Neubau DGB-Zentrale [Schöneberg | in Bau]

  • Hochhaus DGB-Zentrale Schöneberg (52m) [in Planung]

    Der DGB beabsichtigt den Abriss seines Hauses in der Schöneberger Keithstraße und den Neubau eines 52 Meter hohen Büroturms. Aus einem Architektenwettbewerb ist das Büro Ortner + Ortner mit folgendem Entwurf als Sieger hervorgegangen:



    (C) O&O Baukunst


    Der Neubau wird vrs. zwischen 70 und 80 Millionen Euro kosten und in 2020 fertiggestellt.


    Artikel Berliner Zeitung

  • Mich wundert es, dass der gegenwärtige Bau nicht unter Denkmalschutz steht, ich finde ihn gar nicht so schlecht, eine typische sechziger Jahre Architektur, aber ich denke wenn man es gut saniert (was ja angeblich nicht möglich ist), wäre es erhaltenswert. ich denke es geht um die genutzte Fläche, die im Neubau bestimmt viel grösser ist.

  • Nur damit keine Missverständnisse entstehen: Das denkmalgeschützte Dorlandhaus, von Rolf Gutbrod -auch bekannt als "Haus der Werbung"- wird nicht abgerissen. Sage das, weil mir beim erstmaligen betrachten der Visualisierung das Herz in die Hose gerutscht ist. Auf dieser zaghaft ins Stereo gehenden Visualisierung, ist es aber nicht abgeschnitten worden. Der Urania kann man eine massive Nachverdichtung nur wünschen, wenn der Balsam dabei von O&O kommt, umso besser. Für diesen Bereich am Dreichbezirkseck braucht es nun zeitnah einen neuen Rahmenplan.

  • Finde gut, dass da was passiert. Der jetzige Turm ist total uncharmismatisch mit dieser verstaubten Blechverkleidung und dieser Flachbau ist auch seltsam. OK, der Neubau wird jetzt auch kein Renner, aber vielleicht beginnt dann dort auch mal eine Entwicklung. Ich in da in letzter Zeit ein paar mal mit dem 100er durch die Kurfürstenstraße zwischen Urania und Nürnberger gefahren und es ist einfach traurig, wie verstaubt und billig dort alles ist.

  • Diese Gegend ist neben dem Areal Hallesches Tor und dem Areal Spittelmarkt eine der drei ganz großen städtebaulichen Unorte der Stadt, allesamt in den ersten 25 Jahren nach dem 2. WK geformt. Wenn man sich alte Luftaufnahmen dieses Gebietes anguckt, kann man sehen wie komplett anders (vulgo: besser) es dort mal ausgesehen hat, sowohl architektonisch, als auch - und das ist fast noch Entscheidender - von den Straßenrastern.


    Es müsste dort einfach mal einen ganz konkreten städtebaulichen Rahmen- und Bebauungsplan geben, ansonsten wird diese Gegend auf ewig ein totes Autoghetto bleiben. Bezirk und Anwohner doktern jedoch lieber an den Symptomen herum (siehe https://www.morgenpost.de/berl…sse-wird-umgestaltet.html), anstatt das große Ganze anzugehen.

  • ^ es sieht dort so aus wie es aussieht, da dort ein Ausläufer der Stadtautobahn geplant war. In den 60ern. Von daher eine begrüßenswerte Initiative um die Gegend zu verdichten. Auch zusammen mit dem neuen Hoteltürmchen am Nolli, tut sich jetzt mal endlich was in dieser Gegend. Sollte nicht auch schon der ”bewaldete“ Mittelstreifen zwischen Urania und Dorlandhaus schon längst bebaut sein?


    Info zur Planung Stadtautobahn:


    http://www.tagesspiegel.de/ber…urden-gebaut/1658226.html


    http://berlin.bahninfo.de/strasse1965.png

  • Erstaunlich, dass es für eine viereckige Kiste mit Rasterfassade eines Architekturwettbedarfs bedurfte. Zumal mit Ortner und Ortner ein Büro gewann, bei dem man langsam annehmen könnte, als würden es ein Abonnement auf das Gewinnen von Wettbewerben in Berlin besitzen.


    Gibt es wirklich so wenige Architekturbüros in Berlin, dass regelmäßig die gleichen Verdächtigen mit langweiligen Entwürfen gewinnen?

  • Ja, das ist schön, lebt aber durch die Materialität und die Details. Ansonsten ist es eine simple Rasterfassade. Geben wir dem DGB-Neubau doch auch diese Chance.

  • Nun berichtet auch das baunetz über den Siegerentwurf. Die Architektur kommt beim Autor zwar positiv an, er stellt jedoch die Nachhaltigkeit des Projekts und die Intransparenz des Wettbewerbverfahrens in Frage.

  • ^ die Architektur ist belanglos und austauschbar.


    Wenn ich nicht gelesen hätte, daß es in Schöneberg entstehen soll, dann würde ich den Standort dieses Projekts glatt in der Europacity am Hauptbahnhof verorten.

  • Neubau DGB-Zentrale - Bauupdate

    Die Bauarbeiten am neuen Verwaltungsgebäude des DGB an der Ecke Kleiststraße/Keithstraße werden ganz allmählich auch von außerhalb der Bauzäune erlebbar und sichtbar. An der Keithstraße arbeitet man bereits an den aufgehenden Wänden des Erdgeschosses. In Richtung Kleiststraße konzentrieren sich die Tätigkeiten jedoch noch auf das Untergeschoss.


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    Es folgen zwei Eindrücke von den Arbeiten im Untergeschoss. Im Hintergrund vor der mächtigen Brandwand des Nachbargebäudes Keithstraße 5 sind die ersten Wände und Stützen des EG entstanden bzw. im Entstehen.


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    Das Bauschild:


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    Ein Blick aus der Keithstraße auf das Baugeschehen (Vorzustand) :


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    Zum Abschluss möchte ich noch den entfernten Blick vom Wittenbergplatz und in Ergänzung dazu die passende Visualisierung von Ortner&Ortner zeigen, gefolgt von weiteren Renderings, die auf der Projektseite des Architekturbüros präsentiert werden. Die Hauptperspektive aus östlicher Richtung hatte Bato im ersten Post bereits gezeigt.


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    Die abgebildeten Fotografien sind durch mich am 09.01.2021 aufgenommen worden und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.


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    Der DGB-Komplex besteht im Prinzip aus zwei Gebäudehälften, die über ein großes, verglastes Atrium verbunden werden, welches sich in Richtung des gegenüberliegenden Dorland-Hauses öffnet. In der zweiten Innenraumperspektive ist das ganz gut erkennbar. Die Hauptadresse an der Keithstraße, die in das großzügige Foyer führt, wird zukünftig den Angestellten des Gewerkschaftsbunds vorbehalten sein. Die zweite Adresse an der Kleiststraße mit den dort befindlichen Büroflächen wird den Fremdmietern zugeteilt. Das ganze Objekt wird eine Bruttogeschossfläche von etwa 13.000 m² aufweisen.


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    Quelle der Renderings: Ortner & Ortner

  • Na ist das nicht doch recht ähnlich zu dem hier? FA135

    Die gleiche quadratische Lochfassade, die sich sowohl im Turm als auch im Flachbau durchzieht...


    Ist es echt sooo kompliziert und teuer, mal ein wenig Abwechslung und Differenzierung in so eine Fassade zu bekommen?

    Es wird ja häufig argumentiert, die Fassaden müssten so gleichförmig sein, damit dahinter die Räumlichkeiten flexibel für die Mieter angepasst werden können. Mich würde mal eine Statistik interessieren, wie oft in solch einem Bürohaus in 10 Jahren die Innenwände tatsächlich geändert werden.

  • ... Mich würde mal eine Statistik interessieren, wie oft in solch einem Bürohaus in 10 Jahren die Innenwände tatsächlich geändert werden.

    Ich kann dir zwar keine Statistik liefern, aber allein in meinem bescheidenen Arbeitsleben wurden mehrfach Büroetagen in kleinerem oder größerem Stil umgebaut. Also genau das: "Räumlichkeiten flexibel für die Mieter angepasst". Und ich glaube nicht, dass es sich um Ausnahmen handelte.