Bahnhofsvorfeld - BraWo-Park - Güterbahnhof/Bahnstadt

  • Danke, DieFeder.


    Die Montage in das Satelitenbild zeigt zum einen, dass Viewegs Garten im Saldo deutlich an Größe gewinnt, und einen Bezug zur Stadt erhält, statt nur eine von vierspurigen Straßen gesäumte übergroße Verkehrsinsel zu sein.


    Zum anderen fällt auf, dass als Straßenbegleitgrün und in den Pocketparks mehr Bäume gepflanzt werden, als auf den Inseln gefällt werden.


    Obendrein wird der Bahnhofsvorplatz und das Bahnhofsviertel fußgängerfreundlich und der Bahnhof wird überhaupt Teil eines Viertels, und ist nicht mehr 100 m von der nächsten Bebauung entfernt.


    Es ist in jeder Hinsicht eine Verbesserung zum Ist-Zustand.


    Mit Pech werden die neuen Bauten keine hochwertigen werden. Aber mit Blick auf die Bebauung, die jetzt den Platz flankiert, ist das Risiko, dass es schlechter wird, sehr gering.

  • EIn frohes neues Jahr. Wirklich bedauerlich an der Diskussion um den Bahnhofsvorplatz ist die Ausrichtung auf Parkplätze und Bäume. Das ist zum Heulen, wenn jede Sichtachse der riesigen Freifläche mit billigen Zweckbauten verstellt wird und sich dann über Stellplätze und Minibäume gestritten wird. Man muss den Charme der 60er ja nicht mögen, aber erst die Funktion durch Abriss der Brücke zerstören, dann die Optik durch dieses seltsame Glasdach ruinieren - um es jetzt sinnfrei mit beliebigen Riesenobjekten möglichst unsichtbar zu machen? Da wäre doch ein Abriss ehrlicher.

  • Noch eine kurze Anmerkung zur Abneigung gegen Freiflächen: Der enorme Vorteil dieser verschwenderischen Freiflächen liegt in der Luftqualität. Natürlich baut niemand auf einer der Inseln seinen Liegestuhl auf - aber die Menge an Verkehr verringert sich ja nicht, wenn der Platz dafür durch dichte Bebauung verringert wird. Trotz hohen Verkehrsaufkommens ist dieser Platz sogar im Sommer für Wartende erträglich.

  • Hauptbahnhof-Workshop: Unterlagen online und weiterer Termin


    Braunschweig. Die Unterlagen und Präsentationen aus der gestrigen Veranstaltung zum Planungsstart für die Neugestaltung des Hauptbahnhofumfelds sind ab sofort unter www.braunschweig.de/hauptbahnhof einzusehen.


    Die Präsentation im Direktlink gibt es hier


    Online-Hinweise sind unter http://www.braunschweig.de/fruehzeitige-buergerinformation ab morgen möglich.


    Wegen des großen Interesses am gestrigen Workshop will die Stadt einen weiteren Infotermin noch im Januar anbieten für alle, die gestern nicht mehr teilnehmen konnten. Der konkrete Termin steht noch nicht fest, Voraussetzung ist, dass Interessierte bis spätestens kommenden Montag, 20. Januar, unter stadtplanung@braunschweig.de ihre Teilnahme anzeigen.

    Ich finde das Vorgehen der Stadt sehr fair - im Gegensatz zu allen, die sich mit Halbwissen und voreiligen Tiraden teilweise persönlich gegen die Planer wenden (Bäume und Fassaden, um nur zwei Themen zu nennen).

    Ich bin gespannt, wie es weitergeht ...

  • Neues von der Bahnstadt / Umfeld Hauptbahnhof

    @mod: Wir sollten diesen und den Thread Bahnhofsumfeld und ehemaliger Hauptgüterbahnhof vielleicht zusammenlegen - das Thema hat sich zu einem Gesamtkomplex entwickelt. Bahnhofsvorfeld - BraWo-Park - Güterbahnhof/Bahnstadt

    Die Stadt Braunschweig sieht das Entwicklungsgebiet auch als zusammenhängend, auch wenn unterschiedliche Förderprogramme genutzt werden.


    Vergleiche dazu auch die aktuelle Präsentation vor dem Planungsausschuss der Stadt Braunschweig.


    Die Stadt identifiziert hierin 6 Handlungsschwerpunkte / Schlüsselprojekte...

    1. EAW - das Gelände des Eisenbahnausbesserungswerks

    2. Schefflerstraße Süd (Salzdahlumer Straße)

    3. Gleisharfe (Borsigstr)

    4. Hauptgüterbahnhof (Helmstedter Str.

    5. Hauptbahnhof Süd (Ackerstr.)

    6. Bahnhofsumfeld (Kurt-Schumacher-Str.)

    In der Braunschweiger Zeitung von heute, 12.2.2020 (paywall) wird das Projekt Bahnstadt als Mammutprojekt bezeichnet - zugleich die gleichzeitige Entwicklung von Bahnhofsnordseite und -südseite betrachtet... Stadtbaurat Leuer betont den Umfang des Gesamtprojektes, die Kleinteiligkeit der Planungen und die Wichtigkeit der richtigen Integration.


    Im Sommer wird dazu eine neue Form der Bürgerversammlung geplant, bei der das Gelände mit dem Fahrrad buchstäblich erfahren werden soll.

    Interessant in dem Zusammenhang, dass der Kunst- und Kulturverein bzw. Standort "Die H_lle" offizielle Erwähnung durch den Stadtfbaurat findet - ein sehr interessantes Objekt (www.arealdiehalle.de), das schon von der Abrissbirne bedroht war und stromlinienförmigen Überplanungen sicherlich im Wege stehen könnte...

  • Die Entwicklung eines Rahmenplanes für ein riesiges Stadtentwicklungsgebiet (Bahnstadt) und die Entwicklung des Bahnhofsvorfelds würde ich nicht zusammenpacken. Das wird auch innerhalb der Verwaltung nicht als ein Projekt behandelt, es sind zwei verschiedene Planungsebenen (Stadtumbau/Stadtentwicklung), wird von verschiedenen Akteuren und Planern bearbeitet und hat vollkommen unterschiedliche zeitliche Rahmenbedingungen. Das einzige was beide gemeinsam haben ist der Zusammenhang zum Hauptbahnhof. Dieser ist aber gleichzeitig die stärkste räumliche Zäsur die wir in der Stadt haben (neben der Westtangente vielleicht). Es gibt kaum zwei Areale die stärker von einander getrennt sind, als diese beiden. Die Verbindung der beiden Gebiete beschränkt sich auf fünf Tunnel/Brücken.


    Möchte dafür plädieren, dass nicht zu ändern. Für viel kleinere Projekte gibt es auch verschiedene Diskussionen. Hier werden die beiden größten Projekte zusammengelegt. Ich stelle mir das doch eher unüberischtlich und schwer nachzuverfolgen vor.

  • Nachverdichtung im Bahnhofsumfeld

    Friedrichstraße Ecke Böcklerstr. wurde schon vor einer Weile ein kleines Häuschen abgerissen, mittlerweile ist man hier schon recht weit:

    Übersicht:

    Bild:

    Baustellenschild:

  • Schön, wenn sich was tut. Sieht aus der Perspektive etwas gedrückt aus. Ich hätte mir ein Hochhaus eher auf dem Standort gewünscht, an dem sich das Intercity Hotel befindet. Da wo es entstehen soll, findet es nicht statt und/oder wird aus vielen unmittelbaren Perspektiven verdeckt durch die anderen beiden Hochhäuser. Und wenn es zwischendrin doch zu sehen sein wird, dann nur als eine Wand mit seinen 2 Nachbarn.

  • Das stimmt wohl, an der Position wird der Turm teilweise verdeckt sein. Zumindest gibt es leichte Höhenunterschiede zwischen den Türmen und wenn man aus dem HBF kommt, sollten alle drei sichtbar sein.

  • Business Center III

    Mit der Stadt als Mieterin der kompletten Bürofläche eine sichere Bank. Der Baubeginn soll noch in diesem Jahr erfolgen (Q).


    Da entsteht ein ansehnliches Ensemble. Die Reihung der Hochhäuser entlang der Straße ("Wand") hat m.E. auch seinen Reiz und gibt dem Viewegs Garten nach Osten eine sichtbare Kante.

  • Gut möglich. Die Sichtbarkeit einer Kante für Viewegs Garten halte ich für vernachlässigbar. Den meisten Leuten wird sich etwa die nachfolgende Perspektive präsentieren. Deshalb der bessere Standort am Intercity Hotel.


    Ich zweifle daran dass das toll aussieht, wenn man zwischen die beiden Hochhäuser ein weiteres baut. Wand ja, aber Reiz?!



    Bilder: Silesia

  • Sicher, etwas eng ist es da dann wohl. Was mir gerade noch einfällt - das gesamte Bahnhofsumfeld soll ja (irgendwann) umgestaltet werden. Dazu gab es doch auch Visualisierungen. Sind da schon alle drei Gebäude abgebildet gewesen? Vielleicht sieht die Sache ja dann im zusammenhang etwas anders aus. Nur ein Gedanke. Im Übrigen habe ich gestern gesehen das man etwas weiter vorne (am Projekt gegenüber der Stadthalle) an den alten Reitställen die verbarrikadiereten Fenster geöffnet hat. Wie es aussieht beginnt man nun mit der Sanierung und dem Umbau der Altbausubstanz dort.

  • Silesia, danke für die bildliche Darstellung der städtebaulichen Situation. Ich verstehe auch deinen Einwand. Aber gerade aus der von dir gezeigten Perspektive wird das neue Hochhaus (fast) vollständig hinter der Toblerone verschwinden. Es wird ja nicht direkt an der Straße, sondern hinter der Sockelbebauung zurückgesetzt errichtet. Die "Wand" wird also gewissermaßen Tiefenwirkung haben, so dass die einzelnen Türme einzeln wahrgenommen werden können. Das und die Verschiedenartigkeit der Architektur wird m.E. das Ensemble aus unterschiedlichen Perspektiven abwechslungsreich wirken lassen, z.B. eben bei frontaler Draufsicht als Kante.

  • Was mir gerade noch einfällt - das gesamte Bahnhofsumfeld soll ja (irgendwann) umgestaltet werden. Dazu gab es doch auch Visualisierungen. Sind da schon alle drei Gebäude abgebildet gewesen?

    Nein. Umgekehrt ist die Bahnhofsumfeldumgestaltung (was ein Wort...) in dem Modell, dass die VR im Foyer des 'zweiten' Turmes ausgestellt hat, und das alle drei Türme zeigt, nicht eingearbeitet.


    Dennoch: Dieses Modell könnte neues Licht in die Diskussion bringen, leider habe ich mich nicht getraut, zu fragen, ob ich Fotos machen darf.


    Als Seitennotiz habe ich mir die Pläne und Visualisierungen des Bahnhofsumfeldes im Siegerentwurf noch einmal angeschaut: In weiser Vorraussicht auf den Streit darum, ob nun Viewegs Garten größer oder kleiner wird, haben die Macher der Grundrissdarstellung den Ist-Umriss des Parks mit einer dünnen, roten Linie eingezeichnet. Und das gibt eine deutliche Antwort auf die Frage, ob der Garten nun größer oder kleiner wird.

  • Danke Xysorphomonian noch mal für den Link zum Beitrag "Neuer Stadtraum rückt Hauptbahnhof näher an die Innenstadt heran".

    Wie ich jetzt dort noch mal gesehen habe soll ja auch der Bereich zwischen Toblerone und Hbf bebaut werden, was dann den Eindruck eh total verändert. Da ist das Business Center III ja dann die "kleinste" Veränderung in diesem Zusammenhang.

    In dem oben genannten Link ist die Rede von "... Die Partner werden sich über die nächsten Schritte und den Zeitplan abstimmen." Das scheint noch immer der aktuelle Stand zu sein vermute ich. Die Mühlen mahlen bei so etwas ja immer seeehr langsam.

    Wir werden also in den nächsten Jahren sicher nichts neues dazu hören bzw. aktivitäten dazu sehen. Von daher erübricht sich die Frage wie sich das BC III in dieses Umfeld einfügt irgendwie.

    Ich hoffe man ist jetzt wenigsten schon dabei die Zeit zu nutzen, während das BC III gebaut wird der Umzug der Veraltungsmitarbeiter in´s BC III vorbereitet wird, den Umbau des Rathauses zu planen.

    • Ich meine, gehört zu haben, dass die Stadt tatsächlich sogar schon einiges an 'Workforce' erübrigt, um das Bahnhofsumfeld schnell zu entwickeln (Meine -zugegeben eilige- Recherce ergab hierzu jedoch nichts, von daher möchte ich da eher von einem Gerücht sprechen, vielleicht finde ich dazu noch 'was).
      Ich kann mir auch vorstellen, dass die Stadt da ein ziemliches Interesse 'dran hat. Denn zum einen lässt sich hier die Stadtkasse durch die Vermarktung der Flächen aufbessern (was letztlich, bevor das wieder so wirkt, als sei die Stadt nur geldgeil, den Bürgern nur zugute kommen kann), zum anderen will die Stadt wachsen, und das Potential ist da. Der Flaschenhals, so scheint mir, ist da Wohnraum. Wenig Städte haben die Chance, in so zentraler Lage Flächen zu erschliessen, und das wird man auch im Rathaus wissen.

      Zudem, bei allem, was ich bisher in Braunschweig erlebt habe, haben die mit ihrer Art der Bürgerbeteiligung einen sehr effizienten (und die Bürger zufrieden stellenden) Weg gefunden, die Zeit von der ersten Idee zum ersten Spatenstich zu verkürzen. Ich kenne diese Phase aus anderen Städten, wo das Geringe im Vorfeld sehr, sehr zäh ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Xysorphomonian () aus folgendem Grund: Formulierung präzisiert.