U9 (Nord-Süd Bypass) [in Planung]

  • ^^ So wie ich das verstehe, soll die an einem gänzlich unangefassten Bereich errichtet werden - unter den Gleisen. Sinnvoll wäre natürlich, schon im Rahmen der 2. Stammstrecke die entsprechenden unterirdischen Wege anzulegen.


    Den Bau eines U-Bahnhofes unter einem hochfrequentierten Gleisfeld stelle ich mir aber auch durchaus ambitioniert vor.

  • Eine aktuell verfolgte Option am Hbf ist die Errichtung einer großen Baugrube für Stamm2 und U9. Hat sicherlich viele bautechnische Vorteile. Die bergmännische Variante unter der Gleishalle ist kaum vorstellbar.

  • Entlastungsspange U9: Startschuss für die Planung; Rathaus Umschau 12 / 2018, veröffentlicht am 17.01.2018

    Der Stadtrat hat heute den Startschuss für die Planung der neuen U-Bahnlinie U9 gegeben. Diese neue Strecke führt als Herzstück des weiteren U-Bahnausbaus zu einer dringend notwendigen Entlastung sowie zu einer Erhöhung der Betriebsstabilität im Gesamtnetz.


    Hinsichtlich des Verlaufs der neuen U-Bahn-Linie wurde die Verbindung von einem neu zu errichtenden Bahnhof Impler-/Poccistraße diskutiert, die wei- ter über den Esperantoplatz östlich der Theresienwiese, den Hauptbahnhof, das Pinakothekenviertel, den Elisabethplatz und die Münchner Freiheit bis zur Dietlindenstraße führt. Zur konkreten Realisierbarkeit werden nun weitere Untersuchungen durchgeführt.


    Die neue U9 macht auch im Bereich des Hauptbahnhofs einen zusätzlichen U-Bahnhof erforderlich. Daher sollen bereits während des Baus der 2. Stammstrecke vorbereitende Maßnahmen für einen zusätzlichen Halt am Hauptbahnhof zum Beispiel durch die Errichtung eines sogenannten Vorhaltebaukörpers erfolgen. Dies ermöglicht später einen optimalen Umstieg von und zur Entlastungsspange U9.


    Quelle: https://ru.muenchen.de/2018/12…ss-fuer-die-Planung-76467


  • Ich frage mich, was ich davon halten soll, die Bahnhöfe Poccistrasse und Implerstrasse aufzugeben. Die Lücke twischen Südbahnhof und Brudermühlstrasse ist schon recht groß. Zudem müsset man die Poccistrasse (also zB deren südliches Sperrengeschoss) unterirdisch nur um gut 50 Meter Richtung Süden erweitern und man wäre schon direkt unter dem Eisenbahnring.


    Der BA kritisiert, dass im Zuge das Baus der U9 die Bahnhöfe Poccistraße und Implerstraße zusammengelegt werden sollen, was auch für die U 3 bedeuten würde, dass ein Halt wegfällt. Dafür würde an der Poccistraße ein Übergang zum neuen Regionalbahnhof am alten Südbahnhof ermöglicht werden. Der BA möchte lieber eine bessere Anbindung des Viehhofgeländes, wo das Volkstheater gebaut wird.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…-doppel-bahnhof-1.3886963

  • ^^


    Verstehe die Argumente des BAs nicht. Der neue Bahnhof wird sowohl für die Erschließung des Viehhofgeländes als auch für die Anbindung des neuen Regionalzughaltes "Südbahnhofes" und des KVR sehr günstig liegen. Nur von der Lage des Bahnhofes Esperantoplatz bin ich auch nicht begeistert. Ich würde den Bahnhof lieber in Nord-Süd-Richtung unter der [URL='https://www.google.de/maps/place/48%C2%B008'07.4%22N+11%C2%B033'30.9%22E/@48.1353741,11.5498202,2363m/data=!3m2!1e3!4b1!4m6!3m5!1s0x0:0x0!7e2!8m2!3d48.1353754!4d11.5585755']Goethestraße [/URL]mit Name "Landwehrstraße" bauen. Einen U-Bahnhof samt Streckenschwenk nur für 2 Wochen Oktoberfest zu bauen ist maßlos!

  • sehe ich das richtig, dass die Vorhaltemaßnahmen alleine ca. 250mio euro kosten?
    Die Vorhaltemaßnahmen sind ja nicht mal der komplette Rohbau des U-Bahnhofes.......
    Interessant auch, dass der geplante U-9 Bahnhof 4 gleisig ist.....

  • sehe ich das richtig, dass die Vorhaltemaßnahmen alleine ca. 250mio euro kosten?


    Die Maßnahme ist nicht planerisch und im Baubetrieb nicht trivial und stellt einen großen Eingriff dar.


    Mit den 4 Bahnsteigkanten erhält man eine große Flexibilität im Netz. Grundsätzlich stehe ich für einen linienreinen U-Bahn Betrieb, so wie er auch in den meisten Städten praktiziert wird. Zunächst steht aber noch als Option die Einbindung von Zügen auf der U2 Nord auf den neuen Bahnhof der U9. Vielleicht schafft man später eine Trennung von U1 und U2 über den neuen Bahnhof. Das ist mit dem aktuellen Bahnhof U1/U2 am Hauptbahnhof aus verschiedenen Gründen nicht möglich, insbesondere weil man im Süden nicht mehrgleisig ausfahren kann. Bei der neuen U2 über den neuen Bahnhof kann man nach Süden später einen weiteren Tunnel planen. Ggf. Goetheplatz und weiter Baldeplatz zum Kolumbusplatz, der aber auch komplett neu oder ein zusätzlicher dort gebaut werden muss.

  • Die Bauleistungen am HBF - Nucleus und U9 Unterquerung - sind schon Meisterleistungen des Ingenieurwesens, wenn sie fertiggestellt sind. Das darf man glaube ich schon sagen. Dass diese kosten ist selbstverständlich. Lieber teuer, als dass später aufgrund Kostendruck folgenreiche Fehler, womöglich auch noch in der Statik, entdeckt werden.

  • Die eigentliche Statik ist vergleichsweise harmlos. Natürlich spielen viele Effekte aus nichtlinearem Materialverhalten (Boden) und komplexer Geometrie (Bauablauf) eine große Rolle. Teuer ist vorallem das Bauvolumen und die erforderlichen Schritte, damit eine derartige Baumaßnahme überhaupt in dieser Lage durchgeführt werden kann.

  • ^^


    Wir sind aus dem Projekt draussen und bekomme nur indirekt Informationen. Von einer Verzögerung profitiert vor allem die DB Projektbau, welche dann viele Ingenieure vom ebenfalls verspäteten S21 Projekt schrittweise nach München bringen kann. Ich meine auch ohne aller Umplanungen am HBf ist man sicher 1 Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan. 2028 ist absolut realistisch.

  • Für den Nutzen den die U9 voraussichtlich bringt, ist das mMn verschmerzbar. Nichts wäre kurzsichtiger, als jetzt unbedingt 2026 halten zu wollen. Die U9 wäre dann für die nächsten Jahrzehnte (für immer?) vom Tisch.

  • ^^


    Wie angedeutet, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass man mit dem Bahnhof der U9 ohnehin bereits absehbare Verzögerungen recht plausibel verkaufen wird.


  • Quelle: https://www.mvg.de/ueber/press…2019-10-14-mvg-zu-u9.html

  • Der Stadtrat stellt wichtige Weichen für die Zukunft der Münchner U-Bahn: Der gemeinsame Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft sowie für Stadtplanung und Bauordnung hat heute beschlossen, dass das Vorhaltebauwerk für die U9-Station am Hauptbahnhof realisiert wird. Die Stadträte gaben außerdem den Startschuss für die Vorplanung der gesamten U9-Neubaustrecke. Sie genehmigten die dafür erforderlichen Planungskosten. Die Ergebnisse der Vorplanung sollen 2024/25 vorliegen. Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) gehen davon aus, dass der heutige Beschluss in der Vollversammlung des Stadtrats am 23. Oktober 2019 bestätigt wird.


    (...)


    Die U9 ist ca. 10,5 Kilometer lang. Die Neubaustrecke soll Sendling und Schwabing via Hauptbahnhof und Kunstareal verbinden. Der neue Halt am Hauptbahnhof wird ein hochattraktiver Umsteigepunkt mit direktem Übergang zur 2. Stammstrecke. Östlich der Theresienwiese, am Esperantoplatz, bekommt München einen zweiten U-Bahnhof für das Oktoberfest. Die bisherigen Stationen Impler- und Poccistraße werden zusammengelegt und durch einen Neubau ersetzt. In der Maxvorstadt ist ein neuer U-Bahnhof Pinakotheken im Kunstareal vorgesehen, in Schwabing am Elisabethplatz. Die U-BahnStationen an der Theresienstraße und an der Münchner Freiheit werden erweitert.


    Quelle, vollständige Pressemeldung mit Übersichtskarte: https://www.swm.de/dam/swm/pre…91016-u9-baubeschluss.pdf