Karstadt-Areal am Bahnhofplatz [Spekulationsthread]

  • Karstadt-Areal am Bahnhofplatz [Spekulationsthread]

    Die Karstadt-Filiale am Hauptbahnhof gilt als eine der begehrtesten Immobilien der Stadt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat die Investmentgesellschaft Signature Capital nun das Haus für 180 Millionen Euro gekauft. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung von innerstädtischen Einkaufszentren und Objekten in bester Lage spezialisiert.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…-in-bester-lage-1.1965142

  • Die Fußgängerzone Richtung HBf zu erweitern ist ein 1. Schritt die verrückte Struktur Münchens aufzubrechen. Ich glaube aber, dass ein EKZ an dieser Stelle mit dem Widerstand der mächtigen Lobby der Altstadtgeschäfte nur sehr schwer zu realisieren ist. Ein Abriss des Karstadtbaus und ein architektonisch ansprechender Neubau mit einer gemischten Nutzung aus Einkaufen, Büro und Wohnen wäre anzustreben. Was mir auch fehlt wäre eine angemessene Gastronomie abseits der Döner und Burger, in der man auch nach 24h etwas zu futtern bekommt.

  • Die Entwicklung dieses Areals weg von einer unnahbaren Trutzburg hin zu einem offenen, urbanen Shoppingquartieres sollte bei der neuen Stadtregierung ganz oben auf der Agenda stehen. Zusammen mit einem neuen HBF und Königshof könnte sich ein wirklich nettes Quartier entwickeln.

  • Allein durch eine zeitgemäße Gestaltung der Schützenstraße (Belag, Mobiliar) könnte man viel erreichen. Schon diese verdreckten runden Lampen aus den 70er Jahren kann doch keiner mehr sehen! Dazu geben die noch so ein ganz übles Funzellicht.

  • Die Entwicklung dieses Areals weg von einer unnahbaren Trutzburg hin zu einem offenen, urbanen Shoppingquartieres sollte bei der neuen Stadtregierung ganz oben auf der Agenda stehen.


    Dein Wort in Gottes Ohr, aber ob man nach den Pasing Arkaden dazu gelernt hat?

  • Offen und urban könnte man auch den Karstadt gestalten, dazu braucht es nicht unbedingt ein EKZ. Aber das Problem ist halt, dass die Einzelhändler kein Tageslicht in ihren Räumlichkeiten wünschen, entsprechend sind ja auch beispielsweise die Arcaden gestaltet worden und genau so sieht auch der gruselige Karstadt-Klotz aus. Auch so ein Grund, warum ich Einkaufszentren nicht für ein Allheilmittel halte. Viel wichtiger wäre hier die ansprechendere Gestaltung der Schützenstraße samt der an ihr liegenden Gebäude und dabei eine Öffnung des Karstadts (oder eines Nachfolgemieters) zur Straße hin.

  • Soweit ich mich an Zeitungsartikel aus der Entstehungszeit der Pasing Arcaden erinnere und ohne es jetzt nochmal zu recherchieren, war einer der Gründe, dass sich die Waren mit Kunstlicht am besten präsentieren und in Szene setzen lassen. Tageslicht stört da natürlich, zumal man auch mit großen Fensterfronten oder riesigen ausladenden Eingangsbereichen auch immer Wände und Flächen schafft hat, die man nicht mit Regalen zustellen oder mit Produkten bestücken kann.


    man sieht es ja prototypisch wirklich sehr schön an den Pasing Arcaden, wo rein baulich bei vielen Geschäften im EG Fensterfronten vorhandenen wären (Mutmaßung von mir), diese aber außer von der Gastronomie so gut wie nicht genutzt werden und daher mit schwarzer Folie hinterklebt sind.

  • Sowas verhunzt sogar historische Fassaden (Oberpollinger, SZ-Verlag, Hirmer).


    Das kommt aber sehr auf die Art den Lichtes an. Oberpollinger und Karstadt werden wirklich verhunzt. Gebäude können aber auch so illuminiert werden, dass sie Nachts in schöner und nicht verfälschender Form erstrahlen. Ich denke zum Beispiel an Notre Dame in Paris.

  • Das kommt aber sehr auf die Art den Lichtes an. Oberpollinger und Karstadt werden wirklich verhunzt. Gebäude können aber auch so illuminiert werden, dass sie Nachts in schöner und nicht verfälschender Form erstrahlen. Ich denke zum Beispiel an Notre Dame in Paris.


    Deiner Meinung stimme ich vollkommen zu. Ich war vor kurzem in den Niederlanden und hab mehrere solche Beispiele gesehen. Die historischen Fassaden kann man mit ein bisschen Kreativität und qualitative Beleuchtung immer schön illuminieren.

  • Hier noch die offizielle PM zum Deal:



    Quelle: http://www.tristancap.com/news…nich-department-store-rfr


    Schon immer wieder bemerkenswert, wie viel Profit hier erwirtschaftet wird, ohne, dass in das eigentliche Objekt ein Mehrwert investiert worden wäre.

  • ^^


    Das wäre der Abriss des Jahrzehnts! Es gibt ja viele hässliche Kaufhäuser in München aber das grenzt schon an ein Verbrechen. Nicht umsonst im Stadtführer "Munich ugly" zu finden.


    Der Ort wäre perfekt für ein neues Shoppingparadies a la Mall of Berlin. Offen und durchlässig.

  • Der Abriss des Karstadts erfordert natürlich dass man sich mit allen Anteilseignern und Interessen einigt. Das dürfte also noch ziemlich lange dauern bis dort was passiert... scheint sich eher um spekulative Geschäfte zu handeln. Dennoch sind es sehr gute News, da passiert hoffentlich mal etwas.


    Überhaupt scheint die ganze Ecke (siehe auch News zum südlichen Bahnhofsviertel) gerade aus dem Dornröschenschlaf zu erwachen. In meinen Augen hat dieses Viertel das Potential zu einem Top-Standort für Wohnen und Arbeiten zu werden. Das wird man aber nicht erreichen, wenn die bestehenden 50er Jahre-Bunker noch ein Penthouse oben drauf bekommen.