Ex-Postfuhramt Arnulfstr. 62: Umbau & Neubauten [in Bau]

  • Ex-Postfuhramt Arnulfstr. 62: Umbau & Neubauten [in Bau]

    Dieser gesamte Bereich, welcher genau noerdlich des Arnulfparksbauprojekts befindet und der heute noch von der Post genutzt wird, soll anscheinend umgenutzt werden. Was genau damit genauer geschieht ist anscheinend noch nicht klar.



  • Arnulfpost

    Heute in Tz steht, das die Münchener Orlando Real Estate GmbH das Gelände gekauft und plant die Rotunde für Veranstaltungen und Kongresse zu nutzen, auch Einzelhandelsflächen sollen in die Säulenhallen unterkommen. 20-30% Wohnanteil sollen entstehen. Es werden aber noch einige Jahre vergehen bis hier wirklich gebaut wird. An Stelle der großen Fahrzeughalle im Westen des Geländes soll verschwinden. Die Wohnbebauung soll so hoch werden wie die Oberpostdirektion gegenüber. Das agnze Areal umfasst 24 000 qm, In den Schmalen Gürtelbauten könnten auch Büros entstehen.
    Zunächst wird Orlando einen Architektenwettbewerb ausloben.


    Im Merkus steht dazu das der Busbahnhof noch in diesem Jahr begonnen wird.

  • Hier einige Eindrücke der Arnulfstrasse 62. Die Gebäude sind typische 1920er Jahre Funktionsarchitektur, durchaus reizvoll mit Potenzial :)
    Fotos vom 03.10.07


    Der markante Rundbau im zur Wredestrasse offenen östlichen Innenhof



    Blick von der Tillystrasse in einen Teil des östlichen Innenhofs


    Toreinfahrt von der Arnulfstrasse in den mittleren Innenhof





    Mittlerer Hof



    Westlicher Innenhof


    Hofeinfahrt von der Deroystrasse in den westlichen Hof

  • Siehe Thread-Startpost. Laut meinen Infos da, war nur der Bereich noerdlich der 3 quadratischen Bauten im Wettbewerb als Planungsgebiet. Der SZ-Artikel ist da interpretierbar....da ja auf dem Planungsgebiet ja auch alle Altbauten abgerissen werden. Woher ich das in der Startpost wusste, habe ich nicht nachgeforscht.

  • Arnulfpost

    Leider scheint das ganze wieder eingeschlafen zu sein. Wie werden denn die kasernenartigen Umgriffsbauten um den Postpalast zwischengenutzt?

  • zitat MartyMUC
    "Wenn man sich seine Hotelprojekte anschaut, dann vergeht's einem."


    stimmt leider. dieses büro ist wohl teil der münchner baumafia, die sich ihre aufträge gegenseitig zuschustert.

  • okay, war vielleicht etwas zugespitzt formuliert. aber ist dir noch nie aufgefallen, daß bei direktaufträgen, die nicht über wettbewerbe entschieden werden, sehr oft die gleichen büros zum zuge kommen? an der architektonischen qualität kann das sicher nicht liegen.
    aber sorry, wenn ich dir auf den schlips getreten bin!

  • Überspitzt formuliert oder nicht, aber todaschs Beobachtung ist nun nicht völlig von der Hand zu weisen. Oder ist es wirklich nur reiner Zufall, LugPai? Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber wenn Du todaschs These sogar in der SZ (oder wars die Zeit?) nachlesen kannst, wird ja wohl ein Körnchen Wahrheit drinstecken "cum grano sale", oder haben die Redakteure nur - wie allerdings häufig - ins Blaue geschrieben? Der Artikel erschien irgendwann letzte Jahreshälfte - jedenfalls wurde er hier im Forum gepostet. Ich hoffe ihn wieder zu finden.


    Martyn : Bist Du sicher, dass Du der Abrissbirne an dieser Stelle zusehen möchtest? Bei dieser wertvollen Industriearchitektur der 1920er? Oder hast Du womöglich das Objekt verwechselt?
    Guckst Du: http://www.bing.com/maps/?v=2&…2C%2080639%20M%C3%BCnchen
    Warst Du mal in dem Kuppelgebäude? Der Komplex gehört zu den ganz wenigen Vertretern einer gemäßigten Vorkriegsmoderne in München, zu vergleichen mit den Postbauten Vorhoelzers, u.a. Goetheplatz, Harras, Giesing. Die Reichspost bot modernen Architekten damals gute Möglichkeiten zu bauen. Was der Krieg übrig gelassen hat, sollte unbedingt erhalten bleiben.

  • zitat baukunst:
    "Warst Du mal in dem Kuppelgebäude? Der Komplex gehört zu den ganz wenigen Vertretern einer gemäßigten Vorkriegsmoderne in München, zu vergleichen mit den Postbauten Vorhoelzers, u.a. Goetheplatz, Harras, Giesing. Die Reichspost bot modernen Architekten damals gute Möglichkeiten zu bauen. Was der Krieg übrig gelassen hat, sollte unbedingt erhalten bleiben."


    dem kann ich nur zustimmen!

  • Martyn : Bist Du sicher, dass Du der Abrissbirne an dieser Stelle zusehen möchtest? Bei dieser wertvollen Industriearchitektur der 1920er? Oder hast Du womöglich das Objekt verwechselt?


    In meinem subjektiven Empfinden deckt sich denkmalgeschützt nicht immer mit ästhetisch oder gar erhaltenswert. Was soll ich an dem kasernartigen, abweisenden, jegliche Urbanität unmöglichmachenden Gefängnistrakt denn auch gut finden? Seit es die Bebauung gegenüber gibt, stört mich das ganze noch mehr. Auch die Postversuchssiedlung Arnulfstraße steht unter Ensembleschutz. Ich finde sie grauenhaft. Die Postämter Goetheplatz, Harras, Giesing haben dagegen wieder was elegantes.


    Warst Du mal in dem Kuppelgebäude? Der Komplex gehört zu den ganz wenigen Vertretern einer gemäßigten Vorkriegsmoderne in München

    Ich war da drin als das Gebäude noch als Kantine genutzt wurde. Ich muss zugeben das hat schon was, aber die Kaserne ringsum :nono:


    Was der Krieg übrig gelassen hat, sollte unbedingt erhalten bleiben.


    Mir wäre es lieber gewesen, dass die toten Viertel der Neuen Sachlichkeit unter den Bomben verschwunden wären anstatt die vielen lebendigen Gründerzeitviertel wie Maxvorstadt oder Ludwigsvorstadt und Teile Neuhausens.

  • ^^
    Ja, ich kann dich verstehen, aber Denmkmalschutz muss man völlig losgelöst von subjetivem Ästhetikempfinden betrachten. Denk nur an die 50er und 60er. Weil man damals Historismus völlig hässlich fand und ideologisch schräg drauf war, riss man mehr ab, als im Krieg zerstört wurde(!!) Gibts ein interessantes Buch: "Die zweite Zerstörung Münchens". Daher ist Zeitgeist sehr gefährlich für den Denkmalschutz. Ein Denkmal ist nämlich niemals Denkmal, weil es schön ist, sondern ausschließlich, weil es ein typischer Vertreter einer bestimmten Epoche oder Strömung ist. In Bayern gibts fünf Denkmalschutzkriterien:
    - historische Bedeutung
    - künstlerische Bedeutung
    - städtebauliche Bedeutung
    - wissenschaftliche Bedeutung
    - volkskundliche Bedeutung
    Diese Kriterien sind relativ Zeitgeistresistent, Ästhetikempfinden garantiert nicht! Deswegen werden auch ätzendste Betonbunker der 70er zuweilen in die Denkmalliste aufgenommen, um zu zeigen: SO hat man in den 70erngebaut. Und das ist gut, auch aus ästhetischen Gründen - so vergisst man nämlich nicht, wie hässlich diese Epoche war und kann für künftige Architektur daraus lernen. Dass viele Denkmäler schön sind ist letztlich nur ein angenehmer Nebeneffekt.

  • zitat martyn:
    "Mir wäre es lieber gewesen, dass die toten Viertel der Neuen Sachlichkeit unter den Bomben verschwunden wären"
    weil es ja in m. so viele vorkriegsbauten der neuen sachlichkeit gibt:lach: