Motel One Kriegsbergstraße (in Bau)

  • Hotelneubau Kriegsbergstraße

    Teile der ehemaligen EnBW-Zentrale an Kriegsbergstraße weichen einem Hotel. Die Pläne dazu stammen Lederer, Ragnarsdottir, Oei. Investor ist Reis Real Estate (in Stuttgart u.a. Pariser Höfe). Der ebenfalls von LRO stammende hintere Bau an der Jägerstraße bleibt erhalten und wird ins Projekt integriert. Das alles soll bereits 2019 fertig sein.


    http://www.stuttgarter-nachric…eb-90a0-f16c308bfc6c.html

  • Prima. Gut, dass der Klinkerbau erhalten bleibt, auch wenn die zukünftige Nutzung noch nicht vollständig klar ist. Gute Idee auch den Architekten des Klinkerbaus den Auftrag für den Neubau zu geben, einerseits weil der Klinkerbau sehr gut ist und andererseits weil das dann hoffentlich wie "aus einem Guss" wirkt.

  • Da stimme ich völlig zu. Ein so auf lange Lebensdauer ausgelegtes Gebäude nach gerade mal 20 Jahren wieder abzureißen hat mit Nachhaltigkeit überhaupt nichts mehr zu tun und würde nur die Wegwerfmentalität unserer Gesellschaft wiederspiegeln.


    Auch den vorderen Bau von 1978 von Kammer und Belz halte ich für einen sehr guten Vertreter seiner Zeit. Eigentlich auch zu Schade zum Abreisen. Die Lösung aber das LRO das Projekt bearbeiteten ist wohl bei Abriss des älteren Gebäudes die beste aller denkbaren Lösungen. Kein fremde Architekt zerstört die besonderen Qualitäten des Klinkerbaus und auch durch einen Neubau wird wiederum eine stimmige ganzheitliche Lösung für diesen Block gefunden werden. Der Klinkerbau hatte sich architektonisch direkt auf den Altbau bezogen, war ein Weiterbau desselben in anderer Form.


    Hier ein paar Bilder des schwarzen siebziger Jahre Glasbaues. Der Kammer und Belz-Bau war ein typischer Vertreter seine Zeit. Eher Design, als Architektur mit den damals typischen 45°-Winkeln und Abschrägungen:




    Auf den beiden folgenden Bildern kann erkannt werden, wie die spätere Erweiterung durch LRO die Architektur fortschreibt und den Block zu einem Gesamtensemble macht. Die Farbe wird mit dem schwarzen Klinker übernommen, die Auskragung der beiden oberen Geschosse auf Seite der Goethestraße wird weitergeführt:






    Die typischen Formen der siebziger Jahre:




    Ein heutiger Bau spiegelt sich in der Glasfassade:






    Das Gebäude wäre durchaus erhaltenswert gewesen.

  • Was ich mal wieder garnicht nachvollziehen kann ist die Ansage, dass das zukünftige Bauvolumen sich an der jetzigen Bebauung orientieren soll (heißt diese nicht überschreiten wird). Was soll das eigentlich? Die ganze Zeit heißt es immer in Stuttgart wäre der Platz zu knapp, Innenentwicklung vor Außenentwicklung, blablabla – und dann reißt man ab und baut das gleiche Volumen wie davor. Für mich eine Frechheit den Bürgern gegenüber, den zusätzliche Flächen hier wären woanderst dann vielleicht für Wohnungen zur Verfügung gestanden. Ausgerechnet hier hätte man locker einige Stockwerke höher bauen können, da es weder ein besonders erhaltenswertes Stadtbild an dieser Stelle gibt, sich zudem gleich mehrere höhere Gebäude in direkter Umgebung befinden und zudem die Infrastruktur - zumal mit dem Hauptbahnhof vor der Tür - auch ein größeres Volumen zugelassen hätte. Für mich völlig unverständlich!

  • Irgendwie schade, daß diese Schwarz-Glas-Bauten nach und nach fallen. Schon bei S-Halt Stadtmitte/Calwer Passage, jüngst Lautenschlager, jetzt Kriegsbergstraße.
    Zählen für mich eher zu den besseren Stuttgarter Bürobauten.
    Vermutlich erhält man typischerweise die schlechtesten Exemplare...

  • Die ganze Zeit heißt es immer in Stuttgart wäre der Platz zu knapp, Innenentwicklung vor Außenentwicklung, blablabla – und dann reißt man ab und baut das gleiche Volumen wie davor.



    Der bereits in Stuttgart wohnende Bürger würde sich dann aber beschweren, denn mehr Bauvolumen wäre: Mehr Feinstaub, mehr Verkehr, Mehr Kesselhitze Größenwahn, blablabla.


    Innenentwicklung vor Aussenentwicklung bedeutet nur, keine neuen Acker- / Grünflächen zu versiegeln.


    Niemand des gemeinen Volkes will höhere Bebauung... Thats it.

  • Schliesse mich an, die Lage würde eine 50% dichtere Bebauung problemlos verkraften, und das würde Druck aus dem WOhnungs und Büromarkt nehmen. Es wäre Zeit dass der Baubürgermeister beim Projektentwckler anruft ob da nicht noch was geht, sei es mit 5 Geschossen Wohnungen oben drauf, oder auch 5 Geschossen Büros.
    So ist das ein Trauerspeil.

  • Für mich wirklich vollkommen unverständlich warum man hier nicht auf mehr Höhe setzt. Warum nicht ein Hochpunkt vorne an der Straße? Hier gibt es nun wirklich kein schützenswertes Umfeld.

  • Für mich wirklich vollkommen unverständlich warum man hier nicht auf mehr Höhe setzt. Warum nicht ein Hochpunkt vorne an der Straße? Hier gibt es nun wirklich kein schützenswertes Umfeld.


    Na weil der Bebauungsplan es dort nicht vorsieht.


    Bebauungsplan-Änderungen wären lange vor Projektierung zu überlegen = Stadtplanung.


    Also meckert nicht bei jedem Projekt... Meckert allgemeiner :)

  • ^Das ist ja genau das Problem mit der aktuellen Rathausspitze – da wird höchstens Verwaltet, aber nicht gestaltet. Wenn ich schon höre man brächte beim Rosensteinquartier noch nichts planen da ja erst in 6 Jahren Baustart wäre – Mann Mann Mann. Das darf man außerhalb Stuttgarts wirklich Niemanden erzählen. Wie so oft ist es hier eben mal wieder eine unnötig vertane Chance, und wieso da schon wieder ein MotelOne rein soll ist mir auch Schleierhaft.

  • Da scheint der Bestandsbau deutlich origineller. Jetzt gibt es von LRO auch noch Halb-Bullaugen. Wie hfrik und Regent, völlig unverständliche Platzverschwendung, derweil schreit doch hier alles nach Verdichtung. Die Bebaungspläne in der gesamten Innenstadt gehören konsequent überarbeitet. Es würde doch schon helfen, wenn bei Neubauten wenigstens an den Hauptstraßen zwei bis drei Geschosse mehr als Regel eingeführt würden, wenn städtebaulich inkl. Stadtbild nichts dagegen spricht.

  • Ich dachte der ganze Neubau bleibt stehen, Vorort sieht das für mich auch so aus. Ist das falsch? Oder war diese Eingangshalle im Altbau?