WoHo Kreuzberg

  • 106 m hohes WoHo Kreuzberg

    Genossenschaftliches Wohnen in einem Hochhaus kündigt UTB Projektmanagement an: https://www.immobilien-zeitung…i-hochhaeuser-fuer-berlin
    Auf deren Seite https://utb-berlin.de/projekte wurde ich dazu nicht fündig; ob es sich um einen Neubau handelt oder etwa um z.B. den ehemaligen Postbankturm, geht auch nicht daraus hervor.


    Senatsbaudirektorin Lüscher sehe darin einen Beleg für die Praxistauglichkeit des Hochhausleitbilds Berlins, das eine Qualitätssicherung bieten solle; es sei kein "Verhinderungsleitbild" und mache in zehn Grundsätzen u.a. Vorgaben zur Multifunktionalität und zur Nachhaltigkeit.

  • ^ Das ehemalige Postbank-Hochhaus ist 89 m hoch und wird lt. meinen Informationen als reine Gewerbeimmobilie entwickelt. Der neue Eigentümer ist die Art-Invest mit Sitz aus Köln. Link


    Also ein Neubau?

  • ^ 106-89 = 17 [Meter] Differenz, die durch Aufstockung vielleicht auch noch statisch im Rahmen des Möglichen lägen? Und angesichts zahlreicher Investorenwechsel bei HH-Projekten, so z.B. bei "Max & Moritz", soll man nie nie sagen..:D


    Aber auch ich würde auf einen Neubau an anderer Stelle tippen - und das in Kreuzberg und - seitens des Senats auf internationaler Bühne (hier: Mipim) - verbunden mit der Formulierung "keine Verhinderung"..:D

  • WoHo Kreuzberg

    Auf dem Foto aus der Immobilien-Zeitung ist im Hintergrund am linken Bildrand eine Visualisierung des WoHo zu sehen. Von der Perspektive her könnte es sich dabei auch um das umgebaute Postbank-Hochhaus handeln.

  • Könnte es tatsächlich, aber wie Dunning-Kruger schon berichtete, wird das Postbank-Haus eine Gewerbeimmobilie. Ich tippe deshalb auf den angekündigten Wohnungsbau am Hafenplatz! :daumen:

  • .. Artikel in der Berliner Zeitung ..


    Demnach gibt es laut Baustadtrat Schmidt Überlegungen für den Bau eines Hochhauses an der Schöneberger Straße, das 60 oder auch 120 Meter in den Himmel ragen könnte. Dort könnten je nach Höhe entweder 200 oder 400 Wohnungen errichtet werden, jeweils ein Drittel der Wohnungen könnte von landeseigenen Unternehmen und Genossenschaften übernommen werden, ein Drittel in private Hand gehen. Schmidt finde die Idee gut, der Eigentümer wolle nun sehen, ob sich sein Plan umsetzen lässt.


    All das passt gut auf die Ankündigung in: https://www.deutsches-architek…hp?p=626368&postcount=472
    --> "WoHo Kreuzberg"-Visu links auf: https://cdn.iz.de/media/images…o_c120x1008_4424x2896.jpg


    Wo genau an der Schöneberger Straße jenes Hochhaus errichtet werden soll, bleibt genauso abzuwarten wie der Name des Investors / Eigentümers des Grundstücks..

  • Gemäß meiner These das in Berlin überall 65 Meter Stumpen gebaut werden und die Wahl zwischen 120 und 60 Meter steht, werden es mit großer Wahrscheinlichkeit: 65 Meter.

  • Schön, wenn Kreuzberg mehr bieten kann, als nur Bergmannstrassen-Biedermann.


    Jedenfalls wäre es begrüßenswert, wenn das erweiterte Potsdamer-Platz Areal samt Hafenplatz aus der baulichen Öde erwacht. Ein (für Berliner Verhältnisse) ausgewachsenes Hochhaus von 106m würde hier mit einer evtl. entstehenden 'Urbanen Mitte' in einer fernen Zukunft eine interessante Verbindung eingehen. Nahverkehrs-technisch wäre das Gebiet hervorragend erschlossen, und vielleicht wird ja auch irgendwann der nahe gelegene Anhalter Bahnhof durch das schon angedachte 'Exil-Museum' wiederbelebt (so etwa in 15 Jahren :lach:).

  • Hochhaus "WoHo Kreuzberg" / Schöneberger Straße

    ...
    Demnach gibt es laut Baustadtrat Schmidt Überlegungen für den Bau eines Hochhauses an der Schöneberger Straße, das 60 oder auch 120 Meter in den Himmel ragen könnte.
    ..
    All das passt gut auf die Ankündigung in: https://www.deutsches-architek…hp?p=626368&postcount=472
    --> "WoHo Kreuzberg"-Visu links auf: https://cdn.iz.de/media/images…o_c120x1008_4424x2896.jpg


    Der mögliche Standort des Hochhauses mit ca. 30 Etagen und 20.000 qm BGF befindet sich quasi neben dem Tempodrom, gegenüber vom Mendelssohn-Bartholdy-Park (rot markiert):



    (Google Maps, ergänzt durch mich)



    Analog einer Straße in Kreuzberg - abwechselnd Häuser mit Eigentumswohnungen, Sozialwohnungen oder frei finanzierten Mietwohnungen mit genossenschaftlichen Gebäuden oder Baugruppenprojekten oder gewerblichen Nutzungen - soll es auch im WoHo einen Mix von Wohnungen in unterschiedlichen Preisklassen und Typen geben: https://www.immobilien-zeitung…hhaus-in-berlin-kreuzberg
    --> Visu in groß: https://cdn.iz.de/media/images/image-0174821_s930xauto.jpg
    Dem Bauträger UTB schwebt demnach der Sockel in Berliner Traufhöhe für gewerbliche Nutzungen (beispielsweise eine Kita mit eigenem Außenbereich, eine Kiezkantine, Coworking-Spaces oder Ateliers) vor; ebenso ganz oben auf dem Dach ein Café mit Aussichtsterrasse.


    Nun hänge es davon ab, ob der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg einen entsprechenden B-Plan beschließt; derzeit werde ein städtebauliches Gutachten für das Vorhaben erstellt.

  • Eine interessante Entwicklung und der ideale Standort, um das Umfeld von Potsdamer Platz, Stresemannstraße und Co als drittes Zentrum Berlins weiter zu entwickeln.


    Schön finde ich auch die angestrebte Nutzung („wie ein Kiez, nur vertikal” wie hier beschrieben: https://www.immobilien-zeitung…hhaus-in-berlin-kreuzberg). Die Anfänge einer neuen, von einer breiteren Masse getragenen Hochhauskultur?


    Marco

    Einmal editiert, zuletzt von Bonteburg () aus folgendem Grund: Signaturen sind so 2018

  • Selbst wenn man sich die mögliche (120 Meter) Baumasse ansieht, stellt man doch schnell fest: Selbst im günstigsten Winkel, würde dieses Hochhaus recht verloren wirken. Da ergibt sich aus meiner Perspektive kein "Assemble".


    Ich rechne außerdem fest mit meiner "Berlin-Stumpen-Theorie": Maximal 65 Meter, einzeln verstreut. Da würde das Projekt ganz in die Stadtlandschaft passen.


    In den nachfolgenden Bilder sind es aber 120 Meter:




    Bilder: Google Earth + Baumasse (selbst erstellt...)

  • Ich verstehe diese einzelnen Vorstöße nicht ganz, schon gar nicht wenn diese direkt von Bezirken kommen. Ich dachte, ein Hochhausrahmenplan solle erst einmal Klarheit schaffen wo und in welcher Weise Hochhäuser in Berlin entstehen sollen.
    Dass einzelne Architekten oder Investoren mal Phantasietürme zeigen, um sich Aufmerksamkeit oder Presse zu verschaffen, ist nachvollziehbar, aber wenn solche Pläne von den Bezirken selbst lanciert werden, dann erscheint es mir ein wenig so, dass hier irgendwie Bezirk und Senat aneinander vorbeireden - wenn man es wohlwollend sieht, bzw sich einfach ignorieren.

  • ^ Dieses Projekt wurde sogar von Senatsbaudirektorin Lüscher auf internationaler Bühne (hier: Mipim) im März vorgestellt - als "Beleg für die Praxistauglichkeit des Hochhausleitbilds Berlins, das eine Qualitätssicherung bieten" solle; es sei kein "Verhinderungsleitbild" und mache in zehn Grundsätzen u.a. Vorgaben zur Multifunktionalität und zur Nachhaltigkeit.


    Außerdem war der Kreuzberger Baustadtrat Schmidt frühzeitig eingeweiht und hat sich positiv geäußert.


    Siehe oben!

  • Selbst wenn man sich die mögliche (120 Meter) Baumasse ansieht, stellt man doch schnell fest: Selbst im günstigsten Winkel, würde dieses Hochhaus recht verloren wirken. Da ergibt sich aus meiner Perspektive kein "Assemble".


    Eine ganz schön verschlafene Gegend ist das dort, obwohl in Reichweite von Potsdamer Platz und Gleisdreieck gelegen. Ich sehe es erst mal als positiv, dass man so ein Projekt dort überhaupt in Erwägung zieht, zumal von Seiten der Berliner Bezirke man solchen nicht immer grundsätzlich wohlwollend gegenübersteht.
    Auch die Idee mit den Baugruppen und dem Gewerbesockel hört sich vielversprechend an.


    Vielen Dank aber für deine Simulation. Es gibt zwar keine Torsituation, dennoch sähe ich eine weitere Verdichtung mit Vorhandenem.

  • Man bräuchte für das ganze Gebiet zwischen dem ehemaligem Anhalter Bahnhof und dem U-Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park ein städtebauliches Konzept.
    Dort ein Hochhaus zu errichten wäre möglich, zumal die nahegelegene S-Bahn-Station Anhalter Bahnhof noch Kapazitäten hat. Ich halte aber ein soltäres Hochhaus für nicht zielführend. Da könnte besser in der Breite ein ganzer Block entstehen, der dann mehere "Stumpen" enthält.


    Ich schätze aber, dass das wegen der Besitzverhältnisse nicht möglich ist. Stattdessen dort ein einzelnes 120-Meter Hochhaus zu errichten grenzt für mich an Aktionismus und könnte städtebaulich mehr Probleme schaffen als lösen.

  • Danke Baukörper,


    eine durchdachte Stadtplanung würde diesem 'Mischgebiet' zwischen Grünfläche und Verkehrsknotenpunkt Potsdamer Platz sehr gut tun. Jedenfalls, bevor es nur die Investoren an Hafenplatz und Schöneberger Str. tun.


    Zum UTB-Tower-Projekt möchte ich anmerken, dass so ein vertikales Stadtviertel mit gut mal 1000+ Personen, auch viel Logistik-Fläche benötigt. Verkehrsflächen, vom Fußgänger über Elektroroller bis zum Lieferanten mit Europalette. Am besten mit direktem unterirdischem Zugang S-Bahn Anhalter, etc.
    All das kann man in den wenigen Skizzen zum Entwurf nur erahnen, es sieht aber sehr nach Berliner Blockrandbebauung (bis zum letzten Meter) aus. Wenn man nun die Schöneberger Straße kennt, wird man einsehen müssen, dass dies bisher eher eine Wohnstraße als ein Breiter Boulevard ist. Ich befürchte, der Turm, so nahe auf Kante genäht, wird die übrigen Fassaden erschlagen und eine Schlucht erstellen. Besser wäre noch eine Torsituation, aber diese ist mit dem Bestand nicht vereinbar.


    Ich würde daher vorschlagen die Allee (vom Landwehrkanal kommend) mit Bäumen bis zum Turm zu ergänzen, um wenigstens etwas Abstand und Fläche zum Turm zu gewinnen und den zukünftig erwartbaren Verkehrslärm etwas einzudämmen. Anbei eine Skizze:


  • Hochhaus "WoHo Kreuzberg" / Schöneberger Straße

    ^ Dieses Projekt wurde sogar von Senatsbaudirektorin Lüscher auf internationaler Bühne (hier: Mipim) im März vorgestellt ...


    "WOHO Kreuzberg – Konzept für ein Wohnhochhaus
    Vortrag MIPIM 03.2019",
    20-seitige Präsentation: https://utb-berlin.de/wp-conte…/190312_WoHo_Mipim_TB.pdf
    Q: https://utb-berlin.de/unternehmen/vortraege-und-forschung/


    Demnach gab's bisher (laut Seiten 19/20 wohl im Jahr 2018) 2 Workshops,
    weitere dürften gemäß Seite 18 folgen:
    frühzeitige Partizipation der Öffentlichkeit,
    Entwicklung standortspezifischer Nutzungen etc.



    Dazu der bekannte "ImmobilienZeitung"-Artikel vom Mai 2019: https://utb-berlin.de/wp-conte…oho_immobilienzeitung.pdf
    Q: https://utb-berlin.de/unternehmen/presse/
    (Ein weiterer "ImmobilienZeitung"-Artikel vom März 2019 sprach von 106 Metern Höhe: https://www.deutsches-architek…hp?p=626368&postcount=472)

  • ^^ "WoHo Kreuzberg" / Schöneberger Straße 21 A, 22


    Neben der "Berliner Zeitung" vom 28.10.2019 berichtet insbesondere "Der Tagesspiegel" vom 28.10.2019 über die Vorstellung des Kreuzberger 100-Meter-Hochhaus-Projekts im Baukollegium - ein „Leuchtturmprojekt für alternative Stadtplanung“ laut Baustadtrat Schmidt; Senatsbaudirektorin Regula Lüscher soll es auch wohlwollend, aber zurückhaltender so formuliert haben, dass eine Immobilie für die Stadt und ihre Menschen etwas leiste. Und Lothar Jösting-Schüszler von der Linken im Bezirk lobte demnach die "Grundidee der Mischung", die Stimmung in der BVV sei ebenfalls wohlwollend gewesen.

    Gerkan Marg und Partner seien als Architekten bisher im Boot - Lüscher wünsche sich einen Wettbewerb mit mehreren. Der gegenwärtige Entwurf sei eine gewaltige Scheibe, hier möchte das Baukollegium demnach eine Auflockerung.


  • Heute oder am Montag sollen endlich Wettbewerbs-Pläne der Öffentlichkeit vorgelegt werden. Weiß jemand mehr? Und welche Büros beteiligt waren? Der Bauträger hält sich ja mit jeder Information sehr bedeckt (wahrscheinlich kein Wunder bei den möglichen Gewinnsteigerungen an diesem Grundstück).