Leipzig: Astoria-Areal (Bauphase)

  • Also hat man entweder Probleme, die Wohnungen vermietet zu bekommen oder die Fluktuation ist enorm hoch.


    Innerhalb des Rings hat die LWB aktuell ausschließlich 1- und 2-Raum-Wohnungen in der Vermietung. Also für Singles, Renter und vielleicht noch Studenten (mit Blick auf die Mieten nicht mehr, das war vor ein paar Jahren noch anders) relevant. Dass es da eine gewisse Fluktuation gibt, ist jetzt nicht so überraschend. Dazu sind die Angebotsmieten mittlerweile ziemlich heftig. In dem hier so gern kritisierten Komplex Reichsstr. 13 sind z.B. gerade zwei Ein-Zimmer-Wohnungen für 10 Euro/qm kalt zu haben. :lach:
    Wenn sie analog versuchen, die Bestandsmieten hochzuziehen, wird da wohl auch mal eine Wohnung unfreiwillig leergezogen werden. Wobei man sich die Angebote auch mal im Detail ansehen muss - der größte Teil der angebotenen Wohnungen ist noch gar nicht leergezogen, sondern zur Anschlussvermietung irgendwann in 2018 eingestellt. In Zeiten deutlich steigender Mieten ist Fluktuation für den Vermieter doch wunderbar - muss er Mieterhöhungen gar nicht erst durchsetzen, sondern zieht die Miete bei jedem neuen Mieter einfach auf das aktuelle Wunschlevel. Sieht für die LWB doch wirtschaftlich prima aus.

  • ^ Ist ja alles schön und gut, aber irgendwelche Mietpreisvergleiche bringen uns hier nicht weiter. Was wünschst du dir denn für Klein-Bukarest mitten in Leipzig? Der zweite, fast identische Riegel längs zur Gerberstraße (hier die Ansicht von der K.-Schumacher-Straße zu sehen) scheint ja noch fast vollständig bewohnt. Hier dürfte auch eine andere Klientel vertreten sein als zuletzt in der Gerberstraße 14-16. Weil das hier manche interessiert: Ein aktuelles Mietangebot dort liegt bei knapp über 5 Euro kalt.



    Zitat von LeipzigSO

    Was es mit dem angekündigten Hochhaus auf sich hat, weiß hier keiner, oder !?


    Das weiß wohl nur der Investor. Intown hält an den 200 Wohnungen im Neubau fest, wie die LVZ schreibt, als Boardinghouse-Apartments, für die ein Teil der alten Fassade bewahrt werden soll. Wenn wir das Bild unten betrachten, so könnte es sein, dass der linke, von der Höhe her der Nachbarbebauung angepasste Teil des nach dem Krieg wiederaufgebauten Astorias künftig als Wohnhaus genutzt wird. Die zwei Füllbauten bis zum Querriegel würden dann komplett neu gebaut werden und von der Höhe entsprechend angepasst werden müssen, wenn insgesamt 200 Apartments entstehen sollen. Aber egal, was gebaut wird: Rie-gel-muss-weg!



    Bild: QM-magd

  • ^
    Antwort zum Beitrag 23.12. und heute:
    Ja, ich hatte da etwas falsch gelesen. Insofern: Sorry! Vor allem deine Aussage "Vom sozialen Aspekt her glaube ich nicht, dass die LWB imstande ist, hier für einen nötigen sozialen Ausgleich zu sorgen." klang für mich danach, als würde dort immer noch das gleiche Klientel wohnen wie 2009 - auch nach der Sanierung. Das ist aber nahezu ausgeschlossen, da nach der Sanierung die Mieten keineswegs bei 4 oder 5 Euro bleiben werden. Insofern wird ganz automatisch eine Klientel-Aufwertung erfolgen.
    Ob die LWB das Objekt absichtlich hat so verfallen lassen, bezweifle ich. Vielleicht ging man schon viel früher davon aus, dass das Astoria saniert wird und man den Block verkauft oder leerzieht und saniert. Der Stillstand beim Astoria hat sicher bei der LWB zu abwarten und somit zum Herunterkommen des Hauses geführt. Anscheinend wurden dort auch befristete Mietverträge vergeben, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die LWB >100 Mieter einfach so mit Auszugsfristen gekündigt hat, ohne dass das je in den Medien aufgetaucht ist?!



    Zum Objekt Gerberstraße LWB - hier wäre eine vollständige Preisanalyse der vorhandenen drei Angebote sinnvoll, sonst erweckt es eher den Eindruck des einseitigen Herauspickens des preiswertesten Angebots.

    Dein genanntes Angebot liegt bei 5,40 kalt. Die anderen beiden im gleichen Haus liegen jedoch bei 6,20 und 6,50 €/m² kalt. Alles noch günstig für so eine zentrale Lage, aber eben auch der Ausstattung geschuldet. Viele andere Objekte der LWB im citynahen Bereich , tlw. auch unsaniert oder nur teilsaniert, liegen deutlich über diesem Preis. KdU trotz jährlich steigender Angebots-Mietpreise seit Jahren bei max. 4,73 kalt. Finde mal für diesen Preis eine Wohnung als Single oder Alleinerziehend oder als Familie. Du wirst fast nur in Grünau oder Paunsdorf u. selten in Volkmarsdorf u. vereinzelt an lauten Hauptstraßen landen, alle anderen Stadtteile sind reine Glückstreffer - selbst bei LWB, Genossenschaften und in unsanierten Objekten sind 5 Euro, oft 6 Euro die Untergrenze.


    Zu deiner Frage, was ich für Vorschläge hätte:
    - die LWB könnte die Fassadengestaltung des Astoria aufnehmen (Material, Farbe, ...) und somit die Differenzen vermindern ... was aber ggf. wieder zu Widerstand führen wird, da Fassade des leeren Blocks mit dem des 10ers korrelieren und eine Einheit ergeben.
    - man könnte zwei Etagen abtragen (was vermutlich den Mietpreis allgemein hochziehen würde)
    - die Wohnungen oben könnten teuer sein als unten, um querzufinanzieren - auch zusätzlich (!) zum sozialen Wohnungsbau (da hier der Preis bei 6,50 kalt liegen soll, ist damit NIEMANDEM geholfen, der ALG II bezieht oder im Niedriglohnsektor arbeitet oder in Teilzeit oder mit 600 Euro Rente nach hause geht, insofern ist dieses Programm eigentlich schwachsinnig, wenn die KdU-Richtlinie fast 2 €/m² kalt tiefer liegt!!)
    - man könnte sich an Modellen wie in Wien ein Vorbild nehmen
    - bei der Mieterauswahl sollte man vielleicht gerade nicht auf Klein-Bukarest setzen, sondern Senioren, Alleinerziehende, Singles usw. auswählen, die aus irgendwelchen Gründen arm sind.

  • ^ bei der Mieterauswahl sollte man vielleicht gerade nicht auf Klein-Bukarest setzen, sondern Senioren, Alleinerziehende, Singles usw. auswählen, die aus irgendwelchen Gründen arm sind.


    Mieterauswahl? Sieh an, und schon betreibst selbst du Segregation, sogar rein unter Armen, in jene, die dir lieb sind und dort wohnen sollten, und jene, die dir nicht so lieb sind und dort lieber nicht wohnen sollten. Wie soll das funktionieren bei geschätzt 120 bis 150 Wohnungen? Mich dünkt außerdem, dass du wirklich überzeugt davon bist, dass es eine gute Sache sei, wenn das Gros der künftig sanierten Wohnungen der KdU-Richtlinie entspricht. Nach dem Motto: Ein (auf der Seite liegendes) Hochhaus mit lauter vom Amt bezahlten Wohnungen, was kann da schon schief gehen?



    Zitat von Altbaufan

    Ob die LWB das Objekt absichtlich hat so verfallen lassen, bezweifle ich.


    Natürlich hat die LWB das Objekt absichtlich verfallen und leer ziehen lassen. Einen Grund dafür hast du gleich im Anschluss genannt, die jahrzehntelange Ungewissheit, wie es mit dem Astoria weitergeht. Und jetzt, wo der Riegel leer steht und das Astoria endlich saniert wird, wäre die einmalige Chance gekommen, ihn zu beseitigen und den Weg für eine städtebaulich wie auch sozialverträglich bessere Lösung frei zu machen. Findest du nicht? Das hätte auch gern die LWB selbst in die Hand nehmen können, wo sie ja vor ein paar Tagen schon vollmundig eine Neubauoffensive in der Stadt angekündigt hatte. Mit einer Sanierung des Riegels hingegen ist niemanden geholfen.

  • hedges
    Das Areal ist wie es ist. Muss man die Stadt überall wieder so bauen, wie sie irgendwann mal war und alles abreißen? Die DDR-Architektur ist im citynahen Bereich schon weitgehend verschwunden (Brühl, Uni, Robotron usw.), da werden wir diesen 10er durchaus verkraften. Der "Gründerzeithauptstadt" tut dies keinen Abbruch. Zumal die meisten Neubauten - zumindest im Wohnbereich - eh nur billige Investorenarchitektur (Stichwort hier und anderswo "weiße Kiste") sind.


    Nein, kein Areal oder eine Bebauung ist wie sie ist. Das wäre ja fatal - wie soll denn eine Stadt aussehen? Eine mit Lagen der Geschichte überzogen Chimera, bei dem jede Generation meint, etwas erhalten zu müssen?


    Vielmehr geht es hier doch um eine Neuinterpretation mit anderen Gesichtspunkten als vor 40 Jahren. Und es sei auch mal dahingestellt, ob das nun das Absolut zur damaligen Zeit war, oder eher städtebauliche und architektonische Kompromisse einer schon sehr schlechten Wirtschaft. Auch würde ich das nicht als einen Archetypen der DDR betiteln. Denn die sog. "DDR-Architektur" ist in Leipzig ja noch gut erhalten. Mehr noch, stellt sie in einigen Teilen den gesellschaftlich-kulturellen Mittelpunkt an prominenter Stelle. Siehe das "Neue Gewandhaus", die Oper, die ehemalige Hauptpost, und die Ringbebauung am Roßplatz, der "Uni-Riese", sowie das Messehochhaus. Prägende Bauten der neueren Leipziger Geschichte.


    Aber es muss eben passen und seinem Zwecke entsprechen. Wie schon andere User im Forum, finde auch ich den Riegel absolut unpassend und dem Ensemble des Blockrands mit dem 'Astoria' städtebaulich nicht dienlich. 'Cowboy's' Bild zeigt es ja sehr deutlich.


    Was genau soll dann erhalten werden? Die unpassende Traufhöhe? Die freien Wände über den Dächern des alten 'Astoria' Blockrands? Oder eher die unstrukturierte Fassade? Die zugemauerte EG-Zone welche jegliche Nutzung für Gastronomie und Einzelhandel verbietet? Was genau macht diesen Bau zu einem, welche der architektonischen wie auch gesellschaftlichen Tristesse an diesem Ort besser macht? Vor allem wenn wir mit den umliegenden Gebieten einen Verbesserungsprozess erleben?



    PS: mir gehts auch nicht um eine soziale Zusammensetzung der ehemaligen Bewohner

  • Mal ein Blick aus 130 Meter Höhe auf das Astoria-Areal in der Bildmitte, das "ist wie es ist". Es ist schwer vorstellbar, dass alles so bleiben soll, wie es ist, und auf dem Areal trotzdem 270 Hotelzimmer (70 mehr als vorher) + 200 Wohnungen im Neubau an der Gerberstraße + geschätzt bis zu 150 Wohnungen in diesem doofen Querriegel entstehen sollen. Als ich die Planungen mit den 200 neuen Wohnungen zum ersten Mal gelesen habe, die - unter anderem - in einem neuen Punkthochhaus entstehen sollten, dachte ich sogleich daran, dass es auf einer Achse mit Sparkassenhochhaus, Hotel Westin und dem Wintergartenhochhaus liegen würde. Aber wie will man da so ein Hochhaus noch reinquetschen, um die 200 zusätzlichen Wohnungen zu realisieren, wenn baulich fast alles so bleibt wie es ist und Klein-Bukarest außerhalb des Astoria-Projekts von der LWB saniert wird? Auf die gemeinsame Pressekonferenz mit der Stadt Ende Januar, bei der die Baupläne vorgestellt werden, bin ich gespannt. Mich dünkt inzwischen, dass Intown gar nicht vor hatte, den Querriegel zu beseitigen, um Baufreiheit für das geplante Hochhaus zu schaffen, was die Sache letztendlich nur noch kurioser erscheinen lässt.



    Bild: Cowboy



    Es war aus meiner Sicht schon ärgerlich, das Brühlpelzhaus links im Vordergrund zu sanieren, obwohl es jetzt als Adina-Hotel - nun ja, seht selbst - eher nach gepimpter DDR-Architektur aussieht als nach waschechter mit Denkmalstatus. Und hier war es genauso einfach, den Riegel abzureißen und die historischen Kanten zumindest teilweise wieder zu schließen, weil er vorher weitestgehend leer stand.

  • ^ Danke, das Bild zeigt gleich mehrere Problemzonen...


    Für die 200 Wohnungen/Appartements kommt wohl das Grundstück der beiden Füllbauten an der Gerberstraße infrage - ich würde auch vermuten, dass das ursprünglich so geplant war. Dass intown (laut eigenen Angaben) trotzdem am Erwerb des Riegels interessiert war, liegt sicher daran, dass man gern mehr Bewegungsspielraum auf der Baustelle gehabt und die Neubebauung dieses Teils dann später geplant hätte. Eine Neubebauung durch wen auch immer hätte wirklich interessante Möglichkeiten geboten. Hätte, hätte, .... - scheint ja nun nicht so zu sein. Mal sehen, was man sich stattdessen einfallen lässt.


    Ich kann mir derzeit sowieso nur schwer vorstellen, wie man die Teilabrisse, das Abstützen der Fassaden, den Tiefgaragenbau so mitten in der Innenstadt in einem geschlossenen Karree bewältigen wird. Zudem ja dort noch ein Hotel in Betrieb ist. Daher würde ich mal auf einen Komplettabriss der beiden Füllbauten tippen.


    Mich würde außerdem interessieren, wie sich die Stadt künftig die Kurt-Schumacher-Straße vorstellt - und natürlich, was am alten Zoll geplant ist und wann es damit losgeht.


    Dann besteht vielleicht auch mal wieder etwas Hoffnung für den weiteren Verlauf bis zum Wilhelm-Liebknecht-Platz.

  • Dass es dazu extra eine PK geben wird, ist sicher bezeichnend. Aber auch mir leuchtet der Plan noch nicht so richtig ein. 'Birtes' Szenario würde für mich aber ganz gut passen.


    Das einzige was sich mir bisher nicht erschließt ist der Riegel. Wenn man diesen wirklich mit einer hohen Qualität weiterentwickeln wollte, dann steht das kaum im Verhältnis mit den Kosten für Abriss und einem Neubau. Deshalb glaube ich immer noch an ein Grauen seitens der LWB a la Großwohnsiedlung. Na dann Prost!

  • Ich bin gespannt, wie man das mit dem Wasser im Keller löst. Da scheinen mir aufwendige Arbeiten notwendig zu sein. Wie hat man das früher eigentlich hinbekommen, das dürfte doch kein neues Phänomen sein?

  • In der ersten Ankündigung (weiter vorn im Thread), über die in der LVZ berichtet wurde, hieß es, dass aufgrund des Wassers nahezu alles bis auf die Fassaden abgerissen werden muss, um eine "weiße Wanne" (und auch eine TG) zu errichten.


    Wie man das früher gemacht hat, weiß ich nicht, vermute aber, dass das Problem aufgrund noch nicht maroder Bausubstanz noch nicht da war.


    Wir werden wohl auf die Pressekonferenz warten müssen...

  • Was die Bild als Geheimplan verkauft, kann man schon längst woanders lesen, unter anderem hier im Thread.


    Von der Stadt verspreche ich mir auf der gemeinsamen Pressekonferenz eine Neukonzipierung des Vorplatzes inklusive Austausch des hässlichen Betonpflasters, die Sanierung des Fußgängertunnels und ferner die Sanierung der Gerberstraße zwischen Ring und Berliner Straße. Darauf werden sicher auch Intown und die SAB auf der anderen Straßenseite drängen. Vielleicht kommt auch ein Vertreter der LWB zu Wort, der ankündigt, Klein-Bukarest doch abzureißen und somit den Weg für eine städtebaulich bessere Lösung frei zu machen.



    Noch drei Bilder von letzter Woche:


    Die Bahnhofsseite nach über 20 Jahren Leerstand und Verwahrlosung, die lt. "Geheimplan" in den Ursprungszustand von 1915 zurückversetzt werden soll. Eigentlich selbstverständlich.



    Klein-Bukarest, das stehen bleibt. Die im Prinzip angepassten Gebäude an der Gerberstraße rechts daneben werden sehr wahrscheinlich fallen. Irgendwie verkehrte Welt.





    Viele Flugratten am Gebäude. Am Besten, die LWB legt gleich noch ein Taubenschutzprogramm auf.

    Bilder: Cowboy

  • Die Bilder zeigen noch einmal den architektonischen und städtebaulichen Minderwert des Riegels der LWB. Ein Erhalt dessen gränzt an Schizophrenie. So mal der nächste Riegel dann ja wahrscheinlich auch auf die Erhaltungsliste bei der LWB kommt. Irrsinn für mindestens weitere 30 Jahre.




    Auch ich erwarte mir eine definierte Planung zur Gestaltung des dortigen Rings und der Außenanlagen. Sicher trägt der zwei Jahrzehnte dauernde Leerstand dort auch etwas zur Mentalität eines Bahnhofsviertel bei. Nun ist die Möglichkeit gegeben, die Gegend aufzuwerten.


    Das Extrem mit dem eintretenden Wasser kann ich mir irgendwie nicht so richtig vorstellen. Das Haus steht seit 1915 und die Bebauung war nicht nur entlang der Gerberstraße sehr dicht, sondern auch entlang des neuen Parthe-Verlaufs. Da müssten sämtliche Gebäude entlang der Kurt-Schumacher-Straße erhebliche Probleme haben.

  • Die LVZ vermeldet zum Astoria ...

    das es die alte alte Zimmer- und Gebäudestruktur nun doch behalten soll.


    Der weitgehende Abriss sei wohl vom Tisch, so der Berliner Investor Intown Property Management. Im Bauantrag vom Dezember 2017 ist laut LVZ der Erhalt der historischen Zimmer- und Gebäudestruktur vorgesehen.
    Als Begründung führt die LVZ die Unverwechselbarkeit der 1915 eröffneten Nobelherberge an, in welcher nur wenige Zimmer einem anderen glichen.
    So sollen jetzt nur völlig zerstörte Bauteile ersetzt werden. Auch eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Hotels ist in dem künftigen Hotel geplant.

  • ^ Hier der recht interessante Artikel zu den geänderten Bauplänen. Das neue / alte Astoria bekommt 5 Ballsäle und mehrere Restaurants.


    Die lang ersehnte gemeinsame Pressekonferenz mit der Stadt findet erst in „einigen Wochen“ statt.

  • ^ erfreulich, dass man sich nun doch wesentlich mehr auf den Erhalt des Ensembles konzentriert. Das geht, meines Erachtens, einher mit dem zukünftigen Betreiber des Hotels. Da würde ich immer noch gerne wissen, um wen es sich handelt. Evtl. kehrt ja die Kempinski-Gruppe zurück.


    250 Zimmer und 5 Ball-/Konferenzsäle sind kein Pappenstiel. Das muss man erstmal in den Markt integrieren. Aber da bin ich zuversichtlich. Das gute am 'Astoria' ist seine Vergangenheit. Deswegen hoffe ich auch auf ein wirkliiches "Grandhotel", welches dann eher im 5 Sterne Segment angesiedelt wäre. Denke aber, wir werden ein Konferenzhotel im 4 Sterne Segment bekommen. Sei es drum, die jetzige aufwendige Sanierung ist das, worum es geht.

  • ^ Da bin ich ja mal gespannt. Aus der gemeinsamen Pressemitteilung in "einigen Wochen" zu Jahresanfang wurden schon einige Monate. Man stößt im Netz außerdem auf einige Artikel und Berichte, die die Seriosität von Intown infrage stellen.

  • Die Pressekonferenz konnte man live verfolgen - leider konnte ich nicht alles verstehen.


    Zum LWB-Riegel und den Füllbauten gab es keine Aussage. Der Wohnungsbau sei ein separates Projekt, für das noch gar kein Bauantrag eingereicht wurde.


    Nun zum Astoria:

    • Die historischen Fassaden werden weitgehend wiederhergestellt, ebenso die Dachlandschaft incl. Schriftzug auf dem First des Altbaus. Das Dach des neueren Teils erhält andere Gauben.


    • Die Anbauten im Hof werden abgerissen.


    • Das Gebäude hat zwei Untergeschosse. Derzeit steht das zweite UG komplett und das erste UG auf 1,5 m Höhe unter Wasser. Es wurde erwähnt, dass das Wasserproblem historisch über Drainage und Abpumpen gelöst wurde. Im Zuge der Baumaßnahmen wird das zweite UG mit Sand verfüllt und das erste UG soweit ertüchtigt, dass eine Wasserdichtigkeit gegeben ist.


    • Der Hoteleingang wird an der jetzigen Stelle bleiben. Der historische Hoteleingang wird künftig der Außeneingang des 200 Plätze (plus 60 Außenplätze) umfassenden Restaurants.


    • Im Gebäude ist zusätzlich zur Hotelbar eine nach Westen ausgerichtete Skybar geplant.


    • Es müssen aus Brandschutzgründen zusätzliche Treppenhäuser errichtet werden. Das historische Treppenhaus soll aber wieder instandgesetzt werden.


    • Vorhandene historische Details sollen soweit möglich wieder integriert werden.


    • Die Tiefgarage wird unter dem Innenhof entstehen.


    • Im UG ist ein kleiner Wellnessbereich mit ca 450 m² geplant. Schwerpunkt des Hotels soll aber eher das Kongressgeschäft werden.


    • Ein Betreiber steht noch nicht fest, es gibt aber zahlreiche Anfragen. Ein Auswahlverfahren läuft.


    • Die Sanierung wird durch ein Filmteam begleitet.


    • Man hofft, Ende 2020 eröffnen zu können.


    • Mit Entrümpelung und leichter Entkernung wird jetzt begonnen.


    • Im zweiten Schritt erfolgen dann die Abrissarbeiten.
    • Die Baugenehmigung wird zeitnah erwartet - mit Denkmalschutz und Bauamt wird eng zusammengearbeitet.


    Ich glaube, das waren die wesentlichen Punkte.