Signa-Hochhaus Kaufhof am Alex (130m | Planung)

  • Das ist genau das was ich meine, es steht nun zwar wieder an der Ecke Dircksenstr. aber dadurch, dass man es um 90grad verdreht hat, wirken die drei Hochhäuser links nun wie aufgereiht, was zusätzlich dadurch unterstrichen wird, dass alle die gleiche Höhe haben. Das wirkt von der Karl-Liebknecht aus kommen, wie die bessere XXL Version von den Fischerinsel-Platten. :thumbdown:


    Das HH gehört mit der langen Seite wieder an der Karl-Liebknecht ausgerichtet und zwar genauso wie es im B-Plan steht und wie es von Kollhoff erdacht wurde, der nicht umsonst Maßnahmen wie die Drehung des Baukörpers an dieser Stelle ergriffen hat, um so eine Uniformität zu verhindern.


    Abgesehen davon ist der Entwurf auch die erwartete Langeweile, aber wird wohl noch hoffentlich verfeinert.

    Die Fassade will mit ihrer Kleinteiligkeit auch noch nicht so recht zum Kaufhof passen, da müssten zumindest auch Brüche mit größeren Fenstern rein.

  • Die Erweiterung des Bestandsbaus mit den Fenstern #37 (die gibt es ja derzeit nicht) passt schon ganz gut zur Hochhausfassade. Ich meine, der Kleihues ist ja nicht ganz so unfähig.

    Abgesehen davon, was hält die SIGNA-Gruppe eigentlich davon ab, bessere, differenziertere Entwürfe zu liefern? - Lompscher ist es jedenfalls nicht.

  • Abgesehen davon, was hält die SIGNA-Gruppe eigentlich davon ab, bessere, differenziertere Entwürfe zu liefern? - Lompscher ist es jedenfalls nicht.

    Die Reduzierung von 150m auf 130m hält Signa davon ab, differenziertere Entwürfe zu liefern. Der Bau-Kubus muss nun maximal mit nutzbarer Geschossfläche ausgefüllt werden, damit ist ein sich verjüngendes Hochhaus nicht mehr möglich. Weil Lompscher die treibende Kraft hinter dieser Entscheidung war, ist sie auch dafür mitverantworlich zu machen.

  • Das glaube ich nicht. Selbst bei genehmigten 150 Meter gäbe es kaum eine Verjüngung oder Rück- Vorsprünge.

    Gut zu sehen beim Monarch- und Gehryrurm.

    Hier wird jeder qcm ausgenutzt. Egal wie hoch der Turm ist.

  • ^

    Nun, das liegt auch beim Senat! Lompscher hätte die 150m auch anangetastet lassen können unter der Prämisse, dass sich die Investoren im Gegenzug verpflichten, nach oben verjüngende/gestaffelte/schräge/kristalline ect. Dachabschlüsse zu verwirklichen. Das wäre rechtlich absolut möglich gewesen und sogar im Sinne Kollhoffs. Damit hätte sie mit ihrem Aktionismus gar am Ende etwas gutes bewirkt und damit wäre zumindest garantiert gewesen, dass uns lauter Vierkantbolzen erspart bleiben.


    Das kann man jetzt auf 130m nicht mehr machen, wegen Rechtsschutz und auch weil man den Investoren nicht zwei mal in die Eier treten kann. Das einzige, was jetzt noch möglich ist, wäre ein Wiederhinaufsetzen auf 150m unter oben genannter Vorraussetzung. Möglich wäre es. Lüscher müsste sich nur einschalten (Lompscher is ja weg) und könnte dies an der Stelle durchaus mit einem homogeneren Hochhausbild begründen.

  • Ich verstehe deine Argumentation. Ich würde einen Investoren aber nicht so leicht aus der Verantwortung entlassen.

    So hat z. B. Niemand den Bauherrn des Spreeturms gezwungen, die Torsion des Turmes in einen Vierkantbolzen zu verwandeln. Es gibt auch keinen vernünftigen Dachabschluss bei Max und Moritz.

    Das man auch anders kann, setbacks etc. setzen, sieht man an den viel kleineren Türmen an der Jannowitzbrücke. Es geht, wenn man den Willen dazu hat.

  • So lange die Linkspartei den Bausenator stellt wird es keine Rekord-Hochhäuser über 120 Meter in Berlin geben. Denn aus ideologischen Gründen sollen die höchsten Bauwerke aus SED Zeiten am Alex nicht übertrumpft werden. Schon gar nicht im bürgerlichen Westen.


    Es gibt zig Investoren die in der City West massiv in Höhe investieren wollen. Alle werden abgebügelt. Die Skyline dort bleibt unter RRG eine garantiert zahnlose Minka.

  • ^ Noch so eine gefühlte Wahrheit. Die 120er-Grenze am Breitscheidplatz ist viel älter als RRG. Und die ursprüngliche Entscheidung gegen die Signa-Hochhäuser haben der Bezirk und das Baukollegium getroffen. Da war der Senat gar nicht dran beteiligt.

  • Woher kommt hier eigentlich der allgemeine fetisch, der sich nach oben verjüngenden Hochhäuser? Ja, der Kollhoff-Plan war zu seiner Zeit wegweisend, eine wahre Vision und wirkt auch heute noch zeitlos und elegant. Allerdings hat er meiner Meinung nach nie zum sozialistischen Umfeld und Charakter des Alexanderplatz gepasst - vielmehr zur City West und den nahezu erhaltenen Strukturen aus der Gründerzeit. Den aktuellen Rahmenplan für die Bebauung des Alex und die soweit bekannten Entwürfe (bis auf den Gehry-Turm) empfinde als sehr passend und als eine gelungene Fortsetzung des International-Style, der die gesamte Gegend prägt.

  • Die 120er-Grenze am Breitscheidplatz ist viel älter als RRG.

    Die wurde aber nicht eingeführt, um die Traufhöhe des gesamten Kudamms und Breidscheidplatzes zu schützen, sondern bezog sich explizit auf die zwei Tor-Hochhäuser in Relation zur Gedächtniskirche, bzw. darauf, dass diese nicht durch zu hohe Hochhäuser quasi verzwergt und zu sehr in den Schatten gestellt werden sollte. Die Hochhäuser von Signa beeinträchtigen die Gedächtniskirche aber nicht, dafür stehen sie zu weit weg. Auch Lüscher hat mit Blick auf die Signa-Pläne nie davon gesprochen, dass die GK beeinträchtigt würde, ihr Argument bezog sich darauf, dass HH generell -mit Ausnahme der zwei 120er- nicht zu der gründerzeitlich geprägten Gegend passen würden und generell zu verhindern wären. Was natürlich absurd anmutet, ob der Tatsache, dass bereits ein halbes Dutzend Hochhäuser ü60m dort stehen und gründerzeitliche Bebauung vielleicht am westlichen Kudamm noch dominierend zu sehen ist, aber mitnichten am Breidscheidplatz.

  • Mir ist aufgefallen,dass auf der Visu alles sehr korrekt wiedergegeben ist, außen eben der Gehry-Turm. Hier sieht man ein kastenförmiges Hochhaus mit läuferversetzten Panoramafenstern. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Gehry-Entwurf hierzu kostenoptimiert wurde.


    Prinzipiell fände ich das sogar begrüßenswert. Der Gehry-Entwurf wäre schon arg aus dem Rahmen gefallen. Allerdings würde ich mir dann den Entwurf von Barkow Leibinger wünschen: https://www.baunetz.de/meldung…_entschieden_3445225.html

    Hier ein weiteres Bild Perspektive Liebknechtstr. Die zwei Türme rechts sind so ja nicht geplant (sollen wohl die Standorte für Monarch und Hines darstellen. Wären beide mit 150 Metern deutlich höher.)


    Auch den Turm hinter dem Kaufhof-Hochaus muss man sich um 90 Grad gedreht vorstellen)pmbJPTTUj

  • Da haben sich die Architekten bei Kleihues eine Art Scherz erlaubt und auf ihrem Rendering statt des Gehry Hochhaues ihren eigenen Entwurf für das Hochhaus am Alexa eingefügt.


    Kleihues hat damals beim Wettbewerb für das Hochhaus am Alexa den zweiten Platz belegt und scheint seinen Entwurf wohl immernoch für gelungener zu halten. Auch wenn ich den Gehry nicht besonders umwerfend halte, bin ich doch sehr froh, dass es nicht hierzu kam:


    https://kleihues.com/wohnhochhaus-am-alexanderplatz-berlin/

  • Es sieht schon aus wie zehn Herren in grauen Anzügen. Ich freue mich wirklich das am Alexanderplatz etwas passiert - aber das es 2020 tatsächlich eine Allegorie auf das Politbüro werden soll.


    =O


    während Signa sich am Ku’damm und Herrmannplatz an die Grünen anbiedert, Gestaltet man hier für die Linke - Hut ab, das sind Profis.

  • Rechteckige Kästen bleiben nun mal rechteckige Kästen und in einer vorgeschriebenen Einheitshöhe und Aufreihung wirken sie nun mal wie die damals zu SED-Zeiten beschlossenen Einheitsbauten an der Fischerinsel oder Leipziger Straße, da kann man es sich noch so schön reden wie man will, architektonisch, abwechslungsreich, gestalterisch ein Armutszeugnis für mich. Sieht aus wie das Park-Inn-Hotel 5x hingeklatscht. Wenn dann an dem Riegel wo jetzt noch das Haus der Elektronik steht auch nur solche einheitlichen Kästen a la Parkinn gebaut werden wäre das ein architektonische Katastrophe. Ist schon verwunderlich das unser Baukollegium das doch so auf architektonische Qualität setzt das nicht merkt und bemängelt?

  • Und da sieht man mal wieder, dass die Linke keine Ahnung von Architektur und Städtebau hat. Der Turm ist durch die bedauerliche Reduktion unangenehm gedrungen und sieht aus wie der hässliche Zwergenzwilling von Frau Lompscher.

    Genau die Rechte baut dafür repräsentativ, hat Ahnung von Architektur und ist bekannt für seine cosmopolitische Großzügigkeit wenn man an moderne Architektur denkt. *gähn*
    Jetzt wieder zurück zum Projekt:


    1. Ich denke das Projekt hat eine gute Chance umgesetzt zu werden

    2. Die Staffelung der Hochhäuser in der Höhe ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt - hier würde mich mal ein Bild interessieren das alle aktuell geplanten Hochhäuser in ihren unterschiedlichen Höhen darstellen

    3. Das zweite Bild ist nicht irreführend es ist schlicht falsch - so sieht das doch nachher alles nicht aus??

    4. Mich stört eher die furchbar langweilige Rasterung des Hochhauses - keine Formsprache zu erkennen, keine Zierelemente oder Vorsprünge - gerade, langweilig, spießig, wenig Esprit und wirkt auch nicht modern. Material könnte etwas raußreissen.

    5. Allerdings was spannend sein könnte, wenn das Hochhaus am Stil vom jetzigen Kaufhof angelehnt werden würde, daß würde ich toll finden. Scheinbar will man ein modernen beliebigen Anbau.

  • Die Linke ist eine Partei, die in Berlin mitregiert und den Bausenator stellt. Ist das nicht bekannt?


    Den Alexanderplatz betrachtet diese Partei als ihre Spielwiese, da sich ihre Vorgängerin die SED hier nachhaltig verwirklicht hat und diese Struktur nicht gebrochen werden soll. Diese Standpunkte sind ganz offiziell und keine paranoiden Theorien.


    Ich finde das Kritik an diesem gestrigen Vorgehen selbst von den Anhängern der Linke nicht diffamiert werden sollte. Man kann ja dagegen halten aber bitte nicht mit der imaginierten Rechten. Wer bei jeglicher Kritik an der Linke, den Kritiker reflexhaft als Rechts beschimpft, entlarvt sich tatsächlich als ein Beschöniger der DDR Diktatur.

    Die bekannte Alternative wäre zB ja der Kolhoffplan, der enorme Abrisse vorgesehen hätte und nicht an die DDR Moderne anknüpfen wollte. Ein anderer Weg wäre eher der von Warschau wo man mit mehr Höhe den Bestand optisch verschwinden lässt.


    Ich halte eine Einheitshöhe von 130m für schlecht, denke aber das Material und Fassadengestaltung viel rausholen können. Man sollte sich dabei an den Behrensbauten, dem jetzigen Kaufhof, dem Polizeipräsidium, dem Rathaus oder auch den kleinen Hochhäusern am Strausberger Platz orientieren.

  • ^^Zitat von alexsb73: "Die Rechte baut dafür repräsentativ, hat Ahnung von Architektur und ist bekannt für seine cosmopolitische Großzügigkeit wenn man an moderne Architektur denkt. *gähn*"


    Gibt es die Partei "Die Rechte" überhaupt? Wenn ja, dann ist sie ihrer Unbekanntheit wegen hier wohl kaum diskussionswürdig. Und wenn ich die Inkompetenz der Partei Die Linke kritisiere, weist mich das wohl kaum als Anhänger "der Rechten" aus. Also, auf solch einen sagenhaften Schwachsinn muss man erst einmal kommen. Es gibt ja Gott sei Dank nicht nur schwarz oder weiß auf der Welt.

  • Lieber Camondo, es zeigt sich, es gibt wirklich NIEMANDEN, der deinem Wunsch nach Höhendiffrenz widersprechen möchte, ... außer der gesamte Kader von Die Linke.


    Allerdings haben die meisten Bauten des Front de Seine trotz der Formenvarianz durchaus dieselbe Höhe. Nur fällt es durch die meist schräge Ansicht auf das Ensemble an der Seine nicht so auf. (Direkt dahinter ist meine Omi groß geworden...)