Was ich noch zu sagen hätte ... (allgemeine Diskussion)

  • Das Zitat von Midas

    2.) Die A321neoLR haette (grade so) eine Reichweite fuer kurze Transatlantik-Routen ab Hamburg, nur hat Lufthansa diese nicht bestellt.


    welches mit den Zitaten von Nairobi

    #536 Punkt 2 zweifelst Du es an.


    und

    ... sonst würdest Du ja nicht behaupten, dass ein Flugzeugtyp mit mehr Reichweite als jenes, das die Route über ein Jahrzehnt bedient hat, die Strecke nicht schafft.


    korreliert.


    So als Beitrag eines Sekundanten bei eurem Duell.
    Und jetzt bitte weitermachen.

  • So langsam glaube ich dass auch dieses Projekt am Ende zerredet werden wird von den ganzen Wutbürgern und Bedenkenträgern, die auch im Rathaus zu sitzen scheinen.


    Interessanter Satz von dir :daumen:


    Ich möchte zu dem Thema eigentlich nichts mehr sagen, weil es einfach lächerlich ist. Die Stadt tut sich hier aber keinen gefallen, und das wissen auch die meisten ganz klar. ;)
    Ich bin mir sicher, irgendwann wird man gewisse dinge zu spüren bekommen. Wenn dinge nicht mehr so laufen, wie sie laufen könnten, aufgrund großer Fehler in der Vergangenheit.
    Mittlerweile wundert mich sogar, das der Investor nicht einfach abspringt, wenn er merkt, das eine Stadt einfach noch nicht soweit ist, egal welche gründe es dafür gibt.

  • Am besten mal wieder eine schöne (Wut)Bürgerbefragung..vorher noch reichlich mediales Anti-Trommeln mit dem werten Herrn Braasch & Co. Danach ist auch der letzte Rest an Zustimmung garantiert verflogen. :D

  • Hamburg du Möchtegern-Weltstadt.
    Wie kann jemand behaupten, dass das Gebäude zu groß ist für HH, wo sich HH dich so gern als Metropole sieht. Kein Hochhaus in die City nun auch keines am Rand als Tor zur Stadt. Meine Güte, die Leute sollen mal raus aus in die Welt und mal schauen.
    Dieser endlose Provinzalismus in DE ist unerträglich.

  • Diese Leutebrauchen sich nur mal 3,5Std in den Zug setzen, um mal Türme in der Höhe im viel kleineren Frankfurt zu sehen, um zu bemerken: Hey garnicht so riesig und die Stadt existiert trotzdem noch.

  • "Bielefeld der Weltstädte", ohje, und mit dem Elbtower kommen wir da raus – auch irgendwie lustig :lach:


    Ist schon klar, dass NIMBYs nerven, aber ne große Stadt lebt halt auch von verschiedenen Meinungen. Zum Beispiel in Bielefeld (nur mal ganz zufällig ausgewählt :cool: ) redet halt vielleicht mal nur der eine Nachbar mit und dann ist gut, und in Hamburg gibt's halt Linke und Rechte, Investoren und NIMBYs, Umwelt- und Wirtschaftsschützer und dann wird halt auch mal ein Gängeviertel erhalten und trotzdem parallel ne Elbphilharmonie gebaut. Jo mei, als ob ein Interessensausgleich nicht der Kern der Demokratie wäre.

  • "Bielefeld der Weltstädte" stimmt zumindest mit Bezug auf die Dynamik hier im Forum...:lach:


    Weiß eigentlich jemand, wo der einstmals Hauptbeitragende hin ist? Seit Januar nicht mehr aktiv, aber nicht etwa gesperrt. Nicht dass ich ihm eine besonders große träne nachweinen würde. Er war ja streitbar, hat auch wirklich viel beigetragen; leider stimmte für mich aber irgendwie nie das Verhältnis zwischen Austeilen und Einstecken können.

  • Was ist eigentlich mit der Ost-West-Straße?

    Dann will ich die Diskussion um das Bielefeld der Weltstädte mal wieder ein wenig in Gang bringen...


    Immer mal wieder geistert das Thema Ost-West-Straße durch die Medien um dann doch wieder in der Mottenkiste zu verschwinden, und je runder und ansprechender das städtebauliche Gesamtbild auf beiden Seiten der Schneise wird, desto mehr fällt mir auf, wie schrecklich sie ist und alles stört.


    Ich habe mir dazu schon seit einiger Zeit Gedanken gemacht und wollte sie mal hier zur allgemeinen Diskussion/ Belustigung hier reinstellen.


    Zur Debatte standen ja schon eine komplette Untertunnelung Die Luxusvariante aber scheinbar extrem teuer) und eine Verwandlung in einen Boulevard (auch gut, aber das würde weder an den langweiligen und unschön positionierten Randbauten noch an der überbreiten Wirkung viel ändern).


    Auch Fußgängerbrücken kommen immer wieder ins Spiel - die am wenigsten schöne Lösung, wie ich finde. Doch was ist, wenn man das Konzept "Fußgängerbrücke" erweitert, und mit Vorbildern wie dem Ponte Vecchio in Florenz oder der Krämerbrücke (Erfurt) im Kopf an zwei, drei für das Stadterlebnis wichtigen Punkten Fußgängerbrücken mit Randbebauung (quasi auf Stelzen) schafft?


    Eine derartige Konstruktion würde bei geschickter Umsetzung die Ost-West-Straße für den Individualverkehr erhalten und für Fußgänger, Radfahrer usw. komplett aus der Wahrnehmung ausblenden und für ein einheitliches Flanier-Erlebnis sorgen.


    Besonders schön könnte das im Bereich Michel/Großneumarkt wirken.


    Aber auch bei der Katholischen Akademie oder im Bereich Ex-Spiegel-Hochhaus kann ich mir sowas vorstellen.


    Die Brücke könnte von mehreren kleinteiligen Gebäuden gesäumt sein oder zwei einfachen Riegeln; ein Dach haben oder keins; überbreit sein und einen Stadtplatz ohne Randbebauung darstellen; und und und.


    Stilistisch könnte sie moderner sein oder augenzwinkernd Stilelemente alter Vertreter dieser Brückenform aufnehmen - und dabei aupassen, nicht klamottig zu werden...


    Die Ost-West-Straße könnte ggf. in die Gestaltung mit einbezogen werden (im Restaurant speisen mit der Straße unter einem Glasdach als Kulisse o.ä.)


    Ich bin jetzt kein Architekt oder so - von daher ist hier vielleicht ein bisschen Dunning-Krüger-Effekt mit dabei.Ich fand die Idee aber spannend und habe den Eindruck, das derartiges noch gar nicht probiert wurde.


    Vielleicht gibt es ja absolute No-Gos die das unpraktikabel machen.


    Auf jeden Fall hoffe ich, dass an der Straße irgendwann mal was konstruktives passiert.


    Marco

  • Blos nicht überbrücken (und damit für die Ewigkeit "zementieren").


    Die Ost-West Straße ist eine katastrophale städtebauliche Fehlplanung gehört meiner Meinung nach schlicht beseitigt. Der überregionale Verkehr wird sich Wege um Hamburg herum suchen und die Stadt enorm entlasten, sobald es diese bequeme Durchgangsmöglichkeit nicht mehr gibt.


    Soweit möglich, sollte versucht werden, auf Basis der Vorkriegsgrundrisses der Stadt nach und nach den entstandenen Schaden zu reparieren.

  • Thema Ost-West-Straße

    Zitat von Bonteburg

    [...].an zwei, drei für das Stadterlebnis wichtigen Punkten Fußgängerbrücken mit Randbebauung (quasi auf Stelzen) schafft?[...]


    Die Ost-West Straße ist eine katastrophale städtebauliche Fehlplanung gehört meiner Meinung nach schlicht beseitigt.


    Finde ich auch! Mein Vorschlag ist eher dafür gedacht, wenn für sowas kein politischer Wille da ist oder das Geld "fehlt".


    So würde die Ost-West-Straße in der Tat zementiert werden, bzw. man würde sie sozusagen als geographische Gegebenheit annehmen (Fluss) und die Stadt entsprechend à la Wabi-Sabi weiterbauen.


    Irgendwie ist das Thema wahnsinnig träge und medial unterbelichtet, dafür dass es so wichtig ist. Mich macht diese Straße total krank.

    6 Mal editiert, zuletzt von Bonteburg () aus folgendem Grund: Seitenumbruch erfordert ein paar Infos zur besseren Lesbarkeit

  • Man muss die Ost-West-Straße wirklich nicht mögen aber sie ist eine Notwendigkeit.
    Welche Wege sollte sich der Verkehr denn suchen? Denn Stau auf A1 und A7 noch ein paar Kilometer länger machen?
    Optimal wäre es wenn man sie, zumindest zum Teil, unter die Erde verlegen könnte.

  • micro


    Also "großstädtisch" ist so eine Sache... im Sinne von Sao Paulo vielleicht (ich kenne es nur von Bildern) oder einer Spar-Version der 10th Avenue (hier kann ich mitreden... ) aber um die Faszination einer richtigen Großstadtskulisse zu erzeugen, müsste die Straße wesentlich gleichmäßiger und gelegentlich auch höher bebaut sein und durch die Erdgeschosse den Fußgängern zumindest alle 100 Meter mal das Gefühl geben, hier nicht ganz umsonst zu sein.


    Klar hätte die Straße das Potenzial dazu. Ein schön gepflasterter Mittelstreifen und zahlreiche Querungshilfen noch oben drauf. Ich weiß dass du hier nicht Friedrichstraße oder Via Nazionale meinst, aber auch vom Ideal einer rauhen, amerikanischen City ist die Ost-West-Straße noch einigermaßen weit entfernt. Wenn diese Ästhetik überhaupt in das Raster einer 800jährigen Kaufmannsstadt mit ihren Ecken und Biegungen passt.



    nairobi


    Ist wohl leider so! Obwohl - mit dem rechten Willen könnte man bestimmt auf die Straße verzichten, zumal der Individualverkehr mittelfristig wohl zurückgehen wird. Untertunnellung wäre auch super (und ist wohl sogar mehr oder weniger vage im Gespräch). Meine Idee war eher eine Fußgängerbrücke 2.0 mit Häusern, die, geschickt gesetzt, die Fußgänger (oder was auch immer für ein Verkehr auf der Brücke zugelassen wird) ganz vergessen lässt, dass sie gerade eine häßliche Schnellstraße queren.


    Marco

  • Was die Reduzierung des Individualverkehrs, bzw. eine Verlagerung vom Auto hin zum Fahrrad oder neuen motorisierten Kleinfahrzeugen angeht, bin ich skeptisch.
    Der ÖPNV in Hamburg ist nicht weniger am Limit wie die Straße, dorthin kann man Autofahrer auch mittelfristig nicht in der Masse verschieben. Die schon genannten anderen Alternativen sind sehr witterungsabhängig.
    Notwendig wäre ein sehr viel stärkerer und schnellerer Ausbau des Schienengebundenen ÖPNV. Mindestens 100km moderne Stadtbahn (statt U5) und Verlängerung einiger U- und S-Bahn-Linien (z.B.U4 Süd) über das heutige geplante hinaus.


    So könnte man je eine Richtungsspur der Ost-West-Straße auch für eine Stadtbahn nutzen.

  • Welche Wege sollte sich der Verkehr denn suchen? Denn Stau auf A1 und A7 noch ein paar Kilometer länger machen?


    Überörtlicher Durchgangsverkehr hat nichts, aber auch rein gar nichts im Stadtzentrum zu suchen. Eine Antwort könnte die Hafenquerspange sein.


    Letztlich wird es mir aber auch zusehends egal. Warum muss sich das städtische Leben dem Autoverkehr unterordnen? Warum muß ich als Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV-Nutzer es akzeptieren, dass die häßlichen Stinkekisten 80% des öffentlichen Raumes für sich beanspruchen und nebenbei noch meinen Kindern mit ihren Abgasen die Zukunft rauben?


    Es gibt auch heute schon für die allermeisten Menschen und die allermeisten zurückgelegten Strecken Alternativen. ÖPNV, Fahrräder, E-Bikes. Menschen mit Einschränkungen, die zwingend auf das Auto angewiesen sind, würden sich auch über weniger Verkehr freuen. Und Wetter ist schon gar kein Argument. Für den Preis von 3-4 Tankfüllungen kann man sich für das komplette Jahr mit wettertauglicher Kleidung ausstatten.

  • ^ Solange die Kapazitäten und die Abdeckung des (schinengebundenen) ÖPNV in Hamburg sich nicht um 100% verbessert hat, wird man auf das Auto als einen Verkehrsträger auch in der Stadt nicht verzichten können.
    Das sagt einer, der täglich aus dem Süden per Bahn zur City Nord pendelt.


    Das Fahrrad ist nur bedingt eine Alternative. Nur wenige Hartgesottene nutzen es ganzjährig, für den Rest ist es nur eine Schönwetter-Alternative.
    Die Hafenquerspange wird der Ost-West-Straße auch kaum helfen, da sie südlich der Elbe verläuft.


    Meinen täglichen Arbeitsweg bestreite ich mit den ÖPNV. Will ich aber Abends eine Kultur- oder Sportveranstalltung in der Stadt besuchen, nehme ich das Auto. Wer also die Autos aussperren will, wird vor allem diesen Bereich treffen und sollte sich anschließend nicht wundern, wenn das Angebot in diesem Bereich kleiner wird.


    Man kann eben nicht alles haben.