Deutsche Oper am Rhein

  • Kann mich nur sw-grisu anschließen (Beitrag #79). Oper fügt sich harmonisch der vorhandenen Bebauung ein (ergänzt Interconti, Südfassade passend zum GAP 15). Verkehrsanbindung optimal, leider wird mir beim Blick auf die Zeichnungen immer wieder bewusst, dass das GAP 15 auf halber Strecke nach oben steckengeblieben ist.

  • Der Standort hätte sicherlich einige Vorteile. Andererseits würden andere Stellen in der Stadt den städtebaulichen Impuls eher benötigen. Überregionale Strahlkraft würde der Bau mMn nur in direkter Rheinlage entwickeln können.

  • Siehe meine #77:


    Bevor es sich lohnt, über den Standort zu diskutieren, hätte ich gerne die Zusage der Telekom, dass das Bestandsgebäude abgerissen werden kann. Hierauf geht der Zeitungsartikel (seltsamerweise) gar nicht ein.

  • Zunächst müsste man tatsächlich erst mal die Frage klären, ob die Fläche des Telekomgebäudes überhaupt für eine Neuplanung zur Verfügung steht. Dem Gebäude würde ich keine Träne nachweinen.


    Sollte die Fläche zur Verfügung stehen, kann man gerne weiterdiskutieren.


    Aus meiner Sicht wäre es allerdings der Ideale Standort für ein Neubau des Opernhauses da er sehr Zentral in der Innenstadt liegt und eine schönes Eingangstor für die Königsallee wäre. Bislang konnte mich noch kein Standort wirklich überzeugen. Weder am Medienhafen noch am Rhein gäbe es einen Standort, der mich wirklich überzeugt. Der ehemalige Kaufhof am Werhahn als Standort überzeugt mich auch nicht ganz. Der jetzige Vorschlag ist aus meiner Sicht der der Beste unter den bisherigen Ideen. Auch der Entwurf selbst gefällt mir sehr gut.


    Nur die beste Idee und der schönste Entwurf nützen am Ende nichts, wenn die Telekom ihren bisherigen Standort weiter nutzen will.

  • ^ Ich glaube nicht, dass man eine Fläche in den Raum wirft, ohne vorher mit dem Eigentümer oder auch der Stadt (schließlich ist da ja noch ein Stück Straße und Parkfläche, die wegfallen würden) zu sprechen....


    Eigentümer ist seit Ende 2019 Momeni, verkauft wurde das Gebäude von Warburg-HIH - die Telekom ist also schon länger nur noch der Nutzer.

    Da wäre dann nur die Frage, wie lange der Mietvertrag noch läuft bzw. ob die oberirdischen Büroflächen nicht woanders hin verlegt werden könnten - eine Verlegung oder Integration der Telekomanlagen (die im unterirdischen Bereich liegen dürften) dürfte Dank Digitalisierung heute auch nicht mehr so problematisch sein.


    Ich halte den Standort an der Kö für den besten, der als Idee bisher gekommen ist!

  • Der Standort ist sicherlich interessant; unweit stand bis zum Krieg das Schauspielhaus. Schwierig ist sicherlich das deutliche Ausgreifen des Baukörpers über die Fluchtlinie der Bahnstraße in den GAP. Sicherlich ist der Vorschlag neben der Schadowstraße/Wehrhahn der beste Alternativstandort.


    Das ehemalige Telekom Gebäude, das meines Wissens nach früher vor allem die die Ortsvermittlung beinhaltete, dürfte durch den technischen Fortschritt obsolet sein; viele derartige, früher mit Technik vollgestopfte Gebäude der Telekom stehen heute überwiegend leer.


    Wobei ich den aktuellen Standort noch immer den für den besten Ort für die Oper halte; mit einem für Düsseldorf angemessenen Raumprogramm dürfte die Oper dort auf jeden Fall realisierbar sein.


    Das endgültige Erscheinungsbild der Oper wird sowieso in einem Architektur Wettbewerb festgelegt; aktuell geht es um den Standort.


    Die Elbphilharmonie- oder Sidney-Träume halte ich für übertrieben und nur für hübsche Stadtmarketing Bilder geeignet. Ein solcher Standort würde der Oper selbst nichts bringen. Der Standort der Elbphilharmonie ist ja auch für den Betrieb alles andere als unproblematisch.


    Hauptsache, die Oper bleibt in der City!

  • Mein Favorit bleibt der Standort am Rhein/Medienhafen. Das wäre ein echter Knall mit großer Wirkung.


    Der neu vorgeschlagene Standort an der Kö schafft es allerdings aus dem Stand auf Platz 2 meines Rankings 👍

  • Mein Favorit bleibt der Standort am Rhein/Medienhafen. Das wäre ein echter Knall mit großer Wirkung.


    Der neu vorgeschlagene Standort an der Kö schafft es allerdings aus dem Stand auf Platz 2 meines Rankings 👍

    genau meine Meinung. Hoffentlich setzt sich nicht die Wehrhahn-Lösung durch. Diese Lage bietet der Oper kein passendes Ambiente. Auch braucht der Wehrhahn einen Magneten, der vor allem auch tagsüber Leute anzieht. Ein Innenstadt-Ikea war da schon eine gute Idee.

  • Ich halte einen Bau dort für eine absolute Fehlentscheidung, das ist eine Premiumlage in der Stadt da wird so oder so was cooles entstehen, es gibt also keine Not dort Steuergelder zu versenken.

    Ich würde die Oper in der Tat in eine weniger entwickelte Ecke bauen. Vll. sogar mit der Oper als Highlight den Medienhafen weiter entwickeln.

  • Die RP berichtet (leider hinter Paywall) von der dritten und letzten Bürgerbeteiligung. Das Ergebnis ist.... nunja....eine eierlegende Wollmilchsau. Die Oper soll natürlich das Stadtbild prägen und eine hohe Strahlkraft haben, auch international, gleichzeitig will man aber keine Lösung wie Sydney oder Hamburg.

    Die Oper soll allen offen stehen aber gleichzeitig höchsten Ansprüchen genügen. Klimaneutral und resilient natürlich auch. Man will einen tollen Standort haben, aber keine Flächen versiegeln. Vielleicht auch am aktuellen Standort aber nur wenn der Hofgarten nicht oder kaum beeinträchtigt wird. Einzige konkrete Info ist dass der Standort Kö ernsthaft geprüft werden solle und der Standort Rheinpark abgelehnt wurde.


    Für diejenigen mit entsprechendem Zugang: https://rp-online.de/nrw/staed…esste-wunsch_aid-62245721

  • Wahrscheinlich hat die Oper bereits ihren idealen Standort an der Heinrich Heine Allee und man sollte versuchen sich dort im Rahmen eines Neubaus zu optimieren.


    Den Standort auf der Landzunge der Wasserschutzpolizei im Medienhafen halte ich für unvertretbar. Der Park würde scheinbar komplett bis Höhe Rheinturm überbaut werden, ohne das für den Hafen viel gewonnen wäre. Er funktioniert auch ohne Oper, die Restaurants sind abends idR gut besucht. Eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt, Blick von der Marina Richtung Sign, wäre dann zudem ziemlich verbaut. Grünflächen gibt es im Hafen auch keine, da sollte man gerade hier nicht bauen.


    Da wäre mir der Rheinpark in Golzheim lieber, wo man die Oper zu einem wesentlichen Teil über den tieferliegenden Parkplatz und Rhein bauen könnte und so nur einen vergleichsweise kleinen Teil der eh großen Parkflächen berühren müsste. Aber wie bereits geschrieben, vielleicht liegt die Oper bereits schon an idealer Stelle.

  • Gut, dass der Rheinpark abgelehnt wurde. Es wäre ein Wahnsinn die Rasenflächen da kaputt zu machen. Ich hoffe, dass sich die "groß" denkenden Leute durchsetzen und die Oper in den Medienhafen kommt, wo sie am Wasser zu einem architektonischen Highlight weit über D-Town hinaus wird.

  • ^Es wäre also ok die einzige Rasenfläche in Nähe des Medienhafens (Plan zum Bau bei der Wasserschutzpolizei) komplett zu bebauen. Im Rheinpark in Golzheim, wo nur ein kleiner Teil Rasenfläche geopfert werden müsste, wäre das nicht ok. Erschließt sich mir nicht.


    Der Medienhafen braucht die Oper nicht. Er ist schon heute architektonisch einzigartig.


    Für das normale Tagesgeschäft der Oper wären beide Standorte wahrscheinlich nicht optimal gelegen.

  • Der Medienhafen braucht kulturelle Elemente, um ihn zu einem runderen Reiseziel zu machen. Heute ist es kalt. Er braucht mehr Interaktion auf menschlicher Ebene mit mehr Wohnbevölkerung und Fußgängerverkehr. Das Covid hat gezeigt, dass es zu sehr auf Büros ausgerichtet war, da es eine tote Zone war. Die Ansiedlung der Oper an diesem Knotenpunkt ist das größte internationale Statement, verleiht dem Gebiet Tiefe und einen Grund, es zu besuchen, und passt zu der kühnen Architektur, die das Gebiet anstrebt. Das bedeutet aber nicht, dass der gesamte Headland Park verschwindet. Das ist Panikmache. Ich würde auch den Rheinpark unterstützen. Aber ich würde ihn nicht dort lassen, wo er ist, und ihn auch nicht in der Wehrhahn signa-Entwicklung in Betracht ziehen.


    Das wird ein entscheidender Faktor dafür sein, ob wir eine Traum-Großakt-Dorfstadt bleiben. Oder ob wir ernsthaft in der nächsten Liga der Städte mitmischen wollen.

  • Diesen eigentümlichen Spagat in den Köpfen der Düsseldorfer aus dem wortwörtlichen Dorf und der Weltstadt (gerne Paris) wird auch eine neue Oper im Medienhafen nicht ändern. Dafür müsste auch der eher konservative Einfluß (bevorzugt aus Kö, Pempelfort, Oberkassel, IHK) auf die Lokalpolitik breiter werden. Eine neue Uni mit 50 Tsd. Studenten vielleicht.. ;)


    Mir sind wenige Städte bekannt, bei denen man eine Bandbreite hat von Brennpunkt mit EFH-Siedlungen (äußerster Süden), Stadtteile wie in einer quasi-bankrotten Ruhrgebietsstadt (Eller, Holthausen, Teile von Oberbilk), Speckgürtel-Stadtteile (Norden, Benrath/Urdenbach), wohlhabend alternativ (Flingern Nord, Unterbilk), wohlhabend (Altstadt, Kö, Oberkassel, Pempelfort). Der durchschnittliche Zustand der Schulen in den jew. Stadtteilen ist ein guter Gradmesser für die Ungleichheit dieser Stadt.


    Für mich ist der Medienhafen kein Knotenpunkt sondern ein Bürogebiet am Stadtrand. Für mich könnte man auch eine Oper auf dem Mitsubishi-Electric Halle - Gelände bauen, an Veranstaltungshallen haben wir ja kein Mangel, gerne auch für 200 Mio. € statt 600 Mio. €. Mir ist es auch egal, in welcher Liga wir spielen, ich würde es schon mal begrüßen, wenn es hier etwas mehr Recht und Ordnung gäbe und man statt Obdachlose im Hofgarten zu verscheuchen das Ordnungsamt an sicherheitsrelevanten Stellen einsetzt und z.B. Parkgebote so lange kontrolliert, wie auf den Schildern angegeben ist. Das machen Städte wie London sehr gut, obwohl es eine Weltstadt ist, und damit die Herausforderungen größer sind als hier, sind die Straßen dort i.W. aufgeräumt.

  • Mein Favorit ist mit Abstand das Telekomgelände am südlichen Ende der Kö, die Oper muss zentral liegen und gut erreichbar sein.

    Der Rheinparkbereich am Parlamentsufer/Wasserschutzpolizeiwache hat diese Voraussetzung nicht, zudem muss man nicht auch noch weitere Grünbereiche dafür zerstören!

    Die Oper wird auch kaum zusätzliche Besucher in den Medienhafen locken, denn wenn man es realistisch betrachtet, ist sie ja nicht unbedingt ein Publikumsrenner - deswegen gibt es ja auch oft starke Kritik daran, dafür überhaupt Steuergelder zu ver(sch)wenden.

  • Auf Instagram prâsentieren heute Snøhetta, die auch schon die neue Osloer Oper designt haben, einen Entwurf für einen Neubau am jetztigen Standort, inklusive zweier Hochhäuser, im Auftrag der CG-Gruppe.

  • Dieses Monstrosität, ich kann es nicht anders bezeichnen, erdrückt den Hofgarten und die umliegenden Gebäude gerade zu.


    Mir gefällt an diesem Entwurf rein gar nichts. Der Entwurf wirkt auf mich in allen Belangen einfach nur lächerlich.