ESSEN 51 [Planung&Bau]

  • Ich kann es nur bestätigen, dass es an der von _pulse beschriebenen Stelle ordentlich staubt..


    Noch einmal ein Blick von der anderen Seite auf die Baumaschinen und das Epiroc Gebäude.


  • ^ Und Sonntags stehen sie brav in Reih und Glied und bereiten sich ausgeruht auf die neue Woche vor.;)


    In der Tat werden dort schon lange gewaltige Erdbewegungen vorgenommen, genau seit 2017. Neben dem Abbruch der alten Fabrikhallen auf dem Areal des alten Kruppschen-Industriegeländes, müssen großflächig Schadstoffe herausgeholt und entsorgt werden, tiefe, schwere Fundamente abgebrochen und zerkleinert, sowie anschließend zwischengelagert werden, was eine kaum nachvollziehbare Hin- und Herfahrerei zur Folge hat, wie die recht großen Anhäufungen in den verschiedenen Bereichen nach einer gewissen Zeit zeigen. Um dann den nächsten Schritt, die Geländemodellierung anzugehen, die von ausserhalb kaum zu sehen sind.

    Appropos Fundamente. Die letzten Erfahrungen am Krupp-Park zeigten es, dass die Entwicklung des Geländes, speziell die Bodenaufbereitung eine Menge Zeit in Anspruch nimmt und deswegen Termine wohl kaum zu nennen sind, weil niemand so recht weiß was im Boden steckt, bzw. wie dick die Fundamente sind, wie tief sie die dort liegen.

    Vorrausgeschaut: Gespannt darf man sein, wann sich in Sachen Hochbau was tut. Weder die Thelen-Gruppe noch die Stadt haben bisher dazu was verlauten lassen, das Bebauungsplanverfahren läuft wohl noch, der Satzungsbeschluss als direkte Vorstufe zur Genehmigung sollte eigentlich im vierten Quartal 2021 beendet werden, der erste Bauabschnitt so alsbald folgen.

    Obwohl länger ein Baufeld am BB-Blvd. schon baureif, die Nordspange sogar weitestgehend fertig zur Durchfahrt ist, freie Fahrt sollte hier wohl angekündigt das Frühjahr sein, derweil ist weiterhin warten angesagt.

  • Nachdem bisher überwiegend der südwestliche Teil des Areals mit enormen Erdbewegungen, der mittlere Teil mit Straßenbau und Landschaftsmodellierungen gezeigt wurden, diesmal ein informativer Blick aus dem Norden, von der ausgebauten Bottroper Straße auf den neuen Stadtteil, der sich mit dem Hochbau allerdings weiterhin noch Zeit lässt.


    Die Bottroper in Richtung Innenstadt. Rechts die eingeebnete Gewerbefläche von Ikea. Dort sollte der Möbelriese eigentlich schon als erster auf dem Gelände sein, und seit langem seine Kunden begrüßen. Ob es soweit kommt oder man an alter Stelle in der Weststadt verbleibt wird schon seit längerem im Hause Ikea geprüft:

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    Hinter der Ikea-Fläche ein Komplex ehemaliger, verbliebener Kruppsche Hallen inkl. großem Bürogebäude die noch ordentlich genutzt werden. Sitz von Epiroc (Atlas Copco-Tochter) einem Bergbauzulieferer, die Hafengesellschaft Duisport hat dort Logistikflächen angemietet, Krupp Engineering lässt sich dort ebenfalls noch finden, und gem. Planungen wird sich hier erstmal auch nichts tun, links die ThyssenKrupp-HV:

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    Eine neue Einfahrt auf das geplante Ikea-Gelände inkl. Ampelanlage ist bereits fertiggestellt:

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    Eine Bus-Haltestelle beidseitig wurde beim Ausbau Bottroper Straße eingeplant, auf dem nördlichen Gelände tut sich dagegen wenig. Anhand der Maschinen und Materialien müssten Rohrverlegearbeiten im Gange sein:

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    Interessant, die ebenfalls länger fertig und großzügigen nördlichen 4x Aus-1x Einfahrt des Stadtteils. Die Planer gehen wohl jetzt schon davon aus, dass alle hier arbeitenden Menschen auf einmal in alle Richtungen nach Hause fahren, morgens aber zeitversetzt ankommen, im linken Bereich ist dafür ein Unternehmenscampus angedacht, voraus aber auch Gewerbeeinheiten in Planung. Diese sogenannte Nordspange soll eigentlich in den nächsten Tagen verfügbar und befahrbar sein:

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    Alle Fotos hanbrohat: Unter Beachtung des Urheberrechts gemeinfrei

  • Ein Blick auf den südlichsten Teil von Essen51 der wohl zuletzt bebaut wird. Schön zu sehen, dass die enormen Erdbewegungen erstmal hier ihren Platz gefunden haben und jetzt hier auch aufbereitet werden. Das rötliche, vermutlich schadstoffbehaftete Erdreich wurde bereits teilweise aus dem Boden geholt und abtransportiert, die herausragenden Kanalteile zeigen wie tief gegraben wurde.


    Ein Übersichtsfoto vom Radschnellweg RS1 am 18.4.:

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    Vor drei Tagen sah es dann auf dem Gelände so aus:

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    Das historische Verwaltungsgebäude von Zeche Amalie inklusive Förderturm wird das neue Quartier später bereichern:

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    Alle Fotos hanbrohat: Unter Beachtung des Urheberrechts gemeinfrei

  • Bewegung um das Fördergerüst der ehemaligen Zeche Amalie. Dort sind eine Menge Container inkl. eines Zeltes sowie Förderanlagen aufgebaut worden. Muss sich auf Grund der Ansammlung um eine größere Aktion handeln. Ein Teil der Erdanhäufungen ist in diesem Bereich der späteren Straßenachse bereits weggeschafft.


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    Fotos hanbrohat: Unter Beachtung des Urheberrechts gemeinfrei

  • ^ Mittlerweile ist über das Hinweisschild erkennbar was hier gemacht wird. Nein, der Hochbau für den neuen Stadtteil hat noch nicht begonnen. Thyssen Schachtbau ist schon länger dort am Wasserhaltungsstandort aktiv und baut die ehemalige Schachtanlage Amalie (ganz Ruhrgebiets-like) zu einem Brunnenbetrieb der Grubenwasserhaltung um, was größtenteils unterirdisch geschieht. Auftraggeber ist die RAG Aktiengesellschaft, eine Nachfolgerin der Ruhrkohle AG.


    Auf dem südlichen Gelände an der Helenenstraße wird weiterhin der Boden aufbereitet, wie der Blick vom Radweg RS1 unten zeigt, ganz im Norden liegen eine Menge gelieferter Fernwärmeleitungen einbaubereit parat (ohne Foto). Hier kann dann auch der eigentliche Start für den neuen 51. Essener Stadtteil erwartet werden kann.


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    Südl. Teil, Pferdebahnstraße; auf dem Gelände hinter dem Fördergerüst und neben der alten Verwaltung sieht es z.Zt. noch so aus:

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    Südl. Teil, Ecke Helenenstraße/Pferdebahnstraße, Erdaufbereitung:

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    Schwenk nach rechts auf den alten Bestand aus Fabrikhallen und dem Pavillion eines ehemaligen hier ansässigen Autohändlers der zum BB-Blvd. umgezogen ist. Der Förderturm von Amalie dahinter:

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    Alle Fotos hanbrohat: Unter Beachtung des Urheberrechts gemeinfrei

  • Neuigkeiten sind von der Thelen-Gruppe zum Großprojekt weiterhin rar, zumindest die heimische Zeitung konnte ein paar neue Details erfahren. Fast fünf Jahre ist es her, als der Startschuss zum neuen Quartier gegeben wurde. Tausende Tonnen 'Kruppscher Boden' sind seither bewegt.


    1.700 Wohnungen und 345.000 m² Gewerbefläche sollen entstehen


    Das es ruhig geworden ist auf dem großen Areal (die Zeitung führt hier süffisant ein brütendes Vogelpaar ob der immensen Ruhe an), diesem Eindruck tritt die Thelen-Gruppe entgegen. Auch, dass das Milliarden-Vorhaben auf Eis liegt, wie nebenan z.Zt. das Wohnprojekt 'Wohnen am Park', davon könne keine Rede sein.

    Hinter den Kulissen werde gemeinsam mit der Stadt Essen an einem Bebauungsplan gearbeitet. 2023 will die Planungsverwaltung der Politik einen Satzungsbeschluss zur Abstimmung vorlegen. Sobald ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliege, könnten die Hochbauarbeiten beginnen, heißt es von Thelen-Seite.

    Im Planungsamt wird auf ein Verkehrsgutachten gewartet, weil der Quartiers-Mobilität eine große Rolle beigemessen wird, Autos sollen an den Zufahrten in Tiefgaragen verschwinden, nur zu Fuß, per Fahrrad und die Tram dürfen sich innerhalb bewegen.

    Zwei Haltestellen sind für die neue Linie der Citybahn geplant, die direkten Anschluss an die Innenstadt ermöglicht.


    Seit Frühjahr 2019 liegt ein städtebaulicher Entwurf für Essen 51 von den Architekten RWK Architektur + aus Düsseldorf vor. Ob das neue Quartier letztendlich so umgesetzt wird wie geplant steht noch nicht fest. Der Entwurf wird ständig weiterentwickelt so die spärliche Aussage der Thelen-Gruppe, mehr will man nicht preisgeben.

    Geplant sind auf jeden Fall mehrere Bauabschnitte um der Entwicklung auf dem Markt begegnen zu können. Eingeplant ist eine Bauzeit von 8-10 Jahren, sodass Preisentwicklung und Nachfrage nach Immobilien auch das Tempo des Projekts mitbestimmen. Mit dem Hochbau gestartet werden soll rund um das Fördergerüst der ehemaligen Zeche Amalie. (Quelle: WAZ v. 30.12.2022)


    Aufnahmen-Standort: Nordspange zum Jahreswechsel:

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  • Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Vereinigte Helene-Amalie wird aktuell mit einem Raupenkran von Franz Bracht an einem ehemaligen Förderturm gearbeitet. Welche Arbeiten dort ausgeführt werden, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.



  • Dabei dürfte es sich um die von hanbrohat erwähnten Bauarbeiten von Thyssen Schachtbau zum Umbau der ehemaligen Zeche zum Brunnenbetrieb zur Grubenwasserhaltung handeln. Vermutlich.

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  • ^ So ist es. Der Raupenkran hantiert für mein Befinden gem. der Grafik unten am Wetterschacht. Dazu heißt es auf der Projektseite Thelens:


    ''Energie aus Grubenwasser

    Das historische Erbe der Bergbauinfrastruktur wird für nachhaltige Energiesysteme zum Heizen und Kühlen eingesetzt.

    Die Nutzung der geothermischen Energie des Grubenwassers ist ein internationales Vorzeigeprojekt im Klimaschutz.''


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    Foto: Thelen-Gruppe

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