Deutsche Oper am Rhein

  • Weil die Oper am Rhein ein Düsseldorfer Haus ist und man so nett ist den Duisburgern, die einen deutlich geringeren finanziellen Anteil an der Opernehe tragen, überregional beachtete Ballett- und Opernaufführungen zu emöglichen.


    - Gezeichnet, ein Duisburger

  • Das sehe ich nicht. Der logistische Aufwand ist überschaubar und der Duisburger Beitrag, wenngleich geringer, ermöglicht es der DOaR das größte Opernensemble Deutschlands zu finanzieren. Der notwendige Um-/Neubau des Düsseldorfer Hauses hat für die Opernehe ja erstmal keine Relevanz.



    Mod: Bitte keine sinnlosen Vollzitate des jeweils vorstehenden Beitrags. Der Bezug versteht sich von selbst.

  • Bitte auf keinen Fall den Rheinpark oder die Landzunge am Landtag antasten. Auch das Tonhallenufer käme für mich nicht in Betracht.


    Grundsätzlich würde ich einen Standort in der Innenstadt vorziehen. Wenn dafür aber tatsächlich der Hofgarten angetastet werden müsste, bin ich doch eher für den Hafen.


    Was die Verkehrsanbindung des Hafens betrifft, sollte man ohnehin mal ernsthaft an einer Verbesserung arbeiten.

  • Ich favorisiere die Landzunge am Hafen. Und das nicht aus einem total überzogenen "wir ahmen Sydney nach" Gedanken heraus.


    Der Standort gefällt mir einfach. Kultur und Politik nah beieinander. Zwei Säulen die unsere Gesellschaft zusammen halten. Und die Dritte, die Wirtschaft, ist mit dem Hafen ebenfalls direkt nebenan. Ist doch super!

  • Ich stimme Gestalt zu, weder der Hofgarten sollte angetastet werden, noch eine Kopie á la Elphi oder Sydney irgendwo am Hafen angestrebt werden.

    Zudem finde ich passt das Bestandsgebäude der Oper wunderbar in das Bild der HH-Allee.

    Da der Stadt das Thema ja bereits lange Zeit bekannt ist, hätte m.E. auch das viel diskutierte und verschwendete Grundstück an der Ecke Bilker Alle/Elisabethstraße ins Auge gefasst werden können.. Reichlich Platz, ÖPNV-Anbindung, innerstädtischer Kontext und hätte dem Bilker Zentrum einen Schub geben können und die Innenstadt in diese Richtung erweitert.

  • Man sollte sich mind. an der Größe des Haus in Duisburg orientieren. Ich kenne viele Leute die an der Oper arbeiten und ein Kritikpunkt ist immer der Platz dort, das man keinen Opernturm hat wie in Duisburg und immer nur eine Oper gleichzeitig aufbauen kann. Das ist auch ein Grund warum manche Opern nur in Duisburg und nicht in Düsseldorf gezeigt werden.

    Genau hier haben auch viele Entwürfe einfach ein Problem. Ich bin so oder so kein Freund davon zu viel Staatsgeld in Opern zu investieren aber hier muss wirklich gehandelt werden.

  • Hallo liebes Forum,

    ich bin nun auch schon seit einiger Zeit eifriger Passiv-Leser und hatte jetzt das Bedürfnis auch einmal meinen Senf dazu zugeben! :)

    Zum Thema:
    Ich habe selber lange Zeit im Umfeld der Oper gearbeitet und kenne das Haus recht gut. Man kann natürlich persönlich das äußere Erscheinungsbild schön oder nicht schön finden. Was jedoch keine subjektive Wahrnehmung ist, sondern leider ein trauriger Fakt: das Haus kann den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden. Es ist schlichtweg zu klein und innen vollkommen verbaut.

    Ich bin daher defintiv für den Neubau an anderer Stelle in der Stadt. Aus organisatorischen Gründen (Aufrechterhaltung des Spielbetriebs während des Neubaus) und eben auch weil der Bestand einfach nicht mehr hergibt als jetzt und man ja nicht in den Hofgarten bauen möchte/ sollte.

    Ich finde den Gedanken eine Dt. Oper am Rhein auch tatsählich baulich direkt an den Rhein zu setzen auch höchst spannend, weil man damit städtebaulich zu neuen Höhen vorstoßen könnte (ein ewiger Wunsch der Düsseldorfer Politik egal welcher politischer Coleur ;D ).
    Allerdings halte ich alle bisherig diskutierten Standorte für ungeeignet:
    Landzunge Rheinpark: Da ist ein Park und das ist auch gut so und sollte so bleiben.
    Rheinpark Golzheim: s.o.
    Kesselstraße: Finde ich einfach etwas zu weit weg, da am äußersten Ende des Medienhafens.
    Freiwiese über der Tunnelmündung Oberkasselerbrücke: Das wurde meiner Erinnerung nach bei einem der Entwürfe zum "Blau-Grünen-Ring" einmal vorgeschlagen. Der Standort ist zwar grundsätzlich sehr interesssant, verbaut aber vermutlich sehr die historische Silhouette der Altstadt.

    Meines Erachtens gibt es aber noch ein kleines, "innenstadtnahes" Stück am Rhein, welches noch nicht bedacht wurde: Die Landzunge an welcher sich der Paradiesstrand befindet.
    Mir ist zwar bewusst, dass das eher in die Kategorie "Träumerei" gehört, nur angenommen die Stadt Düsseldorf findet irgendwo 500 Mio. + die sonst keiner haben möchte, fände ich das den idealen Standort:

    Fußläufig über die kleine Brücke über den Hafeneingang sehr schnell zu erreichen, an einer herausragenden Position, ohne irgendetwas zu verbauen oder zu verdecken, könnte man dort eine architektonische Perle (ich fand den Entwurf auf der gegenüberliegenden Landzunge grundstäzlich sehr schön) bauen. Den Paradiesstrand könnte man in diesem Zuge etwas herrichten und bewirtschaften (zumindest teilweise) und hätte endlich mal einen richtigen "Stadtstrand" von dem die Stadtgesellschaft ja auch schon seit dem Ende des Monkeys feucht träumt ;).
    Die logistische Infrastruktur könnte man auf die der Altstadt abgewandten Seite einrichten, wo sie über die Hafenzufahrt auch für LKW gut zu erreichen wäre und niemanden stört.
    Dann packt man noch ganz vorne auf die Landzunge einen schönen großen Platz mit bester Sicht auf das Statdpanorma (Herr Lüppertz oder sonst wer stellt noch eine schöne Figur direkt an die Hafeneinfahrt) und das Meisterstück ist gelungen!
    Einziger großer Haken wäre die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV und dem Auto... aber wenn die Stadt in diesem Szenario so viel Geld über hat, ist ja vielleicht auch noch eine nagelneue Ubahn in den Medienhafen drin ;D

    So. Soviel von meiner Seite dazu. Ich hoffe ich erschlage Euch nicht direkt mit dem ersten Beitrag :D

  • Die Standortproblematik wird das Hauptthema bei einem Neubau sein. Ich halte allerdings alle Orte bis auf den ehem. Kaufhof am Wehrhahn städtebaulich für ungeeignet.


    Hofgarten: Baumbestand heilig, es wird keine Ratsmehrheit geben, die dort fällen lassen würde für eine Oper

    Rheinpark: Zuletzt in den 50ern als Messeausweichstandort benutzt, seitdem frei und ebenso viele Baumopfer

    Kesselstraße: Architektonisch viel möglich aber harter Konkurrenzkampf mit dann Pier One und Erreichbarkeit

    Bremer Straße/Paradiesstrand: Unmöglich, da viel zu wenig Fläche, dazu unheimlich lange MIV/ÖPNV-Wege, zuletzt NSG


    Es gibt allerdings Flächen, die bei einem Umzug der Vornutzer interessant wären:


    Kölner Straße 180 - Würde Oberbilk massiv aufwerten

    Das technische Rathaus - Gute erreichbarkeit und Blickfang an der Ringstraße

    Die Robert-Schumann-Hochschule - Soll ja langfrisig zum alten FH-Campus ziehen

    Und natürlich auf dem alten FH-Campus selbst - Gute Erreichbarkeit und Potenzial für Kulturquartier

    Der Mr. Wash neben dem ARAG-Hochhaus - Ebenso gut angebunden und freistehend

  • Der ehem. Kaufhof am Wehrhahn ist in Zusammenhang mit dem ggü. liegenden Karstadt als Standort eig. ganz nett. Beides altehrwürdige bürgerliche Insitututionen, die ihrer Überführung in die Zukunft harren. Die Schwachstelle ist die mangelnde Aufenthaltsqualität. Kein Vorplatz, kein Blick aufs Wasser, dafür in der Pause "Maredo" und Leihhaus als Aussicht. Für mich kein Gewinn zum alten Standort.


    Bliebe noch den Rheinturm abzureißen. Der Standort zwischen Marina und Landtag hat mächtig Charme. ;)

  • Ich halte den südlichen Teil des Rheinparks für einen guten Standort und hielte es für vertretbar hier einen vielleicht 9.000qm großen Neubau (Bodenfläche) zu realisieren. Der südliche Teil ist nicht so stark frequentiert, der Boden ist seit Jahren ausgedürrt und wird eher wenig genutzt. Die Oper könnte sich zum nördlichen Teil des Parks öffnen, in diesen räumlich übergehen und wäre ein schöner Blickfang. Es könnte eine große öffentliche Dachterrasse angelegt werden, die einen Teil des Parkverlustes kompensieren würde. Der Bau könnte auch Richtung Rhein ausgerichtet werden, vllt. in Teilen über diesem Schweben (mindestens ein Teil der Dachterrasse) und so den Raumverlust im Park weiter begrenzen. Die ÖPNV-Anbinung wäre vorhanden, Parkraum könnte neuer geschaffen werden und der Parkplatz direkt am Rhein evtl. entfallen. Es könnte sich ein tolles Ensemble aus Rheinterrasse, Ehrenhof und BezRg. bilden. Zudem wäre die neue Sicht vom Rhein stadtprägend. Insgesamt würden mMn die Vorteile den teilweisen Verlust an Parkfläche überwiegen.


    Edit: Im Zuge des Neubaus könnten evtl. die Autoparkplätze westlich (Rhein) und östlich (Cecilienalle) unter die Erde gelegt werden und die gewonnene Fläche dem Rheinpark zugeschlagen werden. Die Parklätze östlich sind eh ziemlich unpraktikabel und es gibt dauernd Probleme zwischen den Verkehrsteilnehmern und an den Ein-/Ausfahrten.

  • Wie wäre es denn mit dem Standort zwischen Theatermuseum u. dem kleinen See mit der Fontäne "Jröner Jung" an der Jägerhofallee?


    https://www.google.com/maps/@5…811737,117m/data=!3m1!1e3


    Südlich ist das Schauspielhaus, man hätte den Blick auf einen kleinen See und wüsste sich in der Pause die Beine zu vertreten. Das Theatermuseum zieht im Übrigen in diesem Jahr ins KAP1, auch weil das Hofgärtnerhaus stark sanierungsbedürftig ist. Nach der Sanierung könnte man dieses evtl. in den neuen Opernstandort mit einbeziehen. Für eine bessere Anbindung an den ÖPNV könnte man eine neue Straßenbahnhaltestelle "Opernhaus" bauen, die recht genau zwischen den Haltestellen Schadowstraße und Sternstraße läge.


    Man müsste für diesen Standort zwar ein paar Bäume fällen, aber das ließe sich ja das durch das Aufforsten am jetzigen Standort der Oper kompensieren.

  • Ich denke, alles was den Hofgarten in irgendeiner Form antastet, wird als politisch inakzeptabel ausscheiden.


    Das killt ja aller Voraussicht nach auch den jetzigen Standort definitiv.


    Generell haben alle auf den Rhein bezogenen Standorte den Nachteil, dass halt Uferzugang oder Parkfläche verbaut wird,


    Bis jetzt würde ich daher zum Standort Kaufhof Wehrhahn tendieren, der diese nach dem U-Bahnbau und den Problemen der Kaufhäuser ziemlich gebeutelte Ecke aufwerten würde. Es müsste allerdings tatsächlich eine Art Solitär werden, der auch nicht den Blockrand einhält, denn irgendeine Art Vorplatz / Vorfahrt wird man brauchen.

    Historisch wäre das allerdings natürlich nicht ohne Vorbild. Die Tonhallenstraße heißt ja nicht umsonst so, sondern weil vor dem Krieg dort (allerdings auf der Karstadt-Seite) die alte Tonhalle als Konzert- und Veranstaltungshalle stand. Damals hatte man also noch keine Probleme, dies als erweitertes Zentrum zu sehen und eine solche Einrichtung dorthin zu geben.

  • Warum eigentlich nicht das ehemalige Dreba / Coba Gebäude an der Kö.?

    Das würde von der Grundstücksfläche und Lage doch super passen.