Nordkap-Areal, Neuentwicklung inkl. 120-m-Bürohochhaus

  • img_8391g8krr.jpg


    08.03.2021 - Baustart LEIQ.

    12.03.2021 - Aktuell werden noch die Gebäude Nordring 144 abgerissen. (Foto von mir)

    17.03.2021 - Die alten Gebäude sind weg.

    3 Mal editiert, zuletzt von Francesco () aus folgendem Grund: Ergänzt.

  • Danke! Nummer 1 und 2 , also beide Entwürfe oben sind annehmbar, wobei mein Favorit oben rechts, also Nummer 2 wäre.

    Unten links sieht sehr gewöhnlich aus und unten rechts geht gar nicht. Mal wieder das Kind mit Bauklötzchen spielen lassen. (Was lernen eigentlich Architekten im Studium heute noch?)

  • Die vier Entwürfe sind von Eike Becker Architekten (oben links), Baumschlager Eberle Architekten (oben rechts), Planquadrat Architekten (unten links) und Allmann Sattler Wappner Architekten (unten rechts).


    nordkap_tower_offenbach_vier_entwuerfe.jpg
    Bilder: o. g. Entwurfsverfasser / Walker & Walker


    Das Grundstück Nordring 150 ist rund 13.000 m² groß. Das geplante Hochhaus soll ca. 60.000 m² oberirdische Geschossfläche bieten. Standort:


    nordkap_tower_offenbach_plan.jpg
    Grafik: Stadt Offenbach am Main


    Heutige Pressemitteilung der Stadt Offenbach:


    Neue Bürogebäude entstehen im Kaiserlei-Viertel / Vorhaben umfasst auch den geplanten Nordkap-Park Offenbach am Main

    7. Mai 2021 – Die Entwicklung des Offenbacher Kaiserlei-Viertels schreitet weiter voran. Eine 7,2 Hektar große, aktuell weitgehend ungenutzte Gewerbefläche zwischen Nordring und Kaiserleistraße soll in den kommenden Jahren entwickelt werden. Auf einem Teil der Fläche, gegenüber des Hafen 2, entwickelt der Vorhabenträger Hamburg Trust die neue Deutschlandzentrale für das Technologieunternehmen Danfoss. Auf einem weiteren Teil der Fläche soll der geplante, rund 1 Hektar große Park am Nordkap verwirklicht werden. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke erinnerte daran, dass der Park eine Schlüsselmaßnahme aus dem Masterplan Offenbach 2030 zur weiteren Entwicklung des Kaiserleis ist, damit dieser anders als reine Bürowüsten über Aufenthaltsqualität verfügt. Der Kaiserlei soll insgesamt ein hochwertiger und attraktiver Unternehmens- und Dienstleistungsstandort werden.

    „Auf einem weiteren Teil direkt angrenzend an die Autobahnbrücke soll durch den Vorhabenträger Walker & Walker ein bürogewerblich genutztes Hochhaus entstehen“, teilte Baudezernent Paul-Gerhard Weiß mit. Das 120 Meter hohe Gebäude soll nach jetzigen Planungen bis 2026 verwirklicht werden. Die beiden Dezernenten begrüßten die Pläne bei einer Pressekonferenz mit dem Vorhabenträger: „Das geplante Vorhaben ist ein weiterer wichtiger Schritt, den Wirtschaftsstandort Offenbach zu stärken“, so Schwenke. Das Kaiserlei-Viertel ist hervorragend an S-Bahn und Autobahn angebunden, der Verkehr wird nach dem Umbau in Echtzeit gesteuert und die Radwege werden ausgebaut. Trotz der Pandemie hat dort bereits die Landesbank Hessen-Thüringen ihren Helaba-Campus mit erweiterten Büroflächen errichtet und der Versicherungskonzern Axa regionale Niederlassungen in einem Neubau gebündelt. Auch der Automobilhersteller Hyundai erweitert neben seiner Europa- und Deutschlandzentrale seit einiger Zeit seine Anmietungen für weitere Konzerntöchter. Weitere wirtschaftsstarke Unternehmen wie die Creditplus Bank AG und der Honeywell-Konzern vertrauen auf den Standort Kaiserlei. Schwenke macht deutlich: „Mir ist es wichtig, diese Entwicklung weiterhin bestmöglich zu begleiten und Unternehmen mit unserer Wirtschaftsförderung und einer serviceorientierten Verwaltung bei der Verwirklichung ihrer Pläne als Partner zu unterstützen.“

    Die Stadt Offenbach möchte die Ansiedlung von Unternehmen am Kaiserlei noch weiter verstärken und dabei auch attraktive Aufenthaltsflächen, Gastronomieangebote und Zugänge zum Mainufer schaffen. Bau- und Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß betonte die gute Zusammenarbeit mit Walker & Walker: „Im Rahmen der Baurechtschaffung und in Abstimmung mit dem Vorhabenträger kann die Stadt nun auch die Umsetzung des Nordkap-Parks vorantreiben.“ Für das gesamte Vorhaben ist ein Bebauungsplan mit der Nummer 652 „Kaiserlei Nordost“ in der Aufstellung. „Im Zuge des Bebauungsplan-Verfahrens kann die bauliche Nutzung der Fläche gesteuert und sichergestellt werden, dass die Ziele der Stadt erreicht werden, den Kaiserlei zu einem attraktiven Gewerbegebiet weiterzuentwickeln.“ Um die städtebauliche und architektonische Qualität für den Hochhaus-Standort zu gewährleisten, wurde vom Vorhabenträger eine Mehrfachbeauftragung durchgeführt, dessen Ergebnis in den Bebauungsplan überführt werden soll. An der Begutachtung der Planungsentwürfe nahmen auch Experten des von Stadtbaurat Weiß initiierten Gestaltungsbeirates teil.

    In seiner Sitzung am 21. April hat der Magistrat den Weg freigegeben für die erste Beteiligungsrunde zum Bebauungsplan-Verfahren. Der Vorentwurf des B-Plans soll vom 17. Mai bis 18. Juni für die Öffentlichkeit zur Einsicht im Rathaus bereitgestellt werden. „Auch in Zeiten von Corona ist natürlich eine Beteiligung der Bevölkerung vorgesehen“, so Paul-Gerhard Weiß. Zeitgleich werden die Unterlagen auch im Internet zur Verfügung stehen (www.offenbach.de/auslage). Im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung findet am Donnerstag, 27. Mai, um 18 Uhr eine öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung statt, die pandemiebedingt online durchgeführt wird. Weitere Details zur Veranstaltung gibt die Stadt vorab bekannt.
  • Ich schließe mich Adama mit einer Ausnahme an.


    Entwurf 1 und 2 sehen beide gut aus, mit leichter Präferenz bei mir für Nr. 2.


    Entwurf 4 sieht aus wie Bauklötze stapeln, aber er bietet natürlich durchaus interessante Perspektiven für Dachterrassen/Dachgärten, die bei den anderen Entwürfen so nicht möglich sind. Das wäre natürlich für die Nutzer des Gebäudes ein nicht unerheblicher Vorteil.

  • Ja genau, 1 und 2 haben Potenial und eine gewisse stilvolle Ambiente. Die anderen zwei leider weniger. Nr. 4 ist wirklich schwer verdaubar.

  • Die Gebäude sind alle von der Schmalseite her abgebildet, so dass man bei einem Seitenverhältnis von 19:7 kaum merkt, was für eine Wand da, aus Ost- oder Westrichtung gesehen, entsteht.


    Nummer 1 wirkt auf mich wie "One on Steroids", Nummer 3 ist todlangweilig, die 4 hat wegen der Dachterrassen und der ziemlich weiten Überhänge einen Reiz, aber natürlich kann man das das "Bauklötzchenstapeln" nennen, allerdings gilt das auch für die 1, nur dort mit weniger Entschiedenheit.


    Und die 2, die wirkt unentschlossen. Ein wenig runde Ecken (ist da eigentlich im Erdgeschoss noch rund oder ist man da noch konventioneller?), ein wenig Vor- und Rücksprünge, ein Stück begrüntes Dach - von allem etwas aber Nichts so, dass es Charakter gäbe.


    Das ist wie der alte Spruch, dass die Farbentscheidung einer Kommission immer Beige sein würde, weil es zwar keinem richtig gefällt, aber auch keiner ein Argument findet, warum nicht. Ach ja, Beige ist die Nummer 2 auch noch.

  • ^

    Ich freue mich sehr auf diese "Wand", weil eine solch klotzige Kubatur speziell in Ffm. sehr selten geworden ist. Dieses HH wird eine sehr spannende Abwechslung in die Ffm-/OF-Standlandschaft bringen, da bin ich fest überzeugt.

    Zum Design:

    Der Entwurf Nr. 2 (also oben rechts) ist sicherlich sehr gefällig und wohl der hübscheste. Aber "gefällig" wirkt an diesem recht rauen Standort einfach nicht.

    Ich plädiere eher für "unten links" - also den Entwurf des Büro "Planquadrat". Schlicht, nüchtern und eben diese Klotzigkeit recht gut in Szene setzend. Würde sehr gut in diese Gegend passen. Aber auch der Entwurf "unten rechts" mit den gestapelten Kuben hätte was.

  • Also dieses halbherzige Würfelgeschiebe der Bilder 1 und 2 ist nicht mein Ding, haben wir in der Region zu oft. Bild 3 (unten links) ist langweilig.

    Mein Favorit wäre tatsächlich der Entwurf unten rechts von Allmann Sattler Wappner Architekten. Auch wenn schön vielleicht anderes ist, aber er wäre als quasi Solitär ein Hingucker, nicht nur von der BAB aus gesehen. Und was das Würfelgeschiebe betrifft, natürlich auf extremste Weise dargestellt. Von daher wäre das mein Favorit. 20 bis 25 Meter mehr würden dem Entwurf auch gut stehen.

  • Nur eine Verständnisfrage: wo und an welcher Stelle werden denn beim Entwurf 2, rechts oben, "Würfel" geschoben? Das sind doch eher Verjüngungen des Baukörpers nach oben.

  • Der Entwurf von Allmann Sattler Wappner käme an dieser Stelle sicher richtig gut!

    Das mit den Klötzchen finde ich unfair, da alleine wegen der Überhänge das ganze schon recht monumental wirken wird. Die Massivität würde dieser Ecke ganz gut tun.


    Eicke Becker ist auch super, da die Verjüngung nach unten vor allem beim Vorbeifahren die Wirkung entfalten würde.

  • sorry, was hat denn das mit "Fairness" zu tun? Diese Klötzchen Nicht-Architektur sieht eben einfach schrecklich aus. Aber vielleicht verstehe ich auch nicht die Intention und Aussage dahinter ;)

    Vielleicht hilft mir jemand es zu verstehen.

  • Was ich mit meinem persönlichen Favoriten von Allmann Sattler Wappner ausdrücken wollte war (und ist), dass hier massive Verschiebungen und Struktur- bzw Farbänderungen statt finden. Was meine ich damit genauer:


    • Nicht mal so 2 bis 10 Meter auf einer Achse versetzt
    • Nicht dezent nach außen oder innen verschoben
    • Einfach mal "brutal" Farbe- und Grundriss geändert und zurück zum Ursprungsgrundriss
    • Die herausspringenden Flächen auch für Begrünung genutzt und damit auch total andere Impressionen im Vergleich zu den anderen Entwürfen, oder z.B. dem ONE.
    • Dabei geht's mir nicht um die Begrünung als solche, aber quasi mit Bäumen in der Höhe von 2 bis 4 Stockwerken zu pointieren

    Aber stimmt schon - hätte ich für mich - auch gleich besser begründen können/sollen. Aber dafür diskutieren wir ja hier auch

  • Je mehr ich mir #4 anschaue, desto mehr gefällt mir der Entwurf - unter diesen vieren wäre das ebenfalls mein Favorit.

    Die Dachterrasse im 20. Stock mit 180° Blick auf den Main wäre ein absoluter Publikumsmagnet und die Architektur ist positiv extravagant. Mein zweiter Favorit wäre Turm 1, obwohl dieser eher ins Bankenviertel passen würde.

    Der Entwurf von Baumschlager Eberle wirkt irgendwie langweilig und bei dem Planquadrat Turm kann ich mir anhand der Grafik gar nicht vorstellen, wie der aussehen soll.


    Was die Fairness betrifft: Es ist eine Sache zu sagen "Turm 4 gefällt mir nicht", es ist eine andere die Architekten abfällig mit bauklötzchen spielenden Kindern zu vergleichen, welche in der Hochschule scheinbar keine adequate Ausbildung erhalten hätten.

  • Was die Fairness betrifft: Es ist eine Sache zu sagen "Turm 4 gefällt mir nicht", es ist eine andere die Architekten abfällig mit bauklötzchen spielenden Kindern zu vergleichen, welche in der Hochschule scheinbar keine adequate Ausbildung erhalten hätten.

    Du darfst mich ruhig direkt ansprechen. Aber erspare mit bitte Deine übertriebene Political Correctness.

    Ich habe nicht die Architekten "abfällig" mit Kindern verglichen, sondern brachte mit meiner Äusserung: "mal wieder die Kinder (der Architekten) mit Klötzchen spielen lassen" zum Ausdruck dass hier in meinen Augen nicht mit kreativem Anspruch geplant wurde. Vor allem da diese Art der gestapelteten Verschachtelungen und/oder Verschiebungen von Rechteckigen oder Quadratischen Baukörpern zur Zeit leider in Mode ist.

    Übrigens sorgt eine Hochschulbildung nicht automatisch dafür dass ein Akademiker in seinem Feld immer gute Resultate liefert.


    Um es Dir abschließend Recht zu machen: "Ich mag Turmentwurf 4 nicht, er erinnert mich an gestapelte Bauklötzchen"

    Zufrieden, Herr Akademiker?


    An weiteren Konversationen bzgl. dieser Thematik und generell mit Dir habe ich kein Interesse.

  • Neubau LEIQ (u. a. Danfoss-Deutschlandzentrale)

    Der Hochbau beginnt in den nächsten Wochen. Als Generalunternehmer beauftragt ist die Lupp-Gruppe, Nidda, die gleichzeitig Joint-Venture-Partner von Hamburg Trust wird (Q). Voraus ging ein Ausstieg des Projektentwicklers Oxalis zum Jahresbeginn 2021. Oxalis verkaufte seine Projektbeteiligung an den Joint-Venture-Partner Hamburg Trust (Q). Bis zum 1. Quartal 2023 sollen die 27.000 m² Mietfläche des Bürogebäudes fertig gestellt werden.


    Die Gestaltung des Neubaus wurde verändert - was ich sehr bedauere. Die in #18 gezeigte Klinkerfassade wird offensichtlich nicht realisiert. Stattdessen erhält der Neubau eine 08/15-Fassadenvariante in hellbeige. Sonst hat sich wohl nichts Wesentliches geändert.


    leiq_offenbach_2021er-ansicht.jpg
    Bild: Holger Meyer Architektur / Hamburg Trust / Studio Aida


    Mehr Bilder auf der Projekt-Website.