind wohl für die Rekultivierung nicht besonders geeignet. Immer wieder liest man von Pilzbefall und absterbenden Beständen. In der Neuen Harth bei Markkleeberg-Zöbigker kam es zu einem Grundwasseranstieg. Inzwischen wachsen Birken, Eichen und andere Laubbäume.








    Eigene Fotos.

  • Danke für die sehr schönen Fotos. Man sollte hier wirklich die Natur "machen lassen", die besten Gehölze setzen sich durch und bleiben.

  • Durch den früheren Kohleausstieg verändern sich die Planungen im Südraum von Leipzig.


    So soll aus dem Abbaufeld Schleenhain bis 2026 noch Kohle gewonnen werden, das Abbaufeld Peres bis 2035 in Betrieb bleiben und anschließend geflutet werden. Das dritte Gebiet Groitzscher Dreieck wird nicht mehr in Anspruch genommen (der Groitzscher See wird dadurch viel kleiner als urspr. geplant ausfallen). Die Orte Pödelwitz und Obertitz bleiben erhalten.

    Im Gegensatz dazu wird der zukünftige Pereser See – gelegen westlich vom Hainer- und Kahnsdorfer See - nun deutlich größer und der mit Abstand größte See in der Region werden. Seine Ausdehnung beträgt dann 12 Quadratkilometer und damit zwei mehr als beim bisherigen „Rekordhalter“ Zwenkauer See. Wassertiefe bis zu 80 m. Das Wasser für die Flutung soll aus Mulde und Weißer Elster kommen.


    https://www.lvz.de/Region/Born…vermoegen-wird-gigantisch

  • Kurzer Blick auf den Störmthaler See vom Aussichtspunkt Störmthal - etwas diesig war es:

    strmthalersee-aussichiqkmk.jpg


    strmthalersee-aussichsdj7g.jpg


    strmthalersee-aussichg6jnq.jpg


    Die Sanierung vom Schloss Störmthal ist äußerlich schon sehr weit fortgeschritten:

    strmthalersee-schlossixkra.jpg

    Eigene Bilder

  • Man sollte hier wirklich die Natur "machen lassen", die besten Gehölze setzen sich durch und bleiben.

    Mit der Rekultivierung befassen sich GEOLOGEN und andere WISSENSCHAFTLER. Viele Rohböden sind regelrecht lebensfeindlich.


    Selbst in der Neuen Harth gibt es Bereiche, in denen sich die Vegetation auf den Rohböden nur schwer behaupten kann.


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    Wo sich Wasser sammeln kann, wächst Röhricht auf den Sandböden.


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    Eigene Fotos.