BVK-Zentrale (3 HH 115m, 60m, 40m) [in Planung]

  • Die Bäume auf dem Dach sind in dieser Größe natürlich vollkommen unrealistisch. Ansonsten habe ich mich wohl mit Chipperfield abgefunden, da mich der Klotz nicht mehr groß aufregt, sondern ich den Baubeginn herbeisehne. Die Brache dort ist unschön, vor allem da sie in direkter Blickachse Ring Richtung Süden liegt. Zumindest der große Durchgang zum Park und die Holzhybridbauweise sind ein Gewinn.


    https://www.strabag-real-estat…kt/bvk-zentrale-muenchen/


    Wenn der Vergleich an dieser Stelle erlaubt ist, erinnert die Optik an die Hochhäuser, die in den letzten Jahren rund um den Tokyoter HBF entstanden sind. Quadratisch, praktisch, fad.


    Eigene Ansicht

  • Lt. Strabag sind inzwischen nur noch der Riegel und das kleinere HH in Holzhybridbauweise. Ursprünglich war ja da Rede davon auch das größere HH so zu bauen.


    Insofern fällt nochmal ein Punkt weg, der mit dem optisch sehr langweiligen Projekt versöhnen könnte.

  • Noch mehr solche belanglosen HH-Kisten und ich mutiere vom HH-Fan zum HH-Gegner.


    Es ist nicht die einzige "Kiste" in München, die mich am liebsten nur weg schauen lässt. Ich finde solche Bauherren erweisen anderen zukünftigen Projekten eine Bärendienst. Wie kann man mit solchen Vorlagen jemanden für Hochhäuser überzeugen. Wahrscheinlich wiederhole ich diesen Punkt, aber es ist mir einfach sowas von unverständlich und ich muss es nochmal schreiben.

  • Danke für die Fotos.

    Ich war noch nicht in Tokio, ich mein dass die Proportionen dort auch etwas mit der Erdbeben Gefahr zu tun haben, so wie beim ersten grossen Hochhaus, dem Kasumigaseki Gebäude?

  • Bei BKV war durch den Bauherren ganz klar vorgegeben, dass man einen schlichten Entwurf wünscht. Bei der Paketposthalle vermutlich eher das Gegenteil.

  • ^ da hast du vollkommen recht, nur gibt es einen Unterschied zwischen schlicht und langweilig. Ein Marien- oder Opernturm in Frankfurt ist schlicht, ein Münchner Tor oder der BVK Entwurf sind langweilig.

    Eine angeschrägte Seite, ein offensichtlicherer Öko Anstrich oder wenigstens bessere Proportionen wären das mindeste.


    Außerdem kommt noch dazu, dass man als Bauherr auch eine Verantwortung gegenüber seiner Umwelt und Mitmenschen hat, vor allem bei so einer exponierten Stelle wie dem Arabellapark, den man von vielen (erhöhten) Orten in der Stadt sehen kann. Wer schlicht und unscheinbar bauen will, sollte bei 6 Etagen bleiben und nach Garching ziehen.


    Der BVK Entwurf ist für mich hauptsächlich eine, durch falsch verstandenes Understatement, Watschn an die Münchner und wird die Akzeptanz von Hochhäusern garantiert nicht steigern.

  • Anthuan:

    Sehe es ähnlich, die BVK machte auch keinen Hehl daraus, dass es für einen Fond renditeoptimiert sein muss. Ähnliche Kisten entstehen am Alex in Berlin. Je weniger HH in einer Stadt bzw. je isolierter ihre Lage, desto wichtiger eine ansprechende Gestaltung. Auf der anderen Seite wird sich ein Wirtshauswilderer wie Brannekämper auch nicht von "schönen" neuen Hochhäusern umstimmen lassen (die ikonischen in unserer Stadt taten das bislang ebenso wenig wie die vereinzelten ästhetischen neuen). Da geht´s vermutlich eher um Grundsätzliches, ums Polarisieren.


    Schachbrett:

    Das kann gut sein, wobei ich an besagter Stelle eher den gegenüberliegenden Kaiserpalast im Verdacht habe. Denn, auch wenn die meisten HH in Tokyo tatsächlich ziemlich massive Vierkantbolzen sind, spannend geht dort auch ;):


    P1020260.jpg

    eigene Ansicht

    Zur Frage Wettbewerb oder Bauträgerentwurf: Wettbewerb und Entscheidung mit kleiner Bürgerauswahl als Absicherung :D


    OlympiaFlo: Das M-Tor gefällt mir jedoch von Süden aus betrachtet (https://www.allmannsattlerwapp…ojekte/87/am-munchner-tor)

  • Mit dem Hypo und dem BMW HH hatten wir ja noch in den siebziger Jahren zwei der spannendesten Objekte deutschlandweit bekommen. Dass diesem ganz besonderen Erbe kaum etwas vergleichbares folgte fällt mir immer wieder auf. Kein Bauherr orientierte sich mit Mut und Innovation an den für damalige Zeiten gewagten Entwürfen.


    Dabei weiß man, dass sich mit ansprechender Gestaltung durchaus neu Liebhaber für HH gewinnen lassen. Beispielhaft Frankfurt, früher wurden dort die HH-Kisten gehasst, heute ist man stolz wie Otto auf die Skyline. Düsseldorf ähnlich, zwar bescheidener als Frankfurt, aber auch dort eine positive Entwicklung. Im Ausland sieht man diesen Umbruch gerade in Mailand, wo gerade eine spannende und vielfältige Skyline ensteht, die der Stadt eine neue moderne Identität gibt und sie weg kommen lässt vom Image der hässlichen Industriestadt.


    @ MiaSanMia

    Ich glaube Brannekämper, wenn er selbst auch nicht umgestimmt werden könnte, würde garantiert weniger Gehör finden, wenn man denn in München beeindruckendes und "schönes" vorweisen könnte.

    Das behaupte ich jetzt mal so :-) who knows.

  • Bebauungsplan Nr. 2150 und Satzung


    Die zweite Auslegung des B-Plans findet zwischen 20.04 und 04.05.2022 statt. Im Anschluss wird der Bebauungsplan gesatzt.

    Bei der ersten Auslegung nach dem Billigungsbeschluss im Oktober gingen Einwände ein, aus denen folgt:

    • Verkürzung der Abstandsflächen des Bauteils A um 5,5 Meter in Richtung Süden (Abweichung von der 0,4 H Regel)
    • Beschränkung der Einzelhandelsflächen auf das EG und Mezzaninegeschoss von Bauteil B (Rücksicht auf Handel im benachbarten Forum): max. 650 qm.

    Ein paar Eckpunkte des Bebauungsplans:

    • Festsetzung als Kerngebiet (MK)
    • 3 Bauteile: A (südlicher Turm), B (Verbindungsriegel) und C (nördlicher Turm)
    • Öffentliche Nutzung / Gastronomie in Etage 24, min 350 qm, sowie auf dem Dach min. 280 qm; jeweils Richtung Süden ausgerichtet
    • Konstruktionsmethode: A: Stahlbetonkonstruktion; B und C: Holzbetonhybridbauweise

    Ansichten:


    Straßenebene mit öffentlicher Durchwegung:


    Dach von Bauteil B:


    Profilansichten:



    Die Glasfassade ist nicht plan, sondern weißt ein leichtes Sägezahnprofil auf:


    Konstruktionsmethode Holzhybrid:


    https://stadt.muenchen.de/infos/bplan-2150.html

  • Hätte man das so 1966 gebaut, ich wäre stark dafür, das ganze unter Denkmalschutz zu stellen. :S


    Irgendwie ist es stimmig, die Türme müssten nur 2-3 Etagen höher sein, oder der Bauteil B niedriger... nur warum muss man 2022 immer noch, oder schon wieder so bauen? Ist das Retro?


    Das Sägezahnprofil der Fassade wird in der Realität noch weniger auffallen, wie beim SZ Hochhaus, dennoch hoffe ich dass die Fassade grundsätzlich hochwertig wirken wird.


    Der neue Turm am Berliner Hauptbahnhof zeigt, dass eine ordentliche Fassade eine banale Form zumindest etwas retten kann.



    Oh und btw, wir reißen hier die 100m Marke?!


    Wo bleibt der Aufschrei? Oder ist das bei Technikaufbauten jetzt egal? Dann wäre ich stark für unnütze, dekorative Spitzen auf allen neuen Münchner Hochhäusern!

    :P

  • Man tastet sich heran - 102m, immerhin 3 mehr als "erlaubt" - wenn das so weiter geht sind wir im Jahr 2095 herum dann bei 150 Metern, also richtigen Wolkenkratzern.

    Unglaublich langweilige Kisten, btw. Ich bin fast vom Stuhl gefallen weil ich eingeschlafen bin.

  • Kurz vor der Sommerpause hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung den Bebauungsplan gesatzt. Damit ist das B-Planverfahren abgeschlossen.

    Der Baubeginn ist seitens BVK für 2023 angesetzt, bis dahin bleibt Zeit für die Baugenehmigung.

  • Man tastet sich heran - 102m, immerhin 3 mehr als "erlaubt" - wenn das so weiter geht sind wir im Jahr 2095 herum dann bei 150 Metern, also richtigen Wolkenkratzern.

    Es gibt wahrscheinlich keine exakte Definition auf welche Höhenangabe des Gebäudes sich das Limit von 99m bezieht. Beim Hochhaus des Süddeutschen Verlags hat man das damals auf die Höhe der Außenwand (hier 96m) bezogen. Mit dem zurückversetzten Technikgeschoss ist das SV-Hochhaus auch über 100m hoch. Ich schätze das ist ein planerischer "Kompromiss".