Checkpoint Charlie - Trockland-Projekte [in Bau]

  • Checkpoint Charlie bleibt Stadtbrache
    Nach Abriß der Kreuze ist nichts passiert


    Eine Brache neueren Datums fällt Berliner und Touristen unliebsam ins Auge: Am Checkpoint Charlie zeigt sich Berlin in einem jämmerlichen Zustand. Mehr als sechs Monate nach dem Abriß der umstrittenen 1065 Mauerkreuze am 5. Juli 2005 wird das Gelände an der Friedrichstraße von einem mannshohen Drahtzaun abgeschottet.


    Der Eigentümer, die Bankaktiengesellschaft Hamm, kann keinen neuen Nutzer nennen und hüllt sich in Schweigen. Da das Land Berlin keinerlei Verfügungsrecht über das 8000 Quadratmeter große Grundstück besitzt, kann die Senatsverwaltung keine Initiative ergreifen. Die Sprecherin von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD): "Von uns kommt nichts."


    http://morgenpost.berlin1.de/c…/02/11/berlin/810053.html


    dazu noch


    Schandfleck mitten in Berlin


    Erinnern Sie sich noch, wie das Fällen der Kreuze am Checkpoint Charlie, einem der zeitgeschichtlich bedeutsamsten Orte der Berliner Nachkriegsgeschichte, weit über Berlin hinaus die Gemüter erregte? Vielleicht haben Sie auch das Versprechen des Berliner Kultursenators Thomas Flierl nicht vergessen, die unter massivem Protest vor allem der Angehörigen der Mauer-Toten, zu deren Erinnerung die Kreuze errichtet worden waren, platt gemachte Gedenkstätte nicht erneut zu einer Brache verkommen zu lassen? Binnen Wochen, versprach er, würde er eine halbwegs würdige Zwischenlösung präsentieren. Ein gutes halbes Jahr ist seitdem vergangen. Aber nichts, außer der Absperrung durch einen Drahtbauzaun, ist an diesem Ort in den vergangenen sieben Monaten geschehen. Was von Anfang an zu befürchten war, ist eingetreten: Der ehemalige Checkpoint Charlie, an dem sich im Oktober 1961 drohend sowjetische und amerikanische Panzer gegenüberstanden, ist eine Wüstenei. Und ein weiterer Beleg dafür, mit welcher historischen Schlagseite der Senat aus SPD und Linkspartei.PDS sich der jüngsten Geschichte dieser Stadt erinnert.


    http://morgenpost.berlin1.de/c…02/11/politik/810025.html

  • http://www.tagesspiegel.de/ber…iv/12.04.2006/2466795.asp


    Im Rahmen des neuen Mauergedenkkonzepts des Senats wird es auch am Checkpoint Charlie eine Mauergedenkstätte geben und zwar an dem Ort, wo diese furchtbare Frau Hildebrandt vor 1 1/2 Jahren Holzkreuze aufgestellt hatte(ihr erinnert euch sicherlich noch an diese wochenlange Farce die es darum gab).


    Es soll drei Meter hohe Stellwände, Plakat- und Infotafeln mit historischen Fotos und ähnlichem und Multimediaterminals geben. Die Kosten werden vom persönlichen Mäzen der Stadt Berlin Hans Wall übernommen, bis zur WM soll die Gedenkstätte fertiggestellt sein.


    Es gibt jetzt auch ein Internetportal zum Mauergedenken: http://www.berlin.de/mauergedenken/index.html


    Falls es jemand interessiert hier noch das Gedenkkonzept des Senats für die Berliner Mauer: http://senwisskult.berlin.de/1…005/pdf/Mauergedenken.pdf

  • Kleinere Projekte übrige Mitte/Tiergarten/Moabit/Wedding

    Der Mopo zu Folge soll Berlin ein Museum des Kalten Kriegs bekommen. Die Erinnerungsstätte solle in unmittelbarer Nähe des Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße in Berlin Mitte entstehen. Das Interessante dabei: das Museum würde nicht etwa in ein bestehendes Gebäude ziehen, sondern in einen geplanten Neubau auf der östlichen Seite der Friedrichstraße direkt am Checkpoint Charlie. Investor sei ein irischer Unternehmer. Das dürfte ja dann entweder die rechte oder die linke Brache werden. Dass ich das noch erleben darf...:)


    Link Mopo

  • In #444 dieses Threads schrieb ich von dem geplanten Museum des Kalten Kriegs am Checkpoint Charlie und dem dafür vorgesehenen Neubau. Offenbar soll nun an der Ecke auch ein neues EasyHotel mit 200 Zimmern entstehen. Das Projekt befindet sich allerdings noch in der Planungsphase. Kann man nur hoffen, dass das nicht so eine Klitsche wie im Rosenthaler Quartier wird. Nichts desto trotz scheinen nun endlich die letzten Brachen am Checkpoint Charlie zu verschwinden.


    Link Property-magazine


    Hier kann man einen ersten Entwurf sehen.

  • Kleinere Projekte übrige Mitte/Tiergarten/Moabit/Wedding

    Ich habe ein Projekt der IFM Immobilien AG für das Grundstück Zimmerstraße 92-94 gefunden. Der Planungsstand ist mir nicht bekannt, das 8848 m² große Areal wurde 2006/2007 erworben. Es handelt sich um das Gelände südlich des "E-Werks" zwischen dem Kopfbau der nicht mehr erhaltenen Markthalle und der Fläche des "Hi-Flyers". Auf der Website heißt es, das Projekt sehe "eine Mischnutzung aus Gewerbe, Boarding House, hochwertigem Wohnen sowie Kunst und Kultur vor. Mit der Umsetzung der Projektentwicklung wird nach erfolgreicher anteiliger Vorvermietung begonnen." Eine Bauvoranfrage ist bereits gestellt.


    http://www.ifm.ag/cms/de/portfolio/berlin/
    Ein größerer Visualisierungsausschnitt findet sich unter: "Weitere Informationen & Keyfacts"


    Lage:
    http://maps.google.at/maps?f=q….003337,0.009474&t=h&z=17

  • Der ganz große Wurf ist dies nicht. Von dieser Durchschnittlichkeit gibt es eine Menge in Berlin. Etwas iritiert bin ich allerdings von den Visualisierungen. Straßenseitig scheint die Fassade hell gestaltet zu sein, im Hof kann man braune Backsteine oder ähnliches erkennen. An sich würde ich die Bebauung des Areals begrüßen, ich frage mich nur gerade was das für ein Stummel auf dem Gelände ist:confused:


    Hier die Visualsierungen( für alle gilt als Quelle: IFM Immobilien; http://www.ifm.ag/cms/de/home/)

  • Kleinere Projekte übrige Mitte/Tiergarten/Moabit/Wedding

    Im 2. Halbjahr 2011 wird vermutlich Baustart für das IFM-Projekt in der Zimmerstraße sein. Laut Thomas Daily wolle die IFM in vier oder fünf Monaten den Bauantrag für das rund 85 MEURO teure Projekt einreichen. Man plane eine Wohnanteil von 40%. Architekt ist Max Dudler. Die Fertigstellung könnte bei problemloser Realisierung bis Ende 2013 erfolgen.


    Artikel Thomas Daily
    Projektseite

  • Auf der Brache Friedrich- Ecke Schützenstraße entsteht derzeit eine Info-Box über die Geschichte der Stadtteilung und des Kalten Krieges. Laut Tagesspiegel sei diese Vorbote für das geplante Museum des Kalten Krieges welches 2014 öffnen soll (siehe auch...).


    Zunächst muss jedoch die Grundstücksfrage geklärt werden. Ein irischer Investor möchte die Brache kaufen und dort ein Büro- oder Hotelbau errichten.


    Artikel Tagesspiegel

  • Neugestaltung Checkpoint Charlie

    Die Berliner Zeitung berichtet, dass Assisi am Checkpoint Charlie eine ähnliche Rotunde aufstellen möchte wie sie bereits auf der Museumsinsel steht. Im Panometer soll dann das damalige alltägliche Leben an der Mauer vermittelt werden.
    Direkt daneben ist der "Freedom Park" geplant mit Gastronomischen Angebot und 25 individuell gestalteten Mauerstücken. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite soll dann im Sommer eine Infobox über die geschichtl. Hintergründe des Ortes informieren.
    http://www.berliner-zeitung.de…ie,10809148,14680706.html


    Hier noch ein paar Meinungen zum umstrittenen "Freedom Park"
    http://www.tvbvideo.de/video/08bddd9760es.html




    Da das alles temporär ist, kann ich die ganze Aufregung um den Freedom Park auch nicht so ganz nachvollziehen, vorher waren da eben 2 Brachen. So wird der Stadtraum wenigstens imho sinnvoll gefüllt, dafür dass es temporär ist. Bin mir sicher, dass das vielfältige Gastro-Angebot gerne angenommen wird. Die Nachfrage ist zweifelsfrei da, warum sollte man diese dann künstlich unterdrücken?


    Beitrag aus "Aktuelles | Sonstige-Thread" hierher verschoben. Zur Meldung siehe auch #157.
    Bato

  • Wenn ich das alles so lese... *kopfschüttel"
    Da hätte man die 1.024 weißen Kreuze, die an die Maueropfer erinnern sollten, nicht abräumen müssen! :mad:

  • Die rein kommerzielle Entwicklung am Checkpoint Charlie ist für mich abstoßend. Reicht denn nicht die Fressmeile direkt an der Friedrichstraße? Da ist doch mit McDonald´s, Starbucks und Kamps alles vertreten, was sich der heutige Tourist an gastronomischen Höhenflügen vorstellen kann.
    Ganz ehrlich: Auf dem ehemaligen Mauerstreifen Imbissbuden zu errichten, ist einfach nur geschmacklos. Hier geht es nur ums Geld, nicht ums Mauergedenken. Dass es auch anders geht, zeigt zum Glück die Gedenkstätte Bernauer Straße. Warum sich gegen die Rummeplatz-Entwicklung die Politik nicht einmischt, ist mir ein Rätsel.





    Jetzt unterschreiben und weiterleiten: http://gaslicht-ist-berlin.de/

  • Checkpoint C

    Ich schließe mich Reinhard und Japher an. Am schlimmsten finde ich den provisorischen Charakter dieser ätzenden Anlage.


    Warum setzt man an dieser Stelle nicht den Masterplan um? In das neue Gebäude an der Nordwestecke könnte man im EG ein kleines Museum integrieren:



    Quelle: Senat für Stadtentwicklung


    Die Stadt wäre reapariert und im Museum könnte man mit Bildern und Objekten (z. B. Teil eines Wachturms und natürlich der Mauer) die Geschichte anschaulich darstellen.
    Die beiden Posten mit Fahnenschwenkern als Fotomotive für Touris könnten auf der Friedrichstraße bleiben.
    Diese Budenlandschaft ist mir jedenfalls ein Gräuel.

  • Checkpoint Charlie und drumherum

    Hoffentlich kommt es dann zu einer zeitnahen abschließenden Bebauung. Die Brachen sind hervorragende Baugrundstücke für eine Mischnutzung. Merkwürdig, dass so etwas so lange liegen bleibt. Hoffentlich findet sich ein guter Architekt, der schöne Fassaden hinstellt. Vielleicht erwirbt die Allianz ja die Grundstücke, die gerade an der Friedrichstraße einkauft (z.B. Gallery Laffayette).


    Der Checkpoint heute: http://g.co/maps/vh7t8


    Die "neue Friedrichstraße" zwischen dem Bahnhof Friedrichstraße und dem Checkpoint Charlie finde ich übrigends ein sehr gelungenes Stück Stadtaufbau. Eine urbane, relativ kleinteilige, sehr lebendige und architektonisch stimmige aber durchaus abwechslungsreiche Straße. Wirklich eine Art kleine Berliner Fifth Avenue. Es wäre wünschenswert, dass sich diese gelungene Planung aus den späten 90er Jahren nach Norden bis zur Chausseestraße und natürlich nach Süden bis zum Mehringplatz fortsetzen lässt.


    Jetzt werden sich wahrscheinlich die Kritiker wieder draufstürzen und alles zerfleischen. Ich möchte dies aber schon etwas vorwegnehemen und hier betonen, dass ich natürlich nicht jeden einzelnen Bau optimal und großartig finde. Aber man hat aus der vormals grauen heruntergekommenen Friedrichstadt wirklich etwas gemacht. Mit dem Gendarmenmarkt und der Friedrichstraße hat sie ein funktionierendes Zentrum. Jetzt gilt es den Anschluss an die umgebenden Quartiere herzustellen (Potsdamer Platz, Mehringdamm/Gneisenaustraße, Nordbahnhofquartier) um Berlin eine geschlossenere Innenstadt wiederzugeben, wie es sie vor dem Mauerbau hatte. Ich bin recht optimistisch. Mit der Luisenstadt und der Entwicklung am Nordbahnhof ist man auf einem guten Weg. Das Quartier um den Anhalter Bahnhof hinkt noch etwas hinterher, obwohl es von Lage und Bestand meines Erachtens hoch attraktiv ist und mit dem Tempodrom einen schönen Mittelpunkt hat. Mal sehen, wann sich hier etwas tut.

  • @rotes rathaus...es gibt nichts hinzuzufügen, alles gesagt und 100% deiner meinung. Mehringplatz,gneisenaustr, anhalter bahnhof...an diesen orten fehlt es an, eine mischung aus neubau und altbau fehlt es und diese viertel bzw bezirke zusammen zufügen.