B-Hub Friedrichshain/Stralau

  • Um nochmals die Verkehrssituation zu thematisieren: Es ist schwer vorstellbar, wie der zusätzliche Verkehr durch die etwa 3500 neuen Arbeitsplätze im neuen Gebäude unter Beibehaltung der jetzigen Verkehrsführung aufgenommen werden soll. Speziell die Kreuzung Kynaststraße/Alt Stralau ist bereits heute den ganzen Tag über überlastet.


    Von Stralau kommend muss man sich aktuell mit dem Rad in der Regel durch eine Wand von Rechtsabbiegern aus Richtung Norden zur Kreuzung Markgrafendamm/Stralauer Allee/Elsenbrücke durchzwängen, die die Kreuzung hemmungslos dichtstellen.


    Eigentlich müsste der Verkehr aus Norden (über die Brücke) am Nordende des zukünftigen Gebäudes B-Hub - durch geeignete Ampelschaltung - zwangweise über die namenlose Parallelstraße zur Kynaststraße zurück zur Hauptstraße geleitet werden, um dann über den gerade ausgebauten Markgrafendamm zur Elsenbrücke/Stralauer Allee abzufließen. Weitere Durchfahrt auf der Kynaststraße zur Kreuzung mit Alt Stralau nur in homöopatischen Dosen.


    Aber wahrscheinlich kommen die 3500 Arbeitnehmer alle mit der S-Bahn oder dem Fahrrad. Allerdings - dann könnte man doch den südlichen Teil der Kynaststraße gleich komplett dicht machen und zur Fußgängerzone mit Straßencafes umwidmen. Dann bekäme auch der Vorschlag vom Haufen - den Gebäuderiegel mit Durchlässen zu gestalten - einen Sinn.

  • Ich versuche es doch nochmal...


    ^^ Der Schallschutz ist ja die ganze Zeit schon Thema. Das muss jetzt wirklich nicht als neue Erkenntnis mit ins Spiel gebracht werden.


    Aber offenbar ohne dass das verstanden worden wäre. Ja, das Gebäude wurde absichtlich so entwickelt, dass es auch dem Schallschutz dient. Nein, das ist nicht lustig, ungewöhnlich oder irgendwie verachtenswert, sondern ganz normale Stadtplanung.


    Zitat

    Entsprechend ging es um die Frage, ob bei der Planung noch andere Faktoren mit einbezogen wurden (siehe oben).


    Nee darum ging es eigentlich nicht. Eigentlich ging es darum dass Du die isolierende Wirkung des Riegels beklagt hast, wobei das ja gerade eine der Hauptfunktinen ist, sozusagen Absicht. Was daran schlecht sein soll konntest Du trotz mehrfacher Nachfrage nicht erklären.


    Aber um trotzdem mal auf den Punkt einzugehen: Ja, bei der Planung wurden mit Sicherheit auch andere Faktoren als die Schallschutzwirkung einbezogen. Man macht das heutzutage nicht mehr so dass man einfach Schallschutzkörper hinbaut, Fenster reinsägt und sich überlegt was man damit anfangen könnte sondern es gibt im Allgemeinen vorher ein Nutzungskonzept. In diesem Fall z.B. die Schaffung von Büroraum. (Psst, bei den meisten Gebäuden läuft es auf etwas in der Art hinaus).

    Zitat

    Weshalb ist die Frage nach der städtebaulichen Verträglichkeit eines Gebäudes, dessen Hauptfunktion (neben der gewerblichen Nutzung) offenbar der Schallschutz darstellt, so schwierig zu verstehen?


    Das ist kein Frage sondern Rumgeunke. Wenn Du meinst die Riegelbebauung hätte eine negative städtebauliche Wirkung, dann schreib doch welche.

    Zitat

    Ich wüsste auch nicht weshalb das Wohngebiet explizit von der Bahntrasse isoliert werden müsste (die Autobahn ist ein anderes Thema), das ist anderswo in Berlin auch nicht der Fall.


    Weil es anderswo noch schlimmer ist kann man auch auf Lärmschutz verzichten? Ehrlich?


  • Aber offenbar ohne dass das verstanden worden wäre.


    Das scheint ganz offensichtlich bei dir der Fall zu sein. Die jeweiligen Positionen waren klar und verständlich dargelegt worden.



    Ja, das Gebäude wurde absichtlich so entwickelt, dass es auch dem Schallschutz dient.


    Eine wirklich erhellende Information über die bisher mehr oder minder exklusiv debattiert wurde. Doll dass Du das nochmals mit ins Spiel bringst.
    Ich schätze mal Du möchtest deinem Namen alle Ehre machen. Vielleicht willst Du dir den Verlauf der Diskussion erst einmal durchlesen bevor Du kommentierst?



    Nein, das ist nicht lustig, ungewöhnlich oder irgendwie verachtenswert, sondern ganz normale Stadtplanung.


    Ich kann mich nicht erinnern dass Ich eines dieser Worte im entsprechenden Zusammenhang benutzt hätte. Bitte erst lesen und dann antworten, nicht umgekehrt.



    Was daran schlecht sein soll konntest Du trotz mehrfacher Nachfrage nicht erklären.


    Ich habe relativ deutlich zum Ausdruck gebracht was mir an einer solchen Planung nicht gefällt. Lässt sich alles relativ problemlos nachlesen.



    In diesem Fall z.B. die Schaffung von Büroraum. (Psst, bei den meisten Gebäuden läuft es auf etwas in der Art hinaus).


    Auch das ist die ganze Zeit Thema gewesen. Ich werde dir nicht jedes Posting nochmal extra aufdröseln, lesen können musst Du schon selbst.



    Weil es anderswo noch schlimmer ist kann man auch auf Lärmschutz verzichten? Ehrlich?


    Mit „anderswo“ ist dann also eine übliche, innerstädtische Bebauung in S-Bahn-Nähe in Berlin gemeint?
    Dabei ignorieren wir übrigens geflissentlich den grünen Gürtel in Stralau.

  • Bin am Wochenende per SBahn am Grundstück des B-Hub's vorbeigefahren und habe festgestellt, dass hier bereits mehrere Bagger platziert wurden.


    Ich denke das sind vorbereitende Arbeiten und es wird wohl bald mit einem Aushub losgehen.

  • Nicht nur Bagger - auch drei Kernbohrer für die Betonpfähle, die später die Grundplatte tragen. Wir freuen uns schon auf den morgendlichen Höllenlärm, wenn die loslegen ...

  • Eine Runde Mitleid....
    Erst mitten in der Stadt leben wollen und dann sich beschweren, dass gebaut wird. Ist ja nicht so, dass dies nicht bekannt war.
    Ich wäre froh, wenn vor meiner Tür gebaut werden würde und ich dann danach die S-Bahn nicht mehr hören würde. Wobei das auch ein Luxusproblem ist und somit nicht existent. Bin ja extra wegen des S-Bahnanschlusses dorthin gezogen.


    *Sarkasmus aus*
    P.S: der morgendliche Lärm erspart einen auch den Wecker.

  • Korrekt! Und nach neun Jahren HafenCity (Am Kaiserkai, Juni 2006 - Juni 2015), kann ich auch bei fast jeder Art Baulärm problemlos schlafen. Was übrigens auch erforderlich ist, wenn man jeden Tag bis weit nach Mitternacht arbeitet und deshalb nicht um 7 Uhr aufstehen kann.


    Die Röhren-Bohrer, die für die Pfahlgründungen benutzt weden, sind allerdings nochmal etwas spezieller, da sie zum Ausschütteln des Erdreichs wechselnd in beide Richtungen in Drehung versetzt werden, bis sie donnernd gegen einen Anschlag krachen. Das Geräusch geht wirklich durch Wände, Decken - und Schallschutzfenster.


    In der HafenCity waren derartige Pfahlgründungen bis in Tiefen von über 20 Meter die Regel; hier sehe ich diese "Monster" allerdings zum ersten Mal. Na, vielleicht ist das Pfahlraster nicht so eng. Dann haben wir das spezielle Vergnügen vielleicht nur für wenige Wochen.

  • ^^
    klute : Tut mir Leid, dass mein Kommentar so gewirkt hat. Aber Du musst schon zugeben, dass Dein Kommentar missverstanden werden kann. Ich - und bestimmt nicht nur ich - rege mich nun mal immer wieder über die NIMBYs auf und da habe ich Deinen Beitrag als von einem NIMBY verfassten angesehen.
    Nichts für Ungut.


    P.S. nikolas : Du hast sicher Recht. Aber manchmal hat man nicht die Zeit und die Muße alle Beiträge der jeweiligen Person zu suchen und zu lesen und dann können schon mal solche Beiträge entstehen. Zwar nicht die feine Art- gebe ich zu - aber sicherlich verständlich, oder?

  • Nach fast sechs Monaten lohnt sich der Blick einmal an der gesamten Länge des enorm großen Baufeldes entlang.


    Von Alt-Stralau aus in nördlicher Blickrichtung. Hier ist die Bodenplatte bald fertig:




    Blick zurück aus der Kynaststraße:



    Dahinter ein neues Kranfundament Richtung Glashütte:





    Höhe Glashütte:




    Nördliches Baufeld, hier beginnt der Hochbau:




  • Moin Harry,


    danke für die aktuellen Bilder!


    Ich habe mich beim Beobachten des Baufortschrittes doch arg gewundert, dass ein derartig großes Gebäude (immerhin 300m lang, bis zu 11 Geschosse) keine Tiefgarage, nicht mal einen Keller bekommt.


    Entweder muss das hier sehr teuer sein - oder man traut sich nicht, tiefer zu buddeln - weil man nicht auf unliebsame Hinterlassenschaften treffen möchte?


    Gruß von Stralau
    Markus

  • Bist du dir da sicher? Ich glaube es gibt doch sogar Vorschriften die eine gewisse Anzahl von Parkplätzen vorgibt. Sonst würde das dort um das Ostkreuz herum mit Sicherheit ein Parkplatz Chaos auslösen.


    Weiß jemand wie viel Arbeitsplätze hier entstehen werden? Ich gehe ja von mindestens 1.000 aus.

  • Auf dem ersten Foto von HarrySeidler mit dem türkisen Bagger ist rechts von diesem eine wassergefüllte Grube zu sehen. Das könnte die Erklärung dafür sein, dass man dort nicht in die Tiefe geht. Das ist sicher möglich aber technisch sehr aufwendig.
    Man nutzt dann wohl den Kern des Gebäudes im EG und evtl auch darüber als Parkhaus, da ist ja genug Platz, insbesondere weil sich Richtung Süden die große Terasse anschließt.

  • Bist du dir da sicher? Ich glaube es gibt doch sogar Vorschriften die eine gewisse Anzahl von Parkplätzen vorgibt. Sonst würde das dort um das Ostkreuz herum mit Sicherheit ein Parkplatz Chaos auslösen.


    Weiß jemand wie viel Arbeitsplätze hier entstehen werden? Ich gehe ja von mindestens 1.000 aus.


    Laut Projektwebseite werden 3.100 Arbeitsplätze und 120 Parkplätze errichtet.
    In einer Gegend in der schon heute erhebliche Parkplatznot mit entsprechenden negativen Begleiterscheinungen wie Suchverkehr besteht.
    Das kann man nur als politische Ansage gegen die Autofahrer verstehen.
    Auf der Baustelle gibt es nur wenig Anlagen zum Grundwassermanagement, also scheinen die 120 Stellplätze wirklich irgendwo im EG und unter der Terrasse untergebracht zu sein, sind aber dort auf den veröffentlichen Grundrissen auch nicht zu erkennen.


    Zum Projekt gibt es am 9. Oktober eine Bürgerinformation. Flyer

  • Das kann man nur als politische Ansage gegen die Autofahrer verstehen.


    Ich bezweifle das, denn Investoren sind an solcher Art "politischer Ansagen" selten interessiert. Der Effekt dürfte trotzdem sein, dass viele Leute lieber mit dem ÖPNV bzw. dem Regionalverkehr anreisen – und das finde ich ganz hervorragend, denn der Autoverkehr auf der Stralauer ist jetzt schon unerträglich, während der Anschluss an die Öffentlichen wegen der Nähe zum Ostkreuz optimal ist.

  • Auf der schon erwähnten Projektseite, die ich noch nicht kannte, ist die Rede von einer Tiefgarage, deren Einfahrt auf dem Grundriss des EG im östlichen Teil des Gebäudes zu erkennen ist.


    Ich finde es ja fortschrittlich, dem Auto nicht zuviel Raum einzuräumen, sondern gezielt auf ÖPNV, Fahrräder u.a. zu setzen.

  • Zitat

    Laut Projektwebseite werden 3.100 Arbeitsplätze und 120 Parkplätze errichtet.


    Danke für die Auskunft, hatte es auf der Website nicht entdeckt. 3.100 Arbeitsplätze - das ist gigantisch! Das wird ein enormer Motor für Friedrichshain werden!

  • PS: Bzgl. der Verkehrssituation: Bei so vielen Arbeitsplätzen bin ich um die Kapazität des Ostkreuzes schon ein wenig besorgt. Es wirkt jetzt schon zur Rush Hour hoffnungsvoll, berstend überfüllt. Die Bahnhofshalle ist ja für diesen wichtigen Knotenpunkt doch relativ bescheiden dimensioniert...