Hohenzollernbrücke (Erweiterung für Radfahrer/Fußgänger)

  • Im Jahre 2017 wurde die Stadtverwaltung vom Rat der Stadt beauftragt, eine Erweiterung der Hohenzollernbrücke für Fußgänger und Radfahrer zu prüfen. Mittlerweile liegt eine Machbarkeitsstudie eines damit beauftragten Ingenieursbüros vor. Die Verwaltung legt entsprechend eine Vorlage vor, die sowohl eine Erweiterung (Verbreiterung) des bestehenden Weges auf der nördlichen Brückenseite, als auch einen kompletten Neubaus einen vierten Brückenbogens (lt. Visualisierungen in optischer Anlehnung an die bestehenden Bögen) auf der südlichen Seite vor.
    Die Gesamtkosten werden auf ca. 58 Millionen Euro geschätzt. Alleine der Brückenbogen-Neubau auf der Südseite viele mit 53,7 Mio. € ins Gewicht (davon 10,3 Mio € Planungskosten). Der neue Brückenbogen (der lt. Bundesbahn vom Bestandsbauwerk entkoppelt sein muss) hätte eine Gesamtbreite von 11 Metern, wovon 9 Meter für Radfahrer/Fußgänger nutzbar wären.
    Die (kleine) Erweiterung auf der Nordseite der Hohenzollernbrücke käme ohne Neubau aus. Hier würden die Kragarme des bisherigen Weges genutzt und dieser könnte um 1,4 Meter auf dann 5 Meter Gesamtbreite erweitert werden. Kosten hierfür: Vier Mio. € (davon 1,1 Mio € Planungskosten).

    Der Rat der Stadt Köln soll am 06. Februar über die Vorlage entscheiden. Die Planungen sollen noch in diesem Jahr beginnen.

    https://www.ksta.de/koeln/hohe…erweitert-werden-33723430

    https://www.tag24.de/nachricht…rweiterung-kosten-1349700

    Die SPD-Fraktion im Rat lehnt einen Brückenbogen-Neubau auf Südseite ab (Artikel leider nur KStA+ Abonnenten lesbar) - hier eine Zusammenfassung aus der Printausgabe:
    Die SPD-Fraktion lehnt einen Brückenbogen-Neubau auf der Südseite wegen der hohen Kosten ab. Statt dessen schlägt sie vor, den südlichen Weg im Istzustand zu belassen und nur für Fußgänger freizugeben. Der nördliche Weg soll, wie in der Planung vorgesehen, erweitert werden und ausschließ dem Fahrradverkehr vorbehalten sein.
    Weiterhin schlägt sie vor, die eingesparten Millionen, in eine im Masterplan vorgesehene neue, reine Fußgänger- und Radbrücke von der linksrheinischen Bastei bis zum Deutzer Rheinpark zu investieren. Diese soll ca. 35 Mio. € kosten.
    Eine seit Jahren beschlossene, barrierefreie Rampe von der nördlichen Seite der Brücke ist bis heute nicht umgesetzt. Verkehrsdezernentin Andrea Blome hat angekündigt, bis März eine entsprechende Vorlage zum Rampenbau vorzulegen. Die Dezernentin möchte kein Rampen-Provisorium, sondern will eine dauerhafte Lösung.

    https://www.ksta.de/koeln/bau-…enzollernbruecke-36170650

  • Weiß die Dezernentin nicht, dass eine dauerhafte Nordrampe erst nach dem Bau der Gleise 12/13 des Hauptbahnhofs gebaut werden kann, oder geht sie davon aus, dass ein Bau vorher unter kölner Rahmenbedingungen ohnehin nicht begonnen wird?


    In beiden Fällen heißt das, dass eine dauerhafte Rampe frühestens gegen 2030 fertiggestellt wird.

  • Nun, bis März will die Dezernentin lt. eigener Aussage ja eine Vorlage zum Rampenbau auf den Tisch legen. Das ist nicht mehr lange hin. Dann wird man sehen, was sie sich wie vorstellt und in welchem Zeitraum sie dies für realisierbar hält.