Four Frankfurt III: der Bau

  • Am vergangenen Samstag wurde der Kranabbau mit Hilfe von zwei Mobilkränen abgeschlossen.

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    Vor Turm 2 ein abgenommenes Segment links und der letzte Rest des Hochhauskrans rechts.

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    Der obere Abschluss von Turm 2 erscheint weitgehend komplett. Das kranfreie Ensemble von der Terrasse eines Kaufhauses an der Hauptwache:

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    Gesamtansicht im fahlen Winterlicht.

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    Bilder: Schmittchen

  • Im Bild 2 links ist übrigens der Kletter-Korb, also kein Kransegment. Für das was es leistet, sieht das Klettermodul recht unspektakulär aus - finde ich.

    Dafür sieht das Quartett ohne Kran wirklich spektakulär aus.

  • Die Retentionsbecken zwischen Omniturm und den Türmen 1 und 2 werden derzeit mit Metallkonstruktionen nach oben abgeschlossen und mit Gehwegplatten abgedeckt. Bekanntlich erhält das Four eine große Retentionsanlage zur Regenwasserspeicherung. Dazu oben #511 ff. mit Foto.

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    Überblick von der Commerzbank-Treppe vom letzten Freitag. Der Bogen, die begehbare Skulptur in der südwestlichen Ecke, auf älteren Visualisierungen wie in Beitrag #491 zu sehen, soll dem Vernehmen nach so nicht kommen. Die aktuelle Planung ist mir nicht bekannt.

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    Bilder: Schmittchen

  • Schön das hier auch im Außenbereich nun endlich voran geht.
    Der Bodenbelag macht selbst in noch ungereinigter Form und mit Regenwetter schon einen ganz guten Eindruck und könnte für eine angeneheme Atmosphäre auf dem späteren Platz sorgen.

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    Bild von mir.

    Es wäre natürlich trotzdem sehr schade, wenn die Skulptur einfach ersatzlos gestrichen wurde. Ein Highlight, in Form eines wie auch immer gearteten Kunstwerks, würde den Platz nochmal enorm aufwerten und ihm eine eigene Note verpassen. Das letzte was wir hier jetzt bauchen, wäre (mal wieder) eine eintönige Steinwüste ohne jegliche Struktur oder Inhalte – davon haben wir ja bereits ein paar in der City. Zugegebenermaßen hätte diese dann einen hübschen Belag, aber das würde dann sicher auch nicht viel retten.

  • Das ist doch ein einigermaßen gut eingefasster Platz aus dem man bestimmt sehr viel mehr machen könnte, als einfach nur ein Kunstwerk draufzusetzen. Ich bin hoffnungsvoll.

  • Der Platz hat jetzt seinen Belag und man sieht die Pflanzlöcher für die Bäumchen. (die Platten sehen für mich ein bisschen nach Resteverwertung aus, ist aber Geschmackssache). Die Qualität der Platten scheint den Baustellenbelastungen nicht gewachsen zu sein.

    Man kann jetzt zwischen Türmen wandeln und nach oben gucken, ich denke diese Perspektiven werden wir in Zukunft öfter sehen ...

    ... die Türme, 4 - 3 - 2 - 1

    ... und das Ganze noch mal von weit weg.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    (die Platten sehen für mich ein bisschen nach Resteverwertung aus, ist aber Geschmackssache)

    Passt aber leider zur Fassadengestaltung der Türme, insbesondere T2. Vielleicht sollten Projektentwickler, die ihre Kernkompetenz im Value Engineering und der optimierten Vergabeverhandlung haben, nicht solche bedeutsamen städtebaulichen Projekte realisieren... X/

  • Ich habe das Ensemble noch nicht live gesehen, nur im Bau. Insgesamt macht alles einen sehr guten Eindruck auf mich. Aber ich finde, dass die asymmetrisch verteilten Balkonöffnungen der Fassadenwirkung nicht gut tun. Dadurch wirkt es sehr unruhig, beinahe wie nicht fertig gebaut oder wie ein Haus mit eingeschmissenen Scheiben. Eine strukturiertere Anmutung hätte auch den Schrägen, welche die Zusammengehörigkeit der Türme zeigen, mehr Präsenz eingeräumt. Wie seht ihr das?

  • ^^ Es kommt natürlich auch auf die Beleuchtung an. Beim richtigen Sonnenstand kommen die Gebäudeformen und die Fassadengestaltung deutlich hervor.

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    Foto: Beggi

    Einmal editiert, zuletzt von Beggi (5. März 2025 um 18:05)

  • Die von thomasfra (weiter oben) gezeigten Pflanzlöcher auf dem Platz vor den Hochhäusern werden sich bald füllen. Entsprechende Bäume wurden angeliefert. Es könnte sich um Silber-Weiden handeln (ohne Garantie).

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    Foto: Beggi

  • Inzwischen wurde das Four-Areal weiter geöffnet. Ein Durchgang von der Großen Gallusstraße zur Junghofstraße (und umgekehrt) ist jetzt jedem möglich.

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    So gelangt der Passant erstmals in die Mitte der vier neuen Hochhäuser.

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    Auch ein Blick auf die fertige, in diesem Forum mehrmals dokumentierte Rolltreppe im Foyer von Turm 1 ist dadurch möglich.

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    Richtung Neue Schlesingergasse geschaut:

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    Blick nach Südwesten:

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    Nach so vielen Bildern von der Commerzbank-Treppe endlich ein Blick zurück. Ein Teil der von Beggi fotografierten Bäume wurde eingesetzt.

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    Ein großer Schritt in Richtung Fertigstellung auch an der Junghofstraße. Alle Barrieren vor dem Hotel wurden weggeräumt.

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    Der Grund ist einleuchtend: Das Hotel wurde heute offiziell eröffnet.

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    Bilder: Schmittchen

    Als Nachtrag und Bonus ein Foto aus dem Kimpton Main, übermittelt von einem geschätzten User dieses Forums, ebenfalls von heute.

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    Bild: Skyliner

  • Habe mir das Ganze in der letzten Woche auch angeschaut. Ich finde, die Pflasterung ist in Ordnung, die gelbliche Farbe ist freundlich und durch die unterschiedlich ausgerichteten Diagonalschnitte kommt etwas Abwechslung hinein. Einige der Dreiecksplatten sind zudem geriffelt. Auch Bodenbeleuchtung ist vorhanden, bestehend aus langen Rechteck-Leuchten mit Milchglas, die zwischen den Platten eingelassen sind. Die Bäume werden sicher auch zur Aufenthaltsqualität beitragen. Auch die Baumscheiben besitzen (runde) Bodenleuchten.

    Was mich aber stört, ist, dass der Platz - eigentlich ohne Not - nicht ebenerdig ist. Geht man vom Hauptplatz vor der Comba-Treppe in Richtung zwischen die 4 Türme, dann bildet der Weg eine ansteigende Rampe. Auf Schmittchens erstem Bild kann man das erahnen. Links am Bauzaun ist eine Mauer (grau) zu erkennen, links daneben befindet sich noch eine Treppe, um den Höhenversatz auszugleichen. Ich gehe davon aus, dass die Mauer auch noch ein Geländer erhält. Das wirkt auf mich nicht so wirklich einladend. Und was überhaupt nicht geht, sind diese großformatigen Gitterroste auf dem Hauptplatz - zu sehen auf Schmittchens viertletztem Foto. Was hat man sich dabei bloß gedacht? Wenn das tatsächlich so bleiben soll, kommt man sich auf diesem Platz vor wie in einem Hinterhof mit U-Bahn-Abluftschacht. Darum hoffe ich sehr, dass das nur ein Provisorium ist (Wasserbecken oder Beete stattdessen wären gut - ich glaube aber nicht daran).

  • Bei dem schönen Wetter habe ich mein Monsterweitwinkel (10mm) Gassi geführt und vom FOUR ein paar Raumeindrücke aufgenommen. Vom Roßmarkt kommend, empfängt der Neubaukomplex den Fußgänger mit offenen Armen:

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    Der zentrale Platz - hinter den Scheiben rechts vom Fotografen frühstücken die Hotelgäste:

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    Vom anderen Ende des Platzes zur Großen Gallusstraße geschaut:

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    Der Blick geht zurück:

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    Und ein Stück weiter stehe ich vor dem Omniturm und schaue ebenfalls zum zentralen Platz zurück. Hier entsteht am T2 noch ein ausladendes Vordach:

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    Der untere Teil der Neuen Schlesingergasse mit dem Eingang, über dem sich Lamellen zum Regenschutz herausbiegen. Links außerhalb des Bildes befindet sich die breite Tiefgaragenrampe.

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    Bilder: epizentrum

    Es gibt zwar noch einiges an Detailarbeit zu tun, aber das Endergebnis ist am Horizont in Sicht. Vom Konzept her gewinnt die Innenstadt vor allem durch die Öffnung des Areals sehr, auch die Architektur hat viel zu bieten. Der zentrale Platz wird sicher eine Anziehungskraft entfalten, zumal der Blick nach oben aus allen Positionen atemberaubend ist, auch die Schlucht der Großen Gallusstraße finde ich gelungen. Sie zieht jetzt schon quasi alle Fußgänger in ihren Bann. Die Platzsituation vor dem Omniturm ist eher unbefriedigend gestaltet, obwohl auch von hier die Aussicht in egal welche Richtung spektakulär ist - bspw. die in Richtung Himmel. Auch mich stören allerdings die drei riesigen Gitter auf dem Boden; die Kritik zur wahrscheinlich noch kommenden, endgültigen Platzgestaltung habe ich weiter oben schon geäußert.

  • Zur geplanten Retentionsanlage werden diese Bereiche gehören. Einen Tod muss man sterben, und womöglich war zunächst geplant, diesen weniger ansehnlichen, doch technisch notwendigen Bereich mit dem Bogen als begehbare Skulptur zu kaschieren. Dass es die Einläufe sind, kann ich mir aber nicht recht vorstellen. Von in diesem Bereich einlaufendem Oberflächenwasser wird die sehr große Anlage wohl kaum gespeist.

    Drei Thumbs - links ein Gitterrost im Detail (im Becken steht noch ein Gerüst), weitere, ziemlich große Bodenklappen und rechts ein Überblick.

    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/6387_four.jpg    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/6388_four.jpg    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/6389_four.jpg

    Bilder: Schmittchen

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Was mich aber stört, ist, dass der Platz - eigentlich ohne Not - nicht ebenerdig ist. Geht man vom Hauptplatz vor der Comba-Treppe in Richtung zwischen die 4 Türme, dann bildet der Weg eine ansteigende Rampe.

    Ohne Not sicher nicht. Zwischen der Junhhofstraße und der Großen Gallusstraße gibt es einen Höhenunterschied von 2,5 Metern. Ich finde das wurde hier gut kaschiert.

  • Laut Höhenpunkteraster 2020 beträgt der Höhenunterschied zwischen Junghof- und Gr. Gallusstraße um die 3,10 m, also praktisch ein Stockwerk.

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    Grafik: geoportal.frankfurt.de/Höhenpunkte_2020

  • Es wurden mitterweile alle 12 Bäume auf dem bereits freigegebenen Platz gepflanzt. Wenn die Absperrungen um die Bäume dann mal weg sind, und die Bäume belaubt, sieht das bestimmt gut aus.

    Werden eigentlich die alten Gehwegplatten auf dem Gehweg verlegt, die vorher vor dem alten Gebäude der Deustchen Bank lagen? Siehe Bild von oben rechter Rand.

    Bilder: Skyview

  • Ein paar Eindrücke meiner Baustellenbesichtigung von gestern (Ja, die Scheiben sind fürchterlich dreckig, ja, ich hatte keine Zeit, mich in Ruhe hinzustellen und auf Spiegelungen zu achten, aber ich wollte ein paar Fotos aus dem Stockwerk 26 teilen):

    Einmal editiert, zuletzt von Europäer (4. April 2025 um 15:01)