Templiner Park [in Bau]

  • ^ Kann man sowas nicht besser in der Hafencity oder meinetwegen an der O2-World bauen? Im schöne Gründerzeitquartier am Teutoburger Platz wirkt es viel zu wuchtig und kalt. Auch wenn es in der Visualiserung aufgrund der Weitwinkel-Perspektive extrem dominant wirkt.


    Ich habe nichts dagegen, dass die olle Kaufhalle wegkommt und dort Wohnungen gebaut werden, aber etwas besser könnte sich diese schon in den Kiez einpassen.

  • ... schönes Projekt mit modern anmutender Erscheinung, genau so was gehört in die Innenstädte, in Baulücken und sonstige Freiflächen. Das Grundstück sieht ziemlich groß aus, ich schätze > 2500m ² und scheint direkt gegenüber eines parkartigen Platzes zu liegen.
    Bei angenommenen 3000m² ( reiner Schätzwert meinerseits ) Grunstücksfläche wären das ~ 5600 €/m². Bei einer wiederum angenommenen GFZ von 2.5 ( was ~7500m² Nutzfläche entspräche ) wären das grob gerechnet 2300 € /m². Das wäre natürlich happig, aber wie geschrieben, sind das nur Schätzwerte. Kann aber gut möglich sein, dass der Kaufpreis noch andere Leistungen enthält, wie den Abriß und mögliche Bauvorleistungen.
    Wundert mich etwas, dass das Projekt in der Visualisierung nur fünf Vollgeschosse enthält.

  • Danke snowboard für diese Info.

    ...das Grundstück ist ca. 4.500 m². Die Gesamtnutzfläche wird ca. 14.000 m² inkl. 1.500 m² Kaisers betragen


    ... dann kommt bei ~ 14.000² Grundstücksfläche man auf ~ 1.220 € /m² Grundstückspreis / m² Nutzfläche. Wenn man den Supermarkt rauslässt, sind es dann ~ 1350 -1400 €/ m² . bei einer GFZ von ~3.1. Geht eigentlich, wenn auch nicht gerade billig.

  • Zu dem Graft-Projekt: Eigentlich finde ich die Arbeiten aus dem Graft-Büro ja vollkommen ok. Aber dieses Projekt gefällt mir überhaupt nicht. Eine gewaltige Baumasse, untergebracht in vielen kleinen Schuhschachteln. Mir ist das zu unruhig.


  • Das ist wieder mal so ein Egoistenprojekt, wo sich ein Architekt selbst verwirklichen möchte und ohne jegliche Rücksicht auf die Umgebung plant. Das Gebäude passt da nämlich überhaupt nicht hin, was insgesamt aber eine Plage von Neubauten am Prenzlauer Berg ist.
    Warum wird diese Verschandlung von Deutschlands größtem, zusammenhängenden Gründerzeitviertel überhaupt zugelassen?

  • Ich bin sonst auch kein Freund der Argumentation "Besser als der Status Quo" als Rechtfertigung für einen Neubauklotz. Allerdings muss ich beim Betrachten des Bestandsbaus in Form einer Supermarktbaracke zugeben, dass die Ecke selbst mit diesem Neubau gewinnen wird. Und auch wenn mir im Kontext mit der Umgebung ein traditioneller Entwurf a la Paschke besser gefallen würde, so muss man den Architekten und Investoren bei dem Objekt zumindest einen Gestaltungswillen der Fassade zugestehen, der sich mit seiner Unruhe angenehm von einer öden Rasterfassade abhebt. Bei dem Umfang der Baumasse wäre es allerdings verträglicher wenn die Fassade mehrere Einzelgebäude vortäuschen würde.

  • Das ist wieder mal so ein Egoistenprojekt, wo sich ein Architekt selbst verwirklichen möchte und ohne jegliche Rücksicht auf die Umgebung plant. Das Gebäude passt da nämlich überhaupt nicht hin, was insgesamt aber eine Plage von Neubauten am Prenzlauer Berg ist.
    Warum wird diese Verschandlung von Deutschlands größtem, zusammenhängenden Gründerzeitviertel überhaupt zugelassen?


    Weil zum glueck wir sind nicht alles Altbauintegralisten. Viele menschen freuen sich auch gute moderne Architektur zu sehen, wie die von der Graft Studio.

  • Ich fand den ersten Entwurf besser. Er wirkte klarer gegliedert und passte besser in die Blockkante. Dieser hier wirkt zu durcheinander und konfus, wobei ich nicht sicher bin, wie viel das mit der veränderten Perspektive zu tun hat.

  • Großartige Stadtreparatur! :daumen::daumen:


    Das die drei Supermarktbaracken zugunsten einer Blockrandbebauung verschwinden, ist eine sehr gute Nachricht. An der Pappelallee könnte ich mir neben einer Bebauung der Brandwände jedoch noch eine quadratische Grünfläche vorstellen. Dafür könnte man einige Grünflächen entlang der Stargarder Str. in Bobenlücken bebauen, was ein homogenes Stadtbild in dem schönen Kiez fördern würde.


    Der Flachbau an der Schivelbeiner hingegen ist ein Armutszeugnis. Warum wird das in der Lage gemacht? Man kann den Supermarkt doch in einen Wohnblock integrieren.

  • Das ist wieder mal so ein Egoistenprojekt, wo sich ein Architekt selbst verwirklichen möchte und ohne jegliche Rücksicht auf die Umgebung plant. Das Gebäude passt da nämlich überhaupt nicht hin, was insgesamt aber eine Plage von Neubauten am Prenzlauer Berg ist.
    Warum wird diese Verschandlung von Deutschlands größtem, zusammenhängenden Gründerzeitviertel überhaupt zugelassen?


    Vielen Dank, dass ich für diesen Beitrag einen sehr positiven Kommentar erhalten habe. Aber das nächste mal bitte ich darum auch auf den dazu entsprechenden Button zu drücken ;)


    Weil zum glueck wir sind nicht alles Altbauintegralisten. Viele menschen freuen sich auch gute moderne Architektur zu sehen, wie die von der Graft Studio.


    Die da wären?
    - Die Architekten, die Gebäude gestalten ohne sich für die Umgebung zu interessieren
    - Die zukünftigen Bewohner, denen das sowieso alles scheißegal ist
    - Die Firmen, die damit Kasse machen (Banken, Baufirmen, etc...)
    => Klasse Auswahl, ansonsten erfreut sich niemand daran da zusammenhängende Baustile durch Fremdkörper verunstaltet werden!


    Es gibt viele Menschen die gerne den Prenzlauer Berg besuchen (Wegen Architektur und Einrichtungen), meinst du irgendjemand kommt dort hin wegen diesem Gebäude? Oder würde für dieses Gebäude überhaupt auf die Idee kommen sich von A-B zu bewegen um es sich anzuschauen oder an dessen Einrichtungen (z.B. Scene Kneipe im Erdgeschoss (Die es aber so oder so nicht gibt) teilzuhaben?


    Aktuell wird der Prenzlauer Berg extrem verschandelt durch diese nicht passenden Neubauten. Es stellt sich die Frage wer dafür zur Verantwortung gezogen werden muss:
    http://www.stadtbild-deutschla…ad&threadID=4498&pageNo=5

  • ^^
    "Zur Verantwortung gezogen" weil Deinem individuellen konservativen Geschmack nicht entsprochen wird??? Soweit sind wir glücklicherweise nicht. Vielen Dank auch für den wirren link zu einem anderen Forum. Dort kann man u.a. das Architekturskizzenmuseum bewundern. Beste moderne Architektur im heiligen Gründerzeitviertel.

  • ^^ Was für eine extrem einseitige Sicht der Dinge. Sowas nervt eigentlich nur noch. Und ja, die Leute gehen gern in das Architekturskizzenmuseum und schauen sich das auch gern von aussen an.. Weil es nämlich hervorragende Architektur ist!

  • Beste moderne Architektur im heiligen Gründerzeitviertel.


    Vielleicht nicht ganz allerbeste, aber bestimmt ein interessanter Ansatz. Ich vermag auf dem Sichtbeton zahlreiche Muster zu erkennen, zum Teil als Fassadenlöcher, zum Teil Ritzen - also Ornamentik. Es ist folglich moderne Architektur, aber nicht die Architektur der Moderne, wie sie oft in den letzten Jahrzehnten möglichst versimplifiziert wird. (Das ging so weit, dass jemand kürzlich im anderen DAF-Unterforum meinte, ein Haus im Stil des Backsteinexpressionismus würde nach Las Vegas gehören).


    Strafrechtliche Konsequenzen sollte mE eher haben, würde jemand an dieser Stelle die dreimillionste Bausünde mit glatten simplen weißen Putzwänden hinstellen - solche worst cases (im Ruhrgebiet der Standard) vermag ich auf den verlinkten APH-Bildern nicht zu erkennen. Da gibt es immer noch was, wenigstens etwa belebende Putzrillen am EG.

  • Wenn man das Rendering aufmerksam betrachtet, sieht man, dass die Seite zur Fehrbelliner Straße recht klar in vier Fassaden eingeteilt ist. Das fällt hoffentlich noch stärker auf, wenn das Haus mal steht.
    Nicht so glücklich bin ich mit dem "Eckhaus" - hier ist die Seite zur Fehrbelliner schon arg fensterlos. Vielleicht findet Graft da noch eine clevere Möglichkeit.

  • Dort kann man u.a. das Architekturskizzenmuseum bewundern.


    Besucher gehen aber in dieses Gebäude, weil es eben ein Museum ist und nicht weil die unbedingt dieses Gebäude mal von innen sehen wollen.


    Beste moderne Architektur im heiligen Gründerzeitviertel.


    Austauschbare Architektur die überall auf der Welt stehen könnte. Wäre das Architekturskizzenmuseum ein Wohnhaus, würde es niemals auf irgendwelchen Werbungen oder Charakterisierungen für den Prenzlauer Berg erscheinen, da dieses und die anderen Schrotthaufen nichts mit dem Prenzlauer Berg zu tun haben. Wenn man nach Prenzlauer Berg googled findet man folgendes:
    https://www.google.de/search?q…kPPGVgNgN&ved=0CAcQ_AUoAg


    Wenn man sich 500 Bilder aus dem Link anschaut, wie oft kommen da "moderne" Gebäude vor? Und warum ist das wohl so? Weil man Prenzlauer Berg mit einem Gründerzeitviertel assoziiert bei dem sich Neubauten in keinster Weise in die bestehende Struktur einpassen, sondern Solitäre sind??

  • Und noch ein neuer Entwurf, diesmal etwas "braver" als der letzte:



    (C) Graft Architekten | Trockland Management GmbH


    Der Entwurf ist bisher nur in der Projektübersichtsseite von Trockland zu sehen. Klickt man das Projekt an, gelangt man zu dem bekannten --> >klick mich<.
    Scheint noch nicht 100%ig klar zu sein welcher Entwurf nun realsiert wird.

  • Templiner Park

    Der ehemalige Kaisers-Supermarkt ist komplett verschwunden und man sieht eine riesige Fläche. Das wird kein kleineres Projekt. Die auf dem Bauzaun angebrachten Plakate zeigen die hier zuletzt gezeigten Visus.
    Zum Kaisers dazu kommt wohl der gefühlt 100. denns Biomarkt in der Gegend unten rein.
    Eine Webseite des Vermarkters sowie showroom gibt es auch inzwischen:
    http://www.templiner-park.de/de/
    Im Exposé (pdf) sind auch gute Bilder der Fassaden zu sehen. Es sieht schon interessant aus und schließt gut den Block.
    Bei den Texten weiß ich nicht ob ich lachen oder traurig sein muss. Zum dort gelobten urbanen Berliner Leben trägt das "edle" und "exklusive" Projekt eher nicht bei.