2×155m Hochhäuser an der Paketposthalle [In Planung]

  • Viele Menschen sind nach München gekommen, weil sie die Stadt so lieben wie sie ist bzw. war. Ich finde das sollte man auch respektieren und behutsam mit dem Stadtbild umgehen.


    Ehrlich gesagt glaube ich das die meisten Menschen die nach München ziehen dies wegen der Ökonomisch hervoragenden Situation tun! Eigentlich alle Leute, die ich kenne und die nach München gezogen sind, haben dies wegen eines Jobs getan oder wegen einer Beziehung. München ist eine schöne Stadt mit einigen tollen Ecken, aber in der Fläche auch mit extrem viel ziemlich belanglosen 50er Jahre-Bauten und relativ gesichtslosen Wohnvierteln. So einzigartig wie man in München immer tut ist diese Stadt keinesfalls und historisch wertvoll sind – wenn man mal ehrlich ist – auch nur wenige Straßenzüge! Menschen ziehen nicht wegen Biergärten und der Frauenkirche nach München und schon garnicht wegen des (nicht vorhandenem) idyllischen Ambiente sondern wegen wirtschaftlicher Faktoren. Das sollte man in der Diskussion vielleicht auch mal berücksichtigen wenn man meint wirtschaftliche Entwicklungen und größere Investitionsprojekte schlecht reden zu müssen.

  • Oh je, lest doch einfach mal die Beiträge richtig - und vor allem bis zum Ende durch.
    Dann wird auch klar, was Jai-C meint (eine überlegte und nachhaltige Hochhausentwicklung auf Basis von objektiven Kriterien) und ihr könnt euch eure selbst geschaffene "Phantomdiskussion" um wirtschaftliche Faktoren und warum Touristen hierher kommen (Regent, du kennst deren Beweggründe scheinbar sehr gut) sparen.

  • Also um aus eigener Situation zu sprechen:


    Ich bin von Frankfurt nach München gezogen wegen:
    1) der Alpen
    2) der Seen
    3) der (damals) geringen Kriminalität
    4) der Sauberkeit
    5) der allgemein gediegeneren Anmutung


    was ich am meisten vermisse:
    1) Wohnhochhäuser (ich will oben wohnen und die Stadt und die Alpen sehen)

  • Regent, du kennst deren Beweggründe scheinbar sehr gut


    Du kannst ja gerne vor dem Hofbräuhaus eine Umfrage machen wieviele Touristen sich z. B. über das Uptown Hochhaus ärgern. Ich bin mir auch relativ sicher das in München Reiseführern eher mit der Frauenkirche als mit Milbertshofen oder Neuperlach geworben wird – trotzdem gehören auch die zu München und schrecken offensichtlich keinen ab. Warum sollten die 2 Tower direkt an der Bahnlinie da einen stören? Zudem glaube ich kaum das München die selbe Anziehungskraft hätte wenn die wirtschaftliche Situation eher der von Chemnitz entsprechen würde.


  • Du wärst also auch nach München gezogen wenn du hier nur eine schlechter bezahlte Stelle als in Frankfurt hättest?

  • ^Gut, in dem Fall ist das natürlich etwas anderes. Mir geht es jetzt auch nicht um München-Bashing, ganz im Gegenteil. Nur ist für mich das idyllische Stadtbild Münchens, das ja immer als eine Art Stadtindentität herhalten muss eher Mythos als Wahrheit. Gegen mutige Projekte wird in München oft mit der Gefärdung des Stadtbildes Argumentiert – als wäre München heute eine homogene Stadt. Was ist denn das Stadtbild Münchens? Das ist doch nicht die Frauenkirche oder der Viktualienmarkt, denn die Repräsentieren doch nur einen kleinen Teil des Stadtbildes. Spätestens seit den 60er Jahren gibt es in München ein buntes Nebeneinander zwischen Alt und Neu. Diese angeblich einheitliche, historische Stadt gibt es doch seit dem Krieg überhaupt nichtmehr. Arabellapark, Olympiapark oder Uptown, BMW-Tower oder Hypo-Hochhaus haben der Stadt doch auch nicht geschadet, sondern machen die Stadt doch erst wirklich spannend. In diesem Sinne sind die Hochhäuser an der Paketposthalle auch viel weniger ein Bruch im Müncher Stadtebau sondern stehen vielmehr in dessen Tradition seit der Nachriegszeit. Gegner sollten ihre Kraft lieber dafür einsetzen um beliebige Inverstorenkästen in Zentrum zu verhindern anstatt ein so herausragendes Projekt in einer bisher ohnehin nicht besonders repräsentativen Ecke zu zerreden. Zumindest ich persönlich würde mich doch eher an einem schlechten und niedrigen Neubau in einer Innenstadt stören wie an einem spannenden Hochhaus das ich von dieser doch ohnehin nur als kleinen Strich in der Ferne wahrnehme?!

  • Meiner Meinung nach hat das Uptown der Stadt massiv geschadet. Genau dieser "Vierkantbolzen" hat doch die Hochhauswut in München angefeuert.


    Wahrscheinlich hätte man in den letzten Jahren weit mutiger bauen können, wäre das Uptown nie gebaut worden.

  • ^Das Uptown hat der Stadt nur in dem Sinne geschadet das sich erklärte Hochhausgegner, "Bürger" und Historisten darauf eingeschossen haben! Der Beliebtheit Münchens als Touristensziel, der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Wachstum der Stadt hat es nachweislich nicht geschadet!

  • Zitat

    Zitat Regent:
    Du kannst ja gerne vor dem Hofbräuhaus eine Umfrage machen wieviele Touristen sich z. B. über das Uptown Hochhaus ärgern.


    Genau das meine ich mit "Phantomdiskussion". Du widmest jetzt bereits drei Beiträge dieser Frage. Aber wo hat denn bitte jemand behauptet, dass sich Touris an Hochhäusern stören würden? Wo :confused:?


    Zitat

    Zitat Regent:
    Gegner sollten ihre Kraft lieber dafür einsetzen um beliebige Inverstorenkästen in Zentrum zu verhindern anstatt ein so herausragendes Projekt in einer bisher ohnehin nicht besonders repräsentativen Ecke zu zerreden.


    Das wäre sehr sinnvoll, ich glaube aber, dass nicht wenige Gegner gar kein richtige Interesse an Stadtentwicklung haben, sondern einfach nur ein Problem mit Veränderung besitzen bzw. mangelnde Vorstellungskraft, siehe auch den Verein der Altstadtfreunde.

  • Wir brauchen uns alle gar nicht aufregen. Nur wundern. Das in einem DAF, von manchen Mitgliedern hier, einiges was etwas höher ist, kritisiert wird? Kopfschüttel!


    Die Stadt hat eine HH-Studie in Auftrag gegeben. Das hat sie wohl nicht zum Spaß gemacht.


    Und ich sage es jetzt nochmals, zu dem ganzen Schwachsinn, der hier verbreitet wird: Was heißt eine geordnete HH Strategie oder Standortsetzung? München wird NIEMALS eine Frankfurt Copy, mit einem Innenstadtcluster.


    Das ist auch 80's. Das ist bei Städten wie FFM, etc. mit 700k EW vielleicht interessant. Oder manche haben früher zu viel Dallas geschaut? Die Mini Stadt mit einem Cluster :)


    Müchen wird 2040 knappe 2 Mio EW haben. Eine europäische Metropole. Dagegen ist FFM eine Kleinstadt.


    Und in Metropolen ist es so üblich, daß über das GESAMTE Stadtgebiet HH entstehen (London, Milano, Dubai, etc.)


    Wir werden ja hoffentlich bald die HH Studie sehen. Da ich mit 03 telefoniert habe, weiß ich das an ca. 8-10 Stellen, mehrere HH Ansammlungen in München möglich sind.


    Diese Stellen sind aber über die GANZE Stadt verteilt und meist außerhalb des Rings!


    Anstatt, daß man froh ist, daß H&dM so einen Megaentwurf hinlegen, kommt selbst hier Kritik auf?


    Die meisten hier im DAF haben leider absolut keinen Plan, wie sich eine Stadt, wie München in den nächsten 20-30 Jahren aufbauen wird.


    Wäre schön auch mal selbst sich Infos einzuholen. Mit Architekten reden, 03 anzurufen, Kontakt zu Reiter und Merk suchen, etc.! Ich habe das alles gemacht.

    Das was hier manche von sich geben, ist einfach nur ganz peinliches und gefährliches Halbwissen :(

  • Genau das meine ich mit "Phantomdiskussion". Du widmest jetzt bereits drei Beiträge dieser Frage. Aber wo hat denn bitte jemand behauptet, dass sich Touris an Hochhäusern stören würden? Wo :confused:?


    Das war auf Jai-C´s Aussage in Beitrag #97 gemeint: "Bitte bedenke auch: Viele Menschen sind nach München gekommen, weil sie die Stadt so lieben wie sie ist bzw. war." – ich vermute aber er hat nicht Touristen sondern Zugezogene gemeint, auf die ich in meinen folgenden Beiträgen dann auch eingegangen bin.


    ...ich glaube aber, dass nicht wenige Gegner gar kein richtige Interesse an Stadtentwicklung haben, sondern einfach nur ein Problem mit Veränderung besitzen...


    Das ist ja genau der Kern meiner Aussagen! Warum wird dann auf diese Gegner mit Ihren Scheinargumenten immer wieder eingegangen?



    Wir werden ja hoffentlich bald die HH Studie sehen. Da ich mit 03 telefoniert habe, weiß ich das an ca. 8-10 Stellen, mehrere HH Ansammlungen in München möglich sind.


    Diese Stellen sind aber über die GANZE Stadt verteilt und meist außerhalb des Rings!


    Ich möchte mal zu Bedenken geben, dass die Leute, die sich jetzt gegen den H&dM-Entwurf stellen auch sicherlich einen Hochhausplan torpedieren werden!

  • Vorsicht

    FFM hat ein großes Ballungsgebiet und ist "Hauptort" der Metropol-Region Rhein-Main mit über 3 Mio Einwohner und damit größer als München plus Germering und Haar zusammen.


    Frankfurt selbst ist Deutschlands einzige Global City und einzige Gateway City und damit international bedeutender und dynamischer als München, sorry. Und das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern.

  • Ok, da hast du vielleicht recht. Dann halten wir FFM mal aus dem ganzen raus. Aber eine angehenden 2 Mio Stadt, sebst in einem DAF zu bremsen oder kleinzureden, ist absolut lächerlich.


    Ich kriege bei Begriffen wie Sichtachsen, etc. einfach nur noch das ganz große Kot....!

  • Nein, die ist mir 0,0% wert :). Ich bin zufällig Stadt und HH Fan, der aber trotzdem ein Berg und Naturliebhaber ist.


    Und wenn ich jetzt vor dem Schloße Linderhof stehe und dahinter ist eine atemberaubende Bergkulisse, dann frag ich mich, warum muß das zwanghaft in MUC erhalten werden?


    Ich denke, es gibt auch viele Menschen, die sind seit Jahren aus München nicht mehr herausgekommen sind.


    Wer auf solche Dinge steht. Dann fahrt doch bitte nach Füssen, zu den beiden Schlössern, nach Linderhof, auf die Herrencheimsee Insel, etc.!


    Diese Schlösser sind doch 1.000mal schöner, als Nymphenburg.


    München ist zufällig reine Stadt, in der gearbeitet wird (Bürotower) und gewohnt wird (auch Wohn HH).


    Habe zur Zeit mein Büro im 15. Stock eines HH Towers. Der Alpenblick ist unvergleichbar.


    Es gibt zig Tausende, die würden das auch gerne aus Wohntowern mit 80-160m erleben.

  • Nachdem hier wieder der Bär steppt ;), möchte ich einwerfen, dass weder London, noch Mailand und ganz sicher nicht Dubai ein Vorbild für München sein müssen und/oder sollten.


    Selbst in London sind lange nicht alle happy darüber, dass Hochhäuser unkontrolliert überall in der Stadt emporwachsen. Mailand ist ganz schick, ja, aber was ich gesehen habe, gibts dort ja auch nur mehr oder weniger zwei Cluster? Dubai ist ein ehemaliges Fischerdorf, welches keinerlei historische Bauten besitzt und innerhalb von 15-20 Jahren aus dem Nichts gestampft wurde.


    Für München bieten sich Städte wie Wien, Amsterdam und (wenn man ganz weit ausholen möchte) Paris eher an. Überall dort werden Hochhäuser in Pulks außerhalb der Innenstadt errichtet um die über jahrhunderte gewachsene Stadtsilhouette einigermaßen zu erhalten.
    Dass das Münchner Stadtbild stark zerstört und meist nur vereinfacht wieder aufgebaut wurde ist richtig, aber das und ob die Frauenkirche nun gefällt oder man sie nur belächelt ist erstmal zweitrangig.


    Wir haben was wir haben und das sollte man so pfleglich und rücksichtsvoll behandeln wie möglich.


    Das schließt Hochhäuser keinesfalls aus, aber genauso wie hier manche für einen Wildwuchs sind, kann man genauso für Cluster und engere Grenzen für HH-Standorte sein.
    Vermutlich wäre ein gesundes Mittelmaß richtig: Hochhäuer generell in Pulks und einzelne, herausragende Projekte wie hier HdM oder in FFM zum Beispiel die EZB trotzdem genehmigen.


    Hochhauser sind nicht per se Zeichen für Innovation oder gute Architektur und können, wenn einmal gebaut auch schnell ein Stadtbild zerstören falls sie sich nicht selbst zur Sehenswürdigkeit entwickeln. Man stelle sich vor eine BVK würde ihren Chipperfield hier bauen wollen...


    Der HdM Entwurf ist spannend und für den Ort einigermaßen passend so dass ich ihn gerne realisiert sehen würde, aber ich finde auch, man begibt sich auf "gefährliches" Terrain wenn man jetzt wieder an einem neuen Standort Hochhäuer erlaubt, zusätzlich zu dem in Sendling etc..


    Mit dem Arabellapark, der Parkstadt Schwabing, dem Werksviertel und dem Areal um den O2 Tower sollten eigentlich genug Plätze für Hochhäuser zur Verfügung stehen.


    Davon abgesehen, lebt ein Forum natürlich von unterschiedlichen Ansichten und eine generelle Ablehnung anderer Meinungen à la "...etwas höher ist, kritisiert wird? Kopfschüttel." oder "Die meisten hier im DAF haben leider absolut keinen Plan..." sind, glaube ich, nicht zielführend.
    Und damit meine ich jetzt nicht einzelne Foristen alleine (nicht böse gemeint Munich_2030, es bot sich gerade nur an).


    Das mit den Sichtachsen ist natürlich ein Totschlagargument, welches nur in den wenigsten Fällen wirklich relevant ist. Bei der Leopoldstraße und den Highlight Towers ist es für meinen Geschmack sogar richtig interessant. Hinterm Maximilaneum bräuchte ich jetzt aber zum Beispiel kein Hochhaus und sei es noch so schön.

  • OlympiaFlo Keine Angst, bin nicht böse. Wer austeilt, der muß auch einstecken können. Das du eine Ahnung und Fachwissen über die Stadt hast, das ist ersichtlich. Stimme auch mit einigen Punkten überein.


    Was mich ein bißchen nervt, sind Postings von Hobbyfreaks, die sich nicht wirklich mit der Stadt auseinandersetzen. Klar hab ich, gegenüber den Zugezogenen den Vorteil, daß ich seit ca. 30 Jahren (also seit meinem Jugendalter) die Stadt mit all ihren Marionetten In und Auswenig kenne.


    Auch das soll jetzt kein Vorwurf sein. Aber ich denke, daß MiaSanMia und Ich, das mit weitem Abstand größte Wissen über diese Stadt haben.


    Und dann kann man auch mal etwas glauben, anstatt immer dagegenzureden. Wenn ich vor ca. 5-10 Jahren nach FFM gezogen wäre, dann würde ich doch auch nicht gegen einen FFM Local immer wieder dagegensprechen?


    Vor allem, wenn die meisten Sachen einfach nicht stimmen.


    Achja, habe gerade mit 03 telefoniert. Die HH Studie kommt nicht in den Sommerferien. Sie verschiebt sich auf Herbst (vorraussichtlich Oktober). Dr. Merk war 2mal bei Meetings mit 03 dabei. Und zu meinem erstaunen, ist Hirschgarten nicht in der Studie aufgenommen. War ein Alleingang von Büschl. 03 nennen den Entwurf allerdings sensationell für München.

  • Dass es vor allem in Fachforen immer Mitglieder gibt, die (teils berufs- oder hobbybedingt) einfach mehr Fachwissen besitzen und Zusammenhänge schneller erkennen ist klar und erkenne ich natürlich an.


    Wenn nur Laien posten, kommt ja auch wenig bei rum.^^


    Man merkt meinen Postings bestimmt auch das ein oder andere mal an, dass ich ein vollkommen fachfremder Versicherungskaufmann bin, der sein Wissen aus Foren wie diesem oder 1-2 Fachbüchern und Bildbänden hat.


    Aber selbst in der Fachwelt gibt es unterschiedliche Auffassungen wie Städte wachsen sollten. Auf dem alten Kontinent haben wir halt mit unserer teils antiken Bausubstanz eine andere Ausgangslage als Nordamerika oder Asien.


    London hat sich nach langem Zögern (erst nur die City und Canary Wharf) entschieden, Hochhäuser mehr zu streuen. Paris hat nach dem Montparnasse-Schock einen anderen Weg eingeschlagen (auch wieder eine Parallele zu München mit O2 wie ich finde).


    Welche Ursachen diese unterschiedlichen Entwicklungen haben, kann ich nicht sagen, fände ich aber interessant zu wissen.


    Mir persönlich ist aber das Stadtbild von Paris weitaus lieber als das von London, obwohl ich The Shard, die Gurke oder das Leadenhall Building wunderschön finde.


    Zum Schluss nochmal danke an alle, die ihr Fachwissen einbringen, Fotos posten etc., deswegen komme ich her (und um meinen Senf abzugeben :D).

  • Auf dem alten Kontinent haben wir halt mit unserer teils antiken Bausubstanz eine andere Ausgangslage als Nordamerika oder Asien.


    Ja, wer kennt Sie nicht, die antike Münchner Bausubstanz. Was ist da schon die über 3000-jährige Geschichte Pekings dagegen ;)