Regionaltangente West (geplant)

  • Ich kenne mich bei der Finanzierung öffnentlicher Vorhaben nicht wirklich aus, aber Gründe werden in der Vorlage nicht wirklich genannt. Kurz zusammengefasst steht da nur ‚wir brauchen mehr Geld‘.
    Eine Verdoppelung der Planungskosten halte ich schon für sehr signifikant, das lässt für den tatsächlichen Bau nichts Gutes erwarten.


    Es sei denn, die Planungskosten waren von Anfang an ‚gestaffelt‘ geplant.

  • Das ist doch immer so: am Anfang stehen eher Pläne zur Streckenführung, Variantenuntersuchung, Grundlagenermittlung, also im Jargon der Ingenieure und Architekten die ersten Leistungsphasen. Erst wenn die Entscheidung gefallen ist, wird sozusagen parzellenscharf geplant. Dann kommen auch die Gutachten hinzu, die das meiste Geld kosten: Altlasten, Hydrologie, Erschütterung, Immissionschutz liegenschaftsweise. Das nennt man dann Genehmigungsplanung. Dann kommt die Werkplanung für die gesamte Trasse, Meter für Meter, Bauwerk für Bauwerk bis zum Maßstab 1:50. Im PFA Nord ist die Genehmigungsplanung durch, dort steht die Ausführungsplanung an bzw. ist auch schon durch, im PFA Mitte laufen Genehmigungs- und Ausführungsplanung parallel, im PFASüd die Genehmigungsplanung. Parallel muss dann auch noch die Ausschreibung der Bauarbeiten vorbereitet werden, der Grunderwerb und und und.


    Da zwischendrin immer wieder politische Entscheidungen über die Fortführung zu treffen waren, wächst das Budget entsprechend dem Planungsfortschritt. Insofern kann ich die Befürchtung, die Aufstockung des Budgets lasse Schlimmes befürchten, überhaupt nicht teilen; wie soll's denn sonst gehen?

  • Planungskosten RTW | vgl. Beiträge #1061 – 1064


    In der heutigen Hardcopy des HK stellt Horst Amann (GF der Planungsgesellschaft für die RTW) klar, dass es bei den Planungskosten keine Kostenexplosion gibt wie die missverständlich formulierte Vorlage für den MTK Kreistag es suggerieren könnte. Diese liegen im erwarteten Rahmen von ca. 15% der Gesamtinvestitionen für die RTW. Damit würden sich die gesamten Planungskosten auf ca. 75 Mio. EUR belaufen, d.h. der dritten Kostenblock von ca. 19 Mio. EUR muss dann anteilig von den Gesellschafter getragen werden. In den Planungskosten sind aktuell nur Mehrungen zw. 2 bis 3 Mio EUR enthalten. Diese wurden durch die Präsentation und Untersuchung von neuen Streckenideen verursacht. Amann sieht die Prioritäten jetzt bei der schnellen Fertigstellung der Planung und Umsetzung der RTW. Neue Abzweige, Flügelungen, Verlängerungen, Fortsetzungen in der Streckenführung oder andere Betriebskonzepte können später angegangen werden.


    Was ist mit Verlängerungen, Fortsetzungen oder Betriebskonzepte gemeint?

  • Es gibt ja Vorschläge/Forderungen auch Langen, Dieburg, Bad Soden, etc mit der RTW zu bedienen, was natürlich auch Einfluss auf das Betriebskonzept hätte das in jenem Fall nicht unerheblich vom derzeit Geplanten abweichen würde (Linienstruktur, Flügelungen).

  • Nicht zu vergessen die unklare Lage im Abschnitt Nord, wo der Frankfurter Ast zurzeit stumpf am Rande von Praunheim endet, und dessen Fortführung alles andere als gewiss ist.


    P.S. Bisher sind ja zwei Linien geplant, die durchlaufen von HG bzw. F-Praunheim nach N.-I. bzw. Buchschlag. Vielleicht will man ja irgendwann noch eine kurze Linie einführen, die z.B. nur von Frankfurt-Praunheim zum IP Höchst pendelt; das wäre ein anderes Betriebskonzept, was Auswirkungen auf die Umlaufzeiten, den Fahrzeugbedarf, die Abstellkapazitäten, neue Wendemöglichkeiten und was noch alles hätte.

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Nachtrag eingefügt

  • Kapitalerhöhung der RTW Planungsgesellschaft pendent


    Die im Beitrag #1081 erwähnte Sondersitzung der Eschborner Stadtverordnetenversammlung fand statt. Die Beschlüsse für die beiden Tagesordnungspunkte „Eschborns Anteil an der Kapitalerhöhung für die RTW Planungsgesellschaft“ und „B-Plan für die Autobahnausfahrt in die Düsseldorfer Straße“ wurden vertagt (Quelle: Hardcopy des heutigen HK).


    Die Geschichte bleibt uns also für 2019 erhalten mit hoffentlich guten Ausgang.
    Wünsche allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

  • Die drohende Insolvenz der RTW Planungsgesellschaft scheint abgewendet. HR-online titelt, dass Eschborn den Widerstand gegen das Projekt nach einem Schlichtungsgespräch im Wirtschaftsministerium aufgegeben hat. Laut Eschborns Bürgermeister Mathias Geiger wurde eine Einigung erzielt. Streitpunkt war der Trassenverlauf im Bereich der neuen Autobahnabfahrt an der A648 ins Gewerbegebiet Süd. In einem Bericht der FAZ vor ein paar Wochen war aber hinter vorgehaltener Hand auch die Rede davon, dass Eschborner Bauern nicht ihren "fruchtbaren" Boden hergeben wollten (auf gut deutsch: sie wollten mehr Geld). Inwieweit auch das Thema war, steht nicht in dem Artikel. Jedefalls eine gute Nachricht für die Region, dass es weiter geht. Alles andere wäre auch schlecht vermittelbar ....

  • In der Printausgabe der FAZ liest sich das schon wieder anders. Krisengespräch ohne Einigung, heisst es da. Es wird darauf hinauslaufen ob die Stadtverordnetenversammlung Eschorn am 07.02. eine Erhöhung des Budgets mittägt. Laut Al-Wazir seien alle Konflikte gelöst. Es ist aber auch davon zu lesen dass "wichtige Akteure" aus Eschborn das Projekt weiterhin ablehnen. Der Stadtverordnete Markus Depping (CDU) sieht Eschborn als "Verlierer". Wie er auf das schmale Brett - bei einer Anbindung Eschborns allein mit 3 Haltestellen - kommt ist mir allerdings schleierhaft (ein Nameswortspiel erspare ich uns an dieser Stelle). Eher: Bauernlobby ick hör' Dir trapsen. Der erste Stadtrat der Grünen sieht das Problem mit den Radwegen ungelöst. Dieser Herr sollte sich doch ganz vorurteilsfrei fragen mit welcher Lösung man mehr Autos von der Straße bekommt .... einem Radweg oder der Stärkung des ÖPNV .... lächerlich.

  • Was erlauben Eschborn?

    Das ist ein Fall für die "Daumenschrauben". Der Gesellschaftsvertrag bestimmt, dass der im Wirtschaftsplan ermittelte Finanzbedarf der Gesellschaft durch Umlagen der Gesellschafter aufgebracht wird, entsprechend ihrem Anteil am Stammkapital. Ferner ist eine Nachschusspflicht für den Fall geregelt, dass das Budget zur Erreichung des Gesellschaftszwecks nicht ausreicht (einstimmig zu beschließen).


    Wenn die Eschborner nicht nachschießen wollen, sollten sie konsequenterweise aus der Gesellschaft ausscheiden und ihren Gesellschaftsanteil an den MTK zurückgeben, dessen Anteil für die Aufnahme von Eschborn 2012 geteilt wurde. In diesem Fall wird die Gesellschaft von den übrigen Anteilseignern fortgeführt. Eschborn kann dann Einwendungen gegen die Pläne erheben, wie jeder andere Betroffene auch, aber den Bestand der Gesellschaft zu riskieren, um seine Belange "durchzudrücken" dürfte unzulässig sein - maximaler schaden für alle wegen eines verhältnismäßig unbedeutenden Details. Ich denke, das müssen sich die anderen Gesellschafter auch nicht bieten lassen, sie müssten den Eschborner Anteil unter sich aufteilen. Vielleicht gibts auch ja dafür so etwas wie ein "squeeze out", die Einziehung eines Geschäftsanteils, Ausschluss aus der Gesellschaft o.ä.


    Sollte Eschborn gegen den PFB klagen und sich die Planung hinsichtlich des Radweges als fehlerhaft erweisen, könnte vielleicht das davon betroffene Brückenbauwerk nicht zu Ende gebaut werden, aber der PFB im Übrigen bliebe erhalten und könnte vollzogen, d.h. es könnte gebaut werden (Planerhaltungsgrundsatz), das Projekt würde dadurch nicht insgesamt gefährdet.

  • Baukosten der Regionaltangente West (RTW) bei 1,123 Mrd. EUR (exkl. Wagenmaterial)

    Mittlerweile hat die RTW Planungsgesellschaft die Baukosten ermittelt und diese belaufen sich wie folgt:

    1. Bauherrenaufgabe RTW GmbH 89.916.614 EUR
    2. Planungskosten (Leistungsphase 1-9) 101.649.768 EUR
    3. Baukosten (BK) 720.000.000 EUR
    4. 20% der BK für Unvorhergesehenes 144.000.000 EUR
    5. Baupreissteigerung der BK 67.970.099 EUR
    6. Gesamtbaukosten der RTW 1.123.536.480 EUR


    In den Baukosten sind Naturgemäß keine Beschaffungskosten für das Wagenmaterial oder zukünftige Betriebskosten enthalten.


    Von der o.g. Summe Baukosten sollen ca. 825,4 Mio. EUR (~ 73,5%) durch anteilige Fördermittel vom Bund (~ 60%), Land (~ 27,5%) und EU (ca. 7,7 Mio. EUR für Planungskosten) gedeckt werden. Damit verbleibt bei den Kommunen an Anteil von ca. 298,1 Mio. EUR netto.


    Wie im Beitrag #1.098 ff erwähnt wurde eine Kostensteigerungen bei der Planung an die kommunalen Träger schon umgelegt, sodass diese effektive noch 241,5 Mio. EUR zu tragen haben.


    Die Umlage der Baukosten erfolgt an die Gesellschafter der RTW nach dem Anteil der prognostizierten Herkunft bzw. Ziel der RTW Fahrgäste (pro Tag) und schlüsselt sich Stand 13. August 2019 so auf:

    Kommune Fahrgäste
    Anteil in %
    Anteil in EUR (zusätzlich/bisher)
    Frankfurt a.M.
    59.563 ~ 62 %
    152,22 Mio. EUR / 26,88 EUR
    Eschborn 7.520 ~ 7,83 %
    19,54 Mio. EUR / 2,81 Mio. EUR
    Neu-Isenburg 7.306 ~ 7,61 %
    18,63 Mio. EUR / 3,43 Mio. EUR
    Kreis Offenbach
    5.389 ~ 5,61%
    13,24 Mio. EUR / 3,42 Mio. EUR
    Main-Taunus-Kreis 5.228 ~ 5,45 5
    12,7 Mio. EUR / 3,93 Mio. EUR
    Hochtaunuskreis 4.190 ~ 4,36%
    8,7 Mio EUR / 5,85 Mio. EUR
    Bad Homburg
    2.201 ~ 2,29 %
    4,33 Mio. EUR / 3,52 Mio. EUR
    Bad Soden
    2.127 ~2,22 %
    5,66 Mio. EUR / 0,33 Mio EUR
    Sulzbach 1.479 ~ 1,54 %
    3,97 Mio. EUR / 0,19 Mio. EUR
    Schwalbach 973 ~ 1,01 %
    2,5 Mio. EUR / 0,4 Mio. EUR
    Summe 95.976 100 %
    242,49 Mio. EUR / 50,76 Mio. EUR


    Dieser Fahrgastprognose liegt die aktuelle Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) zugrunde die einen unveränderten Faktor von 1,16 ausweist.


    Wenn die RTW fertig gebaut ist, gehen diejenigen Bauten in das Eigentum der RTW GmbH über welche nicht an den Bahnanlagen der DB AG errichten wurden. Wohingegen die baulichen Maßnahmen an den Bahnanlagen der DB AG (i.d.R. automatisch) in das Eigentum der DB AG übergehen.


    Die kommunalen Gesellschafter müssen daher jeweils bis Ende 2019 die ihre Kostenübernahme beschließen und anschließend einvernehmlich per Gesellschaftervertrag umsetzen. Erst dann kann im 2Q 2020 der Antrag auf Fördermittel gestellt werden, sodass, wenn alles glatt läuft, im 1H 2021 positiv über die Fördermittel entschieden ist. Damit wäre ein Baubeginn in 2021 bzw. mögliche Inbetriebnahme in 2025/26 gewährleistet.


    Weitere Details finden sich im Vortrag des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung M 166 / 2019 vom 18.10.2019. und auch in der FNP und FAZ vom 25.10.2019.

  • Zu den Fahrzeugen sei angemerkt, dass diese voraussichtlich von dem Verkehrsunternehmen beschafft werden, welches die Verkehrsleistung auf der RTW übernimmt. Zuständig für den überregionalen SPNV ist der RMV, der zu gegebener

    Zeit den Betrieb ausschreiben wird. Die Anschaffungskosten der Fahrzeuge, die auf 25 Jahre abgeschrieben werden, fließen dann in die Vergütung ein, die der RMV für die Verkehrsleistung in Gestalt von Fahrplanwagenkilometern entrichtet.


    Die RTW-GmbH bleibt uns bestenfalls als Eisenbahninfrastrukturunternehmen erhalten, aber auch das muss nicht sein. Denbkbar ist, dass die von der RTW errichtete Infrastruktur, sofern sie nicht ohenhin DB-Netz gehört, ins Eigentum der belegenen Gemeinden überführt wird.

  • Die Regionaltangente West kommt – Gesellschafter beschließen Realisierung und stellen die Finanzierung sicher

    Heute haben haben die Gesellschafter der RTW Planungsgesellschaft mbH die Realisierung der Regionaltangente West beschlossen. Gerechnet wird mit Kosten von 1,1 Milliarden Euro. Näheres in einer aktuellen Pressemitteilung:


    Bei der Pressekonferenz im Nachgang der Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsratssitzung zeigten sich Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker, Verkehrsdezernent Klaus Oesterling, Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund, sowie Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft mbH, erfreut über die Entscheidung zu diesem wichtigen Schritt, der zugleich ein deutliches Signal und Weichenstellung für die dringend notwendige Ergänzung der Schieneninfrastruktur in der Region ist.

    „Fast auf den Tag genau elf Jahre nach Gründung der RTW-Planungsgesellschaft und ebenfalls fast auf den Tag genau fünf Jahre nach Beitritt des Landes Hessen zur RTW-Planungsgesellschaft ist es nun soweit: Der Bau der Regionaltangente West ist beschlossen. Für mich persönlich ist das heute ein historischer Moment“, sagte Al-Wazir. „Jahrzehntelang wurde folgenlos diskutiert, es fehlte entweder der politische Wille oder das Geld oder beides. Glücklicherweise ist immer mehr Menschen klargeworden, dass nicht mehr nur über die Notwendigkeit von mehr Schienen in Frankfurt/Rhein-Main geredet wird, sondern dass endlich gebaut werden muss. Der heutige Beschluss zum Bau der Regionaltangente West ist ein verkehrspolitischer Meilenstein, der für die Rhein-Main-Region enorme Bedeutung hat. Es ist ein interkommunales Mammutprojekt mit zehn Kommunen und Gesamtkosten von rund 1,1 Milliarde Euro, die zum Großteil von Bund und Land getragen werden. Darum spreche ich allen kommunalen Gesellschaftern meine Anerkennung aus, dass sie den Weg mitgehen und die Regionaltangente West tatsächlich auf die Schiene bringen wollen.“ Der Minister appellierte an alle Beteiligten: „Nun müssen wir dranbleiben, mit hohem Tempo gemeinsam weitergehen und Baurecht schaffen. Als Land garantieren wir eine finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 315 Millionen Euro. Denn mit der Regionaltangente West werden wir den Verkehr in der Region entlasten und zugleich die Schiene und den ÖPNV stärken. Damit ist die Regionaltangente West ein wesentlicher Bestandteil der hessischen Verkehrswende.“

    Mit der Regionaltangente West wird eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region final auf den Weg gebracht: Die RTW entlastet S-Bahnstrecken an entscheidender Stelle, schafft weitere Kapazitäten und wird den steigenden Einwohner- und Pendlerzahlen im Rhein-Main-Gebiet gerecht.

    „Die Regionaltangente West ist ein weiterer Baustein, um die Verkehrswende in Frankfurt/Rhein-Main zu gestalten und den öffentlichen Nahverkehr zu stärken. Die Region wächst zusammen und damit die Menschen, die hier arbeiten und leben“, sagte Bürgermeister Becker. „Mit dieser infrastrukturellen Maßnahme verbinden wir die Region noch stärker. Auch dass das Land Hessen die Planungskosten für das Großprojekt übernimmt, hilft bei einer schnellen Umsetzung. Die Weichen für die Regionaltangente West sind nun gestellt, jetzt gilt es weitere Regionaltangenten anzugehen.“
    Die RTW entfaltet mit ihrem Konzept komfortabler, umsteigefreier und schneller Direktverbindungen unmittelbar eine positive verkehrliche Wirkung.
    „Mit der RTW schaffen wir nicht nur die tangentiale Ergänzung der historisch gewachsenen Infrastruktur über den Frankfurter Hauptbahnhof sowie die Entlastung stark frequentierter Verkehrsachsen, sondern erreichen auch eine spürbare Verlagerung des Motorisierten Individualverkehrs auf den öffentlichen Personen-Nahverkehr“ freute sich Verkehrsdezernent Oesterling über die zukunftsweisende Entscheidung.
    Nun ist es an der Planungs- und Baugesellschaft, die Voraussetzungen für den eigentlichen Bau zu schaffen.

    „Die Zeit war reif für diese Entscheidung und die RTW war auch noch nie so weit wie jetzt in der Planung. Die nächsten Schritte sind keine Selbstläufer, Baurecht schaffen heißt weitere Hürden nehmen sowie vielfältige, zusätzliche Anforderungen und die daraus resultierenden Konflikte zu bewältigen. Wir wollen nächstes Jahr mit der gesamten Kernstrecke in der Planfeststellung sein, die Abschnitte Nord und Süd sind in der Anhörung, wir kommen hier gut und im Plan voran“, sagte Horst Amann. „Bis Anfang des kommenden Jahres wollen wir auch im Mittelabschnitt die Planung stehen haben und den Antrag stellen. Wenn Realisierungswille dann auch Konfliktlösungsbereitschaft bedeutet, wird es weiter gut laufen.“

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    Klaus Oesterling, Stadtrat und Verkehrsdezernent Stadt Frankfurt; Uwe Becker, Bürgermeister und Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt; Horst Amann, Geschäftsführer der RTW Planungsgesellschaft mbH; Tarek Al-Wazir, Verkehrsminister des Landes Hessen; Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH
    Bild: ©RTW Planungsgesellschaft mbH

  • Langen tritt frühestes in 2022 der RTW Planungsgesellschaft bei

    Am vergangenen Donnerstag hat der Langener Magistrat entschieden so lange der RTW Planungsgesellschaft nicht beizutreten bis das Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vorliegt, so berichtet die FR. Zu diesem Zweck wurde eine Untersuchung im November 2019 beauftragt deren Ergebnis Ende 2021 vorliegen soll. Gegenstand ist eine Vorentwurfsplanung für eine Streckenverlängerung von Dreieich-Buchschlag nach Langen inkl. Kostenschätzung. Diese Untersuchung kostet knapp 250k EUR. In 2018 wurde eine Machbarkeitsuntersuchung für 80k EUR beauftragt. Diese beinhaltete die Idee von einem Taschengleis am Langener Bahnhof, welches von beiden Seiten einfahrbar gewesen wäre. Dieser Lösung kann die DB zwischenzeitlich nicht mehr beipflichten, d.h. der Umfang der Umbauarbeiten am Bahnhof wird voraussichtlich größer ausfallen.