Auswirkungen auf dem Wohnungsmarkt

  • Hallo zusammen,

    mir ist aufgefallen, dass bereits die ersten Anbieter die Preise für Eigentumswohnungen um teilweise über 10% gesenkt haben. Ist das erst der Anfang oder hat sich das bald wieder? Ich bin ehrlich: Bei der letzten Wirtschaftskrise war ich nicht gerade auf dem Laufenden was Wohnungspreise und deren Verfügbarkeit angeht. Weiß jemand noch, wie das da in etwa abgelaufen ist? Also nicht nur in Bezug auf die Preise, sondern auch wieviele Projekte im Vergleich zum Vorzeitraum umgesetzt wurden. Im speziellen auf den Wohnungsbau bezogen. Dass Unternehmen (wie die Messe) ihre Bauten erstmal verschieben, ist ja nur logisch.

  • Stagnierende und teils sinkende Preise kann auch ich beobachten. Bekannte von mir haben jetzt auch Blut geleckt und schauen sich um nach einer großen, günstigeren Wohnung. Dass es Anzeigen für Eigentumswohnungen mit durchgestrichenen Preisen gibt, die nach unten korrigiert wurden, wäre auch vor drei Monaten noch undenkbar gewesen.


    Wie das aber damals vor 10 Jahren war, das kann ich nicht sagen. Habe ich tatsächlich nicht mitbekommen.

  • Interessant! habe ich noch nicht bemerkt. Das zeigt sehr deutlich, wieviel Luft, besser Gewinn(!), in den aktuellen Wohnungs- und Hauspreisen drin ist.


    Auf die schnelle aus meiner Erinnerung:

    Mitte der 2000er Jahre waren die Immo-Preise in Dtl. noch sehr niedrig. Es war ein Käufermarkt. Allerdings gab es nicht so viel Angebot, u.a. da wenig neu gebaut bzw. saniert wurde. 2008 war zuerst eine Subprime-Krise in den USA (Immo-Blase), die sich dann ausgebreitet hat. Dank massiver öff. Mittel (Konjunkturprogramme) gab es relativ schnell wieder WIrtschaftswachstum in Dtl. Parallel hat die EZB erst die Zinsen massiv reduziert und dann im großen Stil Anleihen gekauft. Beides dient(e) u.a. der Unterstützung der schwachen Euro-Länder und der Immo-Märkten in vielen Ländern (der Boom damals in Spanien und tlw. Griechenland war v.a. ein Immobilienboom bzw. -blase) . In der Folge gab es viel freies (Spekulations-)Geld, was zu einem guten Teil in Immobilien in Dtl. floss und damit seit gut 10 Jahren den Neubau und die Preise hier stark getrieben hat.

    Das in Kurzform, in der Realität / Historie war es natürlich komplizierter (Zuzug, Reurbanisierung usw.).


    2020 ist daher nicht mit 2008 bis 2010 vergleichbar. V.a. der Bau- und Immobiliensektor war damals auf einem komplett anderen Niveau. Ich glaube nicht, dass hier sinnvoll Rückschlüsse gezogen werden können.

  • Es wird sicherlich nicht alle Segmente gleichermaßen treffen. Gute Lagen weniger als schlechte, kleine Wohnungen wohl weniger als große. Ich vermute auch dass der Neubau etwas eingebremst wird, weil bislang ja viel Buchgeld da hinein geflossen ist. Bisher hat sich ja oft der Wert einer Immobilie noch während der Bauphase erhöht, sie war bei Schlüsselübergabe mehr wert als bei Vertragsunterzeichnung. Ich denke das dürfte weitgehend vorbei sein, jetzt heisst es die Bonität der Investoren und Verkäufer genau zu prüfen und sie fest zu binden.


    Wie die Krise damals 2008 entstanden ist habe ich ganz genau mitbekommen, aber im Alltag hier in Nürnberg habe ich davon nichts bemerkt. Ich hab damals aber auch keine Wohnungen gesucht oder überhaupt den Immo-markt beobachtet.

  • Laut diesem Artikel ist wohl keine all zu große Entspannung zu erwarten. Also eigentlich sagt hier nur ein „Experte“ (er kennt die Zukunft ja auch nicht), genau das, was wir uns auch schon zusammengereimt haben.

  • Ich glaube, es kann einfach noch niemand belastbares sagen. Dafür ist der Markt auch zu fragmentiert. Sprüche wie "gewohnt wird immer", "Gewerbe ist tot", "jetzt machen eh alle Homeoffice" und die "Flucht aufs Land" sind schnell (subjektiv) ausgesprochen. Aber sind sie auch nachhaltig?


    Klar zeigt Corona, dass man zuhause lieber ein Zimmer mehr hat und es sich mit Balkon/Garten schöner lebt als ohne. Die meisten Menschen haben aber wahrscheinlich immer noch Präsenzjobs und können nicht einfach ins Homeoffice "wechseln".


    Gesamtwirtschaftlich wird gerade die Verschuldung gewaltig hochgefahren, was typischerweise die Preise von Sachwerten treibt (Immobilien, Aktien usw.). Inflation will ich das mal nicht pauschal nennen, weil es auch gegenläufige Bewegungen gibt (zB Arbeitsplatzverlust) und das Virus andererseits kaum etwas "kaputt" gemacht hat (Fabriken sind noch da, insgesamt nicht so viele Menschen gestorben, dass irgendwo Arbeitskräfte fehlen würden, anders als bei Kriegen u.ä.)


    Am Ende werden die großen Trends (Zuzug in große Städte, Verdichtung, Platzmangel und dadurch Preisanstiege) vielleicht gebremst, aber nicht gestoppt oder gar umgekehrt. Und durch die Unsicherheit werden die MIT Geld sich noch mehr auf Immobilien stürzen. In drei Jahren geht alles wieder seinen Gang, die meisten sind geimpft, Home Office nur noch einen Tag in der Woche und alle, die es sich leisten können, wohnen schön am Stadtrand und fahren mit dem Auto zur Arbeit, weil ÖPNV ja ungesund ist.


    (Prognosen ohne Gewähr, bin kein Experte, aber wohne am Stadtrand und fahre mit dem RAD zur Arbeit :D)

  • Persönlich denke ich das die Wohnungspreise in Nürnberg und anderen großen Städten jetzt mal wieder runterkommen werden, wohne selber in Nürnberg und hab auch mal in Rahmen meiner kleinen Nebenbeschäftigung auch die Einwohnerzahlen lt. Melderegister von Nürnberg vom Statistik-Büro abgefragt und es ist wie in den anderen Städten. Der Bevölkerungswachstumtrend ist auch in Nürnberg gekippt, Nürnberg verliert effektiv seit Anfang des Jahres Einwohner (Apr19 zu Apr20 etwa -500 Einwohner), das ist ein ziemlicher Trendbruch wenn man bedenkt das in den letzten Jahren jedes Jahr um 2.000 - 4.000 Einwohner gestiegen ist.


    Zudem wird im Moment relativ viel gebaut bzw. die Pipeline ist ziemlich voll z.B. Park Lane, Eberhardshöfe, F.188, Tramlofts, K40 und diverse andere Projekte, in den nächsten 4-5 Jahren kommen dann noch diverse Großprojekte wie das alte GfK Gelände am Nordwestring (250 Wohnungen), die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein in St. Jobst (400 Wohnungen), das neue Stadtquartier an der Regensburger Str. (500 Wohnungen), "The Q" (alte Quelle), 1.000 Wohnungen, neuer Uni Stadtteil "Lichtenreuth" (1.500 Wohnungen), plus die neuen Studentenwohnheime die im Bau sind werden den Wohnungsmarkt wohl deutlich entspannen, z.B. in St. Peter an den Bahngleisen wird ein neues Studentenwohnheim gebaut usw. Das waren jetzt nur die größeren Projekte welche ich in 5 Minuten ausgekramt hab, da gibt es noch diverse andere welche von privaten Trägern gebaut werden und nicht öffentlichkeitswirksam vermarktet werden.. m.M.n. wird Nürnberg in naher Zukunft keinen Wohnungsmangel mehr haben.

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    Ich habe gelesen, Nürnberg benötigt bis 2030 pro Jahr 2.500 zusätzliche Wohnungen, fertiggestellt wurden die letzten Jahre jedoch nur rund 1.300 Einheiten pro Jahr (Q1, Q2). Aufgrund der Corona-Krise spielen solche Zahlen natürlich kurzfristig keine Rolle mehr, mittel- und langfristig dürfte der Bedarf in den wirtschaftsstarken Regionen Deutschlands, wozu auch Nürnberg gehört, wieder anziehen.


    Die Empirica AG begründet die aktuell z.T. immer noch steigenden (München) oder stagnierenden aber kaum sinkenden Angebotspreise in Deutschland mit dem Abzug vieler eher niedrigpreisiger Wohnungen vom Markt, da die Vermarktungskosten hierfür zu hoch wären. Trotz Nachfrageeinbruch erfolgte damit bislang kein entsprechender Preisrückgang. Dieser wird erst für den Sommer erwartet, wenn die einsetzende Rezession Notverkäufe fordert bzw. sich die gestoppte Zuwanderung bemerkbar macht. Schon für Ende 2021 prognostiziert das Unternehmen wieder anziehende Preise, mitunter würden dann die Konjunkturprogramme voll wirken sowie die Zuwanderung aus den durch die Corona-Pandemie deutlich stärker betroffenen Ländern respektive deren auch langfristig geschwächten Arbeitsmärkte stark zunehmen.

  • Ein Münchner, der Nürnberg als wirtschaftsstark bezeichnet, Sachen gibt‘s! 😉

    Klingt recht schlüssig, was du da sagst. Da ich mich zur Zeit nach einer Wohnung umschaue, bin ich da recht informiert und es kommen jetzt immer öfter Angebote, die man noch vor wenigen Monaten niemals gefunden hätte. Sowas wie eine drei Jahre alte Wohnung, mit toller Einbauküche und wo viel Liebe in den Garten gesteckt wurde zum Beispiel. Ein Notverkauf eben.
    Andererseits kommen bei den neuen Projekten auch immer mehr Mondpreise. Heute hat die Vermarktung von einem Projekt in Gostenhof begonnen. Wer das „Parklane“ am Stadtpark teuer fand, wird sich hier noch mehr aufregen können. Mittlerweile werden auch in Nürnberg wie selbstverständlich 6500€ pro Quadratmeter gefordert und in Fürth will man teilweise für einen Stellplatz über 45000€ haben.
    Viel ändern wird sich an der Wohnungsnot auch trotz den Neubaugebieten aber wohl erstmal nichts. Beispiel Lichtenreuth: Teile vom Modul 1 sollen erst 2027 erschlossen werden! Also schnell hochgezogen wird da auch nichts.

  • Der Durchschlag der Coronakrise auf den Immo-markt hat ja noch nicht mal richtig begonnen. Noch greifen überall die Überbrückungshilfen, heute titelt die Presse, dass die Bundesregierung plant die Mieter noch länger vor dem Rauswurf zu schützen. Auf dem Bau läufts auch weitgehend weiter als sei nichts gewesen. Also das "dicke Ende" kommt hier erst noch, soweit die wirtschaftlichen Einschränkungen noch länger bleiben.


    Aus meinem Umfeld höre ich aber auch, dass man schon in den Immobilienanzeigen Veränderungen wahrnehmen kann. Die Angebote werden reichhaltiger und vielseitiger, die Wohnungen sind tatsächlich auch zu besichtigen und nicht gleich "weg", und auch die Preise bewegen sich. Ob der Trigger "Notverkauf" in einer Anzeige aber wirklich stichhaltig ist oder nur die Schnäppchenjäger ansprechen soll, sei mal dahin gestellt.

  • Ein kurzes Update zu diesem Thema: Was sich am Anfang nur leise angebahnt hat, wird jetzt zur erschreckenden (ob positiv oder negativ liegt im Auge des Betrachters) neuen Realität. Seit etwa einer Woche werden die Wohnungsmärkte im Vergleich zu den vorherigen Jahren regelrecht geflutet. Im Stadtgebiet werden zur Zeit am Tag sogar zweistellige Zahlen von Eigentumswohnungen eingestellt. Während man noch vor zwei Monaten fast nur Neubauprojekte in den Wohnungsanzeigen gefunden hatte, muss man diese heute schon zwischen den ganzen Bestandswohnungen suchen. Besonders erfreulich ist dabei, dass auch in Begehrten Vierteln wie Johannis plötzlich Angebot herrscht. Ihr wisst ja selber noch, dass ich hier noch vor nichtmal zwei Wochen vorgejammert habe, dass man dort quasi keine Wohnung finden kann, was sich aber in der kurzen Zeit völlig geändert hat. Ob am Stadtpark, in Gostenhof, oder direkt neben der Burg: Plötzlich hat man die freie Wahl.

  • Für Wohnungskäufer heißt es jetzt sicherlich wachsam sein und nicht die Geduld verlieren. Die Banken scheinen nun auch umzuschwenken, und weit mehr Sicherheiten zu verlangen bei der Finanzierung, 100%-Finanzierung ohne Eigenkapital ist zunehmend unmöglich, las ich gestern.


    Allerdings fürchte ich auch, dass auch hiervon nur wenige Privathaushalte profitieren können. Das frische Geld, mit dem der Mark geflutet wird, fließt doch meist immer dorthin wo schon welches ist: Wohnungsunternehmen und liquide Investoren gehen jetzt auf Einkaufstour. Gut laufende Maklerbüros mit Rücklagen kaufen gute Immobilien einfach selbst auf. Wenn die Preise sinken lassen sich private Verkäufer auch eher auf soetwas ein. Der normalverdienende Mieter wird wohl so wie immer etwas Glück brauchen um seine Wunschimmobilie zum Kauf zu finden.

  • Für Wohnungskäufer heißt es jetzt sicherlich wachsam sein und nicht die Geduld verlieren.

    Ganz genau! Es hat ja gerade erst begonnen. Ich zumindest kann mir schwer vorstellen, dass sich die Situation gleich wieder normalisiert. Da wird sicherlich noch was kommen. Zur Zeit gibt es (wie ja schon im anderen Thread geschrieben) haufenweise Wohnungen, bei denen ich vor einem halben Jahr noch ohne zu zucken direkt zugeschlagen hätte, aber das gibt einem jetzt die Möglichkeit etwas pingeliger zu sein. Bei so einem Überangebot sollte es ja nur eine Frage der Zeit sein, bis sich auch die Preise etwas bewegen. Mehr als 5-10% erwarte ich dabei aber nicht, da dafür (wie schon von dir geschrieben) einfach zu viele Investoren auf der Lauer liegen.

  • Die großen Städte wachsen nichtmehr oder nurnoch sehr zaghaft, das war auch schon Anfang des Jahres so (vor Corona). Die jungen Leute können sich die Städte auch kaum mehr leisten, es gibt keinen Mehrverdienst in der Stadt und die Lebenshaltungskosten sind höher. Corona war jetzt nochmal ein Impuls das die Städte eine Abwanderungswelle erleben. Ich schaue mir regelmäßig andere Städte an welche Hauptwohnsitzmeldestatistiken monatlich veröffentlichen und anscheinend gibt es gerade eine richtige Stadtflucht, z.B. Stuttgart verliert Jun19 zu Jun20 2.700 Einwohner, Nürnberg schrumpft ebenfalls.

  • Naja, die jungen Leute können sich die teuren Städte (Berlin, München, Stuttgart) nicht mehr leisten, mittelgroße wie Regensburg oder Augsburg aber schon und auf die ist der Run afaik immer noch ungebremst, bzw. nur durch Corona leicht eingebremst. Leider muss man Nürnberg miettechnisch inzwischen wohl eher zu ersteren rechnen, denn beim Mietpreisanstieg hat Nürnberg inzwischen München überholt!

    Das mit dem Mehrverdienst stimmt so nicht, im ländlichen Oberfranken sind die Löhne deutlich geringer als in den unmittelbaren fränkischen Metropolregionen. Ich kenne auch genug Leute die deswegen nicht (zurück)gezogen sind.

    Lebenshaltungskosten sind relativ. Auch da macht vorallem die Miete den Kohl fett. Außerhalb der Touri Hotspots muss das Schnitzel nicht unbedingt mehr kosten als auf dem Land, und bei der Mobilität dürfte man in der Stadt zumindest demnächst besser dran sein (365 € Ticket vs. eigenes Auto auf dem Land). Schlussendlich gibt es ja auch einen Mehrwert an kulturellen Angeboten wenn man in der Stadt wohnt. Während Corona natürlich nicht, was auch der Grund sein könnte, dass manche Mitt-Spät-Zwanziger ihren Umzug in eine "hippe" Großstadt erstmal aufgeschoben haben könnten. ;)

  • Ich denke auch das die Einkommen von Studenten aktuell stark unter Druck stehen. Irgendwo kelnern, Hostess auf einer Messe, Fitnesstrainer usw. ist momentan alles recht schwierig und unsicher. Außerdem schalten viele Hochschulen um auf Onlineangebote, die kann man auch bequem von daheim aus mitmachen. Wozu also die teure Studentenbutze in der Innenstadt halten, wenn man genauso gut wieder bei den Eltern unterkommen kann. ich schätze das dürfte viele Studenten umtreiben.


    Im Leben gibts ja drei selbstbestimmte Wohnphasen: 1. nach der Schule ab in die Großstadt, Studieren oder Ausbildung, das Leben und den Troubel genießen. 2. Familie gründen und zurück aufs Land, Haus mit Garten wo die Kinder spielen können, und 3. später, im Alter durchaus wieder zurück in die Stadt, wenn das Haus zu groß geworden ist und die Wege zu Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten zu weit sind.


    Gerade die Phase 1 dürfte aktuell masssiv unter Druck kommen, entsprechend auch alle Bauprojekte, die Kleinstwohnungen für Studenten anbieten.

    Andererseits würden diese Kleinstwohnungen gute Ausweichmöglichkeiten bieten für jene, die in der Stadt wohnen müssen, aber sich verkleinern wollen.

  • Das mit dem mehr Geld verdienen sehe ich auch so wie Sprenggiebel. Ganz konkret schaut das bei Automobilbranche so aus: Entweder es gibt eine pauschale Ballungsraumzulage oder man bekommt im gleichen Tarif eine Gehaltsstufe mehr als die Kollegen der gleichen Firma, die eben 20 km weiter auswärts arbeiten. Der teurere Wohnraum in der Stadt wird dadurch ziemlich genau ausgeglichen. Es liegt dann also an der persönlichen Vorliebe, ob man lieber auf dem Land oder in der Stadt wohnt, kosten tut es das Gleiche.

  • Kann ich so leider aus meiner eigenen Erfahrung nicht bestätigen, bin selber in einer IGM Firma in Oberfranken angestellt und kenne viele aus Erlangen welche die gleichen oder ähnliche Eingruppierungen haben, da schiebt oft die Gewerkschaft nen Riegel vor, da geht es über die Stellenbeschreibungen und gleiche Stellenbeschreibung ist eben gleiche ERA Eingruppierung. Zudem ist in Nbg die Gehaltsstruktur wg. hohen Dienstleistungsanteil relativ schlecht. Wenn wir von Erlangen / ERH sprechen würde ich direkt mit unterschreiben aber Nürnberg fehlen die großen Konzerne die auch entsprechend gut bezahlte Zentralfunktionen haben.

  • Erlangen ist aber auch schön, das gesamte Stadtgebiet besteht ja quasi nur aus Eigenheimen. Kaum dichte Gründerzeitviertel und die Wohnsilo-Türme sind am Stadtrand. Ich finde aber auch dass die Stadt gut daran tut das so zu lassen. Im Gegenteil, fair wäre es, wenn die Städte N, Fü und Er hinsichtlich Mobilität und Wohnungsmarkt eng zusammenarbeiten. Denn wenn nahezu der komplette Niedriglohnsektor Erlangens jeden Tag aus Fürth oder Nürnberg einpendelt, dann muss sich Erlangen auch ausgleichend einbringen. Dass die Stadt-Umland-Bahn in Erlangen z.B. so umstritten ist geht garnicht! Aber das geht ja alles mit dem Ausbau der S-Bahn, der Straßenbahn und auch dem Ausbau des Autobahnkreuzes A3/A73 in die richtige Richtung, finde ich.