Twist am Kennedydamm (110 m / Planungsphase)

  • Die RP berichtet heute ueber die zahlreichen Hochhausplanungen am Kennedydamm. Neben dem bereits gestarteten Bau von Eclipse (60m), sollen bis 2025 die Hochhausprojekte Gateway (92m) und Twist (bis zu 110m) realisiert werden:


    https://www.kadawittfeldarchit…m_facebook_media/9012.jpg

    Quelle: kadawittfeldarchitektur


    Der Entwurf stammt von kadawittfeldarchitektur. Die finale Hoehe (bis 110m) haengt von einem funktionierenden Verkehrskonzept ab, z.B. durch eine zusaetzliche Fuss- und Radfahrbruecke ueber den Kennedydamm zur besseren Anbindung an die Strassenbahn. Konkret geht es um das Grundstueck, Kennedydamm 55, auf dem sich heute noch die Aengevelt-Zentrale befindet. Der Bau soll mehr als 100 Millionen Euro kosten und im Erdgeschoss soll es ein Cafe geben. In der obersten Etage ist eine Sky Bar geplant und das Ziel ist es ein energieneutrales Haus zu bauen. Am Freitag wird die Bezirksvertretung zu dem Vorentwruf angehoert und am 3. Juni soll der Planungsausschuss entscheiden.


    Den Stadtplaner geht es bei dem Gebiet am Kennedydamm darum ein "Stadttor Nord" zu erschaffen, analog zum Stadttor im Sueden der Stadt.


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  • Persönlich finde ich den Entwurf von Kadawitfeld etwas zu verdreht für die Ecke; es braucht dort keinen autistischen Solitär.


    Der Wettbewerbsbeitrag von SOP, sah hier ein unaufgeregtes, schlankes Hochhaus mit einem quadratischen Grundriss vor; die Fassade war klar gegliedert.

    Der sehr schlank wirkende Turm hätte zwischen den anderen Solitären in der Nachbarschaft eine fast schon ordnende Wirkung und würde sich durch seine vornehme Zurückhaltung abheben.

  • Mir gefallen die abwechslungsreichen Ideen - bin gespannt, was dann am Ende davon umgesetzt wird!


    Hier noch die die passenden Visualisierungen (in der hoffentlich Forenskonformen Version):


    01qqki9.jpg


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    Quelle: Kadawittfeld Architektur

  • ^^

    Wir sind keine Vögel, wir fahren, wenn überhaupt, meistens an den Gebäuden vorbei.

    Dann hinterlässt doch der Entwurf von kadawittfeldarchitektur, also dieser „autistische Solitär“, meiner Meinung nach mehr Eindruck als ein Gebäude, das vielleicht von oben betrachtet eine „ordnende Wirkung“ haben könnte.

    Ich denke, es ist besser, an diesem Ort Bauten zu haben, von denen jeder für sich für den Vorbeifahrenden nach mehr Aufmerksamkeit heischt.

  • Das Twist-Hochhaus finde ich persönlich spannender als den schlichten Entwurf von SOP, diese Form gibt es noch häufiger in Ddorf und die breite Kennedydamm-Straße kann durchaus etwas Abwechslung vertragen.


    Was ich bedenklich finde ist, dass hier ein Hochhaus-Cluster entsteht, aber die Anbindung an den ÖPNV eher mau ist. Wenn die U78/79 mal doch irgendwann die Tunnelverlängerung bekommt, würde ich einen Schlenker bis Hilton vorsehen und dann auf Reeser Platz einschwenken. Dann würde ich gerne den Kennedydamm/Danziger Straße verändern, die Hochstraße dafür in einen Tunnel legen und die übrige Straße nur so breit wie nötig gestalten. Golzheim würde dadurch zusammenwachsen.

  • ^ Das Problem an einer Verlegung der Danziger Straße in einen Tunnel und des Schlenkers der U78/79 dürfte der Tunnel von der Uerdinger Straße zur Johannstraße (B7 von der Theodor-Heuss-Brücke aus), die die Hochstraße unterquert sein.

    Entweder müsste der neue Autotunnel und der U-Bahntunnel noch darunter gelegt werden oder dieser Tunnel bzw. die B7 an Tageslicht geholt werden.

  • ^Also den U78/79 - Tunnel würde in meiner Vorstellung (dies müsste natürlich mit baulichen u rechtl. Gegebenheiten konform sein) vor dem Nordstern abbiegen. Der B7 - Tunnel sieht nach Cut/Cover aus, ich würde annehmen, dass eine tiefgelegte Hochstraße darunter verlaufen kann, die Hochstraße läuft ja nach dem Nordstern auch noch ein paar Meter aus.


    Die tiefergelegte Hochstraße und den U78/79-Tunnel würde ich in einem Aufwasch konstruieren, also zumindest, wo die sich berühren oder kreuzen würden.

  • ^


    Meinst du mit Nordstern die Kreuzung am Nordfriedhof Kennedydamm / Danziger Straße / Johannstraße / Uerdinger Straße?


    Ich kenne Nordstern nur als umgangssprachliche Bezeichnung für die höhergelegte Kreuzung der Danziger Straße mit der A44 (Ausfahrt Düsseldorf-Stockum), wo also demnächst die U81 queren soll.


    Was die ÖPNV-Anbindung des Kenndydamms betrifft: Die finde ich auch nicht optimal. Interessanterweise war das einzige bedeutende Stück Straßenbahn, das in Düsseldorf nach dem Krieg entfernt wurde (andere Städte waren da ja viel radikaler) die Strecke über die Roßstraße vom Dreieck (das seinen Namen daher hat) bis zur Endstelle Nordfriedhof. Würde die Strecke bestehen, hätte man eine bessere Verbindung dieses Gebiets von der Rückseite. Wenigstens eine Busverbindung, die den Kennedydamm an der Zugangsspur hochfährt und damit auch angemessen nah an den Hochhäusern hält und dann die Roßstraße wieder runter fährt, könnte helfen, das zerrissene Golzheim wieder zu verbinden und zusätzliches Angebot bereitzustellen.

    Wer übrigens auf den Liniennetzplan von Düsseldorf schaut, dem fällt generell auf, wie wenig schnelle Ost-West-Querverbindungen im Norden der Stadt gibt, im Süden ist das interessanterweise deutlich besser.

  • Ich glaube ein sehr kleiner Schwenker der U78/U79 würde hier schon ausreichen und die Anbindung deutlich verbessern. Aus meiner Sicht, muss eigentlich nur die Station "Golzheimer Platz" von der Kaiserswerther Str mehr nach Nordost in Richtung Kennedydamm verlegt werden. Hier würde es aus meiner Sicht ausreichen, wenn die neue Station dann etwa auf dem ehemaligen Gelände der Fachhochschule liegt. Das würde die Bauarbeiten deutlich vereinfachen und man spart sich die Probleme im Kreuzungsbereich am Nordfriedhof. Im Falle einer Verlängerung des U-Bahntunnels plant die Stadt auch gar nicht mehr mit der Station Golzheimer Platz und man möchte lediglich die beiden Stationen Kennedydamm und Theodor-Heuss-Brücke beibehalten (WZ - 28.11.2019)


    Von dort aus kann man entweder eine unterirdische Verbindung und einen weiteren Stationseingang auf die andere Seite des Kennedydamms verlegen oder wie im RP Artikel erwähnt, baut man eine weitere Brücke über den Kennedydamm. Wo wir gerade beim Thema sind, den Wettbewerb für den Neubau der aktuellen Brücke hat das Büro Sauerzapfe Architekten gewonnen:


    sauerzapfe-architektee4ktc.jpg

    Quelle: Sauerzapfe Architekten

  • ^Genau so könnte ich es mir auch vorstellen. Ein Ausgang nahe am Hilton und ein zweiter etwas weiter südlich an der Fußgängerbrücke oder sogar auf der anderen Seite des Kennedydamms (Was dann aber die Brücke überflüssig machen würde).


    Wahrscheinlich würde aber dann auch die Haltestelle Theodor-Heuss-Brücke entfallen. Ich bin mir nicht sicher, inwiefern dort Umsteigeverkehr von den Bussen auf die U78/79 stattfindet. Auch bin ich mir nicht sicher, ob und wie die Stadt einfach unter den bestehenden Gebäuden her bohren kann. Bei der Wehrhahnlinie und dem Kaufhof wurde ja ein ganz erheblicher Aufwand betrieben.


    Die Ecke braucht aber auf jeden Fall, sollten die HH so gebaut werden wie geplant (und ich finde die Entwürfe als mehrere Solitäre richtig gut!) eine leistungsstarke ÖPNV Anbindung an den Flughafen und Hbf/Stadtzentrum, die über die Busse auf der Roßstraße nicht erreicht wird.

  • ^^Ja, Nordstern war falsch von mir bezeichnet, wie richtig von dir dargestellt, meinte ich die Kreuzung K.damm/Danziger Str. mit Johannstr. u Uerdinger Str.


    Die Brücke finde ich auch mit einer möglichen Haltestelle Kennedydamm 2 sinnvoll, da eine Querung mit Fahrrad durch eine U-Bahnstation ungünstig ist und vom Sicherheitsgefühl eine Brücke zur Querung des Kennedydamms bevorzugt werden würde, außerhalb der Zeiten, an denen an einer Haltestelle ausreichend Betrieb ist.


    Die Lage auf dem FH-Gelände fände ich auch sinnvoll. Eine Anbindung von Bussen oder eine Querung des Kennedydamms würde sich eine Haltestelle anbieten, wie in Singapur / Tokio, also eine Zwischenverteiler-Ebene mit z.B. 6 Ausgängen.


    Bei der Wehrhahnlinie wurden die Haltestellen-Ein- u. Ausgänge eher seltsam geplant, wie z.B. Graf-Adolf-Platz Erreichbarkeit der Straßenbahnhaltestelle nur mit Ampelquerung aber dagegen ein doppelter Ausgang mit 20m Abstand an der Blumenstraße/Corneliusplatz

  • Find ich super.

    Düsseldorf entwickelt sich immer mehr zu einer richtig modernen architektonischen Perle, im Gegensatz zu Köln, dass immer hässlicher und belangloser wird.

    👍🏻Düsseldorf.

  • Ich fände es schöner, wenn man sich bei der Stadt mehr Gedanken darüber machen würden, dass die Stadtteile in ihrer Entwicklung nicht weiter auseinanderdriften. Die Hochhäuser am Kennedydamm sind für mich nur die Kirsche auf der Torte. Fährt man von Benrath Richtung Garath oder Eller bzw. von Rath nach Grafenberg oder Lohhausen sollte man nicht meinen, dass das eine Stadt ist. Auch Diskussionen über das richtige Design von Lampen oder Mülleimern an der Kö stoßen manchen Bewohnern, die nicht in gut situierten Stadtteilen wohnen, sauer auf. Denen wäre wichtiger, dass Straßenlaternen dauerhaft brennen, Müll beseitigt wird oder generell die öff. Infrastruktur besser in Schuss gehalten wird.

  • ^ Es gibt solche und solche Stadtteile - in jeder Stadt - und das ist auch gut so!

    Natürlich sollte die Funktionsfähigkeit der Infrastruktur überall gleich gut sein, aber die Ausstattung darf sich schon unterscheiden.

    Aber was würde es bedeuten, wenn alle Stadtteile gleicher werden würden?

    Zwangsläufig eine Verteuerung von Wohnraum und dem Leben an sich - denn eine Verschlechterung von "besseren" Stadtteilen kannst du ja nicht gemeint haben....

    Allerdings sehe ich das Thema hier als OT an, da es ja laut Threadtitel um was anderes geht.

  • Ja, es ist eindeutig OT, eine kleine Ergänzung, wie es gemeint ist. Nach dem Grundgesetz gilt ja die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse als politisches Handlungsziel. Es lässt sich hier aber in Düsseldorf beobachten, dass laute und gut vernetzte Stadtteile einen größeren Teil vom städtischen Budget bzw der Aufmerksamkeit bekommen. Stadtteile mit einem hohen Anteil an Akademikern, Beamten, Juristen, Lehrern habe eine fordernde Bürgerschaft. Das führt aber dazu, dass im Gegenzug manche Stadtteile vernachlässigt werden, Infrastruktur, viele Kleinigkeiten wie bei Straßenlaternen, die sich summieren.

    Z.B die Anbindung von EFHs im Norden an die U79 mag historische Gründe haben, aber ich sehe keine großen Bestrebungen dicht bebaute Teile in Eller oder Hassels mit besseren Verbindungen als mit dem Bus auszustatten.


    Das halte ich für zynisch, ich schlage ja nicht vor ein 2. Rheinufer durch Rath oder Eller zu bauen, aber den Gegengrund (steigende Mieten) für mehr Gleichheit und Gerechtigkeit von Seiten der Stadt zwischen den Stadtteilen, halte ich für nicht sachgerecht. Die Mieten steigen auch so und vom Oberkasseler Rheinufer wird niemand nach Eller ziehen, nur weil die Stadt sich gleich viel Mühe gibt. Können die Diskussion gerne in einen passenderen Thread verschieben.