Immeo(FdR)-Areal am Alexanderplatz

  • Immeo(FdR)-Areal am Alexanderplatz

    Ich mach mal einen neuen Thread hierfür auf. Teilweise wurden die Pläne ja schonmal in einen anderen Thread diskutiert.


    Der Tagesspiegel hat gestern über die Pläne von Immeo - einer Tochter des französischen Unternehmens Foncière des Régions (FdR) - berichtet, 2 Türme visavis Park Inn zu errichten. In einem davon soll es 200 bis 300 Wohnungen geben.


    Für den Bereich Alexanderstraße/Alexanderplatz wird derzeit der Architektenwettbewerb vorbereitet, der bis Mitte des Jahres abgeschlossen werden soll.


    Die Türme sollen nicht höher als 150m werden damit das Park Inn seine "dominierende Rolle" am Platz nicht verliere. :nono:


    Auf Seiten von Immeo wolle man rasch mit den Bauarbeiten beginnen.


    Artikel Tagesspiegel


    Schade, dass der Tagesspiegel keine bessere Grafik erhalten hat. Von den Türmen sieht man nichts, und dieser komische Sockelanbau sieht auch nicht wirklich vielversprechend aus.


  • Die Türme sollen nicht höher als 130m werden damit das Park Inn seine "dominierende Rolle" am Platz nicht verliere. :nono:


    Auf Seiten von Immeo wolle man rasch mit den Bauarbeiten beginnen.


    ja ich verstehe dieses ewige klammern an den alten Bauten auch nicht, es wäre doch wirklich mal Zeit das andere moderne Hochhäuser die dominierende Rolle dort übernehmen, der Klotz vom Park Inn ist nun wirklich nicht die Kröhnung der Architekturschöpfung.


    130m für alle 3 Gebäude? "Damit würden alle drei Türme nach jetzigem Stand auf gleichem Höhenniveau abschließen.
    Kritiker bemängeln, dass dies zur Monotonie führen könnte."


    Dazu muss man kein Kritiker sein, das würde auf jeden Fall zur Monotonie führen und als nächstes verlangt dann Frau Lüscher und Lompscher für alle Hochhäuser dies als Maximalhöhe um die Monotonie vollends zu manifestieren?
    aber bestimmt müssen sie über die ganze Sache noch mal schlafen wie die letzten Jahre auch :nono:

  • Das mit der Monotonie durch die gleichhohen Türme war schon immer eines der Hauptprobleme des Masterplans. Es könnte gemildert werden wenn man nicht nur Vierkantbolzen baut sondern auch mit Verjüngung etc arbeitet.

  • Eine Verjüngung wäre durch den geänderten B-Plan ja problemlos möglich; genau das passiert aber nicht, wenn man einfach OK 130m festlegt - die Investoren werden die (ohnehin schon reduzierte) Geschossfläche sicherlich ausnutzen wollen.


    Der einzige Lichtblick wären die beiden geplanten 150m-Bauten (Gehry & am Alexa), die diese Monotonie aufbrechen.
    Das geplante Hochhaus am Kaufhof und die an der Alexanderstraße werden sicher auch noch "regulaliert"..

  • Die Planung des Alexanderplatzes ist an Irrrationalität nicht mehr zu überbieten. Alles wird ausgerichtet auf die DDR Planung mit dem Ziel am liebsten alles zu erhalten und das 30 Jahre nach dem Ende dieser letztendlich ziemlich bedeutungslosen Episode deutscher Geschichte.
    Ich bin auch skeptisch wenn ich wieder lese 'jetzt soll es ganz schnell gehen'
    Das wird seit 25 Jahren propagiert und passiert ist gar nichts.


    Die Planung ist ein ideologisches Gemurkse, weil man sich nicht eingestehen will das die bisherige Bebauung jeder modernen vernünftigen Bebauung im Wege steht (wie sie der Kollhof Plan vorgesehen hätte) und solange man sich dem verweigert, wird alles nur Stückwerk bleiben und Investoren werden zögern sich einzubringen.

  • Mir leuchtet diese Kritik an der "Monotonie" auch nicht recht ein. Kollhoffs Masterplan sah ausschließlich 150 Meter hohe Gebäude vor. Jetzt sollen einige Hochhäuser 150 Meter hoch werden, andere 130 Meter, das Park Inn selbst ist 125 Meter hoch.


    Ich kann auch nicht nachvollziehen, was im Tagespeigel-Artikel gemeint ist mit dem Satz: "Eine Fußgängerverbindung soll einen Sichtkontakt zwischen Alexanderstraße und dem Alex herstellen." Stehe ich auf dem Schlauch, oder ist das unverständlich formuliert?

  • Glaube damit ist einfach nur gemeint, dass dieser riesige Sockelbau durchbrochen wird. Oder es ist ein Fehler und es ist eigentlich die Karl-Liebknecht-Straße gemeint, die ja zurzeit vom Alex abgeschnitten ist.


    Von den Türmen sieht man auf der Visu nichts, weil ja noch gar nicht klar ist, wie sie aussehen werden. Der Wettbewerb kommt doch erst noch.

  • Von den Türmen sieht man auf der Visu nichts, weil ja noch gar nicht klar ist, wie sie aussehen werden. Der Wettbewerb kommt doch erst noch.


    Ja logisch, eine Baumassenvisu hätte mir auch schon gereicht um einen Eindruck zu bekommen wie sich Immeo die Zukunft des Areals vorstellt.

  • Alles wird ausgerichtet auf die DDR Planung mit dem Ziel am liebsten alles zu erhalten und das 30 Jahre nach dem Ende dieser letztendlich ziemlich bedeutungslosen Episode deutscher Geschichte.


    Am Alexanderplatz stehen Gebäude aus drei Epochen: 1.die Behrens Häuser aus den 30er Jahren, Alexanderhaus und Berolinahaus, 2. die bereits veränderten DDR-Gebäude Kaufhof und Park Inn mit Sockel und 3. das moderne und, aus meiner Sicht, schlechteste am Platz, das Saturn-Gebäude.


    Es ist immer Stückwerk, der Platz ist doch auch zu bedeutend und zu groß um ihn "in einem Guß" zu bebauen. Das war in den 30er Jahren vielleicht angedacht, konnte aber auch ohne Krieg nicht umgesetzt werden und der Kollhoff-Plan sieht nur auf den ersten Blick so aus.


    Die Planung ist ein ideologisches Gemurkse, weil man sich nicht eingestehen will das die bisherige Bebauung jeder modernen vernünftigen Bebauung im Wege steht (wie sie der Kollhof Plan vorgesehen hätte) und solange man sich dem verweigert, wird alles nur Stückwerk bleiben und Investoren werden zögern sich einzubringen.



    Das mit der Ideologie ist so eine Sache. Die DDR-Vergangenheit unsichtbar machen zu wollen, ist auch nur Ideologie!


    Ich kann auch nicht nachvollziehen, was im Tagespeigel-Artikel gemeint ist mit dem Satz: "Eine Fußgängerverbindung soll einen Sichtkontakt zwischen Alexanderstraße und dem Alex herstellen."


    Soweit ich das verstanden habe geht es um einen Durchbruch des Park Inn Sockels, sodass praktisch zwei Gebäude daraus werden und eine Straße als Fußgängerzone zwischen dem Platz und der Alexanderstraße entsteht.

  • ^ Ich stand auf dem Schlauch, ich hatte bei "Alexanderstraße" dauernd an der südöstlich neben dem Alexa verlaufenden Straße gedacht, nicht an der mit dieser unverbundenen Straße nördlich des Alexanderplatzes. Durch einen Durchbruch des Park-Inn-Sockels ("Fußgängerverbindung" zwischen Alexanderstraße und Alexanderplatz) würde an dieser Stelle in der Tat ein Sichtkontakt zum Fernsehturm hergestellt.

  • Diese Diskussion um die Höhe ist m.E. zweitrangig. Wichtig ist doch, dass später der Gesamteindruck stimmt. Ob die Häuser 150, 130 oder nur 120 Meter hoch werden spielt keine Rolle, wie man gut am Upper-West und Zoofenster sehen kann.
    Da steht keiner davor und sagt sowas wie: Sehen die aber schlecht aus, weil sie nur 119 bzw 118 Meter hoch sind :lach:.


    Im Endeffekt werden die neuen Hochhäuser bestimmt nicht alle gleich hoch, sondern es wird kleine Unterschiede geben. Außerdem werden noch Antennen draufgesetzt.
    Von unten wird man bzgl. der Höhe sowieso nicht viel sehen können und aus der Ferne kommt es mehr auf die unterschiedlichen Fassadenflächen an, die den Gesamteindruck bestimmen werden.

  • ^^
    In der Pape-Studie geht's auch mehr um die Positionierung der Hochhäuser bei gleicher Höhe und Bestehenbleibens sowie Sockeleinfassung des Park Inns. Die Lösung gefällt mir recht gut da sie zeigt, dass man auch mit so einem Minicluster bestehend aus 3 Hochhäusern eine urbane Hochhauslandschaft schaffen kann.


    Baukörper
    Die städtebauliche Situation am Breitscheidplatz mit 2 Türmen die ein Torensemble und dadurch den Eingang zur Kantstraße bilden ist eine ganz andere als am Alex wo die Türme ursprünglich viel breitflächiger den Platz rahmen sollten.

  • Wenn die Höhe so zweitrangig ist, wieso verweigert der Senat dann mit allen Mitteln, dass die ursprüngliche Höhe von 180 Meter (im Kollhof Plan) gebaut wird und stutzt alles immer mehr zusammen, damit das Park Inn ja nicht überragt wird?
    Die Höhe ist wichtig, gerade bei einem geplanten Cluster wie am Alexanderplatz und die ursprüngliche Idee von Kollhof hatte ja auch seinen Sinn, er hat sich das sicherlich auch gut überlegt und jede Menge Modelle usw gab es ja auch.
    Jetzt zu sagen der Fernsehturm würde beeinträchtigt durch 180 Meter Höhe, ist einfach nur Humbug.

  • Wenn die Höhe so zweitrangig ist, wieso verweigert der Senat dann mit allen Mitteln, dass die ursprüngliche Höhe von 180 Meter (im Kollhof Plan) gebaut wird und stutzt alles immer mehr zusammen, damit das Park Inn ja nicht überragt wird?


    Wäre mir neu. M.W. war stets nur von 150m die Rede.

  • Ob nun an dieser Stelle 130 oder 150 Meter gebaut wird sei mal dahingestellt (letzteres wäre mir auch lieber, zumindest für den Turm auf dem Grundstück der Alex-Oase), das wirklich erfreuliche und wichtige an der Meldung, dass der französische Investor hier beginnt zu planen, ist doch, dass damit der Alexanderplatz als solcher endlich fertiggestellt wird und nach über 60 Jahren wieder eine richtige Platzeinfassung erhält, die ihn als Platz erst erlebbar macht. Dadurch ist der Eindruck des Alexanderplatzes als ausufernede Betonwüste, bei dem niemand so recht weiß, wo der eigentliche Platz eigentlich anfängt, endlich vorbei. Auch die unsägliche Alex-Oase im Ballermann-Style gehört damit der Vergangenheit an. Ich vermute, dass der Alex dadurch einen Riesen-Sprung nach vorne machen wird,die Umgebung deutlich an Attraktivität gewinnt und dadurch Folgeinvestitionen auch auf anderen Grundstücken wahrscheinlicher werden.
    Auch 130 Meter werden aus Fußgängerperspektive beeindruckend und urban aussehen, für Berliner Verhältnisse ist das ja schon hoch. Eine klare Platzkante mit Erdgeschossnutzung (gerne auch mit wertigerer Gastronomie und Bestuhlung im Außenbereich) sind hier das entscheidende, um die Attraktivität des Platzes zu steigern.
    Wenn hier nun zwei neue 130er entstehen und zukünftig mit Monarch-, Hines- und Kaufhoftower (plus in fernerer Zukunft sogar noch in zweiter Reihe auf den Grundstücken Haus der Elektroindustrie oder Haus des Berliner Verlags) 150er entstehen, ist meiner Meinung nach die Unterschiedlichkeit in der Gebäudehöhe sogar eher eine Bereichung für die Skyline-Wirkung, als wenn hier die viel kritisierte, von Kollhof geplante "150-Meter-Wand" entstünde.


    Und jetzt noch etwas Zukunftsträumerei:
    Sollte sich als Krönung dann in der Umgebung doch noch ein einzelner 180-200 Meter-Turm realisieren lassen (mein Favoritenstandort dafür wäre das Grundstück des Flachbaus zwischen Haus der Statistik und Mercure-Hotel an der Otto-Braun-Straße) , wäre das doch eine nette kleine Skyline....

  • Ich denke,dass das ganze eh erst mit einem neuen Senat wirklich Sinn ergeben würde.Also wäre es jetzt vielleicht nicht einmal so schlimm,wenn der erste Spatenstich nicht in den nächsten 4 Jahren passiert. Wenn dann andere im Städtebau fähigere Parteien regieren sollten,dann steigt die Chance auch,dass überall was passiert,nicht nur am Alex.

    Sicherlich muss man dann noch 10 Jahre warten bis eine Mini Skyline entstehen wird.Aber dann könnte es wenigstens wirklich was werden.Lüscher und Lompscher und die 3 Parteien sind doch für die meisten zurecht Verhinderer und Verkleinerer.Auch die Grünen in Berlin taugen nichts und wollen keine hohen Gebäude.