Abriss Gloria-Palast - Neubau EKZ Kurfürstendamm 13-15

  • ^ Architektenkind, Dichte ist hier natürlich nicht in rein physikalischer Definition gemeint.


    Sondern eine 'Dichte' an Vielfalt, zum Beispiel eine kleine Parzelle auch mal vier oder fünf Stockwerke höher zu bauen. Statt einem Haupteingang vielleicht mal auch zwei Nebeneingänge rechts und links, und ja, manchmal auch so simple Objekte wie das geschwungene Vordach des ehem. Gloria Kinos, eine Leuchtinstallation, ein Stück Kunst am Bauwerk, eine kleine Nische für einen Kiosk oder einen Coconut-Water-Yoga-Falafel-Club in der Kaufmeilenhandelskettenwüste schaffen. Bauwerke die nicht nur Ladenfläche schreien, sondern flexiblerer Nutzungen wie in 'Mampes gute Stube' zulassen. Langfristig investieren: Die großen Mode-Labels werden doch schon als nächstes von der Amazon- und Zalando-Welle erfasst, und dann hat man wieder vermietbare Glaskästen auf Streetlevel, Chapeau !

  • Ich kann die Aufregung über den Abriß des Gloria Palastes nicht nachvollziehen. Der Neubau ist zwar zu 100% kommerziell und hat überhaupt keinen gestalterischen Anspruch, aber das alte Gloria hatte doch ebenfalls in keinster Weise irgendeinen Charme (mal vom heißgeliebten Reklame Schriftzug abgesehen und dem "geschwungenen Vordach"...)


    Das echte alte Gloria, DAS wäre "erhaltenswert" gewesen:
    https://www.berlin.de/ba-charl…aft/kinos/mdb-gloria.jpeg

  • Querbalken : Die Mieten, die heute in einer derartigen Lage aufgerufen werden, lassen sich in Mampes guter Stube nicht erwirtschaften. Was meinst Du, warum in den letzten zwanzig Jahren fast die gesamte Gastronomie am Kurfürstendamm zwischen Breitscheidplatz und Adenauer Platz aufgegeben hat, einschließlich zahlreicher anderer Nutzungen und Dienstleistungsangebote, hin zu jener weitgehend homogenen Situation, die wir heute haben?

  • Die originalen Elemente (Vordach, Leuchtreklame, die Nike von Samonthrake vom Görtz-Haus) würden sich hier gut machen. Was passt besser, als die Gloria-Reklame, wenn das Teil auch weiterhin so heißt.

  • Man hätte es zumindest zur Auflage für den Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes machen können, die Reklame als Identitätsmerkmal zu erhalten bzw. instand zu setzen. Wenn eine Sanierung des Hauses dem Eigentümer wirtschaftlich nicht zuzumuten war, dann doch aber der Erhalt der Tafel. Und das ist etwas, was ich in unserer Stadt nicht verstehe: Die Ideenlosigkeit der Verwaltung und das zu leichtfertige Opfern bestimmter Dinge.

  • Der Tiefbau ist abgeschlossen, nun geht es wieder in die Höhe. Bis sich der Baukörper zeigen wird, wird es allerdings noch etwas dauern:D


    Zwischenzeitlich sind drei Krane aufgestellt worden.
    Den Hochbau führt die Bauunternehmung Mark A. Krüger durch.