Weißensee (OT von Pankow) | Kleinere Projekte

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    Ich würde das nicht als Ökokitsch abwerten. Ein Kombi-Mikrokraftwerk aus Helix-Darrieus-Rotor und Solargeneratoren kann einen wesentlichen Anteil vom Energiebedarf abdecken. Allerdings kenne ich kein einziges Komplettprodukt und habe Zweifel bei der Baugenehmigung von einem solchen Vertikalrotor. Ökonomisch ist das aktuell aber tatsächlich nicht sinnvoll.


    Kommentare zur Architektur verkneife ich mir, da eigentlich schon alles dazu gesagt wurde.

  • *LOL*
    Was für ein Verbrechen wenn man im spießig-biederen, spaßbefreiten Dtl. mal verspieltere Formen wagt, welche auch in städtebaulicher Hinsicht nicht im Geringsten stören. Muss ja immer alles ganz ernsthaft bis ins kleinste Windrad effizient, ökologisch etc. sein.


    Lasst doch diesen Leute ihr (vermeintliches?) ökologisches Gewissen und ihren Lifestyle, solange sie gestalten und nicht verhindern ist alles gut.

  • Weder redet hier jemand ernsthaft von Verbrechen, noch sind wir hier in Deutschland "spaßbefreit". Schade, daß hier einige Diskutanten nur auf solch eine Art Gespräche führen können...

  • *LOL*
    Was für ein Verbrechen wenn man im spießig-biederen, spaßbefreiten Dtl. mal verspieltere Formen wagt, welche auch in städtebaulicher Hinsicht nicht im Geringsten stören. Muss ja immer alles ganz ernsthaft bis ins kleinste Windrad effizient, ökologisch etc. sein.



    Es ist einfach nur hässlich. Es gibt nun mal gewisse Formen und Proportionen, die sich bewährt haben während andere Formen durch, sagen wir mal, experimentierfreudige Bauherren auprobiert wurden aber sich nicht auf längere Sicht durchgesetzt haben, weil sie entweder unpraktisch, uneffizient oder schlichtweg unharmonisch im Aussehen sind.


    Es mag für den einen oder anderen vielleicht überraschend sein, aber normalerweise muss Architektur sich auch Gedanken über Effizienz/Wirtschaftlichkeit machen. Eine reine 'Spassarchitektur' halte ich für Ressourcenverschwendung und steht ja auch irgendwie dem ökologischen Konzept des vorliegenden Projektes entgegen. Die Windräder werden so nicht umgesetzt, da sie zu laut sind (bei der Größe ein permanentes aber nicht zu überhörendens Surren) und die zukünftigen Bewohner sich darüber beschweren werden. Windräder auf Wohngebäuden sind Unfug. Punkt.


    Worüber ich mich im konkreten Fall beschwert habe, ist dass genau diese Art von Hässlichkeit schon in den 90ern ausprobiert worden ist und man aus diesen Fehlern hätte lernen können. Stattdessen pappt man einfach auf einen unförmigen Entwurf ein paar Windräder und Solarzellen drauf um den ökosentimentalen Zeitgeist zu bedienen. Das ist nicht besonders originell und hat nichts mit einer sinnvollen Weiterentwicklung zu tun. Veränderung der Veränderung willen ist keine Weiterentwicklung.

  • Tust du doch. Und zwar in jedem zweiten Beitrag. Brauchst du was zum abwischen?


    Um mal bei diesem Bild zu bleiben, wäre es vielleicht sogar besser etwaigen Auswurf zu photograpfieren und als alternativen Entwurf für dieses Projekt einzureichen. Die Formensprache und Farbzusammensetzung dürfte etwa ähnlich willkürlich sein.

  • ^ Haha, gut möglich. Für intensive Farbtöne empfehle ich Wackelpudding. Als Name für dein Entwurfsbüro fällt mir spontan Necrokotz ein. Namensrechte müsstest du mir allerdings abkaufen ;) .


    Klärt das doch bitte via PN. Das hat im Forum nichts zu suchen.


    Und jetzt bitte wieder zurück zum Thema. Danke
    Bato

  • Die Assoziationen mit den Ungers-Bauten und Helgoland hatte ich auch. Ich finde die Siedlung von der Gestaltung her ebenfalls albern, zumal ich eh kein Freund dieser Kaninchenställe bin. Der Vorwurf der spießigen Vorstadt-Architektur greift hier aber etwas ins Leere - die Lage ist ja Vorstadt. Ringsherum befinden sich dort Einfamilienhäuser, Brachen, Gewerbebauten, Aldi und ein Automarkt. Städtebaulich gibt es dort kaum etwas zu ruinieren. :)


    Das Enegie-Konzept hat der übliche Verdächtige natürlich schon aus Prinzip als unsinnig/albern/doof abgetan. Man kann es aber auch als sinnvollen Versuch ansehen, die klassische Energieversorgung hier nachhaltig zu ergänzen.


    Architektur und Gestaltung kann man kritisieren, den Versuch eines alternativen Energiekonzeptes sollte man aber positiv sehen. Wenn man nicht mit so etwas experimentieren kann, wird es schwer mit der Energiewende.


    Wie auch immer - das Ding wird seine Käufer finden.

  • Neue Klinik für Schmerzpatienten

    Bei allem Verdruss über die "Sonnencity" gibt es indes auch Positives aus Weißensee zu vermelden, wie es z.B. die Berliner Woche tut:


    So entsteht derzeit eine neue Schmerzklinik in der Günter-Litfin-Straße-Ecke-Schmohlstraße (ich vermute, dass es sich hier um diese einstige Brache handelt). Da das bisherige, ambulante Schmerzzentrum in der Schönhauser Allee mittlerweile an seine Grenzen stößt, soll mit der neuen Fachklinik nunmehr eine Verbindung zwischen der ambulanten und ggf. auch stationären Versorgung von Schmerzpatienten geschaffen werden. Zu diesem Zweck wird es in der neuen Fachklinik 22 stationäre und 8 tagesklinische Plätze sowie u.a. auch einen OP-Bereich geben.


    Der Spatenstich für das neue Klinikgebäude ist bereits im Mai des vergangenen Jahres erfolgt. Der Rohbau mit einer Nutzfläche von rund 1.200 qm auf drei Etagen ist inzwischen fertiggestellt, sodass die Klinik voraussichtlich zum Jahresende eröffnet werden kann.

  • Ich habe heute mal wieder eine kleine Baustellen-Safari durch das Komponistenviertel in Weißensee unternommen. Angefangen hat diese in der Bizetstraße, wo derzeit das Projekt "Bizet14" zusehends in die Höhe wächst:



    Schräg gegenüber ist das Projekt "Bizet19" so gut wie abgeschlossen - das Ergebnis kann sich m. E. sehen lassen:



    Die selbst ernannten "Stadtverschönerer" waren leider auch schon da... :mad2:



    Auch der Neubau in der Borodinstraße 8 (zuletzt hier) nimmt langsam aber sicher Gestalt an:



    Bei dem im Beitrag #101 erstmals gezeigten Neubau in der Chopinstraße geht es ebenfalls ganz ordentlich voran, obwohl es auf dessen Flachdach vor zwei Wochen recht heftig gebrannt hat:



    Über den mittlerweile sanierten Altbau direkt nebenan hatte ich ja schon hier berichtet. Durch Zufall habe ich nun entdeckt, dass direkt dahinter ein weiterer, nicht weniger schöner Klinkerbau wieder hergerichtet wird:



    Zum Schluss werfen wir noch einen Blick auf die Sanierung der ehemaligen Sternecker-Brauerei in der Berliner Allee (letztes Update). Auch hier macht man weiterhin Fortschritte. So ist die Zufahrt zur Tiefgarage mittlerweile fertiggestellt und auch die Begrenzungsbauten zur Straße hin sehen inzwischen wieder fast manierlich aus:


  • Update: Baugemeinschaft Borodin

    [...] Gleich nebenan, bei der Baugemeinschaft Borodin, sollte es laut Website Ende 2010 losgehen. Bisher is aber außer einem Bauschild noch nix zu sehen:



    [...]


    Vor einigen Tagen hat man auf dem Grundstück ein neues Bauschild aufgestellt, wonach der Baubeginn voraussichtlich im kommenden März erfolgen soll:




    Über die Internetpräsenz der Agentur für räumliche Entwicklungsalternativen ist ein aktuelles Exposé zu dem Projekt abrufbar. Wenn man einen Blick auf die noch nicht aktualisierte Website der Baugemeinschaft wirft, sieht man, dass das Projekt in der Zwischenzeit deutlich überarbeitet wurde. Das Grundstück in der Bizetstraße, welches ursprünglich in die Planungen integriert wurde, wird in dem neuen Exposé komplett außen vor gelassen und nun wohl doch nicht bebaut.


    Eine architektonische Augenweide ist das, was hier entstehen soll, jedenfalls nicht (zumindest entspricht es nicht meinem Verständnis von "anspruchsvoller Architektur", mit der man sich in der Projektbeschreibung auf dem Bauschild rühmt), allerdings ist der bisherige Zustand des Eckgrundstücks fast noch schwerer zu ertragen.

    10 Mal editiert, zuletzt von Mosby87 () aus folgendem Grund: Bildgröße geändert.

  • Im Komponistenviertel - genauer in der Gounodstraße 47 – 57 - entsteht auf dem Gelände der ehem. Stoffdruckfabrik eine Wohnanlage. Dabei wird das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude zu einem Wohnhaus umgebaut. Flankiert wird der Altbau von 2 Neubauten mit jeweils 30 Wohnungen.
    Und so soll das Ganze aussehen:







    (C) P. C. PROPERTY COMPANY IMMOBILIEN GMBH


    Bezugsfertig vermutlich Frühjahr 2015 da Vertriebsstart im August.
    Projektseite

  • ^^ Ja, das könnte ein schönes Ensemble werden, wenn es so umgesetzt wird. Der Altbau scheint äußerlich 1:1 erhalten bzw. restauriert zu werden, die flankierenden Neubauten passen sich demnach farblich und durch die schräge Ausgestaltung des Dach-/Obergeschosses von der Kubatur her diesem annäherungsweise an.


    Natürlich möchte man auch Geld verdienen und so fallen die Neubauten mit 4 OG zzgl. Dachgeschoss deutlich höher aus. Ganz symmetrisch ist die Anlage nicht, was man auf der Skizze in dem PDF (S. 24/25) sieht. Das "grüne Haus" steht weiter weg vom Altbau (= rotes Haus") als das "blaue Haus". Aber das ist ja beim Gendarmenmarkt ähnlich und keinem fällt es auf.


    Hoffentlich sind die Farben nur Projektnamen und finden sich nicht in aufdringlicher Form bei der Gestaltung wieder.


    Die Holzelemente neben den Fenstern und als Balkonbrüstungen lockern die ansonsten eher strenge Gestaltung der Neubauten etwas auf.


    Ich denke, damit könnte ich gut leben.

  • In Weißensee wird derzeit der Neubau Wegenerstraße 5 errichtet. Der Neubau umfasst 6 Eigentumswohnungen und 1 Penthaus. Der Bauherr ist die H & R Grundstücksgesellschaft mbH (Berlin), die Planung stammt von Klaus Grünewald (Berlin). Das Gebäude dürfte noch in diesem Jahr fertig werden. Ein großer Pluspunkt des Neubaus ist die Lage an einem Grünzug, der den Weißen See mit dem Orankesee verbindet. Gleichzeitig liegt die Straßenbahnhaltestelle ganz in der Nähe.



    Nicht weit entfernt, in der Gartenstraße 16, wird derzeit eine alte Fleischfabrik zu einem Wohnkomplex umgebaut. Die Baumaßnahmen umfassen den Umbau der Fabrikantenvilla zu einem Wohn- und Geschäftshaus mit 4 Wohnungen und 2 Gewerbeinheiten, den Umbau des alten Schlachthauses zu einem Wohnhaus mit 2 Wohnungen und die Umnutzung eines Stall- und Wirtschaftsgebäudes zu Wohnungen. Außerdem ist eine Tiefgarage geplant.
    Der Bauherr ist die RP Invest Real Property Investments GmbH (Berlin), die Planung stammt von Nikolai Kinder (Berlin) (Umnutzung Altbauten) und Manfred Mielack (Berlin) (Tiefgarage).
    Derzeit sind an der Villa und den anderen Altbauten Bauarbeiten zu beobachten, an der Tiefgarage wird noch nicht gebaut.





    An der Gartenstraße 9 wurde ein Einfamilienhaus gebaut. Bauherr und Architekt waren Peter Süßenberger (Berlin). Die Bauarbeiten wurden dieses Jahr beendet.



    Alle Fotos: Klarenbach

  • Nebauprojekte in der Max-Steinke- und Börnestraße

    Ich habe gestern eine kleine, frühherbstliche Foto-Safari nordwestlich des Antonplatzes unternommen und will hier kurz die Ergebnisse vorstellen.


    In der Max-Steinke-Straße 38 entstehen nach einem Entwurf von dmsw-Architekten "zwei Mehrfamilienhäuser und vier gereihte Patio-Einfamilienhäuser". Das bisherige Ergebnis wirkt auf mich eher bescheiden:





    Auch im Bereich der Börnestraße wird fleißig gebaut. Kurz vor der Langhansstraße wurde inzwischen diese Baulücke geschlossen. Nähere Informationen zu dem Projekt habe ich leider nicht auftreiben können:



    Ein Stück weiter, in der Börnestraße 28, neigt sich dieser Neubau seiner Fertigstellung entgegen, zu dem es meines Wissens ebenfalls keine Projektseite o. Ä. gibt:



    Zu guter Letzt noch ein Blick auf das Areal in der Börnestraße-Ecke-Langhansstraße, auf dem einst die "Börnehalle" stand. Hier ist mittlerweile eine kleine "Einkaufsmeile" entstanden, die einen Supermarkt, einen Getränkefachhandel sowie eine Bäckerei und Konditorei beherbergt:


  • Baugemeinschaft Borodin: Neue Projektseite

    Für das Bauvorhaben der Baugemeinschaft Borodin (siehe zuletzt hier) existiert nunmehr eine neue Projektseite, die zwar sehr einfach gehalten ist (insofern steht sie den Entwürfen in nichts nach), den für das kommende Frühjahr geplanten Baubeginn aber bestätigt.