Leipzig: Astoria-Areal (Bauphase)

  • Die Ent- äh Einrüstung mal bildlich festgehalten:
    Im Vordergrund als Bonus noch der wunderschöne Zugang zum Fußgänger-Tunnel :D


    (eigene Aufnahme 29.11.)

  • Die LVZ widmet sich heute dem Astoria und zeigt unter anderem neue Animationen aus dem Innenraum.


    Die Gebäudeteile im Innenhof werden aktuell bereits abgerissen, die Einrüstung geht jetzt auch im Bereich Gerberstraße los.
    Man darf gespannt sein, wie das alles in zwei Jahren aussieht und der ohnehin schon starke Autoverkehr dort dann geregelt wird.


    Link:
    http://www.lvz.de/Leipzig/Loka…d-jetzt-richtig-gerackert

  • ^ Das war zu erwarten - wäre aber schön, wenn man schon etwas über die irgendwann (vermutlich erst nach Fertigstellung des Hotels) zu errichtenden Ersatzbauten wüsste. Tenor bei der PK damals war, dass da überhaupt noch nichts feststeht, außer dass es Wohnraum werden soll.

  • Man hätte lieber mal die Platte daneben abreißen sollen, das wäre die richtige Maßnahme gewesen.
    Die Bauten, die jetzt abgerissen werden, passten sich der gut ins Gefüge ein. Ich habe meine Zweifel, ob die Nachfolgebauten ähnlich gut passen werden!

  • Ich werfe mal kurz die Stichworte unterschiedliche Eigentümer und unterschiedliche Eigentümerziele der Eigentümer der jeweiligen Gesellschaften in die Runde. Man merkt vielleicht, es dreht sich viel ums Eigentum. Vielleicht verkürzt das ja diese Debatte ein wenig.

  • ^ Unterschiedliche Eigentümer, unterschiedliche Interessen, so die offizielle Version bisweilen. Mich dünkt jedoch, dass die LWB mit ihren wahren Interessen noch hinterm Berg hält. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere kommunale Wohnungsgesellschaft, die wie normale Immobilienunternehmen wirtschaftliche Interessen verfolgt und damit schon in jüngster Zeit für Überraschungen sorgte, den Querriegel für Bedürftige halbherzig herrichten wird. Und noch weniger kann ich mir vorstellen, dass Intown als Projektentwickler unter dieser Prämisse das Astoria zum Luxushotel saniert, wenn den Gästen künftig eine Wand des Grauens entgegen schlägt und es jeden Tag Lärmbeschwerden, Polizeieinsätze dergleichen gibt.


    Selbst ein umfassender Umbau dieses Kolosses mit zum Teil geförderten Wohnraum ergibt aus meiner Sicht wirtschaftlich wenig Sinn. Ein Abriss erscheint mir fast unausweichlich.

  • Afaik hatten wir das weiter oben schon - auch wenn die LWB den Riegel einfach nur saniert, würden reguläre Mietpreise anschließend lagebedingt so ausfallen, dass das beschworene Horror-Szenario unrealistisch ist. Und selbst wenn ein Teil der Wohnungen als Sozialwohnungen angeboten werden, scheint die Logik Sozialwohnung -> asoziale Bewohner doch mehr als fragwürdig.

  • ^ das ist doch aber genau der Punkt. Selbst mit einer Sanierung lässt sich dort keine Lebensqualität schaffen. Also für wen soll denn ein Erhalt gut sein? Sprich: was für Interessen sollen das sein, die für einen Erhalt sprechen?



    Natürlich gibt es keinerlei Gründe diesen Riegel zu erhalten. Eine Erklärung für eine Erhalt gab es bisher auch nicht. Weder von der LWB, der Stadt selbst, noch von jemandem hier im Forum.


    Wäre nur schön, wenn die LWB hier mal in die Puschen kommt.

  • Kostengünstige Renovierung für bezahlbare Mieten im Zentrum

    ^ Also für wen soll denn ein Erhalt gut sein? Sprich: was für Interessen sollen das sein, die für einen Erhalt sprechen?
    Natürlich gibt es keinerlei Gründe diesen Riegel zu erhalten. Eine Erklärung für eine Erhalt gab es bisher auch nicht. Weder von der LWB, der Stadt selbst, noch von jemandem hier im Forum.


    Eine kostengünstige und zügige Renovierung des Gebäudes würde die Chance bieten, schnell eine größere Anzahl von Wohnungen zu vergleichsweise niedrigen Mieten mitten im Zentrum zu schaffen. Das ist in der weiter wachsenden Stadt ein Gebot der Vernunft. Vorhandene Gebäude zu nutzen ist wirtschaftlich, sozial und ökologisch sinnvoll.

  • ^ Auf die Gefahr, mich zu wiederholen - kostengünstig wird es mit Sicherheit nicht werden. Die derzeit (laut HP) acht freien Wohnungen im Nachbarblock werden für 6 - 10 Euro kalt angeboten, wobei die 10 Euro für die Ein-Raum-Wohnungen zu löhnen sind. Mehr als 10 Euro kostet das Katharinum auch nicht, nur um das mal in Relation zu setzen. Nach Sanierung tippe ich persönlich auf höhere Mietpreise als derzeit im Nachbarblock.
    Bei der Frage Sanierung oder Abriss wird man die Auswahl zwischen verhältnismäßig teuer und hässlich oder verhältnismäßig teuer und nett anzusehen haben. Bezüglich der Ökologie gebe ich dir zwar grundsätzlich recht, würde aber in Anbetracht der zu erwartenden Polystyrol-Dämmorgie am Gebäude trotzdem einen Abriss und Neubau bevorzugen.


    Aber es geht ja nun nicht nach mir. Meine Vermutung ist, dass die LWB (wenn sie das Gebäude wirklich stehen lässt) versuchen wird, da so eine Art "Serviced Appartements" zu etablieren, die von einem entsprechenden Anbieter verwaltet werden.

  • Renovierung statt teurer Sanierung!

    ^
    Meine Vermutung ist, dass die LWB (wenn sie das Gebäude wirklich stehen lässt) versuchen wird, da so eine Art "Serviced Appartements" zu etablieren, die von einem entsprechenden Anbieter verwaltet werden.


    Ich habe deshalb explizit von Renovierung und nicht von Sanierung gesprochen.
    Die LWB hat den vom Stadtrat beschlossenen Auftrag, bezahlbare Wohnungen zur Verfügung zu stellen.
    Deshalb sollte hier aus meiner Sicht eben nicht eine teure Dämmstoff-Sanierung erfolgen, sondern eine kostengünstige Renovierung.
    Die politischen Diskussionen gehen zum Glück in letzter Zeit genau in diese Richtung.

  • Mal wieder werden wir alle von den Ereignissen bezüglich des Querriegels überrannt :)


    Es gibt mittlerweile eine Ausschreibung für die Architektenleistung. Demnach ist eine Komplexsanierung unter weitgehender Beibehaltung der bisherigen Grundrisse geplant. Das Gebäude soll hinsichtlich Brand-, Lärm- und Wärmeschutz ertüchtigt werden.
    Erd- und Zwischengeschoss sollen umgestaltet werden - nur noch ein Eingang mit Concierge.
    Maßnahmevorbereitung 2018-2019, Abschluss im Dezember 2021.

  • Eine kostengünstige und zügige Renovierung des Gebäudes würde die Chance bieten, schnell eine größere Anzahl von Wohnungen zu vergleichsweise niedrigen Mieten mitten im Zentrum zu schaffen. Das ist in der weiter wachsenden Stadt ein Gebot der Vernunft. Vorhandene Gebäude zu nutzen ist wirtschaftlich, sozial und ökologisch sinnvoll.

    Warum genau braucht es "eine größere Anzahl von Wohnungen zu vergleichsweise niedrigen Preisen mitten im Zentrum zu schaffen"? Was wäre denn die "Ökologie" bei diesen Querriegeln, welche im normalerweise dicht bebauten Quartieren der Kernstadt eine Verdichtung kaum möglich machen? Unter dem gleichen Aspekt, was wäre die Wirtschaftlichkeit einer fehlenden Verdichtung und die soziale Verträglichkeit bei der fehlenden Möglichkeit theoretisch mehr Wohnungen zu schaffen?


    Fragen über Fragen welche vor allem bei diesem Objekt, mal wiedervöllig aufgezogen diskutiert werden. Als stünde hier etwas exemplarisch für eine Stadtpolitik oder ein architektonisch relevantes Objekt. Dabei war bzw. ist der Bau nur exemplarisch für einen finanziell schwach gestellten Städtebau der der zweiten Hälfte der DDR.

  • Mal wieder werden wir alle von den Ereignissen bezüglich des Querriegels überrannt :)


    Es gibt mittlerweile eine Ausschreibung für die Architektenleistung. Demnach ist eine Komplexsanierung unter weitgehender Beibehaltung der bisherigen Grundrisse geplant. Das Gebäude soll hinsichtlich Brand-, Lärm- und Wärmeschutz ertüchtigt werden.
    Erd- und Zwischengeschoss sollen umgestaltet werden - nur noch ein Eingang mit Concierge.
    Maßnahmevorbereitung 2018-2019, Abschluss im Dezember 2021.

    Na dann wird's - wie von 'Cowboy' weiter oben Prophezeit, weder eine städtebaulich soziale Leistung noch eine architektonische Leistung. Mal wieder Bravo an die LWB.... :Nieder: