City Prag Porsche Design Tower, 90m

  • Der Artikel ist in vielerlei Hinsicht interessant, z.B. auch dass die Linke den Turm für einen (bedauerlicherweise nicht begrünten) „Glaskubus” hält. Das sind ganz neue geometrische Einsichten.


    Weiter ist schwer einzuordnen die Aussage, dass in der City Prag „insgesamt seit Langem 3 Hochhäuser” vorgesehen sein sollen. Beim Steidle-Konzept sind es derer vier, wobei nach meinem Verständnis das Porsche-Areal streng genommen nicht dazu zählt. Soll wie im Artikel das Theaterhaus aber durch dreiecksbildende Hochhäuser „eingerahmt” werden, wäre der Porsche Tower doch wieder Teil von City Prag.


    Und wenn ja, wo ist dann der „vierte Turm” abgeblieben?

  • Der Artikel hat mich auch aufhören lassen bei den seit langen geplanten 3 Hochhäusern. Aber wir kennen ja die Definition von Hochhäusern in unser Stadt. Alles was 40 m hoch ist gilt schon als Hochhaus.


    Ich kenne nur folgende Hochhäuser das Skyline 75m (fertig), der Porsche Design Tower 90m (geplant) und der Hotelturm des NIU Forum 42m (im Bau) in der Leitzstraße gegenüber dem zukünftigen Porsche Design Tower.

  • Das ursprüngliche Konzept sieht noch ein Hochhaus direkt an der Siemensstraße vor. Dort ist heute eine Parkplatzfläche und dahinter der Interimsbau vom Friedrichsbau-Varieté. Es ist allerdings der niedrigste der drei Türme, ich glaub so um die 50 m. Ob die Planung noch aktuell ist, wer weiß das schon.

  • Tja da schreibt man bei der Gebäudehöhe im Bebauunsplan noch eine "1" davor, und schon ist das Wohnungsproblem in Stuttgart um 400 Einheiten kleiner.....

  • Ach iwo, solange ein Großteil der Bevölkerung immer noch hörig dem linken Märchen vom bösen Investor hinterher rennt wird in Stuttgart kaum Wohnungsbau betrieben werden.

  • Alles was 40 m hoch ist gilt schon als Hochhaus


    Nein, alles was eine FOK im obersten Geschoss höher 22 m aufweist ist Hochhaus im Sinne des Baurechts.


    Zitat

    § 38 LBO BaWü (Sonderbauten)
    ...
    (2) Sonderbauten sind Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung, die insbesondere einen der nachfolgenden Tatbestände erfüllen:
    1. Hochhäuser (Gebäude mit einer Höhe nach § 2 Absatz 4 Satz 2 von mehr als 22 m),
    ...

  • höher 22 m... ist Hochhaus.


    Ja, diese Definition gilt auch international und hat mit der entsprechenden Höhe der Feuerwehrleitern zu tun.


    ... Wenn wir gerade bei Definitionen sind:


    Als Wolkenkratzer gelten Wohn- und Geschäftshäuser ab 150m:


    Und hier alle Gründe, warum sowas niemals in Stuttgart stehen kann:


    "Sie werden oft als Symbole für wirtschaftliche Macht und das Streben nach Wachstum angesehen, für ihre Erbauer und Besitzer können sie repräsentative Zwecke erfüllen. In vielen dicht bebauten Städten sind sie auch schlicht ein Ausdruck von Platzmangel und hoher Nachfrage." (wikipedia)


    Also absolut keine Übereinstimmung mit unserem Stutengarten ;)

  • Das mit den 40 m bezog sich auf unsere Herren im Gemeinderat und nicht im allgemeinen.


    Ich hätte es auch auf die Spitze treiben können und sagen können alles was höher als 8 Stockwerken ist in Stuttgart schon ein Hochhaus/Wolkenkratzer

  • Ach iwo, solange ein Großteil der Bevölkerung immer noch hörig dem linken Märchen vom bösen Investor hinterher rennt wird in Stuttgart kaum Wohnungsbau betrieben werden.


    ..... und rechts von der Mitte wird bei allem was grössser ist als ein Reihenmittelhaus gleich gemeingefährlicher Steuergeldverschlingender sozialer Wohnungsbau gewittert. Leider gibt es da eine unheilvolle Koalition über Parteigrenzen hinweg. Es ist halt immer so leicht dagegen zu sein.

  • Der Porsche Design Tower wäre mit 90 m tatsächlich schon das höchste Gebäude Stuttgarts, den Fernsehturm mal ausgenommen. Ansonsten stehen in Stuttgart eine ganze Reihe 60 - 70 m Stumpen irgendwo in der Landschaft herum, der Älteste davon bereits Baujahr 1928 (Tagblattturm). Insgesamt kann man sagen das es in Stuttgart bezüglich Hochhäusern nur eine sehr zurückhaltende Stadtplanung gibt und die Bevölkerung von "is mir egal" bis ablehnend schwankt. Trotzdem sind, mit dem Porsche Design Tower, momentan 4 Hochhausprojekte in der Pipeline und mit dem Schwabenland-Tower im Vorort Fellbach sogar ein über 100 m Hochhaus. Leider ist bei letzterem bereits seit Jahren Bausstopp. Hier eine Liste der Hochhäuser in Stuttgart: https://de.wikipedia.org/wiki/…hh%C3%A4user_in_Stuttgart

  • Es sind nicht die Stuttgarter, sondern unsere Stadtspitze die mit Hochhäusern harter. Obwohl bei einzelne Mitglieder von Parteien so langsam ein umdenken kommt.


    Der größte Teil der Stuttgarter wünschen sich sogar mehr Visionäres bauen und nicht immer der einfallslose Einheitsbrei.


    Wenn man bedenkt in der Zeit als der Tagblattturm entstand waren 2 weitere Hochhäuser am Postplatz (jetzt Rotebühlplatz) geplant gewesen. Unsere frühere Stadtväter waren damals etwas mutiger als heute. Es war einfach eine andere Zeit.

  • Die Topographie in Stuttgart ist sicher nicht besonders geeignet für eine HH-Bebauung. Das muss man schon sehen. Auch eine Gleichsetzung von Höhe und visionärem Bauen scheint mir falsch. Visionäres bauen wünsche ich mir auch. Gleichzeitig mahne ich einen behutsamen Umgang mit der Topographie und der Stadtsilhouette an.


    Beispiel: Pragsattel. Dort hat das HH der MB-Bank eine deutlich massivere Erscheinungswirkung als die eigentliche Höhe des Baus vermuten lassen würde...

  • Es gibt abgesägte HH-Stumpen, die immer dann entstehen wenn man aus komischen Gründen die Gebäudehöhe minimiert. Diese sind aus meiner Sicht das wahre Problem, manchmal reichen wenige Meter um den Gesamteindruck zu verbessern.


    Dazu benötigt man einerseits gute Architekten/Bauherren nur unser Gemeinderat der immer von Verdichtung spricht und sich selbst bei kleinsten Baumassenerhöhungen schwer tun diese zu genehmigen muss sich jetzt mal langsam bewegen.


    Aus meiner Sicht könnte helfen, Flächendeckend die erlaubten Baumassen zu erhöhen.


    Und immer, wenn es höher geht, mit einem Gestaltungsrat die Architektur auf höchsten Qualitätsstand zu heben, denn was Stuttgart sicher nicht braucht sind billige schnell hingeschmissene Hochhäuser, die kann man in Freiberg oder dem Lauchhau bewundern.

  • Ja, das ist in der Tat das Problem. Es ist kein Problem dass wir in Stuttgart keine 100m-Hochhäuser haben, sondern dass im Gemeinderat ab dem 2. OG über Hochhäuser fabuliert wird...

  • gehring
    Diese Ausreden kenne ich.


    Die Topographie in Stuttgart ist sicher nicht besonders geeignet für eine HH-Bebauung.
    An ausgewählten Standorten ist Stuggi sehr wohl geeignet (was immer das auch bedeutet, denn es ist auch schlicht eine Frage der Haltung). Insbesondere bei der immensen Flächennachfrage ist es gar ein Vergehen an der Stadt und seiner Bürger, keine Hochhäuser zuzulassen.


    Auch eine Gleichsetzung von Höhe und visionärem Bauen scheint mir falsch.
    Wir brauchen keine Visionen, wir brauchen Taten. Bei Visionen hilft der Arzt. Was der Stuttgarter Kleinstadtwahn für irre Stumpen hervorgebracht hat, ist doch in der Summe kaum zu ertragen. Gleichsetzung von Tiefstapelei und Qualität der Bebauung habe ich übrigens auch nicht verstanden.


    Gleichzeitig mahne ich einen behutsamen Umgang mit der Topographie und der Stadtsilhouette an.
    Welche Stadt-Silhouette? Mit 5-Geschossern und vereinzelten half-cocked Stumpen kamen wir offensichtlich nicht weiter. Behutsam ja, aber anpacken, intensiv und ab sofort.


    Beispiel: Pragsattel. Dort hat das HH der MB-Bank eine deutlich massivere Erscheinungswirkung als die eigentliche Höhe des Baus vermuten lassen würde...
    Auch da war einst ein Hochhaus geplant. Mit dem Hochhaus zusammen wäre die MB-Bank kaum noch aufgefallen, alles eine Frage der Relation. Vor allem am Pragsattel, Heilbronner Straße, Fasanenhof-Ost und Gewerbegebiet Vaihingen lässt sich doch wunderbar aus dem selbstkasteienden Diminuitiv-Korsett ausbrechen. Fritzle und PP müssen nur wollen.

  • Da kann ich Wagahai nur zustimmen. Es gäbe geeignete Stellen, wobei auch ich natürlich nicht überall in der Stadt Hochhäuser will. Man muss halt nur wollen.