Deutsche Oper am Rhein

  • Ich finde den Klotz auch viel zu wuchtig! Will man den Hofgarten/Landskrone endgültig zur Kulisse der Bürobauten verkommen lassen?

    Hier die Bilder von der Snøhetta-Seite - geplant sind übrigens 163.111 m² Fläche (alleine das lässt schon die Monstrosität erahnen!):


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    Quelle (alle Bilder): Snøhetta Arkitektur og Landskap A/S

  • Monstrosität ist der einzig passende Begriff - der verkehrteste Entwurf der möglich gewesen ist.

    Ja hat sich denn niemand am Standort umgesehen? Ich mag es bezweifeln.

    ich möchte dies noch nichtmal am Hafen sehen - ggf. (und dies ist das höchste der Gefühle) am Seestern.

    Dann allerdings ohne Oper.

  • Die gigantische Dimension dieses Entwurfes - insbesondere in dieser Lage - ist erschreckend!


    Zudem bin ich strikt gegen jeglichen Eingriff in den Hofgarten, der das Fällen von nur einem einzigen Baum mit sich bringen würde.


    Und bitte nicht noch ein Hotel...

  • Dann spiele ich mal die Kontra-Partei..... mir gefällt der Entwurf im Großen und Ganzen.


    Think Big :-P


    Ein Hochpunkt am Ende der Kö setzt m.M.n. einen passenden und krönenden Abschluss unsere prestigereichsten Straße.

    Da auf der Dachfläche öffentlich zugängliche Grünflächen entstehen, kann ich mit dem " Verlust" des bisherigen historischen Hofgarten-Teils durchaus leben.


    Es entsteht neuer ( wenn auch vermutlich unbezahlbarer ) Wohnraum, sowie Gastronomie und ein weiteres Hotel ( gerne aber mehr Wohnraum und kein Hotel ! ) in Altstadt-Nähe.


    Ohne Düsseldorf jetzt mit New York vergleichen zu wollen, aber wenn damals die New Yorker immer von " Monstrositäten" geredet hätten, gäbe es dort wohl auch deutlich weniger Hochhäuser ;-)


    Unser Hochhaus-Beirat wird dieses Projekt aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eh "absägen" - wie schon unweit entfernt an der Tucht-Insel bei einem anderen Entwurf geschehen....


    Für mich persönlich aber - neben dem Entwurf am Standort der Telekom - die imposanteste Lösung.

  • Ich möchte nochmal an die, aus meiner Sicht, wirklich eindrucksvollen Entwürfe von BIG erinnern! Im Vergleich zu diesem extrem langweiligen Entwurf, waren die von BIG geradezu filigran!


    Mich persönlich reizt ein Hochpunkt an dieser prominenten Stelle. Ebenso wie auf dem Gelände vom Kaufhof. Diese beiden würden m.E.n. tolle Kontraste zur üblichen Bauhöhe bieten!


    Aber ich schließe mich D-Dorfer an: der Hochhausbeirat wird an jedem Entwurf der höher als 25m ist rumdoktern, bis es zum monotonen Einheitsbrei verkommt. 🧐

  • Es wäre geradezu lächerlich, das Konzept von BIG am Wehrhahn der Höhe wegen abzulehnen und dann dieses Ungetüm zu genehmigen. Ein furchtbarer Entwurf.


    Hoffentlich setzen sich BIG /Signa ohne Abstriche an ihrem eindrucksvollen Entwurf durch.

  • Ich hätte gerne die Fluchtlinie der westlichen Kö-Bebauung beibehalten.

    Eine schleichende Verkleinerung des Hofgartens gefällt mir nicht. Die Baumasse, die dann unten entfällt, könnte man dann doch oben draufpacken. Damit hätte ich überhaupt kein Problem. Ich halte eine Verdichtung der Baumasse direkt an einem Park für sehr sinnvoll.

    Es gibt keine Anwohner, die über mögliche Verschattung jammern könnten, und Bäume, die es auch nicht aushalten, könnten stillschweigend ausgetauscht werden gegen solche, die weniger Licht benötigen.

  • Es ist der bislang schlechteste Entwurf zum Thema Oper!

    Hier hat sich das Büro Snohetta offensichtlich nicht ausreichend mit dem Ort, dem Umfeld beschäftigt; ohne jede Rücksicht auf die Strukturen der Stadt und auf umliegende Baudenkmale wird einfach ein maßstabsloses Volumen geplant, das Altstadt, Hofgarten und Kö zerstören würde.


    Studenten würde ich einen solchen städtebaulichen Ansatz nicht durchgehen lassen; für ein angeblich so renommiertes Büro ist sowas komplett daneben.


    Auch wenn dieser Entwurf nicht von der Stadt beauftragt wurde; die Verantwortlichen in Düsseldorf und im Opernhaus sollten sich generell Gedanken machen, ob Düsseldorf überhaupt eine Oper von "Weltformat" haben muss, oder ein zur Größe der Stadt passendes Haus.

    Auch in der Kommunalpolitik haben ja einige ein Maßstabsproblem.

  • Ich möchte mit D-Dorfer anschließen und auch mal Pro argumentieren. Seit gestern habe ich mir lange die Bilder und Perspektiven angeschaut. Zudem noch die Presse Statements der Parteien in dem RP Artikel. Erstens: Da nun anscheinend der Standort an der Kö (Postgebäude) vom Tisch ist aufgrund angeblicher technischer Unmöglichkeit - ich hätte diesen als wirklich beste Option gesehen - bleiben nur noch das Kaufhofareal, der heutige Standort und der Hafen. Zweitens: Der Kaufhofstandort geht aus meiner Sicht für ein solches geplantes Highlight Projekt überhaupt nicht! Falscher Standort, falsche Nutzung, keine Wirkung in diesem Umfeld und demnach komplett deplaziert .... hier sollte man hochwertig bauen, als würdigen Abschluss der Einkaufsstraße oder eben Entree in dieselbe. Bürohochhaus mit Handelsnutzung und Gastro plus öffentlichem Platz mit Grün. Drittens: von den dann verbleibenden Standorten Hafen und heutigem Standort würde ich fast den heutigen bevorzugen - ich finde den Opernvorschlag auf der Landtagszunge zwar extrem toll aber befürchte das es da zu eng wird und er nicht wirklich wirken kann - schade. Viertens: Und nun zum aktuellen Vorschlag - Mir gefällt dieser von Mal zu mal besser, warum? Die Hochpunkte nehmen das HH am anderen Ende der Kö auf. Durch das anscheinend hochwertige Fassadenmaterial werde sie denke ich potentiell sehr leicht wirken. Der 16 Meter hohe verglaste Unterbau mit der Holzskulptur ist Weltklasse!! Er würde ein echtes Markenzeichen für DUS und die Oper werden. Die Einbindung in den Hofgarten wird, so glaube ich, aus der Fußgänger Perspektive durch das Glas viel offener wirken als man die Bildern ansieht. Wenn man vom Rhein her die Hochhäuser sieht (vorausgesetzt die Umsetzung ist wirklich so hochwertig) könnte man ein wenig an die Elphi denken ... ebenso könnte die Kombination 3Scheiben + Oper + GAP las Rahmen der "alten Kö" harmonisch alt und neu verbinden. Man muss in DUS auch mal etwas wagen und nicht immer an die Stadtstruktur der 18. Jahrhunderts denken!! Entweder Stadt an der Düsseldorf oder (Design)Metropole - wovon ich überrascht war ist, dass alle Parteien (inkl. Grüne) den Entwurf gelobt haben und nicht irgendjemand sofort komplett dagegen war. Ist ja eher selten. Hier hätte man nun einen neuen Vorschlag der zentral, leicht erreichbar, elegant und unique, als Festpreis bezahlbar und Landmarks schafft. mal sehen wie die Diskussion weiter geht. Aber bitte haut doch nicht alle sofort auf den neuen Entwurf drauf sondern denk auch an die Alternativen - sonst gibt es am Ende gar nix ...

  • Tut mir Leid TM + D-Dorfer. Wir haben im Zusammenhang mit dem Thema Oper schon viele diskussionswürdige Vorschläge gesehen. Aber dieser ist nicht einmal diskussionswürdig. Er ist einfach nur aberwitzig schlecht. Komplett überdimensioniert und alles erdrückend. Das Steigenberger und die anderen Nachbarschaftsgebäude lässt er wie Katzenklos erscheinen. Der Bau quetscht sich in den Hofgarten und drängt sich in die Kö. Das letzte Bild mit den zwei sitzenden Menschen ist ein wunderbares Symbol für die seelenlose Kälte des Baus. Der (Holz) Eingangsbereich ist einfach nur drückend und erinnert an die Eiche Rustikal Einrichtung im Wohnzimmer meiner Eltern aus den 80er Jahren. Für die Ansicht vom Boden aus, wurde extra ein neblige kaltes Winterkleid gewählt, damit das Monster einen nicht gleich komplett erschlägt.


    Nein, der Vorschlag ist eine einzige Zumutung, der vielleicht noch nach Frankfurt ins Bankenviertel passt. Aber garantiert nicht zwischen Kö und HHA.

  • Ich muss sagen ich finde den Entwurf richtig Klasse und würde mich sehr freuen, wenn der Entwurf so umgesetzt wird, ich bin eh großer Freund von multi-purpose Buildings. So ein Gebäude wie ne Oper steht den halben Tag leer, daher gern mit Wohnungen und Büros ergänzen.

    Ich würde nur die Ecke zum Hofgarten abflachen und vll. durch eine Rundung ersetzen die in den Hofgarten vll. mit Bepflanzung übergeht, dann würde dem Entwurf auch trotz der Hochhäuser die Monströsität genommen werden z.B. wenn der Vorbau durch Terassen immer tiefer werden würde.

  • RP Artikel


    Hinter der Bezahlschranke. Zitat "Oberbürgermeister Stephan Keller spricht von einem „ernstzunehmenden Vorschlag, zumal sich die Idee für das Südende der Kö zerschlagen hat ... Für das Südende der Kö hatte das Büro SOP einen Entwurf vorgelegt, der viel Zustimmung erfahren hatte. Das rote Telekom-Gebäude hätte dafür fallen und die dortige Technik verlegt werden müssen, der Kommunikationsriese hat das Ansinnen der Stadt jetzt aber abgesagt.“

  • Auch wenn ich dieses neue Design nicht mag, bin ich doch überrascht, wie sehr sich einige über seine Höhe aufregen. Ich sehe kein Problem mit der Höhe an diesem Standort.

  • Ich verstehe nicht, was so viele immer wieder gegen Höhe an bestimmten Standorten haben. Ökonomisch und ökologisch sinnvoller Bauen geht eigentlich gar nicht.


    Wer trifft eigentlich in Düsseldorf die finale Entscheidung? Mitbestimmung ist zwar wichtig, ich habe aber immer bei jedem Entwurf das Gefühl, dass er kaputtgeredet wird von allen beteiligten Gruppen.

  • Mir gefiel nicht, dass die Baufluchtlinie nicht eingehalten wird, habe mich aber inzwischen damit arrangiert, zumal die Bäume auf den Dächern den Verlust an Bäumen, der durch den verkleinerten Hofgarten entsteht, wohl mehr als wettmachen.

    Ansonsten gefällt mir der Entwurf ungemein, gerade an dieser Stelle, Düsseldorfs einziger U-Bahnkreuzungsbahnhof muss doch mal verdichtet werden.

  • BIG am Wehrhan

    Auch wenn ich dieses neue Design nicht mag, bin ich doch überrascht, wie sehr sich einige über seine Höhe aufregen. Ich sehe kein Problem mit der Höhe an diesem Standort.

    Sehe ich auch so. Die Höhe stört mich gar nicht. Im Gegenteil, hier darf ruhig was höheres entstehen. Das Design ist zu massiv, wahrscheinlich will man maximale Raumnutzung erreichen.