Intercontinental: Erweiterung und Sanierung Hochhaus (geplant)

  • Jetzt geht es zur Sache, die alten Platten kommen (alle) weg. Hinter ihnen kommen gemauerte Zwischenräume am Betonskelett zum Vorschein:



    Die neu zu montierenden Platten waren noch nicht in Sicht. Dafür eine Erinnerungstotale:



    Bilder: epizentrum


    Die hellen Flächen an den Stirnseiten sind übrigens länger schon nicht verkleidet, sondern nur überstrichen. Hier ein Schnappschuss auch von der anderen Seite.

  • Der Großteil der Platten ist abmontiert, und man sieht es erst auf den zweiten Blick...



    Bild: epizentrum


    Der im Aufbau befindliche Kran ganz links gehört übrigens zur Baustelle an der Wiesenhüttenstraße (siehe zuletzt hier). In der Grube für das "The Inbetween" nebenan stehen auch bereits zwei (zuletzt dort).

  • Die AHGZ weiß, wie die Fassadensanierung des Hotel Intercontinental ablaufen wird. Die Fassadenplatten werden wohl weiß angestrichen und wieder angebracht, zunächst wie schon ersichtlich die Mainseite, bis Mitte Juni auch die Seite zur Stadt.
    Weiterhin wurde wohl ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben, um Vorschläge zu erhalten, wie eine längerfristige Verschönerung der Fassade aussehen könnte.

    Einmal editiert, zuletzt von Micha81 () aus folgendem Grund: Link zum Bericht ergänzt.

  • ^ Ist heute der 1. April? Viele Platten waren brüchig, also nicht mehr wetterfest, weitere mussten wegen der Arbeiten an sich abgeschlagen werden. Die müssen in jedem Fall getauscht werden. Desweiteren ist zu sehen, dass es auch um die Dämmung der Fassade nicht zum Besten steht.

  • ^^
    Für mich ist unvorstellbar, dass die schadhaften Fassadenplatten nur geweißelt und dann wieder montiert werden.
    Dass sie jetzt demontiert werden, bevor eine neue Fassade in den Startlöchern steht, zeigt doch, dass Not am Mann war und die Demontage dringend nötig, bevor die Platten von selbst abfallen.
    Gemeint ist vermutlich, dass das fassadenlose Gebäude mal schnell mit ein bisschen weiß aufgehübscht wird, bis dann irgendwann die neue Fassade montiert wird.

  • Interconti setzt den Frankfurter Plattentrend fort

    Die Interconti-Sanierung wird leider sehr an die "Sanierungen" von wesensverwandten Gebäuden wie dem Uni-Krankenhaus, dem Bienenkorb-Hochhaus an der Konsti oder auch dem Karstadt an der Zeil erinnern. Das Uni-Krankenhaus hat zwar durch seine Aufhellung auch eine ansehnlichere Fassade erhalten, aber das Gebäude ähnelt wie dem Interconti weiterhin einer viel zu nüchteren Zweckbau-Plattenarchitektur, zu eintönig, abwechslungslos, abweisend, ja beinahe erdrückend.


    Wie großflächige Monolith-Gebäude viel abwechslungsreicher und auch weniger monoton aussehen können, zeigen die neue "Frankfurt School" (schon jetzt ein Klassiker) oder auch der Pölzig-Bau der Frankfurter Goethe-Uni. Die Fassaden achten auf Auflockerung, aber auch auf Originalität (z.B. das sich die Farben der Fassade mit der Sonneneinstrahlung ändern). Die Interconti-Sanierung ist leider in diesem Zusammenhang eine maßlose Enttäuschung.

  • ^ Nachdem die Löcher in der Fassade verspachtelt wurden – siehe Bild im Vorbeitrag - wird jetzt Putz auf die Flächen aufgetragen. Danach wird eine deckende Farbschicht kommen, voilà. Ein Bild dieses Grauens erspare ich Euch vorerst. Ich hoffe, der Fassadenwettbewerb startet sehr bald.

  • Das Hotel Intercontinental wurde verkauft. Käufer des 473-Zimmer-Hauses ist Aroundtown, Verkäufer Katara Hospitality, eine Tochter des Staatsfonds von Katar.


    Quelle ist ein TD-Artikel, in dem auch eine komplette Erneuerung der Fassade "in naher Zukunft" bestätigt wird. Mehrere Bauanträge seien bereits bei der Stadt Frankfurt eingegangen, heißt es. Die Zimmer, die Lobby und der Konferenzbereich des Fünf-Sterne-Hotels sollen ebenfalls erneuert werden. Eine Wiedereröffnung von Hallenbad und Wellnessbereich ist geplant.


    Die Aroundtown SA ist an der ebenfalls in Luxemburg ansässigen Grand City Properties SA beteiligt. Letztere hatte 2012 das einst zum Intercontinental gehörende Hotelhochhaus nördlich der Wilhelm-Leuschner-Straße erworben und nach einer Neupositionierung an die israelische Sh.i.r Asset Management verkauft. Diese ließ das Hochhaus umbauen, anschließend wurde ein Hotel der Marke Wyndham Grand eröffnet. Seit 2018 ist Scandic Hotels der Betreiber.

  • Die Südseite ist komplett grundiert, das östliche Drittel mit weißer Farbe überstrichen. An der westlichen Stirnseite sind die Platten abgenommen, an der Tiefgaragenrampe und dem flachen Vorbau (Pavillon) laufen ebenfalls Vorbereitungen. Schnappschüsse von eben:



    Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPIIMG_9721.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPIIMG_9724.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPIIMG_9722.jpg
    Bilder: epizentrum

  • Derzeit ist die Inter-Nordwand in Arbeit. In der Mitte sind die Natursteinplatten der Original-Fassade noch abzunehmen, rechts unten wird ausgebessert und verputzt, und der Rest der Fläche ist nackig:



    Bild: epizentrum

  • Kernsanierung geplant

    Es klang schon an, dass die derzeit laufenden Fassadenarbeiten nur die Ouvertüre sind. Näheres zur weiteren Planung erfährt man in der heutigen FAZ-Printausgabe: Im übernächsten Jahr soll das 1963 erbaute Hotel mit seinen 467 Zimmern vorübergehend geschlossen werden, voraussichtlich für 15 Monate. Das Hochhaus wird dann bis auf den Rohbau zurückgebaut und anschließend vollständig neu ausgebaut.


    Die Gestaltung des Hotels nach dem Umbau steht noch nicht fest. Der Eigentümer Aroundtown hat mehrere Architekturbüros beauftragt, Entwürfe zu erstellen. Laut FAZ zählen dazu Schneider + Schumacher, das Büro Jo. Franzke (seit 2016 Teil des Sweco-Konzerns) und Magnus Kaminiarz & Cie. Architektur. Sweco hat bereits den Planungsauftrag für die aktuellen Sicherungsmaßnahmen erhalten. Die bevorstehende Entscheidung des Verfahrens soll in Abstimmung mit der Stadt erfolgen.


    Wie das Hochhaus seinen Vorstellungen nach aussehen könnte, lässt ein Architekt von Sweco, gleichzeitig Mitglied der Geschäftsführung, durchblicken: Die Brüstungen könnten niedriger und die Fenster dadurch größer werden. Der zum Main gelegene Anbau mit Konferenzräumen könnte vergrößert und der Garten, der sich südlich des Hochhauses befindet, besser nutzbar gemacht werden.

    Das Intercontinental hat nun einen eigenen Thread - wegen der bevorstehenden Kernsanierung, den vielen Beiträge bisher und nicht zuletzt wegen des starken Einflusses auf das Stadtbild aufgrund der prominenten Lage des Hochhauses.

  • Ergänzend dazu aus der Rundschau (print):
    Die jetzigen Maßnahmen, v.a. Sicherung der Fassade, dienen als Interimslösung, ohne die eine sofortige Schließung durch die Bauaufsicht hätte erfolgen können. Kostenpunkt dafür liegt angeblich ca. 1 Mio., dadurch soll der Zeitraum bis zur endgültigen Sanierung überbrückt werden, die noch ausgeschrieben wird und "einen dreistelligen Millionenbetrag" kosten wird. Die Entscheidung, welches Büro mit der Sanierung beauftragt wird, soll noch im August fallen.


    Edit:
    Artikel jetzt online

  • Das ist ja mal eine gute Nachricht - eine langersehnte.


    Die derzeitige Optik in Weiss gefällt mir sogar sehr gut. Wenn sie so erhalten bliebe, wäre es nicht so schlimm. Jedoch liegt in der Neugestaltung auch eine echt gute Chance auf eine deutliche Verbesserung der Wirkung des grossen Hochhausblocks am Mainufer.
    Nur weiss ich nicht, wieviel man letztlich von den beauftragten Büros erwarten kann.
    Eine Betonung der Vertikale wäre wünschenswert. Optische Gliederungen könnten helfen, den Klotz etwas filigraner wirken zu lassen. Bezüglich der Farbe der Fassade ist die Frage, ob in dem Bereich auch die Gestaltungssatzung "Weisston am Ufer" gilt.
    Dass die Fenster tiefer werden, ist ja schon fast logisch. Alles andere wäre dumm. Ich war einmal in einem der Zimmer zum Mein hin und fühlte mich durch das schmale Fensterband irgendwie beengt und an ein Bürohaus aus den 60er/70er Jahren erinnert.


    Cool wäre, wenn der Konferenzbau erweitert und terrassiert würde; dem Ufer mehr zugewandt und geöffnet. Dazu Restaurant, Bar, Café vom Ufer her erreichbar und sichtbar. Das Nizza am Main bekäme gute Konkurrenz. Die jetzige Situation ist zu abgeschirmt - wie eine Barrikade zum Ufer hin.


    Vielleicht gelingt ja für diese prominente Stelle mal ein grosser Wurf. Jedoch glaube ich wegen der Kosten, wegen der baulichen Grundvorraussetzungen und wegen der Architekten nicht daran.


    (ich habe noch eine bekloppte Idee: Man hält die Fassade recht schlicht und dunkel und setzt ein mitteldichtes Netz aus LED ein, sodass der Block wie ein riesiger Bildschirm funktioniert, man kann das Haus selbst bei Tag farblich in Szene setzen, im Dunkeln mit sanften Bildern und Stimmungen bespielen oder auch mal Public Viewing veranstalten...)

  • Die Frage nach der Geltung der Mainufer-Gestaltungssatzung ist schnell beantwortet: Sie gilt hier nicht. Im Westen beginnt der Geltungsbereich mit dem Grundstück Untermainkai 15, das ist das Rothschild-Palais, Teil des Jüdischen Museums (hier § 1). Demnach ist auch das benachbarte Projekt "Riverpark Tower" bzw. "Riverpark Suites" nicht betroffen.

  • Eine gute Nachricht, die sich abgezeichnet hatte. Für die Realisierung mache ich mir wegen der Eigentümerstruktur nicht allzu große Hoffnungen. Hier geht es vor allem um Rendite, also möglichst geringe Kosten. Dennoch könnten wir zunächst inspirierende Entwürfe zu sehen bekommen.


    RYAN-FRAs Gedanken zur Gastronomie finde ich sehr spannend. Der jetzige Konferenz- und Restaurantbereich lässt sehr zu wünschen übrig: Das Haupt-Restaurant ist zu groß dimensioniert; durch das Buffet kommt man sich vor wie in einer Kantine. Im Wintergarten sitzt man seltsam eingequetscht zur Wilhelm-Leuschner-Straße hin (mit Blick auf die Hecken anstatt in die Ferne), zum Konferenzbereich geht es entweder direkt am Haupteingang die Wendeltreppe hoch oder ganz hinten hinter den Aufzügen in die letzten Ecken. Links in der Mitte sitzt man im Barbereich wie auf dem Präsentierteller, rechts an den endlosen Thresen der Rezeption fühlt man sich verloren und wie ein Bittsteller. In der Mitte eine riesige, zumeist ungenutzte Verkehrsfläche.


    Das lässt sich alles besser organisieren. Ich spinne auch mal: Im Erdgeschoss vorne ein kleiner Bistrobereich, die Hauptgastronomie zum Main hin, den Konferenzbereich wie gehabt im 1. OG, aber vergrößert und mit zentraler, repräsentativer Erschließung. Bar und Rezeption intimer. Anstatt dem Wintergarten, der städtebaulich weder Fisch noch Fleisch ist, lässt sich ein repräsentatives Empfangsgebäude bis zur Blocklinie an der Wilhelm-Leuschner-Straße ziehen und dort der erweiterte Konferenzbereich unterbringen. Zum Main ein terrassierter Anbau mit Gastronomie, viel Glas, Blick über den Main und so viel Garten wie möglich. Vor allem aber mit Öffnung zum Untermainkai.


    Nebendran wird der sehr markante Entwurf des Riverpark Towers entstehen und vorne zum Main das im Blockrand gehaltene Wohngebäude von Jo. Franzke. Daran lässt sich gut anknüpfen.


    (Davon abgesehen: Eine gigantisch große Monitorfassade wäre tatsächlich der Knaller. Eine entsprechende Petition würde ich mit unterschreiben ;-))

  • Nach 2 Wochen ein Bild von unten, die letzten Gerüstteile werden noch abgebaut. Sieht zwar noch nicht gut aus, aber auf jeden Fall besser als vorher


  • Wilhelm-Leuschner-Straße 43-45 (Hotel Intercontinental)

    Für die Grundstücke des Interconti-Hotels sollen die Stadtverordneten auf Vorschlag des Magistrats die Aufstellung eines B-Plan beschließen. Die Vorlage M_63_2021 vom 7.5.2021 gibt Anlass zu Spekulationen zur Zukunft des Areals:



    Quelle: M_63_2021


    Die geringe Größe des Plangebietes ermöglicht die rasche Verabschiedung im beschleunigten Verfahren ohne Umweltbericht und dergleichen. Es ist auch keine Angebotsplanung, vorgesehen ist ein vorhabenbezogener B-Plan, wozu anscheinend auch schon ein Durchführungsvertrag vorliegt.


    Mal schauen, was das gibt...



    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 05.2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Plan hinzugefügt