BVK-Zentrale (3 HH 115m, 60m, 40m) [in Planung]

  • Große Städte wie Budapest, Venedig oder Pisa, auch Istanbul kommen jedoch weitgehend ohne aus.


    Venedig und Pisa (WTF?) sind keine großen Städte. Istanbul hat aktuell ca. 80 Gebäude mit mehr als 100 m Höhe. Vermutlich werden weitere 80 in den kommenden 10 Jahren gebaut werden. Bleibt eigentlich nur Budapast. Und hier wüsste ich auch nicht wo es in den letzten 50 Jahren Vorbild für Stadtplanung wäre.

  • @ Jai-C:


    Von welchen Horror- und Weltuntergangsszenarien sprecht ihr denn? Soweit ich mich erinnern kann gab es vor allem folgende Argumente:


    Es ist das eine, was auf den Plakaten steht - ja auch mit Berechtigung. Und das andere, welche Rhetorik dazu aufgefahren wird, wie auch unsachlichste Äußerungen genutzt und gepusht werden, um das eigene Ziel zu erreichen. Genau dabei ging es damals drunter und drüber. Eine sachdienliche Diskussion war überhaupt nicht möglich - und nur weil die Debatten im Bundestag nicht selten ähnlich unsachlich sind, müssen wir das hier nicht fortführen, noch dazu, sind wir doch von den Auswirkungen jedes mal ganz direkt betroffen ;).


    aber ich finde nach wie vor dass die Stadt München zum Zeitpunkt des Bürgerbegehrens keinen sinnvollen Plan hatte wie man mit dem Thema Hochhaus umgehen möchte.


    Was sollte man tun, wenn man keinen sinnvollen Plan hat? Einen sinnvollen Plan entwickeln.


    Herr Kronawitter hat seine Macht / seinen Einfluss aber stattdessen lieber für einen Bürgerentscheid mit einem sinnlosen Höhenlimit eingesetzt.


    Wir sehen, dass es null zur Problemlösung beigetragen hat.


    Aber der Mitte der 90er Jahre entwickelte Hochhausplan ist schlichtweg eine Fehlplanung, die zu keiner Bereicherung des Stadtbilds geführt hätte. Von daher war es eine nachvollziehbare Entscheidung dass man dagegen vorgeht.


    Dagegen vorgehen ja, aber dann bitte mit Gegenvorschlägen, Verbesserungen etc. Nicht mit der Keule "Nix mehr über 100 Meter".


    Die Stadt soll also bitte endlich den neuen Plan beauftragen und diesen dann im Dialog mit der Bevölkerung diskutieren und entwickeln.


    Beauftragt ist er; Diskussion im Dialog funktioniert aber nur, wenn die Bürger auch daran interessiert sind und nicht nur darauf beharren, dass jeder Meter einer zu viel ist. Vielleicht bräuchte es da eine professionelle Agentur, die das ganze Thema entsprechend erlebbar macht, die Stadt ist da doch immer recht träge und trocken.


    Die Proteste haben damit ein Ende gefunden und der Weg ist jetzt frei.


    Naja, so ganz haben sie das nicht (Montagsdemos), aber zumindest von politischer Seite aus ja.

  • Wie gesagt, die Debatte fand ich damals auch unsachlich. Der Alt-OB hat hier eindrucksvoll gezeigt was er kann - die Bürger (in ausreichender Menge) mobilisieren und die Presse auf seine Seite bringen. Im Sinne des politischen Erfolgs hat er also alles richtig gemacht. Auch wenn ich nach wie vor gegen den damaligen Entschluss bin, so lässt sich doch eines sagen: viele Bürger in München haben Angst vor der Veränderung des Stadtbildes. Herr Kronawitter hat es geschafft mit den bestehenden politischen Mitteln diese Vorbehalte der Bevölkerung für seine Sache zu nutzen.


    Wir können nett über das Thema plauschen, uns auskotzen und Hr. Kronawitter sonstwas unterstellen. Tatsache ist aber, dass er ein verfassungskonformes Instrument legitim eingesetzt hat. Dieses muss jetzt entkräftet werden und dazu genügen keine halbgaren Parolen aus dem Rathaus oder hier im Forum.


    Darum: ich fände es schön wenn wir diese Diskussion mehr vorwärtsgerichtet führen würden. Also im Sinne von „was ist jetzt zu tun um dieses Thema zu bereinigen und um Planungssicherheit zu schaffen“. Einen verstorbenen Alt-OB als Sündenbock hinzustellen bringt doch gar nichts.

  • Bei einer Wahlbeteiligung von 21,9% und einer Zustimmung zum Entscheid von 50,8 %, was eine Mehrheit von gerade mal 16.000 Stimmen ausmacht, kann ich sowas nicht ernst nehmen. Bürgerentscheide sollten meiner Meinung nach eine wesentlich höhere Mindestbeteiligung verlangen. So ist es die Diktatur einer gut organisierten Minderheit. Jedenfalls absolut lächerlich sich trotz einer Gültigkeit von einem Jahr, die nicht ohne Grund gesetzlich vorgesehen ist, sich darauf zu berufen.

  • Ich bin weder Jurist noch Politiker.


    Wenn man Planungssicherheit möchte, müsste man halt die Bindungsfrist verlängern. Wegen „FÜHLT sich an den Bescheid gebunden“.

  • Ich hab dies hier gefunden:


    https://www.wettbewerbe-aktuel…swettbewerb-rs-76-f-83269



    Voraussichtliche Termine
    Auswahlverfahren:
    Eingangsfrist für die Bewerbungen: Freitag, der 26.10.2018, 17.00 Uhr
    Sitzung des Auswahlgremiums: Anfang November 2018


    Wettbewerbsverfahren gemäß RPW 2013:
    Preisrichtervorbesprechung: 9. November 2018
    Ausgabe der Unterlagen: 16. November 2018
    Frist für schriftliche Rückfragen: bis 10. Dezember 2018
    Kooperatives Kolloquium: 18. Januar 2019
    Abgabe der Pläne: 28. Februar 2019
    Abgabe Modell: 07. März 2019
    Preisgerichtssitzung : 29. März 2019


    Das würde heißen es wäre bald so weit mit den Ergebnissen.

  • Im Stadtrat heißt es: "Ästhetische, mutige Entwürfe" braucht es, "dann steigt auch die Akzeptanz".


    In ein paar Tagen wird sich zeigen, ob das endlich in den Köpfen angekommen oder alles nur Geschwafel ist.


    Was haltet ihr davon, dass die Entwürfe vor der Preisgerichtssitzung zur öffentlichen Abstimmung vorgelegt werden? Wäre das akzeptanzsteigernd und würde verkopfte Architekturmaßstäbe so mancher Büros ohne Erfolg krönen oder wäre ein solches Vorgehen eher kontraproduktiv?

  • Ich fände das eine sehr gute Idee. Der Konzertsaalentwurf hat es gezeigt. Er wird wohl in dieser Form nicht kommen, da ihn der Großteil der Bevölkerung in München komplett ablehnt.


    Denke, wenn die Bürger über einen Favoriten mitentscheiden dürfen, steigt auch die Akzeptanz gegenüber solchen Gebäuden.


    Allerdings hatte ich eh erst kürzlich einen Artikel gelesen, daß in München die Akzeptanz gegenüber HH auf einem absoluten Höchststand ist.


    Würde jede Wette eingehen, daß diesmal ein Bürgerentscheid mit 70:30 pro HH ausgehen würde.

  • Bin sehr gespannt wie die Entwürfe aussehen und welche prämiert werden. Wenn das Preisgericht am Freitag eine Entscheidung fällt, gibt's die Ergebnisse vielleicht schon zum Wochenende. Wir dürften gespannt sein.


    Weiß jemand, welche Büros (abseits der beiden genannten) teilnehmen?


    Was haltet ihr davon, dass die Entwürfe vor der Preisgerichtssitzung zur öffentlichen Abstimmung vorgelegt werden? Wäre das akzeptanzsteigernd und würde verkopfte Architekturmaßstäbe so mancher Büros ohne Erfolg krönen oder wäre ein solches Vorgehen eher kontraproduktiv?


    Grundsätzlich halte ich die breite Bevölkerung nicht für kompetent um Architekturentwürfe vollumfänglich zu beurteilen - es geht schließlich nicht nur um die Ästhetik, sondern auch um fachliche Details. Davon hat der Laie (und das schließt die meisten Mitglieder dieses Forums ein) einfach zu wenig Ahnung.


    Gut fände ich allerdings wenn durch eine öffentliche Beteiligung eine Vorauswahl bzw. ein Ranking erfolgen würde, das die Preisrichter dann beachten müssen. Ich glaube dann würden uns einige architektonische Totalschäden erspart bleiben. Es ist am Ende unsere Stadt und nicht die der Architekten. Ergo: Was der breiten Masse gefällt, entscheidet die breite Masse selbst, das kann man nicht an "Geschmacksexperten" auslagern.

  • ^


    Genau wie dein letzter Absatz war die Idee auch gemein ;). Also keine endgültige Entscheidung durch die Bürger, sondern ein zusätzlicher Input für die Jury, den diese in ihrer Entscheidung abzuwägen hat.


    Generell erwarte ich an dieser Stelle nichts Großartiges, ich schätze die BVK nicht als sonderlich spendabel ein (anders als z.B. Signa), zugleich tritt die CSU in Bogenhausen ohnehin auf die Bremse und mit Sicherheit gibt es auch Bedenkenträger bzgl. des HVB-Towers. Haben dann die immergleichen Architekturbüros teilgenommen...

  • ^^


    Mei, ob die Optik letztendlich etwas mit den Projektkosten zu tun hat? Es gibt auch sehr teure, häßliche Entwürfe bzw. Gebäude.


    Für mich wäre es halt wichtig, daß die 2 oder 3? Tower so schlank wie möglich werden. Sehe es leider immer wieder, was für eine verheerende Fernwirkung die BVT haben :(. Gerade eben von der Ansicht in Richtung Süden. Viel zu breit, für die geringe Höhe.


    Hoffe das passiert dort eben nicht. Das der Trend zu extrem schlanken Türmen geht, ist ja seit dem 432 Tower auch kein Geheimnis mehr.


    Kann auch bei niedrigen Türmen etwas ausmachen. Die Ansicht des MO82 Hotels von Norden aus, gefällt mir gut. Da es da relativ schlank ist. Über die Ost/West Ansicht bzw. Fassade läßt sich allerdings wieder streiten.


    Aber hier bin ich auf jeden Fall sehr gespannt.

  • Bitte einen Tusch :


    Wir dürfen uns auf den nächsten Vierkantbolzen freuen, diesmal darf ihn Chipperfield verwirklichen.


    http://www.deal-magazin.com/ne…K-in-Muenchen-entschieden



    Nachtrag: Es sollen die Entwürfe noch optimiert werden, vielleicht siegt schlussendlich noch ein anderes Büro. Final wird erst im Mai entschieden.

    Einmal editiert, zuletzt von munichpeter () aus folgendem Grund: wichtige Passagen überlesen

  • Ich hoffe die höher platzierten Teilnehmer bieten ausgefallenere Entwürfe...


    Mit solchen "Schachteln" gewinnen Hochhäuser in München ziemlich sicher nicht an Aktzeptanz. :/


    Persönlich hoffe ich auch, dass dieser Trend der versetzten Fenster, bzw. der unterschiedlichen Anordnung endlich zu Ende geht... Ein Hochhaus kann auch gleich viel höher wirken wenn es gleichmäßig und vertikal gegliedert ist.

  • „Es war ein eindeutiges Votum für einen grandiosen Entwurf“ - es ist doch zum heulen...


    Gut man sieht noch nicht viel, aber die Wahrscheinlichkeit dass das ein langweiliger Vierkantbolzen wird, liegt wohl bei 99%...


    Wäre der Mangel an Flächen nicht so groß, wäre man fast dazu geneigt den Hochhausverweigerern langsam zuzustimmen -.-

  • Endgültiger kreativer Verfall eines einstigen Stararchitekten. Was für ein Rotz!


    Da wundere ich mich über Hh Gegner nicht mehr, da werde ich selbst zu einem.


    Der Entwurf darf so auf keinen Fall realisiert werden. Was für Verstaubte sitzen da in der Jury?


    Bis Mai ist noch Zeit sich zu wehren.


    Hadi Teherani kann nur besser sein. Hoffe auch dass Pretzl interveniert.