Was ich noch zu sagen hätte ...

  • ^Bilder von der Südseite sind auch "offiziell" verfügbar. Was soll uns das jetzt sagen?


    @Mods: Kann gern gelöscht werden, am liebsten gleich zusammen mit der ganzen Nordseite-Diskussion...

  • Die Kugel welche im Bild zu sehen ist war einmal eine Uhr welche vor dem heutigen Service Schalter gestanden hatte.


    Stimmt, die Uhr stand wenn ich mich recht erinnere von den Neunzigern an bis vor etwa 10-15 Jahren in der Mitte der Bahnhofshalle vor den Service Schalter. Warum man sie dann abgebaut hat weiß ich nicht. Eigentlich schade drum, ich fand die Uhr war ein guter Treffpunkt um sich zu verabreden. Habe leider keine Fotos mehr davon gefunden.

  • Ich bin bei dem Thema nicht so im Bilde. Muss denn ein Arbeitgeber (lt. Gesetz) bei viel Home-Office einen weiteren Beitrag zu Miete, Strom- und Heizkosten leisten?
    Sonst klingt Homeoffice für mich eher nach eine Sparmaßnahme auf kosten der Arbeitnehmer. Wird sicher nicht lange dauern, bis der Staat hier eingreift und sich der Kostenvorteil nochmal etwas reduziert.

  • ^

    Bei der Miete sehe ich kein Problem, weil diese ja eh anfällt.

    Doch eher bei den Strom- und Heizkosten, weil diese variabel sind und der AN zu Hause natürlich mehr verbraucht.


    Klar spart der AG dadurch enorme Kosten, allerdings auch der AN.

    Es entfallen die Kosten für das Auto (Kosten fürs Tanken, die Abnutzung ist geringer, daher auch größerer Wiederverkaufswert) oder für die Öffis. Der Gesetzgeber zahlt zwar etwas drauf (über die KM-Pauschale), allerdings ist dies auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.


    Zu Hause zu essen ist z.B. auch oft günstiger als in der Kantine oder in den Restaurants in der Umgebung.


    Man spart Zeit, die sonst für das Pendeln (mit evtl. Staus) draufgeht.


    Man braucht vielleicht nicht mehr so viele Hemden und Sakkos. ;)


    Beide Seiten haben natürlich viele Vor- als auch einige Nachteile. Jedoch überwiegen eher die Vorteile.

  • ^So ganz passt das nicht.

    Wenn man dauerhaft ein Arbeitszimmer einplant, hat man dadurch natürlich einen Flächenverbrauch und Mietkosten.

    Wenn man das nur "mal" macht, reicht auch der Küchen- oder Esstisch, aber als dauerhafter 40-80%-Arbeitsplatz geht das nicht.

    Wenn ich kein Homeoffice geplant hätte, wäre meine Wohnung um ein halbes Zimmer (8m²) kleiner ausgefallen.


    Außerdem ist bei mir das Essen in der Kantine super günstig, gegen 4,05€ für Hauptgericht+Suppe, Salat oder Dessert komme ich nicht an - dazu kommt der Zeitbedarf für die Zubereitung.

  • ^

    Der Einwand mit dem Platzbedarf für ein Büro ist gerechtfertigt. Das sind monatlich locker 120 EUR+ in Frankfurt für die Miete, beim Kauf sogar locker 50k+.

    Der Zeitaufwand fürs Mittagessen ist ebenfalls korrekt. Den hatte ich natürlich nicht mit einbezogen.


    Da du die anderen Beispiele außen vor gelassen hast, gehe ich davon aus, dass du mir in den Punkten zustimmst. ;)

  • Es ist alles relativ. Bei mir schlich sich das Home Office vor ca 20 Jahren ein, ab und an wenn's mal (von mir) gewünscht war. Ab 2005 gab's 43 € pro Monat dafür (WLAN, Telefon) Zuschuss dafür, dass man ab und an zu Hause arbeitete. Irgendwann wurde das gestrichen, nach dem Motto: Flatrate hat jetzt jeder. Aufstand dagegen, hielt sich in Grenzen, man musste nur verstehen die Freiheiten des HO zu nutzen

    Ich hätte auch ins Büro fahren können. Rechne ich nun Fahrt- oder besser Stauzeiten mit ein, verzichte ich gerne auf ein/die paar paar Euro für Strom und Netzwerk. Der Punkt hier, kann man so sehen, muss man aber nicht.

    Lange Rede kurzer Sinn, viel macht hier auch die persönliche Einstellung aus. Wie lange fahre/staue ich vs erstatteter Kosten für. Was ist mir die Freiheit im HO Wert (auch wenn die Gesetzgebung nicht hinterherkommt) versus täglicher Anwesenheit im Office.

    Ich habe probiert das Beste für mich daraus zu machen, dass ich die Möglichkeit überhaupt hatte wusste ich immer zu schätzen!

  • Ich sehe halt auch Kollegen, deren Lebensplanung ein Homeoffice nicht vorgesehen hat.

    Wäre ich als Alleinverdiener noch für Frau und zwei schulpflichtige Kinder verantwortlich, die eigentlich beide ein eigenes Zimmer mit Arbeitsbereich brauchen, dann wäre voraussichtlich nicht das Budget für ein ansonsten überflüssiges Büro vorhanden.

    Zumal 5-Zimmer-Wohnungen (Wohnen, Eltern, 2 x Kind, Büro) doch deutlich selten sind.


    Bei anderen (DINKS) sehe ich, dass zwei Personen, dsie in unterschiedlichen Firmen tätig sind, sich ein Büro teilen, mit dem Resultat, dass beide mit dichten Kopfhörern an Konferenzen teilnehmen, damit die Inhalte der Konferenzen sich nicht vermischen. Auch hier wird bei dauerhaftem Homeoffice ein weiteres Zimmer benötigt werden.


    Wenn häufiges Homeoffice tatsächlich bei 30+% der Büroarbeitskräfte zur Regel werden sollte, dann wird sich das auch im Wohnungsmarkt auswirken. Dann werden Wohnungen mit mehr, dafür vielleicht kleineren, Zimmern wieder deutlich stärker nachgefragt werden.


    Die derzeit in Frankfurt so gern gebauten überteuerten Bienenwaben, die nur unter der Woche als Schlafplatz genutzt werden sollen, weil der Bewohner tagsüber im Büro und am Wochenende woanders ist, werden sich dann als Fehlivestition herausstellen.

  • Ich weiß nicht, ob mir HO auf Dauer gefallen würde. Ich hab es eigentlich ganz gern, wenn ich privates und geschäftliches in der Regel auch räumlich voneinander trennen kann. Und ich bin selbstständig. Natürlich empfindet das jeder anders. Aber die AG kommen sicher auf den Geschmack, wenn's mit HO läuft und man durch weniger Arbeitsplätze viel Geld sparen kann.

  • ^^ Gestern war der 11.11., meintest Du das skyliner?


    Bei der BW ist das gendern auch ein Thema: klick mich, ist aber unter 'friendly fire'.


    @Mod.: Wegen Relevanz kann der Beitrag auch gerne verschoben werden.


    Um wieder die Kurve zu DAF-Themen zu kriegen: Deutsche-Bank-Stratege schlägt eine Homeofficesteuer i.H.v. 7,5 EUR pro Tage vor die deutsche Arbeitnehmer die deutsche Arbeitgeber zu zahlen hätten die freiwillig im Homeoffice arbeiten. Damit sollen Niedrigverdiener und/oder unverzichtbare Arbeitnehmer, die nicht in der Lage sind im Homeoffice zu arbeiten, zu subventionieren.(Quelle). Sollte dies umgesetzt werden, würde das dem klassischen Büroarbeitsplatz erneut Auftrieb geben?

    Einmal editiert, zuletzt von main1a () aus folgendem Grund: Danke für den Hinweis @Xalinai und habe meinen Beitrag korrigiert.

  • ^^Ja, auch bitte verschieben dann!

    Aber durch die "Feldwebelin" bei der BW fühle ich mich schon bissi bestätigt...nicht das ich (noch) für irgendetwas von irgendwem eine Bestätigung bräuchte, denn denken kann ich selbst, ich arroganter, kleiner...aber lassen wir das.;)

    Ob wir noch einen funktionierenden und einsatzbereiten Hubschrauber, ein Boot oder einen Panzer haben, geschenkt! Die Annegret hat schliesslich zur Zeit weitaus wichtigeres zu tun.:DSchwachsinn!

  • zu #2549: Ich weiß wirklich nicht was das soll.

    Wer statt im vom Arbeitgeber bezahlten, beleuchteten, beheizten und mit Strom und Wasser versorgten Büro mit ergonomischen Möbeln und Kantinenanschluss jetzt zuhause am eigenen Küchentisch am Laptop arbeitet und sich in der Mittagspause auch noch sein Essen selber zubereiten muss, der soll dafür 7,50€ am Tag abdrücken?


    Wie wäre es denn damit, dass die Arbeitgeber die Büros so umgestalten, dass wir alle mit Sicherheitsabstand und ausreichend Frischluft in den Büros arbeiten können? Mal locker die Büroflächen um 120% vergrößern, alle nicht entsprechend belüftbaren Gebäude abreißen und durch neue ersetzen?

    Am besten, die Deutsche Bank fängt an.


    Dann werden die Arbeitgeber freiwillig die 7,50€ an jeden auszahlen, der nicht ins Büro kommt.


    Das kann nur ein übriggebliebener Manager aus den 1980ern sein, dem es auf den Geist geht, dass er seine Mitarbeiter nicht mehr micromanagen kann. Kann von mir aus gerne ins 20. Jahrhundert zurückkehren.

  • ^Die Steuer soll ja vom Arbeitgeber bezahlt werden soweit ich das verstanden habe. Bei mir im Haus leben einige Daimler-Manager (ich wohne in Stuttgart), die freuen sich diebisch übers Home-Office, da man jetzt bei vollem Gehalt "nix mehr Schafen muss" – man stellt sich bei Bedarf tot und schaltet bei Video-Konferenzen auf Stumm. Währenddessen müssen Arbeitnehmer wie ich bei vergleichsweise kleinem Gehalt weiterhin jeden Tag ins Büro dackeln weil meine Chefin von Homeoffice aus den eben genannten Gründen wenig hält.

  • Bei mir hat der Arbeitgeber im März jedem ein Notebook in die Hand gedrückt, der nicht ohnehin schon eines hatte und hat gesagt, dass wir nur in unvermeidbaren Fällen ins Büro kommen sollen: "Wenn ihr noch einen zweiten Monitor oder die Dockingstation braucht, nehmt sie mit!"

  • ^Also Notebook umsonst + Geld fürs pendeln gespart und der Arbeitgeber spart sich noch Geld für Heizen und Wasser – Donnerwetter! Die Kehrseite ist halt das die Zeche Menschen zahlen müssen die oft in eher schlecht bezahlten Berufen oder in der Produktion arbeiten müssen. Diese müssen die nächste Preiserhöhung im ÖPNV dann alleine tragen, dazu kommt noch das ein Großteil der Kantinen geschlossen ist und so auch das subventionierte Essen wegfällt.

  • Danke Xalinai für den Hinweis! Habe die dann nicht unwichtige Korrektur gemacht und entschuldige mich für die Freudsche Fehlleistung. Wer die Homeofficesteuer bezahlt ist schon relevant.


    Im allgemeinen haben die abgeschlossenen Mietverträge zw. Arbeitgeber und Vermieter eine lange Laufzeit, sodass nicht kurzfristig gekündigt werden kann. Nur weil die Bürofläche nicht genutzt wird entfällt nicht die Verpflichtung zur Mietzahlung (Konkurs mal außen vor). Der Mieter muss mit dem Vermieter also nachverhandeln und die derzeitige Situation begünstigt Mieter so das Einsparungen erzielbar sind. Das die verbrauchsabhängigen Kosten sich umgehend reduzieren ist klar aber die Ersparnisse werden nicht immens sein. Aber gewisse operative Kosten wie Reinigung werden sich wahrscheinlich nicht reduzieren lassen denn auch wenn nur eine Handvoll MA im Büro sind muss geputzt werden weil sonst der Arbeitgeber gegen Hygienevorgaben verstößt.


    Sofern die Firmen die Homeofficesteuer gegenüber dem Fiskus nicht kostenmindernt verrechnen dürfen ist dies ein zusätzlicher Kostenfaktor der Büroarbeit in DE verteuert und nur den Verlagerungsdruck nach Osten erhöht. Sollte eine Verrechnung möglich sein ist dies m.E. der Einstieg für Firmen aus dem tertiären Gewerbe sich an der Beteiligung an den allgemeine Infrastrukturkosten zu verabschieden.


    Nach wie vor gilt: Cui bono? Warum sollen also Firmen in DE freiwillig zusätzlich 16 Mrd. EUR pro Jahr an den Fiskus zahlen? Denn das schätzt der DB Stratege für DE. Für die USA würde er 10 USD pro Tag ansetzen was dort 48 Mrd. USD zusätzlich Steuern generieren würde.

  • Wer die Steuer bezahlt ist in meinen Augen ziemlich irrelevant. Letztenendes sind es nichts anderes als Personalkosten die entstehen. Das was auf unseren Gehaltszetteln als Bruttogehalt ausgewiesen ist, interessiert doch niemanden wirklich. Den Arbeitnehmer interessiert nur was netto davon übrigbleibt, und den Arbeitgeber nur was sein Angestellter ihn insgesamt kostet, und das ist ja deutlich mehr als das Bruttogehalt. Dieser ganze bürokratische Hokuspokus mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen etc hat doch für niemanden eine wirkliche Relevanz - außer für die Steuer, und dafür könnte man auch einfach die Steuersätze anpassen, dann blieben die wirklich relevanten Zahlen auch ohne diese Bürokratie genau gleich. Wie die Erfahrung schon unzählige Male gezeigt hat, dient das im Zweifelsfall nur als Hilfsmittel um Neiddebatten gegen die ach so bösen Unternehmen und Kapitalisten führen zu können.

    So eine Steuer würde also so oder so nur Personalkosten darstellen, und zwar gehörend zu jenem schon heute unerträglich hoch ausfallenden Anteil der nicht beim Arbeitnehmer sondern im Staatssäckel landet.