Wohnquartier Winsstraße 18 (Prenzlauer Berg | in Bau)

  • ^^ Nun zu allererst die Gestaltung. Meist ist er zu lang für seine geringe Tiefe sodass man ihn eigentlich nur dazu nutzen kann mit seiner Apanage würdevoll auf ihn hinauszutreten und eine Rede unbestimmten Inhalts zu halten.


    ^ Völlig Ideologiefrei. ernsthaft!

  • Früher hat man das mal als Raucherbalkon bezeichnet. Die Wahrscheinlichkeit von Ansprachen an eine auf der Straße versammelte Anhängerschaft würde ich hier mal als recht gering einschätzen. Bei Balkonen gilt heute die Devise, haben oder nicht haben. Wohnungen ohne Balkon fallen bei einem Großteil von Interessenten komplett durchs Raster.

  • ^ Völlig Ideologiefrei. ernsthaft!


    Sicherlich nicht :lach:


    Die Balkone auf der Visu haben absolute Standardmaße. Die breiteren dürften bei 3x1-1,5m und die kleineren bei 2m Breite liegen. Kleinere Balkone sind aufgrund des Trends zu Mikroapartments heutzutage auch nicht ungewöhnlich.


  • Baller ist tatsächlich relativ bekannt, aber schön? Ich sehe Architektur relativ pragmatisch: Harmonische Formen, schön anzusehen? Dann gerne. In diesem Fall befürworte ich ganz klar den Stil von Nöfer. Baller wirkt übrigens bei vielen Wohnbauten bereits jetzt richtig hässlich.


    Für mich hat das immer wie ein verzweifelter Versuch ausgesehen, etwas besonderes, avantgardistisches zu produzieren. Klappt aber leider nicht.

  • ^ Er war immer eigen und hat sich sämtlichen Moden widersetzt und dabei einen wiedererkennbaren Stil entwickelt der Formenreich im Ausdruck als auch im Material ist. Ich empfinde seine Gebäude als absolute Bereicherung für Berlin. Ansonsten ist Geschmack eben Geschmack.


    http://www.gettyimages.de/deta…e-str-picture-id544575143


    alleine wenn ich schon an die Sitaution gleich bei mir um die Ecke denke mit der Spreewald Schule. Ich kann mir diese Ecke (Hohenstaufen/Gleditschstr./Schöneberg) einfach nicht mit einer Blockrandbebauuung im Nöferstil vorstellen.


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  • alleine wenn ich schon an die Sitaution gleich bei mir um die Ecke denke mit der Spreewald Schule. Ich kann mir diese Ecke (Hohenstaufen/Gleditschstr./Schöneberg) einfach nicht mit einer Blockrandbebauuung im Nöferstil vorstellen.


    Städtebaulich sind das ja auch Äpfel mit Birnen (wobei imho Blockrand der Ecke durchaus gut tun würde). Deswegen sollte man sich vielleicht besser auf das Threadthema konzentrieren und nicht zu weit davon abschweifen.

  • Bald geht's los: der Edeka-Supermarkt ist schon fast leer und schließt zum 23.2.19. Nach etwa zwei Jahren wollen sie in den Neubau einziehen.
    Die Ecke ist die vorletzte Lücke im Winsviertel die bebaut werden kann. Nur die Greifswalder Straße 221-222 ist noch unbebaut.

  • Teilweise liegt es an Corona, denn viele der Bauarbeiter aus anderen Ländern, die auf unseren Baustellen arbeiten, sind in den letzten Wochen nicht mehr über die Grenzen auch von Drittländern nach Deutschland reingekommen. Dadurch kam es zu vermehrtem Stillstand. Langsam bessert sich die Lage aber wieder.

  • Im Prenzlauer Berg werden ja seit wenigen Jahren auch Grundstücke für Wohnungsbau entdeckt, die bisher lediglich durch Supermarkt-Flachbauten belegt waren. Besonders aktiv ist hierbei die Trei Real Estate GmbH, die nach Abriss der Bestandsbauten Wohnkomplexe errichtet, in welche der bisherige Lebensmittelmarkt nach Fertigstellung wiederum einziehen kann, da die entsprechenden Flächen erdgeschossig vorgehalten werden.


    Ich habe heute den einzelnen Projektstandorten einen Besuch abgestattet und möchte daher Aufnahmen von den Bautenständen zeigen.

    Wie in den obigen Posts bereits erwähnt worden ist, gab es beim Wohnquartier an der Ecke Winsstraße / Marienburger Straße einige Monate Verzögerung.

    Der Investor erwähnte in einer Pressemitteilung im September, dass die Coronapandemie nicht ursächlich für die Verzögerungen auf der Baustelle sei.

    Da die Baugenehmigung bereits seit Monaten vorliegt und der Investor das Projekt zügig umsetzen will, vermute ich daher, dass nachbarrechtliche Unklarheiten zu der starken Verzögerung geführt haben.


    Ich trage hier ergänzend die Informationen zu diesem Vorhaben zusammen:

    • Wohnfläche: ca. 11.330 m²
    • Gewerbefläche: ca. 2.500 m²
    • Verbrauchermarkt (Mieter): EDEKA
    • Anzahl der Wohnungen: 187 (1–4 Zimmer)
    • Gesamtinvestitionskosten: 68 Mio. €
    • Baubeginn: März 2019
    • Fertigstellung: Q4 2022
    • Planung LP 1–4: STEPHAN Höhne Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
    • Generalunternehmen: ED. Züblin AG, Berlin
    • Projektsteuerer: WITTE Projektmanagement GmbH


    Im Vergleich zu Backstein's Fotos vom Mai 2020 ist der Fortschritt der Bauarbeiten jedoch äußerst gering bzw. kaum wahrnehmbar.


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    Während man zur Marienburger Straße bereit teilweise im ersten Obergeschoss angekommen ist, kann von der Winsstraße aus noch der uneingeschränkte Blick in die weitreichende Baugrube schweifen. Es handelt sich um eine konventionelle Ausführung in Stahlbeton-Bauweise, wobei anhand der ersten, gesetzten Stützen bereits erkennbar ist, wo später die Tiefgaragenplätze untergebracht werden.


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    Von der Marienburger Straße wird später die Zufahrt zu den im Innenbereich dieses Quartiers vorhandenen Gewerbebauten sichergestellt. Dieser Standpunkt bietet aktuell ebenfalls einen guten Blick auf die Baugrube wie auch auf die schönen, gegenüberliegenden Gründerzeit-Bauten in der Winsstraße und der Marienburger Straße.


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    Die ersten vorgefertigen Treppenläufe liegen parat und warten auf ihren Einbau.


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    Die letzte Aufnahme zeigt nochmals den aktuellen Stand in der Marienburger Straße im direkten Übergang zum historischen Nachbarn, wo die Zufahrt in den Innenbereich erfolgt. Ob hier später auch die Anlieferung des Edeka-Marktes erfolgen wird, kann ich jedoch nicht beurteilen.


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    Die abgebildeten Fotografien sind durch mich aufgenommen worden und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

  • Im Vergleich zu Backstein's Fotos vom Mai 2020 ist der Fortschritt der Bauarbeiten jedoch äußerst gering bzw. kaum wahrnehmbar.

    Hatte in den vergangenen Monaten auch den Eindruck, dass sich dort nichts tut. Aber jetzt scheint der Stillstand überwunden zu sein: Als ich gerade vorbei kam, waren ein gutes Dutzend Bauarbeiter am Werk. Die Baustelle wurde erweitert, neue Container errichtet und es fuhr gerade ein Betonmischer vor. Geht also weiter.

  • Neulich erst an das Projekt gedacht, da ne Freundin gegenüber wohnt. Erfreulich, dass es nach all den Querelen letztendlich doch relativ zügig in die Höhe gegangen ist. Lange genug hat es gedauert (und die Freundin vermisst ihren EDEKA). Soweit ich das an deinen Bildern erkennen kann, fehlt eigentlich nur noch das Staffelgeschoss. 8):thumbup: