Elbtower (245 Meter | ab 2021)

  • Also bei der Abendblatt-Umfrage ging es wohl ausschließlich um "Äußerlichkeiten". Von daher kann ich gut verstehen das der Teherani-Turm so gut abgeschnitten hat. Sieht ja auch ganz gefällig aus.


    Was die öffentliche Nutzung der oberen Etagen angeht wäre es schon sehr traurig, wenn das auf lange Zeit und mit Abstand höchste Gebäude der Stadt keine öffentlich Nutzung mit Bar und Aussichtsplattform bieten würde. Zumal die Verjüngung der oberen Geschosse sowas doch fast schon obligatorisch macht. Und ja, es macht einen gewaltigen Unterschied ob man aus 100 oder 230 Meter Höhe über die Stadt blicken kann. 100m habe ich schon beim Michel und 130 vielleicht bald wieder beim Telemichel.


    Ich besuche auch jedesmal wenn ich in Frankfurt bin den Maintower. Wunderbar.

  • Midas : Danke für die Ergänzung bzw. Erinnerung, dass für Baufeld 120 ("35-Stöcker") eine Aussichtsetage/Bar vorgesehen ist.


    nairobi : Der 35. Stock dürfte meines Erachtens eher bei 120 oder 130 Metern liegen als bei 100... oder sehe ich das falsch? Das wären rund 100 Meter Differenz zu den obersten Geschossen des Elbtower. Ist die Frage, was die zusätzlichen 100 Meter bringen. Eventuell bei sehr guten Verhältnissen doch erheblich mehr Fernsicht beispielsweise Richtung Elbmündung oder Richtung Lüneburg?


    Wie dem auch sei: Wünschenswert wäre eine solche Option für den Elbtower meines Erachtens allemal.

  • Hallo Hamburg aus FFM!


    Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zu dem wirklich schönen Entwurf.
    Der Entwurf gefällt mir sehr gut, lediglich den Abschluß hätte ich mir etwas runder gewünscht, der wirkt mir persönlich zu kantig. Auf die Entfernung wohl kein Problem, aber wohl aus der Nähe.
    Wie ich es mir vorstelle zeige ich auf folgender Grafik (Bild von Midas und die Bearbeitung der Spitze von mir):


    Klick mich groß:
    Bild: https://abload.de/img/elbhht3sl12bfuqc.jpg


    Bild: Midas, Bearbeitung: Adama


    Zusammen mit der kommenden Bebauung auf dem Bakenhafen wird das ein fantastisches Ensemble. Ich nehme an die anderen geplanten Hochhäuser auf dem Areal des Bakenhafens kommen noch?


    Wirklich wichtig wäre mir jedoch, dass es oben eine öffentliche Aussichtsplattform gibt. Mir unverständlich warum man diese nicht sofort auf ein solches Landmark (schließlich zukünftig eines der höchsten Hochhäuser Deutschlands und generell des Nordens) geplant hat.


    Als Hamburger würde ich auf die Barrikaden gehen wenn es da nichts dergleichen geben sollte.

  • ^ Zum Thema Aussichtsplattform möchte ich auch noch was bemerken, auch wenn ich vermute, dass ich mit meiner Meinung ziemlich allein sein werde. Ich finde es viel spannender, wenn es noch Gebäude in einer Stadt gibt, die höher sind als der eigene Standort.

  • ^ Klar, finde ich auch spannend.
    Dafür gibt es den Michel, St.Nikolai und die Plaza der Elbphi, um nur einige zu nennen. Und alle haben eine spezielle Perspektive.

  • ^^


    Kann ich nachvollziehen. Aber der Fernsehturm wird mit seiner Gesamthöhe von 271 Metern durch den Elbtower auch nicht übertroffen. (Und wer weiß, was irgendwann einmal noch kommen wird...?)

  • War heute mal im Kesselhaus und habe mir die Entwürfe angesehen.


    Optisch und vom Konzept her fand ich den Teherani Entwurf am besten.
    Allein der Pool im 34 Geschoss!


    Von aussen am zweitbesten gefiel mit der Sieger von Chipperfield, allerdings finde ich das Konzept sehr mäßig, vor allen wegen der Bürolastigkeit (der kommplette Turm!).
    Der Snohetta Entwurf hat mir dort viel besser gefallen als nach den bekannten Bildern. Optisch ausgefallen und gutes Nutzungskonzept.
    Der GMP Turm geht so, die Platz in etwa 100M hätte aber schon was.


    Die anderen beiden Entwürfe fande ich grausam, vor allem Libeskind.


    Alle außer der Sieger hatten in der Turmspitze eine öffentliche Nutzung vorgeschlagen (Bar/Restaurant/Aussichtsplattform).


    Beim Nutzungskonzepte muss beim Sieger noch nachgesteuert werden. Weniger Büro, Hotel in den Turm, öffentliche Nutzung der oberen Etagen und eventuell auch Wohnungen in den Turm.

  • Beim Nutzungskonzepte muss beim Sieger noch nachgesteuert werden (...) Hotel in den Turm


    ^^ Warum muss Deiner Ansicht nach das Hotel in den Turm, wo doch der ganz ueberwiegende Teil des Sockels schon ein Hotel wird?


    Davon abgesehen ist die Wahrscheinlichkeit groesserer (im Sinne von 'grundlegender') Nutzungs-Veraenderungen gering. Es handelte sich ja schliesslich beim Elbtower explizit NICHT um einen reinen Architektur-Wettbewerb, sondern gleichermassen um einen konzeptionellen Wettbewerb. Offenbar hat ja - neben der Architektur - auch und vor allem das Realisierungs- und Nutzungskonzept der Signa Holding letztlich am meisten ueberzeugt.


    Wuerde man einen Konzeptwettbewerb nicht ad-absurdum fuehren, wenn man vom Sieger am Ende dann verlangt das Konzept noch grundlegend zu aendern?

  • ^
    Der besondere Reiz eines Hotels in dem Gebäude wäre die Aussicht auf die Stadt. Von daher halte ich das Hotel im Sockel für deplatziert.
    Insgesamt finde ich den Büroanteil bisher viel zu hoch, zumal ja in der direkten Umgebung noch viel Büroraum entstehen soll, auch auf der anderen Seite der Elbe.


    Der Elbtower wir nicht irgendein Büroturm wie es sie in Frankfurt im Dutzenden gibt. Er ist als besonderes Gebäude für die Stadt gedacht. Und da finde ich es schon sehr traurig, wenn der Turm ausschließlich für Büros genutzt werden soll.


    Aber wer weiß, vielleicht hat Herr Benko ja versprochen die Karstadtzentrale nach Hamburg zurückzuholen und der endgültige Name wird dann Karstadttower sein ;).

  • Der besondere Reiz eines Hotels in dem Gebäude wäre die Aussicht auf die Stadt. Von daher halte ich das Hotel im Sockel für deplatziert.


    Das verstehe ich nicht. Klar ist die Aussicht bestimmt toll. Nur die Aussicht gibt es ja auf jeden Fall - egal ob Etage X als Buero oder als Hotelzimmer genutzt wird. Wieso soll also 'irgendein beliebiger Bueroturm' schlechter sein als 'irgendein beliebiger Hotelturm'?


    Wahrscheinlich gaebe es summa summarum sogar mehr 'Aussicht' von den Bueros, weil Bueros in der regel tagsueber zu 90% mit Menschen belebt sind, Hotelzimmer im Gegensatz dazu mehrheitlich tagsueber leer stehen - weil sicher kaum jemand nach Hamburg faehrt, sich ein teures Hotel nimmt, um dann den groessten Teil des Tages im Zimmer zu bleiben.


    Typischerweise gilt fuer Hotelzimmer: Mindestens 20 Stunden am Tag sind sie entweder leer oder der Gast schlaeft. In beiden Fallen ist die Aussicht irrelevant.

  • Das Hotel-Argument verstehe ich auch nicht. Zumal es in Hamburg bereits einige Hotels in Hochbauten gibt. Radisson, Elphi, der Neubau in der City Nord usw.


    Und vom Hotel abgesehen: Die Top-Etagen sollen ja so gestaltet werden, dass eine öffentliche Aussichtsebene möglich ist. Siehe Link in #41.


    (Was Karstadt angeht, bin ich nicht der Meinung, dass der Konzern hinreichend Perspektive hat, um in einen solchen Tower zu ziehen. Da wäre Leerstand vorgezeichnet. Aber das war sicher nur ein Scherz.)

  • ^^
    Warum muss man eine Meinung verstehen? Man kann sie teilen oder nicht!


    Sicher, keiner würde sich dort ein Hotelzimmer mieten, nur um die Aussicht zu genießen. Keiner würde dort Stunden am Fenster verbringen. Aber im Sockel blickt auf der einen Seite auf die Autobahn, auf der anderen auf eine Hauptbahnlinie. Ob sich da eine anspruchsvolle Hotelkette für finden lässt?
    Im Turm hätte ein Hotel ein anderen Flair. Beim Frühstück in die Ferne schauen, statt auf den Elbbrückenstau.


    Ein Hotel ist auch kein öffentlicher Raum, aber es lässt sich recht gut mit einer öffentlichen Nutzung kombinieren, wie etwa im Radisson oder im Empire Riverside.
    Büros sind für aussenstehende unzugänglich Flächen, obwohl die Tanzenden Türme zeigen, dass auch dort eine Turmbar möglich ist.


    Aber wie gesagt, dass ist nur meine Meinung. Andere Meinungen sind genauso erlaubt.


    PS.: Karstadt war natürlich ein Scherz!

  • Ob sich da eine anspruchsvolle Hotelkette für finden lässt?


    Das Elbtower-Konzept sieht auch kein Luxus-Hotel vor. Fuer eine Top-Hotel ist die Lage auf viele Jahre noch zu dezentral. Vorgesehen ist 'Vier Sterne Contemporary', also auf einem Niveau vergleichbar in Hamburg mit dem Barcelo, Ameron, Hyperion, Onyx, Scandic Emporio, Adina, etc. Solche Hotels funktionieren in Hamburg bereits in vergleichbar guten / schlechten Lagen wie zum Beispiel der City-Sued/Hammerbrook.


    Ausserdem wird das Hotel gross, aber nicht riesig. Der Haupt-Hotelstandort am Elbbruecken-Zentrum wird im Bf 119 sein mit insgesamt 38,000m2 BGF.


    Detailierte Nutzungsfestlegungen im Elbtower gibt es zudem noch nicht. Es heisst in der Anhandgabe woertlich:


    Die einzelnen Nutzungen und Flächen innerhalb der Kategorien sind im Detail nicht festgelegt, dafür fehlt sieben Jahre vor Fertigstellung die Möglichkeit Verträge zu schließen, so könnte z.B. das Hotel zu Lasten von Büroflächen größer werden.


    Warum muss man eine Meinung verstehen? Man kann sie teilen oder nicht,


    Hmm... okay. Ich bin halt ganz naiv an die Sache herangegangen und dachte, es koenne nicht schaden zu versuchen eine Meinung zu verstehen bevor ich entscheide ob ich sie teile oder eher nicht. My bad...

  • ^


    Danke für die Info, das lässt ja noch hoffen. Ich hatte bei meinem Besuch der Austellung nicht die Zeit mir alle ausliegenden "Mappen" im Detail anzusehen und mich nur an den Plakenden außen herum orientiert. Und natürlich die Modelle bewundert.

  • Er steht so einsam da mit seiner Höhe. Selbst der 35-Geschosser westlich der Elbbrücken wirkt neben ihm winzig. Ich weiß, es ist gewollt. Trotzdem hoffe ich, dass er doch noch irgendeine Form spannender Gesellschaft bekommt. Eventuell auf dem Kleinen Grasbrook?

  • Nein. Zumindest nicht ansatzweise in diesen Dimensionen. Die Hochpunkte auf dem Kleinen Grasbrook werden sich maximal auf der Höhe des Baakenhafens bewegen, wo wir immerhin auch bis zu 35 Etagen / 110m erreichen.


    Das ist allein schon dadruch gewährleistet, dass der Vertrag zwischen der FHH und der Signa Prime Selection eine Klausel beinhaltet, die der Bauherrin für X Jahre (30?) garantiert, dass im Umkreis von X.XXXm (?) um den Elbtower kein zweites Hochhaus entsteht, dass auf mehr als ca die Hälfte an den Neubau heranreicht. Die genauem Werte habe ich nicht mehr im Kopf aber ea wird zu unseren Lebzeiten definitif keinen 'Elbtower 2' geben.