Hochhaus neben MBA "Stream" (90m) (Mediaspree)

  • Hochhaus neben MBA "Stream" (90m) (Mediaspree)

    Das Immobilienunternehmen Signa (siehe auch Umbau Kaufhof am Ostbahnhof) hat vor kurzem ein Grundstück zwischen East Side Mall und HOC erworben (Lage siehe Grafik). Dazu aus der PM:

  • Gute Nachricht für das neue Stadtquartier.
    Auf dem Gelände steht ja noch die Container-Stadt von HochTief.
    Komischerweise hat nun daneben ein komplett neues aufgebaut.


    Kann es sein dass es hier schon bald los geht?

  • Beeindruckender Entwurf!

    Donnerwetter!


    Selbst wenn man die üblichen Rendering-Verschönerungen wegrechnet, dann bleibt immer noch ein beeindruckender Entwurf übrig.
    90 Meter Höhe - hätten auch mehr sein können - aber immerhin.


    Es sollte mich freuen, wenn endlich mal keine "Kiste" in dieser Gegend entsteht! :daumen:

  • Schöner prägnanter Entwurf!


    Die Schmalseite gefällt mir gut und auch die Positionierung des Turmes im Raum. Wahrscheinlich wird es noch ein paar "Korrekturen" geben. Flächennutzung, Auskragungen, Balkone lassen den Entwurf für profitorientierte Investoren unnötig teuer werden. Hoffen wir einmal, dass dem schönen Turm nicht das selbe Schicksal ereilt, wie dem am Postbahnhof.


    man kann über Zalando ja vieles sagen, aber der Flächenbedarf tut der Stadt tatsächlich einmal gut und lockt Investoren. Ich befürchte nur, dass das Quartier zu wenig heterogene Funktionen erfüllt. Die geplant hohe Konzetration an Gewerbe- und Veranstaltungsflächen zieht natürlich nur ein bestimmtes Klientel an. Da helfen auch die paar extrovertierten Eigentumswohnungen nicht. Spannende Wohnkonzepte, Kultur- und Sozialeinrichtungen sind hier wünschenswert. Sie lassen sich auch prima in Leuchturmprojekte wie dieses integrieren. So schafft man nicht nur eine räumliche Dominante, sondern auch einen funktionalen Magneten. Diesen gerenderten Armeisenhaufen wird es so nie geben. Da werden auch die temporären Menschenzüge an der MBA nicht helfen.

  • Schöner Entwurf, kommt mir vor als ob im Bezirk Friedrichshain es besser funktioniert mit der Umsetzung von innovativen Bebauubgsplänen als in Mitte.

  • Das ist ein toller Entwurf! Und 90 Meter ist für Friedrichshain durchaus eine beeindruckende Höhe. Zusammen mit der ansprechenden Architektur von Max und Moritz (wenn auch schlicht, aber bei den Materialien doch aus meiner Sicht hochwertig) und dem spannenden "Up!" wird das ganze Areal immer interessanter.


    Dazu kommt die schöne Durchmischung aus Wohnen und Arbeiten. Das ganze Anschutz Areal könnte sich tatsächlich zu einem Musterbeispiel eines gelungenen modernen Stadtviertels durchsetzen und damit ein Kontrastprogramm darstellen zum (meiner Ansicht nach) völlig vermurksten Entwicklung um den Hauptbahnhof herum.


    - bis 2021 kann aber noch viel passieren, von daher würde ich aber mal nicht zu schnell jubeln.

  • Nicht schlecht - da geht doch mal was in Berlin. Der East Side Tower mit 140 m entsteht auch gleich nebenan. Das wird noch was mit der Skyline. Hoffe - wie viele andere Foristen auch - dass das Trio Infernale RRG nicht gleich wieder alles auf 22m Traufhöhe stutzt. Zum Glück gibt es einen rechtskräftigen Bebauungsplan.

  • ^ Aha. Was hat denn der aktuelle Senat mit einer Traufhöhen-Politik zu tun, die Hans Stimmann vor über 20 Jahren eingeführt hat (und die unter seiner Nachfolgerin nur noch eine Erinnerung ist)? Nichts. Ist Dir irgendein Projekt bekannt, dass der Senat auf "22m Traufhöhe" gestutzt hätte? Nein. Und hast Du irgendwelche Hinweise darauf, dass der Senat dieses konkrete Projekt stoppen will und nur durch den B-Plan daran gehindert wird? Natürlich nicht. Das hast Du Dir einfach nur ausgedacht.


    Und bitte: Sprich nur für Dich und lass die "vielen anderen Foristen" da raus. Die können schon selbst schreiben, was sie für richtig halten.

  • Ich kann mich den anderen Stimmen nur anschließen, ein starkes Projekt, sehr präsent und markant.


    ^^ Schlechtes Debüt, zabto, das hier ist ein Architekturforum, kein Forum für unfundiertes Politikgebrabbel.

  • ^^^Ich hoffe ja eher, dass das als Scherz gemeint war. Wie manche Mitforisten für alle architektonischen Miseren wahlweise bei Frau Lüscher oder R2G die Schuld suchen ist allmählich mehr als nervig. Mag sein, dass der aktuelle Berliner Senat eine Katastrophe ohne überzeugende Vision für die Stadt ist. Darüber kann man sicher sachlich diskutieren, aber muss man gleich überall eine absurde Konspiration wittern?


    Wie dem auch sei, ich finde den Entwurf erstmal sehr gelungen, obwohl er etwas mehr Höhe sicherlich auch vertragen hätte. :) Was wird das eigentlich für ein Fassadenmaterial (außer Glas)? Ich nehme an, eine graue Blechverkleidung? Weiß stünde dem Gebäude meiner Meinung nach besser zu Gesicht (würde zu Zalando auch besser passen), aber ich kann damit auch leben.

  • Das ganze Anschutz Areal könnte sich tatsächlich zu einem Musterbeispiel eines gelungenen modernen Stadtviertels durchsetzen und damit ein Kontrastprogramm darstellen zum (meiner Ansicht nach) völlig vermurksten Entwicklung um den Hauptbahnhof herum.


    Daraus wird auch hier leider nichts werden. Es wird ein weiterer Unort wo man stets durch, aber nie hin will. Die Gründe sind vielfältiger Natur und seit langem bekannt. Die Vorraussetzungen für ein "gelungenes Stadtviertel" werden bei weitem unerfüllt bleiben.
    Wenn dort alles fertig ist kannst du ja dann mal an einem Sonntagabend im Spätherbst dort hinfahren und die spannende, lebendige, urbane Atmosphäre des Ortes erkunden.

  • ^ Da gebe ich Snitch weitgehend recht. Büros und Shopping und durchkommerzialisiertes Massen-Amüsemang, aber fast keine Wohnungen: Das ist Anschutz (Max & Moritz gehören übrigens nicht dazu). Der Blick vom Spree-Ufer macht was her, und ein paar architektonische Ideen scheint es auch zu geben. Aber von einem lebendigen Stadtviertel wird das notgedrungen weit entfernt sein.


    Was wird das eigentlich für ein Fassadenmaterial (außer Glas)? Ich nehme an, eine graue Blechverkleidung?


    Ja. Ich schätze, das Fassadenmaterial wird dem des Living Levels recht ähnlich sein. Ein hellgraues, fast weißes Blech, wenn ich das richtig sehe. Allerdings hat dieses Projekt die interessantere Kubatur. Die vor- und zurückspringenden Stockwerke gefallen mir ausgezeichnet. Man kann nur hoffen, dass es nicht wirklich noch geglättet wird, um Kosten zu sparen.

  • Architektenkind : Deine aggressive Art dich zu artikulieren macht mich manchmal ein wenig emotional. Kannst du nicht versuchen dich ein wenig höflicher zu gerieren?


    Der Bezug auf die Traufhöhe von zabto war ja wohl offensichtlich eine Übertreibung. Das an der Kritik an RRG bzgl. Hochhäuser durchaus etwas dran ist, bestätigen die Medien:


    "Die Hochhäuser sollen mehr Rücksicht auf die vorhandene Bebauung nehmen – und sich an dem rund 130 Meter hohen Hotel Park Inn orientieren. Das geht aus einer offiziell noch nicht veröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Katalin Gennburg und Gabriele Gottwald hervor. Die Änderung kommt einer mittleren Revolution in der Stadtplanung gleich.


    Die Hochhäuser am Park Inn sollen schrumpfen.


    ....Denn sie zielt darauf ab, dass die Grundstückseigentümer Abstriche bei der geplanten Ausnutzung ihrer Flächen machen. Was wiederum bedeutet: Sie werden auf Gewinne verzichten müssen. Angebahnt hat sich der Wandel in der Planung mit der Übernahme des Stadtentwicklungsressorts durch Katrin Lompscher (Linke). Sie hatte schon früher gefordert, dass die Türme am Alexanderplatz nicht so hoch werden dürften – um den Blick auf den Fernsehturm nicht zu verstellen."


    – Quelle: https://www.berliner-kurier.de/29628182 ©2018


    Das Links-grün immer schon gegen Hochhäuser waren, ist ja wohl auch nichts besonders neues und bedarf wohl auch keiner weiteren Erklärung.


    ElleDeBE : Ich würde mal davon Abstand nehmen jemandem der neu hier im Forum ist, gleich politisches "gebrabbel" zu unterstellen nur weil es weniger gut fundiert dargestellt wird. (siehe meiner Erklärung an Architektenkind).


    Fazit: Seien wir mal nicht päpstlicher als der Papst: R2G ist kein Fan von Hochhäusern, daher hat man immer das Gefühl bangen und hoffen zu müssen ob so ein Projekt auch wirklich verwirklicht wird.

  • ^ Gerade weil er neu ist (bzw.: sich noch kaum geäußert hat, er ist seit dem 23.08.2014 registriert), sollte m.E. sofort klar gemacht werden, dass man hier ein unfundiertes Politisieren nicht durchgehen lässt. Wie zerstörerisch das ist, kann man an einem Nachbarforum erkennen.


    Zwischen einer Reduktion der Höhe von Hochhäusern am Alex um ca. 10% und der Unterstellung, RRG wolle "gleich wieder alles auf 22m Traufhöhe" stutzen, besteht ein immenser Unterschied. Und es ist, worauf auch Architektenkind hingewiesen hat, ein Witz, wenn der Eindruck vermittelt werde, die von Stimmann (damals: glücklicherweise) durchgesetzte Traufhöhenbegrenzung sei eine fixe Idee von RRG.

  • Huch, was habe ich denn da für eine Diskussion ausgelöst. Hätte meinen Zynismus offensichtlicher formulieren und als solchen kennzeichnen sollen ...


    Nun denn, ohne politisches "gebrabbel":


    Ich finde den Entwurf sehr gelungen, er hebt sich von der etwas banalen Kubatur-Bauweise umliegender Bürogebäude ab und bietet im Zusammenspiel mit dem geplanten East Side Tower sicherlich eine städtische Aufwertung an dieser Ecke von Media-Spree.

  • Architektenkind : Deine aggressive Art dich zu artikulieren macht mich manchmal ein wenig emotional. Kannst du nicht versuchen dich ein wenig höflicher zu gerieren?


    Beim Thema anlassloses Senats-Bashing reagiere ich in der Tat genervt. Übrigens auch schon vor R2G-Zeiten, als sich der Forenzorn in erster Linie gegen Frau Lüscher richtete. Wenn mein Tonfall hier zu aggressiv rüberkam, bitte ich Zabto um Entschuldigung und verweise auf mein Profil: "Hat den Anspruch, durchdachte Beiträge zu schreiben, ist aber nicht immer Herr seiner Launen." Eine Schwäche, gebe ich zu. Inhaltlich bleibe ich bei dem, was ich geschrieben habe.


    Das Links-grün immer schon gegen Hochhäuser waren, ist ja wohl auch nichts besonders neues und bedarf wohl auch keiner weiteren Erklärung.


    Ist das so? Du schreibst gerne, dass etwas keiner weiteren Erklärung bedürfe, sich von selbst verstehe, auf der Hand liege, etc. Das ist aber schon der Form nach nie ein Argument, immer nur eine Behauptung. Wie wäre es mit etwas Diffenrenzierung: Richtig ist, dass vor allem Grüne und Linke bei Neubauprojekten oft auf die Bremse treten, weil sie den Interessen der Bestandsnutzer viel Gewicht einräumen (m.E. zu oft). Richtig ist auch, dass Bausenatorin Lompscher die laufenden Planungen am Alex gerne auf 130 Meter beschränken möchte.


    Andererseits: Mir ist keine grundsätzliche Ablehnung von Hochhäusern durch eine der drei Senatsparteien bekannt. Die beiden prägendsten Berliner Hochhäuser der letzten Jahre, Zoofenster und Upper West, wurden unter rot-roter Ägide genehmigt. Auch der Agromex-Komplex in Treptow wurde mit den Stimmen der Linkspartei (gegen die Grünen) durchgewunken. Und die Planungen für Media Spree und Europacity stammen weitgehend aus der rot-roten Wowereit-Zeit. An den Media-Spree-Plänen haben Grüne und Linke Kritik geäußert - die bezog sich aber mehr auf das städtebauliche Konzept als auf die Hochhäuser. Und last not least baut die parteinahe Stiftung der Linken, die RLS, derzeit ganz in der Nähe selbst ein Hochhaus.


    Die - vermeintliche - Hochhausfeindlichkeit "bedarf keiner weiteren Erklärung"? Doch! Es ist eben viel zu einfach, zu pauschalisieren und allein dem Senat die Schuld an allen Verzögerungen, an jedem Scheitern und an jeder angeblichen "Verlüscherung" oder "Verlompscherung" im Berliner Städtebau zu geben. Man muss bei jedem Projekt hinschauen, was eigentlich los ist. Bei jedem gelungenen Entwurf so zu tun, als müsse man ihn heldenhaft gegen den bösen Senat verteidigen, auch wenn der Senat keinen Ton gegen den Entwurf gesagt hat - das ist das Gegenteil von genau hinschauen, und das geht mir eben auf die Nerven.


    P.S.: Dass es sich bei einer Höhenempfehlung für Hochäuser um eine "mittlere Revolution im Städtebau" handele, wie der Kurier behauptet, ist auch wieder so ein Humbug, den man zehn Mal zitieren kann, ohne dass er richtig wird. Jeder Hochhausentwicklungsplan enthält Höhenvorgaben. Das ist völlig normal. Aber nun reg' ich mich schon wieder auf, und das Thema gehört hier nicht hin...

  • Aber nun reg' ich mich schon wieder auf, und das Thema gehört hier nicht hin...


    Es gibt einen gültigen Bebauungsplan für dieses Gebiet. Mag sein, dass einzelne Vertreter der an R2G beteiligten Parteien nicht damit glücklich sind aber die entscheidenden Ebenen haben (glücklicherweise) kein Interesse daran, den B-Plan zu kippen. Es gibt ja auch handfeste wirtschaftliche Interessen und einen Mangel an Büroraum.


    Ein persönlich beobachtetes Phänomen ist, dass einzelne gelungene Projekte ein ansonsten mittelmäßiges Ensemble rausreißen können. Dieses geplante Hochhaus kann zusammen mit dem Holzmarkt-Ensemble so ein Anker sein. Vielleicht erhält der Stralauer Platz ja auch noch einen Hingucker mit einem HH Ecke Mühlenstraße.

  • Da es in der Sache überhaupt nichts ändert, inwiefern wir hier "genau hinschauen" o.ä., muss ich Architektenkind, ElleDeBE et al zustimmen. Man muss hier nicht prophylaktisch gegen den Senat auskeilen, nur weil der anderswo das ein oder andere nicht gebacken bekommt. Wenn es wie beim Alex oder Estrel Tower Gegenwind gibt (was noch lange nicht das Ende eines Projektes bedeuten muss), kann man immer noch meckern. Vorher ist es ein sinnloser Reflex. Freuen wir uns doch jetzt erst einmal über diesen wirklich ambitionierten Entwurf und hoffen das Beste dafür. Wenn man sich über alles Sorgen macht und aufregt, kostet es nur Kraft und bringt im Ergebnis doch keinen Unterschied.