BVK-Zentrale (3 HH 115m, 60m, 40m) [in Planung]

  • Es gibt 100te von Beispielen von Firmen, die haben sich optisch absolut elegante und auch kostspielige Tower hinstellen lassen.


    Nur die armen" Versicherungen bzw. "Versorgungskammern" in MUC (mit 8 Milliarden Umsatz) sind zu geizig 10-20 Mio mehr, für ein schönes Bauwerk auszugeben.


    Man schaue mal nach Neuperlach, was da für Luxuspaläste der Allianz, Generali, DAS oder AOK in der 90ern entstanden sind! Das sind moderne Schlößer, die von König Ludwig stammen könnten.


    Und jetzt spart ein Milliardenschwerer Konzern, wie die BVK, wegen Fensterputzkosten :) :) :)


    Ich lach mich tot! Weiß schon, warum schwerstreiche, selbständige Unternehmer in D. keinen Cent Krankenversicherung zahlen und diesen Asgeiern ins Maul stopfen. Gibt da genug Tricks, wie man drumherum kommt!


    Jeder Cent ist an diese Betrügerbanden verschwendet! Baut euch doch Blechhüten, damit der Vorstand und der mittelmäßige Versicherungsheinz, ihre 1- 10 Mio/ Jahr auch weiterhin haben :)

  • Wir wollen nicht greinen, sondern uns auf die hochwertigen Fassadenmaterialien freuen.


    Die Straße wird bestimmt hübscher eingefaßt.
    An der Nordwestliche Ecke des Grundstückes zur Richard-Strauß-Straße entsteht ja ein kleiner Platz.
    Die Fassade wird viel Sonnenlicht abends zur Straße und zum Plätzchen hin reflektieren.

  • Komm vom "Greinen" nicht los, wenn ich sehe, wie eine Stadt, die im Geld badet (und deren Firmen, Unternehmen) Architektur hintenanstellen und jeden Cent zehnmal umdrehen.


    In den ärmsten Städten der Welt (Mumbai, Colombo, Sri Lanka, Bratislava, Balneario Camboriu) werden höchste Tower mit Ästhetik gebaut.


    Egal, was es kostet. Ein Armutszeugnis für München, diese Sparentwicklung! Im 2. reichsten Wirtschaftsraum in Europa (nach London+Umgebung, nach Brexit wohl MUC, die #1).


    Nein, da kann ich es nicht nachvollziehen und komm aus dem "Greinen" nicht mehr raus :)

  • Hat vielleicht auch etwas damit zu tun, dass das Lohnniveau in den von Dir genannten Ländern einfach sehr viel niedriger ist. Dort bekommt man Fensterputzer und ähnliche Fachkräfte für ein paar kümmerliche Sesterzen nachgeschmissen. Hierzulande (und das möchte ich gar nicht beklagen) muss der Arbeitgeber für jede noch so geringqualifizierte Fachkraft einen Mindestlohn in € zahlen plus Sozialabgaben, Krankenversicherungsanteil etc. Da macht die Pflege gestalterisch anspruchsvoller Elemente schon spürbar etwas aus.

  • Ich bin mir gar nicht so sicher, ob es in erster Linie eine Kostenfrage war. Mit den entsprechenden Materialien, kann auch dieser Chipperfield-Entuwrf nicht ganz billig kommen. Eher ist es wohl die Absicht der BVK, ein möglichst unscheinbares, monotones Gebäude zu bauen, da dies am besten zur Unternehmensphilosophie passt.

  • Eher ist es wohl die Absicht der BVK, ein möglichst unscheinbares, monotones Gebäude zu bauen, da dies am besten zur Unternehmensphilosophie passt.


    Prinzipiell ist das auch nachvollziehbar, aber wenn man in einer flachen Stadt wie München auf 100 Meter geht, ist es mit der Unscheinbarkeit sowieso schon dahin.

  • Aha, bei 8 Milliarden € Umsatz, einen auf Understatement machen...das hat für mich einen ganz faden Nachgeschmack. Die Kosten, die wir uns für moderne, architetektonisch hochwertige Architektur einsparen, die schieben wir doch lieber in unsere eigenen Taschen.


    Soviel ich weiß, werden bei den wenigen Türmchen in MUC, wie Highlights, etc. die Fenster nicgt durch "teure" Arbeitskräfte geputzt, sonden, durch eine Anlage auf dem Dach, die das erledgit.


    Aber da CEO Daniel Just nicht dumm ist, sagt er sich: Warum 10 Mio mehr, dann kann ich mir doch endlich die Yacht vor Ibiza kaufen :)
    Das Geld fließt in meine Taschen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Bayerische_Versorgungskammer


    http://portal.versorgungskamme…enslauf-Englisch_Just.pdf

  • 😂😂😂

    Könnte mich tot lachen.
    115 Meter, da runzeln Stadtverordnete mit der Stirn, auf 100 muss gekürzt werden. Was sollen diese 15 Meter nach unten bringen, außer das die Ästhetik leidet. Oh man, soviel Kleingeist muss man erstmal hervorbringen.

  • Von der Höhe her schon. Wobei man die hier nicht mal ansatzweise abschätzen kann. Könnte auch 70m sein. Was ich dem "gealterten" Chipperfield und damit auch den Archtitekturlegasthenikern der BVK, Strabak vorwerfe:
    Sie haben sich keinerlei mit der "K(l)otzarchitektur"des Chipperfield befaßt und der neuen Architektur, wie beim 432 Tower in NYC oder Dubai Marina angepaßt. Solche amputierten Entwürfe sind manchmal genauso breit, wie hoch! Das ist 80s oder 90s Style. Damit kann er einpacken!


    Soll sich mal genau anschaun, was am Central Park (außer dem 432) gerade entsteht und was für schrottigen 80-90s Müll er produziert!


    Im Fall BVK: Der Haupttower müßte 115m sein. Und allerhöchstens 2/3 der Grundfläche haben. Würde es sogar auf 1/2 reduzieren. So klotzig baut NIEMAND mehr. Das ist Altherrenarchitektur!
    So könnte man den Entwurf noch retten. Waren nicht 115m von der Stadtkommision genehmigt worden? Was gibt es dann für Gründe, nicht 115m zu bauen?
    Die Hypo ist genauso hoch und beide liegen außerhalb des mittleren Rings?

  • Dieser Entwurf von Chipperfield ist wirklich etwas besonderes. In all den Jahren hier im Forum kann ich mich an keinen anderen Entwurf erinnern, der auch nur ansatzweise auf so eine breite Ablehnung stieß. Das gilt insbesondere für Gewinnerentwürfe von Architekturwettbewerben, deren Ziel (nach meinem Verständnis) die Prämierung des besten Entwurfs ist. Ein Novum ist, dass sich die Ablehnung nicht nur durch das Forum, sondern auch die komplette Presse zieht. Bei anderen fragwürdigen Entwürfen haben sich zumindest einzelne Fürsprecher gefunden. Hier dagegen scheinen die wenigen existierenden Menschen, denen der Entwurf zusagt, ausgerechnet in der Wettbewerbsjury gesessen zu haben.


    Ich freue mich trotzdem auf dieses Projekt und sage auch warum: durch den massigen 50m Riegel wird er deutlich zur Verdichtung des Arabellaparks beitragen. Daneben passt eine solche Bebauung mit stark horizontaler Betonung in ihrer Formensprache und Ausrichtung sehr gut zu dem vorhandenen Arabellahaus und dem Sheraton daneben. Das macht den Entwurf nicht besser, aber zumindest wird er sich recht gut in ein Hochhausviertel einfügen, das die Horizontale ebenso betont wie die Entwicklung nach oben. Ich hätte mir einen echten Aufbruch in der Entwicklung des Arabellaparks gewünscht. So wird es eher eine Verlängerung des bestehenden Stils nach Süden.


    Was die 100m-Grenze angeht: der Immobilienreport verweist auf eine Umfrage des RIM aus dem März 2019 in der 59 Prozent der Befragten Hochhäuser über 100m innerhalb des Mittleren Rings in München ablehnen (30 Prozent sind dafür). Außerhalb des Mittleren Rings liegt die Ablehnung bei nur noch 42 Prozent, die Zustimmung beläuft sich auf 37 Prozent. Im Jahresvergleich hat die Anzahl der Befürworter deutlich zugenommen.


    Quelle: https://rim-marktforschung.de/…rn-in-der-stadt-muenchen/


    Vor diesem Hintergrund wage ich folgende Prognose: in wenigen Jahren wird sich eine klare Mehrheit für Hochhäuser über 100m außerhalb des Mittleren Rings ergeben. Das wäre dann der ideale Zeitpunkt um einen Hochhausrahmenplan in Kraft zu setzen. Bis dahin ist die Stadt aber gut beraten sich mit der Höhenentwicklung zurückzuhalten. Solange es weder eine Mehrheit der Befürworter noch eine vorzeigbare Hochhausstudie gibt, wäre alles andere aus meiner Sicht sehr riskant (vor allem für die Investoren solcher Projekte).

  • Wenn ich kurz was zum Amorepacific Headquarters einwerfen dürfte:


    Ja es ist ein Klotz, aber: In Seoul wird generell massiger gebaut, es fällt also nicht so krass auf wie ein moppeliger Vierkantbolzen in München und Herr Chipperfield hat sich generell noch ein bisschen Mühe in der Gestaltung gegeben.
    Die feingliedrige Fassade, die Skylobbies und der Innenhof sind Details die dem BVK Entwurf komplett abgehen.


    Wie wir am Mo82 gesehen haben, brauchts ja nicht viel um eine einfache Grundform einigermaßen ansehnlich zu gestalten.
    Das ist auch meine einzige Hoffnung im Hinblick auf die Überarbeitung. Was nur leider nichts an der exponierten Lage und der Prominenz in der Münchner Skyline ändert.


    Bezüglich den 100m Umfragewerten befürchte ich aber, dass Gebäude wie die zukünftige BVK Zentrale die Ablehnung wieder erhöhen könnten und uns mit dem ersten 100 Meter Gebäude seit Langem ein Bärendienst erwiesen wird.

  • Das sehe ich genauso. Dieser Schreckensbau wird die Leute wieder komplett von HH abbringen.


    Eines darf man nicht vergessen. Warum paßt es gut zum Arabellahaus? Bis die BVK Zentrale 2024 oder 2025 fertig ist, wird bald das Arabellahaus (2026?) abgerissen! Hoffentlich durch schlanke Türme ersetzt!
    Warum wird es abgerissen? Nicht nur weil es bauliche Mängel, nach so langer Zeit, hat. So etwas ist im Jahr 2025 oder 2030 halt auch nicht mehr zeitgemäß.


    Und Chipperfield stellt uns mit dem 100m langen und 50m hohen Riegel etwas ähnliches hin!
    Das ist ja fast schon an Lachhaftigkeit nicht zu überbieten!


    Vielen Dank BVK, Strabag und sonstigen Beteiligten, die die Stadt München dadurch wieder zum Feindblid von HH machen werden (und das zu recht).


    Ich sag es nochmals: Wer sich kein HH leisten kann, der soll bitteschön auch keines bauen!
    Und wenn die BVK mit ihren 8n Milliarden € Umsatz so arm ist, dann soll sie hinterm Hasenbergl doch gleich Blechhütten baun!

  • Den Rückschluss verstehe ich nicht ganz: Entwürfe wie der von Chipperfield entsprechen den Vorgaben durch das Bürgerbegehren doch zu 100%. Das Festhalten an dieser freiwilligen Selbstbeschränkung würde weitere Hochhäuser dieser Art überhaupt nicht verhindern, sondern eher fördern. Es geht schließlich nicht darum, OB man überhaupt Hochhäuser baut, sondern nur wie hoch diese sein dürfen.


    Ich vermute die größere Zustimmung zu Hochhäusern >100m hat eher folgende Hintergründe:
    1. Man will lieber in die Höhe bauen (verdichten) als die Stadt immer mehr in die Breite wuchern zu lassen, siehe SEM-Diskussionen.
    2. Trotz des Bürgerbegehrens sind in den letzten 15 Jahren viele neue Hochhäuser gebaut worden. Es waren sogar mehr als in den 15 Jahren vor dem Bürgerbegehren, verursacht unter anderem durch die Höhenbegrenzung (z.B. am Hirschgarten).
    3. München hat ein massives Platzproblem, es fehlt an Flächen aller Nutzungstypen. Das war 2004 anders, da gab es noch große Leerstände (v.a. Büros).
    4. Die Stadt ist trotz neuer Hochhäuser nicht untergegangen. Das Stadtbild innerhalb des Rings wird von Ihnen kaum beeinflusst. Dazu haben auch besondere Maßnahmen wie Überprüfung von Sichtachsen beigetragen (z.B. bei den Bavaria Towers). Man gewöhnt sich also dran.
    5. Hochhäuser erfahren überall (auch in Deutschland) zunehmende Akzeptanz. Selbst mittelgroße Städte bauen immer mehr Hochhäuser.
    6. Die oft gedrungen wirkenden Münchner Hochhäuser zeigen mittlerweile sehr klar dass eine Höhenbegrenzung eben auch Nachteile hat.

  • Aber es GIBT doch tatsächlich keine Höhenbegrenzung.
    Ich denke das mit der BVK war auch pure Bequemlichkeit. Nach dem Motto ''Nur niemanden aufregen, bleiben wir schlicht, günstig, die Versicherungsnehmer schockiert dieser Bau auch nicht, und zu hoch ist er auch nicht, also regt sich da auch niemand auf.''