Elbdome - Multifunktionshalle am Elbtower [Idee]

  • Elbdome - Multifunktionshalle am Elbtower [Idee]

    Wie in diversen Medien übereinstimmend berichtet wird (wenn auch nicht im Detail deckungsgleich), plant ein privater Investor ("Home United") den Bau einer Multifunktionshalle zu Füßen des Elbtowers.
    Konkret gemeint ist damit wohl eine Lage im heutigen Billehafen, der dafür teilweise zugeschüttet werden soll.
    Mit 7000-8000 Zuschauer Kapazität (NDR: 6000-9000) soll der Bau eine Kapazitätslücke im Hamburger Raumangebot schließen.


    Kosten: etwa 150 Millionen Euro



    https://www.abendblatt.de/hamb…zen-in-der-HafenCity.html


    https://www.ndr.de/nachrichten…ken-geplant,halle220.html


    https://www.zeit.de/hamburg/20…multifunktionshalle-sport


    https://www.mopo.de/hamburg/fu…afencity-geplant-31870258



    Hamburger Sportvereine haben angeblich bereits Interesse signalisiert, aufgeschlossen scheinen auch diverse Politiker.
    Bedenken werden zur Verkehrsbelastung auf der Veddel und in Rothenburgsort geäußert.


    Interessant ist natürlich, dass diese Planungen, strategisch günstig, vor dem Start des Städtebauwettbewerbs "Stadteingang Elbbrücken" publik gemacht werden.
    Man möchte wohl, dass die Idee in die Planungen einsickert. :D

  • Deartige Hallen pflegen optisch i. d. R. keine Bereicherung für ihr Umfeld zu sein. Es müsste zudem ja wohl eine erhebliche Wasserfläche verschwinden - die umgebenden Landflächen sind ja entweder bereits bebaut oder verplant. Die Wasserflächen sind dabei m. M. n. relevant für die künftige städtebauliche Qualität des Quartieres.


    Vielleicht sollte die Politik noch mal eine Nacht darüber schlafen.

  • Ja Wasserfläche würde verschwinden, doch einen wirklichen Mehrwert bietet die Wasserfläche direkt neben den Elbbrücken nicht da es dort keine Aufenthaltsqualität gibt.
    Wenn man den mit noch einer weiteren Fußgängerbrücke mit der S-Bahnstation Elbbrücken verbindet kann es neue gute Wege Beziehungen geben.

  • Ich stimme Jannada zu. Momentan wäre wahrscheinlich so gut wie jedes Projekt eine Bereicherung für diese Gegend, weil dort einfach nichts erhaltenswertes ist.


    Auch aus städtebaulicher Sicht ist ein solches Projekt eine absolute Bereicherung für die Gegend und für die Verbindung von HafenCity+Rothenburgsort. Ich will nicht sagen, dass es das beste ist, was an dieser Stelle hätte enstehen können. Aber es ist trotzdem deutlich besser als der Status Quo.

  • Ganz ehrlich - ich verstehe Euch nicht.


    Was ist an Mehrzweckhallen eine Bereicherung? Fensterlose Monsterkisten mit Parkplatzwüste ringsherum - charmant wie ein fetter "real,-", aber zu 95% der Zeit leblos und ungenutzt. Derartige Funktionen werden üblicherweise zu Recht irgendwo in der Peripherie untergebracht.


    Das dank der Wasserflächen hohe städtebauliche Potential der Ecke wäre vertan. Nein, momentan sieht es dort nicht sehr einladend aus - das ließe sich aber mit ein bischen planerischer Phantasie und Sorgfalt bei der Entwicklung leicht ändern.

  • Du hast recht mit planerischen können kann man viel aus der Ecke rausholen, nur finde ich eine Arena mitten auf der Grünen Wiese nicht mehr zeitgemäß, wenn ich den Mobilitätswandel betrachte. Es sagt ja auch keiner mal soll ein Theater auf die Wiese setzen.


    Ich hab mal kurz meine Gedanken etwas in Bildform verarbeitet, ich habe dem Elbdome noch eine Randbebauung spendiert um so dem Ort mehr leben einzuhauchen und die Fläche besser zunutzen.Ich weiß dass es dort eigentlich keine Hochpunkte mehr geben soll..


    So was wie Logistikflächen kann ich mir am Rand vorstellen, natürlich nicht in den Dimensionen wie sie eine Riesenshow braucht, aber dafür gibt es ja die Große Arena im Volkspark.

    Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende - lizenziert nach CC BY-SA

  • Verkehr, oder besser ruhender Verkehr, ist bei dem Standort schon ein Problem.
    Für die meisten Hamburger und Besucher aus dem Umland ist es sicher kein Problem mit den Bahnen zur Halle zu kommen. Dafür sollten U- und S-Bahn locker reichen.
    Aber in der Halle soll ja auch Handball und Bascketball gespielt werden. Dann können dann schon mal über 1000 Gästefans kommen. Um ein Parkhaus wird man kaum rum kommen.

    Wobei in Alsterdorf und im Inselpark funktioniert es auch ohne Parkplatzwüsten ...

  • Zitat

    Was ist an Mehrzweckhallen eine Bereicherung? Fensterlose Monsterkisten mit Parkplatzwüste ringsherum


    Auch wenn die Skepsis wohl berechtigt ist, finde ich es ist der falsche Ansatz, immer davon auszugehen, dass Dinge auf die schlechtestmögliche Art umgesetzt werden. Aus der Perspektive ist im Grunde ja jedes Projekt abzulehnen. :D


    Zitat

    Es sagt ja auch keiner man soll ein Theater auf die Wiese setzen.


    Genau das ist der Punkt: traditionell werden Theater die, rein funktional betrachtet, ebenso ästhetisch anspruchslos auf der Grünen Wiese gebaut werden könnten, als architektonische Ikonen der Hochkultur konzipiert. Prinzipiell gibt es aber doch wenige Unterschiede.
    Wieso könnte nicht auch eine "Mehrzweckarena" anspruchsvoll und für den Stadtraum verträglich bis bereichernd umgesetzt werden?

  • Zitat

    Wieso könnte nicht auch eine "Mehrzweckarena" anspruchsvoll und für den Stadtraum verträglich bis bereichernd umgesetzt werden?


    Gute Frage. Sie kann. Der Stadtraum der Umgebung ist an diesem Ort jedoch alles andere als historisch einheitlich und wird bis in die weit entfernte Zukunft vom "Giganten" Elbtower dominiert (von dessen Realisierung ich mal ausgehe) in dessen "Schatten" und der Skyline der benachbarten Quartiersbebauung selbst ein grösseres Stadion eher unterdimensioniert wirkt.


    Zwischen Billebogen und Stadthafenkanal soll ja einmal das Eingangsportal zur Stadt werden, hat heute aber noch reichlich undefiniertes Gelände ohne nennenswerte Wohnbebauung gleichzeitig mit einer enormen verkehrlichen Anbindungsqualität, wie kaum ein anderer Ort der Stadt.


    Wenn nicht hier, wo dann ?

  • Ich finde auch, dass es nicht unbedingt schlecht sein muss.


    Riesenparkplätze würde ich auch nicht wollen - schon gar nicht in einer Gegend, in der der Anspruch ja ist, mehr Urbanität zu schaffen. Aber Parkhäuser können ja mittlerweile durchaus ganz nett anzuschauen sein (z.B. Speicherstadt).


    Und es gibt ja auch die nagelneue U-Bahnhaltestelle als Anreiz zum Auto-Stehenlassen.


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    Vielleicht könnte die Halle am Nordufer stehen (wenn der Platz reicht...?) und im Dreieck auf der anderen Seite ein wenig Gastronomie, die dort bestimmt gut ankäme. Verbunden mit einer Fußgängerbrücke - ein kleines Entertainment-Venedig mit einem Hauch Mediaspree. :)


    Und das gerade entstehende Hotel-/Wohnviertel auf der anderen Seite der Gleise hätte auf diese Weise einen kleinen Fixstern für Restaurants.
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    EDIT: Genau - den Elbtower hatte ich in meiner kühnen Vision (kleingedruckt) ganz vergessen.


    Marco

  • zu #5:


    Ich verstehe nicht, welches Potential du hier siehst. Die Lärmbelästigung hier direkt neben der Autobahn wäre doch unterträglich für Wohnungs-/Büro-bebauung. So eine Bebauung würde dort aber auch gar nicht hinpassen, wenn man nichts zuschüttet. Dort ist überhaupt kein Platz.


    Und was an den Wasserflächen so besonders sein soll, verstehe ich wiederum nicht. Erstens gibt es in der Hafencity genügend Wasserflächen, die wesentlich schöner sind. Zweitens bieten "Wasserflächen" nur Aufenthaltsqualität, wenn man sich dort auch *aufhalten* kann. Und ich weiß nicht, ob du schonmal dort in der Gegend warst, aber momentan ist die besagte Wasserfläche 20 Meter neben der Autobahn. Da sehe ich leider absolut kein Potential, sorry.


    Daher ist hier so gut wie alles, wahrscheinlich sogar ein "fetter real,-" eine Bereicherung. Es gibt nichts zu Verschlechtern.

  • ^


    Man könnte hier allerdings was "lärmintensives" auf/am Wasser machen, was wiederrum aufgrund der Wohnbebauung in der restliche HafenCity nicht möglich ist. Als erste Ideen fällt mir da vielleicht eine Wasserskianlage ein. Die Frage ist nur, ob man das in dem Hafen-Elbwasser machen möchte. Ggf. könnte man ja aber die Wasserfläche abtrennen.


    Das Hafenbecken selber würde ich aber nicht zuschütten. Da der Straßen Knoten in Rothenburgsort eh umgebaut werden soll, kann man so eine Halle auch zwischen Billhorner Röhrendamm, Brandshofer Deich und Reginenstraße (https://www.google.de/maps/@53.538936,10.0281835,19.87z) bauen. Dort sogar ohne architektonisches Aushängeschild. Vielleicht aber mit Rasensportplatz auf dem Dach o.ä. also nicht ganz 0-8-15. Parken (zumindest bei "Großveranstaltungen" in der Halle würde ich auch im Elbtower vorsehen (da Veranstaltungen i.d.R. außerhalb der Hauptarbeitszeit stattfinden).
    Das Hafenbecken bzw. deren Platz am Billhafen wird sicher mindestens in Mittagspausen bei gutem Wetter von den Arbeitern im Elbtower angenommen.

  • Zitat

    Da der Straßen Knoten in Rothenburgsort eh umgebaut werden soll, kann man so eine Halle auch zwischen Billhorner Röhrendamm, Brandshofer Deich und Reginenstraße (https://www.google.de/maps/@53.538936,10.0281835,19.87z) bauen.


    Könnte man - es ist aber das erklärte Ziel der Stadtverwaltung, die Brückenstraße architektonisch zu zufassen. Das ist überhaupt der eigentliche Grund, weshalb die Kleeblattauffahrten rückgebaut werden. Ich sehe nicht, wieso man eine niedrige, flächenintensive, lärmverursachende Nutzung wie eine Veranstaltungshalle ausgerechnet dort bauen sollte, wo eine hohe ruhige Raumkante gewünscht ist, die die Umgebung vom Lärm der Straße abschirmt.


    Besonders wenn in direkt Nähe ein Ort ist, der dafür besser geeignet wäre (der vorgeschlagene).