(Marstall-Areal) Königstraße 1-3, Hotel am Schlossgarten

  • Aus dem Artikel der Stuttgarter Zeitung:


    Kaufhaus Karstadt Sport: Einbau eines Lichthofs, Büros in den Obergeschossen, im EG zur Königstraße kleinteiliger Einzelhandel, zum Schlossgarten hin Gastronomie, öffentliche Terrasse in der 2. Etage.

    Einreichen des Bauantrags hierfür: Anfang 2022


    Theaterpassage: Abriss. Positive Bauvoranfrage.


    Hotel am Schlossgarten: Umbau innen und außen, Eingangsbereich soll nach oben erweitert werden. Gastronomie in Richtung Schlossgarten auf mehr als einer Etage, Außengastronomie schließt künftig an Gebäude 1c an. Zielgruppe Hotel: jung, modern, hochwertig.


    Königstraße 1b: Abriss Passage zwischen Hotel und Gebäude 1b.


    Kulturnutzung: Gespräche mit Architektenkammer für ein "Haus der Baukultur".


    Leitgedanke der Umbauten: Freistellung einzelner Gebäude, bessere Verbindung von Königstraße und Schlossgarten, Belebung und Aufwertung der Gebäude zum Park. Denn: Bauliche Situation lt. LBBW an der Königstraße heute katastrophal.


    Grund des "Strategiewechsels" der LBBW: Pandemie hat Einzelhandel stark verändert, Unternehmen wegen der Mietsituation „wirtschaftlich unter Druck“, keine Großbaustelle nach S-21, ressourcen- und umweltfreundlicher, schnellere Fertigstellung.


    Geplante Fertigstellung der Hauptbaumaßnahmen: Jahreswechsel 2024/25


    Architektenwettbewerb für die Freiraumgestaltung und für Gebäudeteil Kö 1b vorstellbar, aus Zeitgründen aber nicht für das Gebäude 1c. Im Fall eines großen offenen, europaweiten Wettbewerbs würde sich die Baufertigstellung bis 2030 verzögern.

  • Vielen Dank!


    Der "Leitgedanke" hört sich gut an, die Fertigstellung in 3 Jahren auch.


    Dann bleibt nur zu hoffen, dass die Umsetzung nicht wie so oft enttäuscht.

  • Im Artikel sind auch ein paar erste Visualisierungen zu sehen, diese stellen allerdings nur erste Ideen dar, sind also mit Vorsicht zu genießen. Was sicher positiv zu bewerten ist ist die mögliche zeitnahe Umsetzung. Es gibt großen Zuspruch von der Mehrheit der Fraktionen, nur SÖS-Linke ist der Meinung das mindestens eines der Gebäude eigentlich der Stadt gehört, da man die Landesbank ja mit Staatsgeld gerettet hat. Das die Eigentumsverhältnisse etwas komplizierter sind ist SÖS-Linke natürlich wurscht – man steht ja schließlich über dem Gesetz. Positiv auch der Ansatz mit deutlich mehr Gastronomie, insbesondere die Tatsache das diese Zukünftig über mehrere Geschosse geht und über eine offene Dachterasse verfügen soll. Auch die baulichen Veränderungen wie Lichthöfe und ein nach oben erweiterter Eingangsbereich des Schlossgartenhotels sind sicherlich richtig und wichtig. Was mich persönlich nach wie vor stört sind die geringen Baumassen. Teilweise sind es hier tatsächlich nur 4 Geschosse. Das finde ich dann doch etwas verschwenderisch mit den knappen Bauflächen in Stuttgart so umzugehen, aber sei´s drum. Ich bin mal sehr gespannt wann es losgeht und wie es letztlich wird.

  • Die Zielsetzungen sind sicher honorig, aber bei dem miefigen Schuhkarton-Bestand kann man sich noch so auf die Hinterbeine stellen, da kann für mich architektonisch nix Brauchbares rauskommen, ein bisschen Passagenabriss und Kosmetik beenden die unattraktive Flickschusterei nicht, verstärken sie auch noch. Nach 15 Jahren weitgehend sinnfreier Diskussion eine letztlich zu erwartende Pleite. Die Chance war da.

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    Es ist schon mehr wie Passagen abriss, man will an der gesamten Parkkante Außengastronomie etablieren, das wird neben der Königsstraße auch den oberen Schlossgarten aufwerten und beleben.

    Was mir an den Bildern auffällt, sind die niedrigen Höhen und das ist das, was bald keiner mehr verstehen wird, wie man hier je so niedrig bauen konnte.

  • Beim mittleren Gebäude an der Königsstraße wird das 1. Obergeschoss mit einer goldfarbenen / gold-grünen (?) Verkragung "verziert" werden. Diese Verkragung wird wie ein Kranz um das gesamte Gebäude laufen. Furchtbar! Ich befürchte, dass das grottig aussehen wird. Ich dachte, die 1970er Jahre mit ihren Geschmacksverirrungen sind vorbei. Oder doch nicht?

  • Tatsächlich wäre hier eine höhere Bebauung angebracht. Am anderen Ende der Königstraße am Wilhelmsbau schafft man es schließlich auch, um die sechs bis acht oberirdische Geschosse zu bauen. Das aktuelle Gebäude scheint mir allerdings noch niedriger zu sein als die Neubaupläne. Der ehemalige Karstadt Sport ist ganz gut hinter den Baumreihen der Königstraße versteckt, ist aber kaum höher als die Bäume. An der Königstraße 1-3 wurde scheinbar schon immer historisch niedrig gebaut. Vor dem Krieg stand hier der Marstall, optisch nett, auch mit integriertem Kino, aber im Gegensatz zum Bahnhof und Hindenburgbau doch immer recht niedrig. Merkwürdig, dass der Bebauungsplan scheinbar auch bei der Neugestaltung nicht mehr hergibt.

  • Leider mal wieder typisch, Sowohl für die Stadt auch auch für die LBBW Immobilien. Das wird ein Graus, wenn man das nicht nochmal überarbeitet. Schließlich ist ja nicht nur die Passage das Problem, sondern auch die Verschachtelung Richtung Schlossgartenhotel und die fehlende Parkanbindung sowie die vermurkste Einhausung der Bundesbank. Ich kann den vermeintlichen Entwürfen nichts Positives abgewinnen. Und das an diesem Stadtentrée.....


    Dommage, dommage